• Warum sind wir als Gesellschaft nicht in der Lage gegen solche Schmierereien vorzugehen. Welche Handlungsspielräume hat denn die Stadtverwaltung um hier entgegenzuwirken und ist sie auch gewillt hier etwas zu unternehmen.

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    Meiner Meinung nach hilft wohl nur, dass sofortige Entfernen der Graffitis. Beste, kurzfristige Methoden. Es ist halt teuer, wenn man Farbe kauft und diese nach 3-4 Tagen wieder weg ist, daher weicht man auf Wände aus, die länger verschandelt bleiben.

    Kameraüberwachung bringt nichts (Vermummung, wenig Licht und DSGVO). Erziehung bringt in diesem Land auch nichts (falsches Klientel). Erhöhung der Geldstrafen bringt nichts (dafür muss man erst geschnappt werden). Verkaufsverbot von Sprühdosen bringt nichts (notfalls kann man Farbe in Luftballons füllen).

    Bringt jedem Hausmeister bei, wie man Graffitis entfernt, gibt ihm/ihr die notwendige Ausstattung und dann kann es fix entfernt werden. Es ist keine Raketenwissenschaft.

    Die Politik ist immer schnell, wenn es um Geldstrafen und Androhung geht. Wieso zwingt man Immobilienbesitzer bzw. WEGs nicht, schneller zu agieren. Wäre auch betroffen, aber mir wäre das den Aufwand/Kosten Wert.

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    Kenn ich, hat unsere WEG letztes Jahr abgeschlossen. Man darf sich aber keine Hoffnungen machen, dass das Graffiti am nächsten Tag/Woche entfernt wird. Es geht schneller, aber als effektive Maßnahme, müsste es innerhalb einer Woche weg sein.

    Ohne Vertrag haben wir teils ein halbes Jahr gewartet.

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    Das sollte in Leipzig, oder überall in Deutschland, mittlerweile eigentlich der Standard sein. Auch so eine Versicherung und Flatrate zur Entfernung der Schmierereien, ist in der Stadt längst überfällig. Ich habe mal gelesen, dass Chicago genau mit dieser Methode, sofortiges Entfernen von Graffiti, das Problem lösen konnte.

    Gerade weil Leipzig eine so schöne Stadt ist, stören diese Verschandelungen gleich doppelt.

  • ^^Diese Graffitischutzbeschichtungen sind schichtbildende, dicke transparente Anstriche, die auf Naturstein, Klinkerfassen nur gelegentlich funktionieren.

    So bleibt nur die Möglichkeit, wenn die Graffitis entstehen, die schnell zu entfernen.

    Wisst Ihr, was das für eine Sauerei ist? Wie das stinkt?

    Bei mir ist aufgrund diverser Medienberichte und Stadtratsentscheidungen hängen geblieben: die Stadtverwaltung unterstützt Graffitis, möchte eine derart „bunte“ Stadt und hält dies alles ausnahmslos für Kunst. In den Schulen wird gelehrt, dass das Kunst ist. Denn sonst würden sie ja was dagegen machen.

    Versichern kann man sowas nicht wirtschaftlich. Das sind alles Sonderbausteine in den Policen, die unverhältnismäßig teuer sind. Der Papierkram, der dann bei jedem Graffiti entstehen würde, ist auch nicht so ohne. Wer soll das alles noch zusätzlich machen.

    Einmal editiert, zuletzt von leipziger (8. Oktober 2026 um 10:24)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Bei mir ist aufgrund diverser Medienberichte und Stadtratsentscheidungen hängen geblieben: die Stadtverwaltung unterstützt Graffitis, möchte eine derart „bunte“ Stadt und hält dies alles ausnahmslos für Kunst. In den Schulen wird gelehrt, dass das Kunst ist. Denn sonst würden sie ja was dagegen machen.

    Versichern kann man sowas nicht wirtschaftlich. Das sind alles Sonderbausteine in den Policen, die unverhältnismäßig teuer sind. Der Papierkram, der dann bei jedem Graffiti entstehen würde, ist auch nicht so ohne. Wer soll das alles noch zusätzlich machen.

    Sowohl Entscheidungen, Beschlüsse und Diskussionen des Stadtrats als auch der Stadtverwaltung sind transparent, für den Stadtrat vor allem im elektronischen Ratsinformationssystem. Solche pauschalen Äußerungen, man würde jede Art von Graffiti unterstützen und alles ausnahmslos für Kunst halten, hat es nie gegeben und gibt es nicht. Das ist falsch erinnert oder schlichtweg gelogen. Wenn Du anderer Ansicht bist, solltest Du das belegen können. Hier noch eine Hilfestellung:

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig_public/vo040?0 --> nach Graffiti und der Falschschreibung Grafitti suchen und vielleicht vorher den Suchzeitraum ausweiten


    Z.B.

    schriftliche Antwort des Ordnungsamtes zur Anfrage "Graffiti" vom 27.04.2026 (VIII-F-02796-AW-01)

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…5&refresh=false


    Verwaltungsstandpunkt des Ordnungsamtes zur Petition "Saubere Wände für Leipzig- Gemeinsam gegen illegales Graffiti!" vom (VIII-P-00783-VSP-01) ,

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…6&refresh=false

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…6&refresh=false


    schriftliche Antwort zur Anfrage "Zunahme von Grafitti" vom 08.02.2022 (VII-EF-06759-AW-01)

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…4&refresh=false


    Was gedenkt die Stadt Leipzig gegen die illegale Verschandelung der Stadt durch Graffiti etc. zu tun?

    Das Auf- und Anbringen eines illegalen Graffito erfüllt i. d. R. die Tatbestandsvoraussetzungen einer Sachbeschädigung und stellt somit eine Straftat dar. Aufgrund der bestehenden Rechtslage ist der Eigentümer eines Gebäudes oder einer Anlage jedoch nicht verpflichtet, dieses Graffito auch zu entfernen und seine Fassade sauber zu halten. Ausnahmen von diesem Grundsatz bilden Graffiti mit strafrechtlich relevanten Inhalten oder an denkmalgeschützten Gebäuden. In beiden Fällen kann der Eigentümer zu einer Beseitigung behördlich verpflichtet werden.

    Aufgrund dieser Rechtslage liegt es in der Entscheidungshoheit des Eigentümers, ob und in welchem Umfang die notwendigen Reinigungsmaßnahmen beauftragt werden. Nicht selten müssen Reinigungsaufträge über das Jahr mehrfach ausgelöst werden, da nach einer Reinigung wieder Graffiti gesprüht werden.


    Graffitiprävention in Leipzig

    Seit dem Jahr 2020 stehen der Koordinierungsstelle Graffiti jährlich etwa 100.000 Euro für Maßnahmen der Graffitiprävention zur Verfügung. Damit werden vor allem Informations- und Aufklärungsarbeit, legale Graffitiprojekte, die Schaffung zusätzlicher legaler Flächen für Graffiti sowie die Ergänzung, Bündelung und Koordinierung der bestehenden Präventionsarbeit – etwa in Schulen und in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit – finanziert. ... Eine möglichst rasche Graffitibeseitigung soll Anreize reduzieren, betroffene Flächen neuerlich zu besprühen. Daher stehen dem Ordnungsamt jährlich rund 260.000 Euro für die Entfernung illegal angebrachter Graffiti, Tags und Ähnlichem an städtischen Liegenschaften zur Verfügung. Strafrechtlich relevante Schmierereien werden schnellstmöglich entfernt.

    https://www.leipzig.de/service-portal…eipzig/graffiti


    Man* kann sicherlich der Meinung sein, das reicht alles nicht und es müsste in dem Bereich viel mehr Geld ausgegeben und unternommen werden. Aber andere Bürger*innen in dieser Stadt sind genau derselben Ansicht bei der Prävention von Mietwucher und illegaler Vermietung bzw. allgemein gegen schnell steigende Mieten. Andere wiederum sehen zuwenig Engagement bei der Verkehrswende oder dem Klimaschutz, ... .

    Einmal editiert, zuletzt von LE Mon. hist. (5. Oktober 2026 um 20:24)

  • ^Alles schon bekannt - "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen" -

    jedes Kind in der Grundschule weiss, dass "die Schaffung zusätzlicher legaler Flächen für Graffiti" (Eigenformulierung der Medien/Stadtverwaltung) dazu führt, dass Leute zuerst legal probieren, dann wissen wie es geht, dann Lust auf größere Flächen haben, und dann die ganze Stadt vollschmieren.

  • Jedes Kind in der Grundschule weiss, dass das völliger Stuss ist. Aber einer muss ja schuld sein und nun ist wenigstens klar, dass die Kinder schon in der Schule "verführt" werden. Ohne dieses gezielte Heranführen wären sie ja sonst nie mit Graffiti in Berührung gekommen.

    Egal, eine Debatte über den Sinn und Nutzen von legalen Graffitiflächen geht nun endgültig zu weit vom Thema dieses Threads "Neue Ufer" weg.

    Einmal editiert, zuletzt von LE Mon. hist. (8. Oktober 2026 um 12:41)

  • Aus Sicht der Stadtverwaltung Leipzig und auf Grundlage der bisherigen praktischen Erfahrungen ist eine zusätzliche Aufstockung der finanziellen Mittel für die Graffitientfernung derzeit nicht erforderlich.

    Das bisher zur Verfügung stehende Budget sowie die freigegebenen Mittel waren in den vergangenen Jahren – unter Berücksichtigung der jeweiligen Ausführungszeiten – ausreichend, um die eingehenden Schadensmeldungen der Fachämter unter den jeweils geltenden Rahmenbedingungen vollständig abzuarbeiten.

    Aufgrund der angespannten Haushaltslage wurden die bislang freigegebenen Mittel erst im Jahr 2025 reduziert. Daher wäre keine zusätzliche Mittelplanung bzw. Aufstockung des Haushaltsansatzes erforderlich. Vielmehr dürfte die vollständige Freigabe der bereits geplanten Mittel ausreichen, um die Graffitientfernung an städtischen Flächen bedarfsgerecht zu optimieren.

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Erhöhung der finanziellen Mittel allein nicht zwangsläufig zu einer entsprechend höheren Anzahl an Auftragserteilungen und abgeschlossenen Maßnahmen führen würde. Auf die tatsächlich mögliche Anzahl der Auftragserledigungen haben vielmehr verschiedene weitere Faktoren einen maßgeblichen Einfluss. Hierzu zählen insbesondere die Witterungsverhältnisse und Außentemperaturen, der Eingang entsprechender Schadens- und Bedarfsmeldungen der Fachämter beim Ordnungsamt sowie die Bindung an den derzeit geltenden Rahmenzeitvertrag mit zwei Fachfirmen.


    Verwaltungsstandpunkt zum Haushaltsantrag VIII-HP-20159-VSP-01

    Zusätzliche Mittel für Graffiti-Entfernung

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…3&refresh=false