Beiträge von iconic

    Für den Einzelhandel in dem Areal sicher ein Paukenschlag: Ende Januar soll der große Saturn an der Schwanthalerstraße 115 nach 34 Jahren schließen. Die Flächen gehören der Bayerischen Hausbau. Offizielle Begründung ist Uneinigkeit mit dem Vermieter über die weitere Entwicklung der Flächen. Was danach kommt steht offensichtlich noch nicht fest.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…hwanthalerhoehe-1.5059378

    https://www.abendzeitung-muenc…uss-schliessen-art-674984

    Insgesamt finde ich es erstmal bedenklich, dass ein einziger Investor sich zunehmend immer mehr Schlüsselimmobilien im Altstadtbereich aneignet. Gibt es auf dem Immobilienmarkt nicht so etwas wie ein Kartellrecht? Ich halte diese sich anbahnende Marktbeherrschung für ziemlich kritisch.


    Ich persönlich habe die Aufregung über den Kaufhaus-Block (1969-1972, Josef Wiedemann) nie so recht verstanden. Das Ding ist im schlimmsten Fall langweilig aber immerhin was anderes als die ständigen Eiermann-Kaufhaus-Fassaden der damalige Zeit. Der eigentliche Skandal ist natürlich der Abriss des damals wohl noch intakten Roman-Mayr-Hauses im Jahre 1965. Andererseits waren diese riesigen fensterlosen Kaufhäuser unfassbar modern in den 1960er Jahren, deshalb konnte sich wohl keine Stadt dieser Entwicklung entsagen. Und ein Umbau des Vorgängerbaus wäre zur damaligen Zeit wohl schlicht unrealistisch gewesen.


    Umso mehr könnte man natürlich heute argumentieren, dass nun eben wiederum die Zeit der Kaufhäuser vorbei ist und damit einen Abriss rechtfertigen für einen Neubau, der die in unserem neuen Jahrtausend im Herzen unserer Altstadt gewünschten und benötigten Funktionen besser ermöglicht. Es wird ohnehin eine große Frage sein, wie wir zentrale Bereiche wie diesen zukünftig nutzen und mit Leben füllen wollen. Ob Rene Benko der Richtige ist, um darüber zu entscheiden, wird sich in den nächsten Jahren erweisen.

    Aus den ursprünglich geplanten 515 Wohneinheiten inkl. Wohnhochhaus sind erst 360 geworden und aus dem Wohnhochhaus ein Hotelturm.


    Jetzt vielleicht auch nur 280 oder auch gar keine Wohnungen mehr.

    Nach neusten Meldungen will Pandion nun komplett auf eine Nutzungsmischung mit Wohnungen verzichten und ein reines Büroareal entwickeln. Damit sind auch die in den letzten Jahren angestoßenen Änderungen am Bebauungsplan hinfällig und es kann einfach mit dem alten Plan entwickelt werden. Die benachbarte "Macherei" aber auch die Parkstadt Schwabing lassen grüßen....


    https://www.sueddeutsche.de/mu…ueros-wohnungen-1.5038201

    ^^

    Bin ja gespannt, was von der Euphorie nach der 1. Woche mit T_max = 10 Grad und Regen übrig bleibt.

    Dieses Argument wird ja in letzter Zeit vielfach gegen die weitere Entwicklung des Radverkehrs angeführt. Der Zusammenhang zwischen Klima und Radverkehr scheint mir aber eher von untergeordneter Bedeutung. Natürlich gibt es insbesondere bei Eis und Schnee Einschränkungen für den (gesamten) Straßenverkehr. Andererseits: Städte wie Amsterdam oder Kopenhagen haben einen deutlichen höheren Radverkehrsanteil, obwohl diese Regionen klimatisch keinerlei Vorteile gegenüber München vorweisen können.


    dass am Parkraum an öffentlichen Straßen noch viel zu wenig reduziert wird. Das ist doch die größte Einschränkung im Bild vieler Straßen. Die rechts und links parkenden Autos.

    Da gebe ich dir grundsätzlich völlig recht. Natürlich gibt es die Parkraumbewirtschaftung mit kostenpflichtigem Parken am Straßenrand fast überall im Stadtgebiet. Aber selbst wenn der Platz noch so viel kostet, reserviert bleibt er in erster Linie für Autos. Diese "Selbstverständlichkeit" müsste tatsächlich nicht sein in einer europäischen Stadt. Klar, auch Radfahrer und Fußgänger beanspruchen Platz, aber in den meisten Fällen deutlich weniger als ein durchschnittliches Auto (die Auswirkungen des aktuellen Lastenräder-Hypes wird man noch abwarten müssen) und außerdem will man diese Verkehrsteilnehmer im Zuge der Mobilitätswende ja auch gezielt fördern.

    Die komplette IFO-Studie gibt es jetzt auch hier zum Nachlesen: https://www.ifo.de/DocDL/ifo_F…115_Anti-Stau-Gebuehr.pdf


    Auszug:

    Quelle: https://www.ifo.de/DocDL/ifo_F…115_Anti-Stau-Gebuehr.pdf


    Video von der Pressekonferenz am 14.09.:

    Hmm, ich finde, dass das oft vorgebrachte Argument der sozialen Ungleichheit gewaltig hinkt. Schon heute kann sich die alleinerziehende Mutter aus dem Glockenbachviertel keinen SUV leisten um die Kinder in die Schule zu transportieren - und klar der Großunternehmer vom Starnberger See kann sich gleich 5 Autos leisten, um mit denen die Innenstadt zu verstopfen. Die Frage ist doch: Bringt dem/der armen Rentner/-in/Mutter/Langzeitarbeitslosen ein Auto im Innenstadtgebiet wirklich so viel, dass es ungerecht wäre, auf dieses zu verzichten? ich würde sagen nein. Die Wege in der Innenstadt sind mit anderen Verkehrsmitten perfekt erschlossen (innerhalb des Mittleren Rings allemal) und es kann kein Grundrecht auf ein Auto im Stadtgebiet geben.

    Vieles ist natürlich hervorragende PR eines großen Unternehmens, aber hoffen wir mal, dass tatsächlich ein angemessener Umgang mit dem Baudenkmal herauskommt. Ein öffentlicher Zugang der Rotunde wäre natürlich klasse. Lobenswert auch das zeitgemäße Mobilitätskonzept. Aber was um Himmels willen veranstaltet die Stadt hier mit ihrer altbackenen Stellplatzsatzung?? Lt. dem Beitrag gibt es in der Zentrale HH ganze 2 Stellplatze und hier hat Google die Zahl der Stellplätze nun mühsam von 300 auf 200 herunterverhandelt, obwohl Google gar nicht mal weiß, mit was sie die vielen Parkplätze dann nutzen sollen. Und dann wunder sich die Stadt, dass überall zu viele Autos die Straßen verstopfen.....völlig absurd! :nono:

    Unfassbar schade, wie diese ganze Geschichte ausgegangen ist. Da hatte man nun wirklich die Chance, wenigstens auf den letzten verbliebenen Grundstücken, das ästhetische wie funktionale Desaster Parkstadt Schwabing etwas abzumildern, und nun wird es mit geradezu trotziger Vehemenz noch mal extra brutal verfestigt. Was für ein uninspirierter monotoner Büroriegel mit mickrigen 5 Geschossen! So etwas ist weit draußen in irgendeinem 0815 Gewerbegebiet schon schlimm! Hier wird nicht einmal versucht, so etwas wie urbane Mischung in Funktion und Gestaltung herzustellen....:gaah:

    PM vom Statistischen Bundesamt vom 15.09.2020:


    Auch bei der am dichtesten besiedelten Gemeinde Deutschlands hat sich 2019 nichts geändert: Mit 4 777 Einwohnerinnen und Einwohner je Quadratkilometer lag München wie im Vorjahr auf Platz 1, gefolgt von der Gemeinde Ottobrunn im Münchner Umland mit 4 148 Einwohnerinnen und Einwohnern je Quadratkilometer. Zum Vergleich: In der EU-weit am dichtesten besiedelten Region Paris wohnten 2018 laut EU-Statistikbehörde Eurostat mehr als viermal so viele Menschen pro Quadratkilometer wie in München, nämlich rund 21 000 Personen.

    Quelle: https://www.destatis.de/DE/Pre…he/2020/PD20_38_p002.html


    Verarbeitung der Nachricht in der AZ: https://www.abendzeitung-muenc…enger-muenchen-art-669217

    https://www.sueddeutsche.de/mu…-mittlerer-ring-1.5031530

    https://www.abendzeitung-muenc…st-sich-uneins-art-669071


    Eine von der IHK in Auftrag gegebene Studie schlägt eine City-Maut innerhalb des Mittleren Rings vor, um den Autoverkehr im Stadtgebiet zu reduzieren. Damit könnten die aktuell 87 „Wartestunden“ pro Jahr deutlich verringert werden. Der dichte Autoverkehr verursache im Stadtgebiet diverse Kosten, u.a. Lärm und Schmutz aber auch höhere Kosten für Produkte und Services durch Zeitverlust. Mit einer Maut von 6€/Tag würde sich laut der Studie der motorisierte Fahrzeugverkehr um 23 Prozent verringern, bei 10€/Tag um 30 Prozent. SPD und sogar die Grünen reagieren aber skeptisch (offenbar hat die Grünen nach der Wahl aller Mut verlassen). Lieber will man Anreize im ÖV setzen sodass die Menschen von selbst auf das Auto verzichten.


    Gerade diese Taktik wird meiner Meinung nach nie funktionieren. Denn sobald eine kritische Zahl von Verkehrsteilnehmern auf den ÖV umsteigt, fließt der Autoverkehr ja wieder ein bisschen besser, d.h. gerade für die Menschen, die gerade umgestiegen sind, wird es wieder interessant zurück aufs vermeintlich immer bequemere Auto zu wechseln. So bleibt es ein ewiger Kreislauf ohne Ergebnis. Nur durch Gebühren und Begrenzungen lässt sich das tatsächlich regulieren.

    Danke für die vielen Fotos! Insgesamt sicherlich eines der gelungeneren Beispiele im aktuellen Münchner Wohnungs-/ bzw. Siedlungsbau. Für mich persönlich gehen auch die weißen Balkonfassaden in Ordnung, das hat was mediterranes, warum nicht ;-) Enttäuschend finde ich dagegen die Fernwirkung des Turms - da kommt die Form überhaupt nicht zur Geltung, es wirkt völlig unscheinbar und belanglos.

    Das mit den Lagen ist letztlich Geschmackssache und hängt auch von der persönlichen Prioritätenliste ab. Ich persönlich würde in Obersendling und rund um den Westpark sofort investieren und ich würde auch gerne dort wohnen. Aber natürlich nicht um jeden Preis und da hat Isek schon recht, dass 10k auf alle Fälle bemerkenswert sind. Aber ich befürchte, dass dies kein Ausreißer ist, sondern eine stadtweite Entwicklung widerspiegelt.

    Mobilitätswende - wann und wie geht es konkret los?


    Nachdem der neue Stadtrat und die neue Rathauskoalition bald 6 Monate im Amt sind, ist es um das Thema Verkehrswende ziemlich ruhig geworden. Wo bleiben die konkreten Vorschläge, wie in Zukunft mehr Platz für Fußgänger und Radler entstehen soll? Wo sind die Visionen für den weiteren Tram-Ausbau? Wann kommen die Ideen für eine bessere Verzahnung der Mobilität zwischen Stadt und Region?


    Selbst bei den noch unter schwarz-rot beschlossenen Vorhaben, wie dem Ausbau des Radwegenetzes, ist in den letzten Monaten so gut wie nichts angepackt worden. Man gräbt zwar gerade die halbe Stadt fürs Fernwärmenetz um, ich befürchte aber, dass man danach alles wieder zuschütten wird ohne bei der Gelegenheit gleich breitere Rad- und Fußwege anzulegen. Sich nur auf den (verglichen mit Paris oder Wien nur halbherzig umgesetzten) Pop-up Radwegen auszuruhen ist einfach zu wenig. Grün-rot läuft die Zeit davon. Das ganze erinnert mich fast schon an die letzte rot-gründe Koalition bis 2014, die zwar im Bereich Verkehrswende immer große Pläne hatte, davon aber kaum etwas zur Umsetzung brachte (Stichworte Radwegenetz und Tramausbau).

    Ich finde das für Münchner Verhältnisse ganz passabel. Klar langweilig wie immer aber auch nicht direkt hässlich. Zur Lage: Das Problem ist die unzureichende öffentliche Anbindung im ganzen Bereich östlich des Westparks. Vielleicht könnte eine Tramlinie auf der Hansastraße/Passauerstraße Abhilfe schaffen. Hansastr. und Albert-Roßhaupter-Str. sind nicht per se unschön, müssten halt nur mal ansprechender gestaltet werden (breitere Gehwege, einheitliche Bäume etc.).

    Drei mal die selbe Höhe

    Na ja, das hat ja in Obersendling Tradition; siehe hier https://goo.gl/maps/2Z5R9YZjLeKuhVsy8, hier https://goo.gl/maps/ShR6oGabUXwBUhbd9 (jeweils in direkter Nachbarschaft) und zuletzt hier https://goo.gl/maps/ZG9owZbLNBGNvT586. Möglicherweise hat eine Gruppe gleich hoher niedriger Wohnhochhäuser mehr Potenzial für anspruchsvolle Architektur als wenn es so ein dichter Wohnhof-Brei wird wie beim Ex Eon-Areal (ebenfalls in der direkten Nachbarschaft). Ansonsten stimme ich dir grundsätzlich zu, dass im gesamtstädtischen Gefüge Hochhäuser im Süden der Stadt zu vermeiden sind. Wobei man sich wirklich fragen muss, ob diese Höhen unter 100m schon dazu zählen. Das verschwindet doch vollkommen und ist zu niedrig, um das Alpenpanorama ernsthaft zu beeinträchtigen.

    In den letzten Wochen sind - wie wohl in vielen anderen Städten auch - die Freischankflächen vor Restaurants im Stadtgebiet deutlich erweitert worden, zu Ungunsten von Pkw-Parkplätzen am Straßenrand. Im Stadtrat scheint man sich weitgehend einig, dass diese Nutzung des Straßenraums ein Erfolgsmodell ist und es wird angeregt, diese "Schanigärten" nach österreichischen Vorbild auch im nächsten Sommer zuzulassen.


    https://www.abendzeitung-muenc…b2-be4d-d756f1494a38.html

    https://www.sueddeutsche.de/mu…igaerten-corona-1.4981672