Beiträge von Andi_777

    ... habe ich auch mit Erstaunen gelesen.
    Was ist mit dem Olympiastadion in München z.B.?! Gibt's hier z.B. Probleme wegen der nur einseitigen Überdachung oder sind die Probleme im für den Laien Verborgenen...?

    Brandenburger Tor

    Kann ich das einfach nochmal zitieren, um's hervorzuheben? Es wurde zwar bereits von vielen vielfach so geäussert, aber man kann's nur nochmal unterstreichen:


    Das Brandenburger Tor wurde ganz von selbst und unauslöschlich zum Symbol dieser Teilung und Wiedervereinigung und dagegen stinkt doch kein wortwörtlich wie auch metaphorisch konstruiertes Denkmal an. Ja sogar die "Begehbarkeit" des Tors ist - ganz unkonstruierter - Bestandteil dessen anhaltender Faszination. Zu Wissen, dass man vom Tiergarten kommend gen Unter den Linden durch das Brandenburger Tor spazieren kann, wo früher eine massive Mauer und NVA mit Schießbefehl eine Barriere bildeten, das gibt doch jedem, der das weiss, zumindest eine kurze Gänsehaut. V. a. und das sollte bei Denkmälern doch besonders wichtig sein: auf kommende Generationen werden damit eindrücklich, ganz im Sinne eines "Denk-Mal"s, erfahren und "er-leben" können, wie absurd diese Teilung eigentlich war, mitten durch die Stadt, wo man nun ganz selbstverständlich vom Tiergarten zur Friedrichstraße durch das Brandenburger Tor spazieren kann. Das wird immer sehr eindrücklich bleiben.


    Das Brandenburger Tor ist bereits das Einheits-Denkmal. Jeder kennt es, jeder verbindet damit unsere Geschichte. Und genau hier (natürlich hier, wo sonst!) wird heute Deutsche Einheit zelebriert - z.B. heute abend.

    "...besteht zumindest kein Risiko Richtung Kitsch abzugleiten"
    Absolut, das besteht hier definitiv nicht.


    Ich kann mir die Fotos garnicht anschauen, ohne gleich deprimiert zu werden. Es wird von vielen immer wieder wiederholt und kommt unweigerlich immer wieder in den Sinn, dass Berlin Meister im Vergeben von Chancen / im Sich selbst verunstalten ist. Ich kann das einfach nicht verstehen. Andere Städte schaffen das doch auch - auch in unserer BRD. Insofern kann ich auch die ständige Kritik an Frau Lüscher nachvollziehen, die letztlich diese Entwicklung zu verantworten hat.


    Am schlimmsten, noch schlimmer als die Fassade selbst, ist der Dachabschluss. Das Ganze macht den gleichen Eindruck wie die provisorische Schule auf meinem Arbeitsweg - oder eines Betriebsbaus des Umspannwerks. Für mich verging man sich hier an der historischen und sehr sehr hochwertigen Umgebung, die man benutzt aber nicht bereichert, sondern egoistisch abwertet.

    Geiles Projekt!
    Da lacht das Herz des Architekturinterssierten: Erstaunliche Nutzungsumwandlung, Erhaltung eines historischen Baukörpers, Nutzung von Raum, der so kaum anders nutzbar wäre und damit kein zusätzlicher Flächenverbrauch, anspruchsvolle Aufgabe zur wirtschaftlichen Umsetzung... ich bin gespannt!

    Versteh mich nicht falsch, ich bin auch ein großer Fan des Humboldt-Forums.


    Doch ich hätte mir eine vollständige, korrekte Rekonstruktion des Schlosses gewünscht, inklusive des eigtl. wichtigen historischen Kerns. Oder alternativ gleich etwas ganz anderes.


    Dass das hier ein Kompromiss ohne viel Mut ist, finde ich persönlich unbestreitbar. Genau deshalb hat Stella ja gewonnen.

    Da ich nie ein Freund der Stella-Fassade war, muss ich erhlich gestehen, etwas Schadenfreude dabei zu empfinden, dass sich diese Seite des Schlosses als wahre monotone Hässlichkeit entwickeln wird.


    Persönlich hätte ich eine Wiederherstellung des alten Renaissance-Schlosses, also des eigtl. historischen Kerns des Schlosses, bevorzugt. Wäre vermutlich auch die kostengünstigste Variante gewesen. Alternativ hätte ich mir auch eine moderne Fassade mit viel Vision und Anspruch gewünscht. Was nun in Beton gegossen wird, hinterlässt vielleicht endlich mal den richtigen Eindruck, wie in Berlin entschieden wird, und könnte daher ein erster, kleiner Anstoß des Umdenkens sein... vielleicht...

    ...einige Sekunden, meinst du.


    Ich kann zwar Zuschnitten wie bei meschas Idee durchaus etwas abgewinnen und hätte grundsätzlich keine Bedenken bzgl. einer maßgeblichen Nutzungseinschränkung - so spitz sind die Winkel nicht. Allerdings sehe ich städtebaulich hier auch ganz klar die historischen Straßenverläufe als favorisierbar, solange wir hier immer noch von 2 Spuren pro Fahrtrichtung sprechen. Schon allein weil die Gustav-Böß-Straße einem den Straßenverkehr gut verzeiht und man nicht 2 weitere Blockfronten dem Verkehr opfert. Und weil mir ehrlicherweise einfach in den meisten Fällen die Idee der Wiederherstellung des urspünglichen Stadtgefüges persönlich gefällt.

    Ganz ehrlich, ulgemax, dann frag mal einen Ami, einen Chinesen oder auch bloß einen Italiener, ob er schon mal was von "Galeries Lafayette" oder "Macy's" gehört hat, da wette ich mit dir da wirst du kaum in fragende Gesichter schauen. Und dann frag mal nach "KaDeWe". Das kennt hier in Süddeutschland nicht mal jeder zweite. (Oberpollinger natürlich noch weniger.) Du bist aus Berlin, dass du den Laden kennen solltest ist mir klar.


    Was ich meinte, und damit wollte ich nur den Vorredner zustimmen, ist, dass man als Luxus-Warenhaus sein Image vor allem auch durch sein (auch äußeres) Erscheinungsbild pushen kann und sollte, um mitspielen zu können. Eine andere Frage ist die der rein wirtschaftlichen.

    Naja... aus deiner architektonisch interessierten Sicht magst du Recht haben, ulgemax. Hineinversetzt in die Erwartungshaltung eines durchschnittlichen Adressaten stimme ich deinen Vorrednern allerdings zu. Ein Warenhaus der Luxusklasse muss diesen Luxus auch ausstrahlen. Und im Vergleich zu den von Treverer genannten Häusern verfügt das KaDeWe-Gebäude, insebsondere die Außenhülle über null Charme und kaum Repräsentativität. Nicht zuletzt deshalb ist das KaDeWe international auch keine große Nummer und im Gegensatz zu den Glanzsstücken in Paris, New York und London weitgehend unbekannt.

    Beschönigung kann man den Visus tatsächlich nicht unterstellen. Wäre auch dem Konzept nicht zuträglich. Die hübsche Brunette hastet auch ziemlich durch die Kühle und hat keinen Grund ihren Blick vom Smartphone abzuwenden. Die Dunkelblonde daneben schaut auch nicht grad begeistert ;-)

    Naja, man kann's nur immer wieder mal anbringen: mit 10 €/m² kalt in dieser herrlichen (dann sanierten) Villa in dieser Lage wohnt ihr Leipziger unglaublich billig.
    Gibt wohl kaum eine deutsche Stadt, in der man soviel Wohnqualität für so wenig Geld bekommt. ;)

    Hm? Erst mockierst du dich über Betonwände an der Südseite - dann ist die die Sonneneinstrahlung durch die bodentiefen Fenster too much.


    Also mir gefällt's sehr gut, nehm ich zwei davon ;)
    Und na klar ist alles irgendwie irgendwo auch schon mal so oder in ähnlicher Form vorgekommen. Man kann das Rad ja nicht jedesmal komplett neu erfinden. Dennoch ist das für mich kontemporäre Formensprache, die mit Sicherheit auch schöne Räume schafft. Top!