Alexanderplatz: Diverses

  • Gut, der Bau gehört sicherlich nicht zu den herausragenden DDR-Bauten. Die Installationen von Fritz Kühn im Eingangsbereich sollten gerettet werden, und in einen evtl. Neubau übertragen werden.!
    An dieser Stelle bin ich auch für ein Hochhaus. Dort darf es gerne etwas spektakuläres werden :)

    Fritz Kühn gehörte zu wichtigsten Künstlern der DDR.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_K%C3%BChn

  • Das sind tatsaechlich mal gute Neuigkeiten, die eigentlich nur noch von der Ankuendigung des Abrisses des "Haus[es] der Elektroindustrie" getoppt werden kann. ;)

    Finde auch, dass hier ruhig etwas "futuristisches" a la Weltstadthaus in Koelle hin kann. Gerne auch mit gleicher Nutzung. Der Peek & Cloppenburg in Koeln ist meiner Meinung nach deutschlandweit der Beste. :D

  • ^
    Einkaufsmöglichkeiten dürfte der Alex nun aber wirklich zu Genüge haben. Vor allem der Standort dürfte einen Retail-Investor abschrecken da ggü. der vorhandenen EKZs nicht besonders attraktiv. Es wird wohl auf Büro-/Praxisnutzung oder dergleichen hinauslaufen.

  • Es gab ja mal vor Jahren einen Plan der dort einen Wolkenkratzer vorsah den ich aber nirgendswo gefunden habe! Wenn man sich aber jetzt das Planbild der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für den Alex anschaut ist nur ein zum Teil kleinerer Bau mit neuer Grünfläche daneben zu sehen wie man auch hier gut sehen kann:
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedte…ung/index.shtml

    Hoffe es findet sich dann nach dem Abriss ein geeigneter Investor der in die Höhe gehen will, aber wenn erst mal Hines baut wird es sicherlich einen Aufschwung geben:daumen:

    Edit:
    Kleiner Service.

  • ^
    Wäre es nicht so langsam an der Zeit, die hochtrabenden Pläne an die Realität anzupassen? Das Park Inn wird in absehbarer Zeit nicht abgerissen und die Türme von Hines bzw. am Alexa werden wohl noch lange auf sich warten lassen.

    Wenn schon Hochhäuser, dann erstmal ein paar kleinere, die sich mit den bestehenden Gebäuden kombinieren lassen. Das Königstadt Carree ist ein guter Anfang... sowas in der Größenördnung könnte man auch anstelle des "Haus der Statistik" bauen. Ich denke das würde ganz gut zwischen das Haus des Lehrers und Haus des Reisens (kann meinetwegen stehenbleiben) passen.

  • Richtig, Kent!
    Angesichts der erheblich überdurchschnittlich breiten Straßenquerschnitte sollte die neue Bebauung mindestens(!) entsprechend dem Planwerk Innenstadt ausfallen.
    Das Olympia in Talinn hat sicherlich die erforderliche Höhe, weist mir allerdings zu wenig Schwung auf. ;)

  • Korrekt.
    Plaene sind ja nun schon per Definition in die Zukunft gerichtet und halt kein einfaches Abbild der Realitaet bzw. der derzeitigen Bebauung. Gerade das Planwerk Innenstadt ist kein Plan, der kurz- oder mittelfristig das Stadtbild veraendern soll, sondern langfristig Anhaltspunkte fuer die Reurbanisierung der Berliner Innenstadt geben soll. Das er nicht 1:1 umgesetzt wird, ist wohl jedem klar, aber er vermittelt zumindest die Richtung in die die Berliner Stadtbildentwicklung gehen soll.

    Wenn man jetzt - nur weil es manchen nicht schnell genug geht - das ganze Planwerk wieder umschmeisst, dann hat man in Berlin 1. seit der Wende nichts kapiert und 2. seit der Wende auch nicht wirklich viel erreicht.

  • Dabei war das Haus der Statistik zu der Zeit als es fertiggestellt hatte, gar nicht so schlimm. Man hatte sich immerhin um eine Gestaltung bemüht, und es ist kein profaner 0815 Bau der DDR gewesen. An das Haus des Lehrers / Haus des Reisens kommt es aber trotzdem nicht ran.

    This image was provided to Wikimedia Commons by the German Federal Archive (Deutsches Bundesarchiv) as part of a cooperation project. The German Federal Archive guarantees an authentic representation only using the originals (negative and/or positive), resp. the digitalization of the originals as provided by the Digital Image Archive. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bund…_Gesundheit.jpg

    This image was provided to Wikimedia Commons by the German Federal Archive (Deutsches Bundesarchiv) as part of a cooperation project. The German Federal Archive guarantees an authentic representation only using the originals (negative and/or positive), resp. the digitalization of the originals as provided by the Digital Image Archive. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bund…_Lehrers%22.jpg


    Das hier scheint die Arbeit von Fritz Kühn zu sein ? : http://www.abrissberlin.de/pics/bombenpic…20Statistik.JPG

    So fanatisch wie die Leute von Abriss Berlin bin ich dann doch nicht, dass ich in dem möglichen Abriss wieder einen Kultur Frevel sehen müsste: http://www.abrissberlin.de/

  • Das von Samuel verlinkte Kissen ist nur ein Teil einer großen Kollektion von Klamotten, Beuteln, Innenausstattung und Accessiores. Da ich nicht dran beteiligt bin darf ich mir die Werbung hoffentlich erlauben, für Architekturfans gibts da nämlich ne Menge toller Sachen zu holen. Dabei gehts nicht nur (wie ich vermutete) um ostalgisches, sondern auch um West-Berliner Originale. Ich bin heute zufällig in der Brunnenstraße vorbeigekommen, da ist der Laden (Nr.191). Wer in der Gegend ist, sollte unbedingt mal reingucken!
    Nebenbei, die Verkäufer stammen auch aus "unserer" Zunft...

  • Auf der Homepage Luise Berlin ist eine kleine Bilderstrecke der Arbeiten von Fritz Kühn am Haus der Statistik zu finden. Es handelt sich dabei um Darstellungen aus Metall, die die Entwicklung der Mathematik erklären sollen. Leider sind gerade die Wandbilder so klein geraten, dass man sie kaum erkennen kann. Ist einer von den Berlinern mal in dem Gebäude drin gewesen, und hat die Bilder evtl. fotographiert?

    Beispiel einer Tafel:
    http://www.luise-berlin.de/abbild/lexikon…stik_047078.jpg

    Wandbild:
    http://www.luise-berlin.de/abbild/lexikon…stik_025028.jpg
    http://www.luise-berlin.de/abbild/lexikon…stik_025025.jpg

    alles zu finden unter:
    http://www.luise-berlin.de/lexikon/mitte/…r_statistik.htm

    Und wenn ein T-Shirt, dann dieses:
    http://image.spreadshirt.net/image-server/i…/280/height/280
    http://www.balkon-garten.de/knick/index.ht…/statistik.html

    Der jetzige Zustand des Hauses ist recht schlecht.
    http://www.panoramio.com/photo/23369533

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ^^ nur keine falsche Bescheidenheit, bloß nicht irgendwelche Zwischenlösungen, die dann eh wieder 40 Jahre stehen, dann kann man auch das Haus der Statistik stehen lassen.


    Wieso Zwischenlösung? Kollhoffs Masterplan sieht hier mehrere 150m hohe Türme vor - es stellt sich hier die Frage, ob die Berliner Wirtschaft jemals eine ausreichende Dynamik entfesseln kann, um solche Projekte überhaupt rentabel werden zu lassen. Denn nur dann werden sich auch Investoren finden, die hierfür dreistellige Millionenbeträge auftreiben können.

    Wenn man sich die Entwicklung in Berlin bzw. ganz Deutschland ansieht (unabhängig von der aktuellen Krise), dann ist es unwahrscheinlich dass wir in den nächsten Jahrzehnten irgendeine Hochkonjunkturphase erleben werden. Dazu kommt die Struktur der Berliner Wirtschaft, deren Stärke eher in ihrer Kleinteiligkeit zu finden ist, aber weniger bei Großunternehmen liegt, die sich hier Denkmäler setzen lassen.

    Anders gesagt: Der Masterplan für den Alexanderplatz ist zwar schön, passt aber nicht zur wirtschaftlichen Realität Berlins - nicht jetzt und auch nicht in absehbarer Zukunft.

  • Diese Diskussionen sind mir alle bekannt. Und ich habe seit dem ich mich damit beschäftige jede Auffassung schon mehrfach gehört. Natürlich ist die wirtschaftlichste Variante die, das Haus der Statistik zu renovieren. Flexible Grundrisse ermöglichen vielfältige Nutzungen.

    Aber ein prominenter Stadtinnenraum braucht auch mal andere Lösungen! Die Frage ist doch, ob am Alex diese städtebauliche Transformation gelingt. Warum sollte es nicht Wohnhochhäuser geben, die auch eine Größe von über 100 M aufweisen?

  • ^Versteh mich bitte nicht falsch, ich befürworte die Transformation des Alexanderplatzes! Ich habe nur den Eindruck, dass die Erwartungen des Masterplans zu hoch gesteckt sind - getreu dem Motto: Entweder richtig oder gar nicht.

    Warum den Plan nicht etwas mehr differenzieren? Die 150m-Planungen können zum Teil durchaus bestehen bleiben... gleichzeitig kann aber doch Raum geschaffen werden für Projekte, die den Berliner Maßstab nicht gleich sprengen.

  • Wieso hört man bloß aus allen Richtungen der Masterplan des Alex wäre zu übertrieben! Ich meine weiß denn jemand wie die wirtschaftliche Lage Berlins in 20 jahren aussieht, geschweige denn ob es sich wie schon von Kent angesprochen lohnt Wohnhochhäuser zu bauen ebendso wie sie in Manhattan zu finden sind nur in einer geringeren Zahl? Alles in allem wird man immer sagen Berlin bleibt noch in 100 Jahren ohne "Türme" man kann die Zukunft aber nie vorraussagen genauso wie es bei den Geburtenwachstum in Berlin war:daumen:

  • Gut, mit 100%iger Sicherheit kann man das nicht voraus sagen, aber es ist unwahrscheinlich, dass Berlin in 20 Jahren eine 5 Millionen Stadt ist mit einer schnell wachsenden Wirtschaft die nicht durch die Ausweitung des städtischen Verwaltungsapparats zum Wachstum angeregt wurde. Die Pläne am Alex entstanden in Folge der Großstadteuphorie nach der Wende, die Berlin bei den oben erwähnten 5 Millionen-Einwohnern sah und eine boomende Wirtschaft. Das ist (noch?) nicht eingetreten und selbst wenn es einen Boom geben sollte gibt es noch jede Menge Freiflächen und Leerstände die erstmal gefüllt werden sollten bevor man hochfliegende Hochhauspläne am Alexanderplatz umsetzt. Berlin ist nicht Manhattan, Berlin ist nicht London oder Paris, Berlin ist Berlin, und alles andere wäre auch echt blöd.

  • Zuletzt hier

    Zwischenzeitlich haben sich die Hinweise auf "den Tod" des Projektes verhärtet. Hinter den frisch gestrichenen Festern hängen neue, frisch gebügelte Gardinen, in die Ladenzeile ist ein asiatisches Restaurant eingezogen (sieht alles andere als provisorisch aus).

    Offenbar hat man es sich nach den ersten Entkernungsarbeiten noch mal anders überlegt. Vielleicht kommt ein Neubau an der Stelle erst bei Abriss der östlichen Nachbargebäude? Wurde das Gebäude vielleicht noch einmal verkauft?
    Alles Spekulation, jedoch kann mit einem baldigen Abriss wohl nicht gerechnet werden.

    D.