Leipziger Wohnungsbau

  • Das Doppelneubauprojekt Blumenstraße 56-58 nebst 62 - 64 zeigt sich kurz vor der Fertigstellung und uns erste noch leicht verschleierte Details der Fassadengestaltung

  • Laut heutiger LVZ ist der Bebauungsplanentwurf für den Neubau von 550 Wohnungen, Gewerbeflächen, einer Schule etc. im Stötteritzpark fertig und soll im Mai im Stadtrat diskutiert werden.

    Der Projektentwickler WEP hofft, dass der Bebauungsplan 2025 rechtskräftig wird, 2027 mit dem Bauen begonnen werden kann und 2029 die ersten Gebäude fertiggestellt sind.


    https://www.lvz.de/lokales/lei…BFNRCXFN5ZFUOTPPINEQ.html

  • Update zum Via Reggia am Waldplatz:


    zobwfqqb.jpg

    ©555Farang









    (Hof)




    Im Gegensatz zur anderen Ecke (oben links) fügt sich die Dachlandschaft sehr gut in die Umgebung ein.



    vorher:



    (Ecke zur Jahnallee)






    Fernwirkung...



    Aus den Perspektiven deiner Fotos ist es nicht zu erkennen: hat das Haus ein Schrägdach?

    Ja, aber nicht wie visualsiert...




  • Waldplatz: Mit richtig kräftigen Gesimsen zwischen jeder Etage, welche die horizontal überlappenden Erker verbinden, könnte man nachträglich noch ein bisschen was retten. Auch das Kranzgesims hätte, wie visualisiert, kräftiger ausfallen sollen. Jetzt fällt z. B. der Übergang zum Nachbarhaus im Dachbereich zu sehr ins Gewicht.


    Ein ursprünglich interessanter Entwurf wurde hier ziemlich verhunzt, aber das Dach ist natürlich richtig toll und grundsätzlich fügt sich das Haus ja gut ein. Es gehört schon zu den oberen 10% der Wohnbauten in Leipzig, was eigentlich traurig ist. Die kotbraunen Fenster und Verblendungen finde ich richtig hässlich, vor Ort noch mehr als auf den Fotos. Warum man die asymmetrisch verteilten kleinen Lüftungsgitter auch noch braun hervorhebt, ist mir schleierhaft.


    Richtig frustrierend sind immer Rundlings Vorher-Fotos. Wenn man die sieht, kann man sich über gar nix mehr freuen, geht mir zumindest so.

  • Waldplatz: wenns um eine einfache Struktur geht, hätte selbst eine symmetrische Fassade mit einem Fenster weniger im horizontalen Raster sowie wiederkehrende "französischen Balkons" schon eine große Abhilfe bringen können. Leider hat man nicht mal mehr das EG mit zumindest blinden Fenstern zum Platz hin freundlicher öffnen können.


    Das wirkt alles so wie auf der Visu. Ein Sammelsurium an "Ideen", welche aber keine sind. Das ist eher sehr schwacher Eklektizismus. Bei der Fassadengestaltung gibt es keinen Bezug auf die örtliche Situation mit einem Stadtplatz sowie den baulichen oder gar geschichtlichen Kontext.


    Leider tragen diese Beispiele dazu bei, dass man den überwiegend miserablen Städtebau der 1950 bis 1980er der BRD nun hier repliziert. Dabei gibt es im öffentlichen Bewusstsein schon eine ganz andere Wahrnehmung, wie eine Stadt aussehen kann.

  • Ich kann eure Kritik wenig bis gar nicht nachvollziehen. Der Neubau kommt in echt viel viel besser rüber als in allen gezeigten Visus. So muss/kann Wohnungsbau heute gehen. Einer der paar Lichtblicke in Leipzig was Neubauten angeht. Natürlich findet man in Details immer mehr Sachen, die besser gemacht werden hätten können. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.


    Ist jetzt kein Projekt mit absolutem Wow-Effekt, aber es fügt sich sehr gut ein und füllt eine schmerzhafte städtebauliche Lücke.

  • auch ein schöner Rücken kann entzücken - die neue Wohnanlage Robert-Schumann-/Grassistraße von hinten


    An der Frontseite sind größtenteils die Fenster eingebaut, und es werden aktuell die Dämmelemente aufgebracht

  • ^ ich konnte mich noch während der "Fassadengestaltung" selbst überzeugen. Hier hat man die 11 Geschosser auf der Straßenseite gegenüber in den Hof appliziert. Warum auch eine Hoffassade keinerlei Struktur verdient, weiss dann sicher nur die LWB als Auftraggeber. Vielleicht war es diese eine Gestaltungsebene dann doch zu viel.

    Dieses hervorheben einer in diesem Karree auffallenden Tristesse, wird dann hoffentlich bald von Bäumen und ihrem Blattwerk verdeckt. Alle anderen Gebäude in dem Blockrand, haben zumindest Balkone. Dafür aber diesen grässlichen Blick...

  • Etas blaß ist die Rückseite, vielleicht weil auch die üblichen Balkone fehlen (vielleicht hätten hier die bei manchen hier so unbeliebten bodentiefen Fenster geholfen :-)). Ungewöhnlich ist es ja aber nicht - auch in der vergangenen Jahrhunderten hat man sich bei Rückseiten selten Mühe gegeben (selbst die prächtigen Gründerzeitler im Waldstraßenviertel sind an der Rückseite eher schlicht).

  • Ja schön mit Panoramablick Großplatte. Genial. Da guck ich ja dreimal lieber in den Innenhof, Nordlage hin oder her.

  • Ja schön mit Panoramablick Großplatte. Genial. Da guck ich ja dreimal lieber in den Innenhof, Nordlage hin oder her.

    Ein Nordbalkon ist wirklich nichts erstrebenswertes (habe selbst einen), zumal er Licht von den Zimmern nimmt, die wenig davon bekommen. Hingegen wirkt ein Balkon zur Südseite beschattend.

  • ^ Also ich verstehe die Kritik an den Hoffassaden nicht so ganz, ist jetzt nicht so, dass Gründerzeitler im Blockrand ohne nachträglich angebaute Balkone da besonders glänzen (siehe erstes Bild) und man sorgt mit der Farblichkeit und dem unterschiedlich ausgeprägten Dachgeschoss mit geringen Mitteln für ein wenig Differenzierung. Nordbalkone findet man in Gründerzeitlern natürlich meistens dort, wo Südbalkone aus Denkmalschutzgründe nicht möglich sind, generell finde ich da aber etwas unterschätzt, gerade wenn man zwei hat, ist man im Sommer oft froh über einen schattigen Nordbalkon.

  • Für den geplanten Neubau von 93 Wohnungen der LWB in der Judith-Auer-Str. gibt es eine -m.W.n. hier noch nicht gezeigte- neue Visualisierung.


    Sehe ich es richtig, dass aus diesem tollen Entwurf:


    np59vj7x.jpg


    ... somit dieser hier wurde?


    ywnge5b6.jpg

    Judith-Auer-Strasse Leipzig - W&V Architekten


    Ist das die Qualitäts-Offensive bei der LWB, von der Baubürgermeister Dienberg zuletzt sprach?