Ich finde es zum K....! Da brettert man mit Suv's durch die platte Stadt und pustet seine 300g Co² in die Atmosphäre und im Szenekiez darf, auf Kosten der Ästhetik entstuckt werden. Das darf doch wohl nicht wahr sein! Das wird von der Baustofflobby veranlasst, die unter dem Deckmantel des "Umweltschutzes" unser Stadtbild mal wieder verschandelt, wie sie das schon in den 60er und 70er Jahren tat, mit so schicken Errungenschaften wie Eternit oder Teerpappe mit geprägtem Ziegelmuster. Keiner fragt sich, wie man den Kram in 30 Jahren entsorgen will. Überhaupr ist es sinnvoll immer wertvoller werdendes Erdöl in Form von Styropor an die Fassaden zu klatschen? Die Dämmung des Daches und des Kellers, sowie neue Fenster bringen doch auch schon beträchtliche Energieeinsparung. Warum muss man für die restlichen (angeblich) 30% Fassaden abkloppen? Was danach kommt ist ein kläglicher Abklatsch aus Styroporstuck, der meistens nichtmal dem alten Originalteilen ähnlich sieht. Wenn man wenigstens den Stuck abnähme, ihn einlagerte, mit Mineralwolle dämmte und ein neues Ziegelmauerwerk vor die Fassade setzte, so das wenigstens der Eindruck der Fassade erhalten bliebe. Mal sehen, wie viel vom Altbaukiezcharme noch übrig bleibt, wenn die deutsche Gier nach Efizienz gewütet hat. Überhaupt, wie funktioniert es eigentlich in Leipzig, wo entstuckte Altbauten (ungedämmt) wieder rekonstruiert werden?