Um noch einmal auf den Vergleich Phoenix - Berlin zurückzukommen: ich glaube es ist unbestritten, dass Phoenix in den letzten beiden Jahrzehnten einen unglaublichen Zuzug an Menschen erlebt hat, seit 1990 immerhin fast 600.000 laut Forbes und Wikipedia. Dass in diesem Zusammenhang die suburbane Fläche gewaltig gewachsen ist und in dem Zeitraum tatsächlich wesentlich mehr Eigenheime gebaut worden sind als in Berlin und dass zusätzlich Phoenix nun stärker unter der Immobilienkrise leidet ( z.B. http://edition.cnn.com/2009/POLITICS/…a.foreclosures/) - auch das ist unbestritten.
Dass sich die Stadt - als Stadt, d.h. im weitesten Sinne als dichter Kulturraum - mehr entwickelt hätte als Berlin, würde ich vehement bestreiten, auch ohne jemals vor Ort gewesen zu sein. Dank Google Earth kann man die städtische Entwicklung von Phoenix gut verfolgen.
Ein Beispiel aus der unmittelbaren, nördlichen Innenstadt: links der Zustand 1992, rechts der Zustand 2009 ... also ungefähr dem Zeitraum, in dem Phoenix unglaublich gewachsen ist.
Bilder: Google Earth
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Wie man sieht, so gut wie keine Verdichtung hat stattgefunden, riesige Brachen existieren seit über einem Jahrzehnt.
Das ist kein schwierig zu findendes Beispiel und kann von jedem mit GE sofort und unmittelbar gesehen werden.
Diese Stadt als Gradmesser für die Entwicklung Berlins seit 1992 zu sehen, halte ich für sehr bedenklich, wenn nicht gar falsch.

