MainTor-Projekt I: die Planung

  • Bedeutet dies denn nun, dass dort auf alle Fälle gebaut wird, oder wird dies von Vorvermietungen bzw. Verkäufen abhängig sein?

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    Die Degussa wird selbst langfristig Hauptmieter sein, das macht das Projekt ziemlich solide!


    Klasse Meldung! Irgendwie hatte sich da etwas abgezeichnet, und irgendwie hatten das einige hier schon im Blut, auch die FR (oder die wußte schon was, als sie einen Artikel "Ein Solitär für das Traditions-Areal" über dieses Gelände brachte).


    Ich würde das dargestellte Gebäude auf zwischen 175-eher180 Meter schätzen, es ist jener Querschnitssgrafik nach etwas höher als die Mitte zwischen Main- und Eurotower.

  • Wirklich die Hammermeldung des Tages... ich bin so was von platt!:daumen: Was die Erwähnung des Forums angeht, möchte ich auf den immensen Einfluss verweisen den dieses Forum schon seit langem auf verschiedenste Projekt-Entwickler und Investoren hat. Herr Brandt von Vivico wird mir da sicher zustimmen, oder?

  • Jetzt haben wir es schriftlich. Die FAZ berichtet, dass der Turm ca. 150m hoch werden soll und die obersten 8 Etagen für Wohnungen vorgesehen sind. Das ist die wohl beste Nachricht.

  • Und hier auch der Artikel auf fr-online mit einem ungesehenem Bild. Allerdings erscheint der Turm in dieser Ansicht nicht ganz so hoch, was natürlich primär mit der Fassadengestaltung zu tun hat. Andererseits fügt sich dieser sehr gut in seine Umgebung.

  • Sieht aus wie die Synthese aus Westendduo und Opernturm, sehr schön! Der Name, WinX, ist allerdings gewohnt geistreich...

  • Wirklich ein Super-Projekt. WinX find ich auch einfallsreicher als TowerY oder SkyZ. Wenigstens kann man WinX auch als nichtenglisch interpretieren. Das gesamte Ensemble sieht wunderbar urban und lebenswert aus. Richtig schön und offen. Da können die in China und Dubai ihre Kisten hinstellen, die wirken wesentlich kälter, als das hier gebotene.


    Die Stadtvillen, die gegen die Uferbebauungssatzung verstoßen sehen an sich selbst auch sehr gut aus. Aber wenn unbedingt Walmdächer hinmüssen... Das Einzige, was ich nicht so toll finde, daß die Torsituation mit der Schweizer National nicht 100%ig "torig" ist. Dazu müßte das eine Kleinhochhaus GENAU gegenüberstehen und nicht leicht versetzt.


    Aber bei so einem Entwurf stört das nicht wirklich!

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    Da muß ich dir zustimmen, ohnehin war KSP maßgeblich am WestendDuo beteiligt. Das ist durchaus die gleiche Handschrift.


    Und WinX betreffend, Windows und Konsortium hat inzwischen klare Spuren in vielen unserer Hirne hinterlassen...


    Es bleibt zu hoffen, daß dieses Projekt in seinen Hauptbestandteilen so durchgeht. Die Chancen stehen recht gut dafür.

  • Hammer! Die Nachrichten überschlagen sich ja nur! Der Turm sieht toll aus nur sollte er ein wenig höher werden!!


    Auf dem Rendering von der Berliner Straße aus sieht man einen Platz mit Springbrunnen, das ist doch über der Einfahrt vom Theatertunnel. Ist diese Planung schon sicher oder soll das einfach nur schöner auf dem Rendering aussehen?

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    Einmal editiert, zuletzt von Chewbacca ()

  • Hier ein weiteres Bild, auf dem der Turm WinX ganz zu sehen ist:



    Quelle: http://www.maintor-frankfurt.de, DIC


    Ich habe nochmal schnell die Boardregeln zu Bildern gelesen, hoffe, das alles in Ordnung ist, wenn nicht, bitte sagen!


    Das Bild ist leider nur sehr klein und auch nur kurzzeitig als Videoanimation im oberen Teil der Quellen-Seite zu sehen. Die deutlich sichtbare Abstufung soll wohl für den Wohnanteil im Turm sein, würde ich vermuten.


    Was mich erstaunt, ist, daß der Turm richtig filigran wirkt. Er strahlt eine gewisse Heiterkeit aus, gebaute Demokratie. WinX fällt nur durch seine helle Farbgebung und die angenehme Zurückhaltung auf.
    Ich finde besonders erstaunlich, daß gerade nicht die Protzigkeit (durch extravagante Formen, zur Zeit sonst in Asien sehr beliebt), sondern die heitere Zurückhaltung das Projekt so ästhetisch macht. Dadurch hebt er sich von den anderen Hochhäusern der Frankfurter Innenstadt ab. Es bleibt nur zu hoffen, daß er auch so gebaut wird.

  • LeFay: Do hamma noch wat ;) siehe zitierter Bildverweis


    Und hier auch der Artikel auf fr-online mit einem ungesehenem Bild. Allerdings erscheint der Turm in dieser Ansicht nicht ganz so hoch, was natürlich primär mit der Fassadengestaltung zu tun hat. Andererseits fügt sich dieser sehr gut in seine Umgebung.

  • Chewbacca und Lefay, schöne Beiträge die es auf den Punkt bringen.


    Ich denke der Entwurf wird so durchkommen weil
    a, eine Unmenge an Geld investiert wird,
    b, es eine menge Arbeitsplätze geben wird
    c, der Entwurf eine wirkliche Öffnung erreicht
    d, der Wohnungsanteil sehr hoch ist


    Die Stadtverordneten wären dumm einen solchen Entwurf abzuschmettern, wie Chewbacca sagt, besser wirds nicht.


    Lefay, ich stimme Dir absolut zu, dieser Entwurf wirkt unwahrscheinlich filigran, einfach stimmig und vor allem keine Ganzglasfassade.
    Schön dass man wieder zu Naturstein zurückfindet!

  • Stimme Chewbacca zu.
    Das hat mich beim Lesen der Politikeraussagen auch wieder auf die Palme gebracht: hier muss man prüfen und dort bewerten - und am Ende kippen sie noch das Projekt weil irgendein Ideologe was gegen das Hochhaus hat :nono:
    Was Besseres kann Frankfurt an dieser Stelle nicht passieren. 40% Wohnanteil und dazu noch ohne Hochhaus waren doch sowieso eine Schnappsidee, kein halbwegs rechnen könnender Investor würde sich darauf einlassen.
    Von daher bin ich mit dem Projekt mehr als zufrieden und hoffe, dass es so auch zugelassen wird. Mit den beiden Türmen (in meinen Augen der wichtigste Bestandteil des Projekts) und auch ohne Erhöhung des Wohnanteils.
    Soll man sich lieber auf die wirklich wichtigen Fragen beschränken. Nämlich dass die Flachbauten zum Main hin an die Gestaltungssatzung angepasst werden (betrifft ja im Prinzip nur die Dächer und Fensterformate). Wäre auch noch mal eine nette Herausforderung für die Architekten.
    Überhaupt bin ich recht unentschieden in der Frage, ob die Bebauung am Ufer geschlossen sein muss, wie von Schmittchen gefordert. Mit den vorgestellten Solitären kann ich mich eigentlich auch recht gut anfreunden.
    Wie einigen anderen wäre es aber auch mir am liebsten wenn das Pendant zur Scheizer National ihr genau gegenüber stehen würde, und nicht so versetzt. Aber wenn nicht, ists auch gut ;)
    Hauptsache der Turm bleibt so. Höhe eher noch mehr als weniger, und an der Fassadengestaltung gibts ja rein gar nichts zu meckern. Sehr große Ähnlichkeit zum Opernturm irgendwie.
    Das Einzige was mich etwas traurig macht, ist dass der ältere Entwurf den MagBeam hier nochmal gepostet hat, damit quasi gestorben ist. Den fand ich ja ebenfalls ziemlich genial. Vor allem die ganzen kleineren Hochhäuser (die aber laut Hochhausrahmenplan eh nicht zulässig wären) und halt die Gestaltung des Hauptturms. Aber vielleicht kann man den ja noch irgendwo anders bauen :lach:
    Wie auf dem Bild zu erkennen ist, waren auch da schon die Solitäre hinter dem Hermann-Schlosser-Haus geplant. Allerdings auch noch Gebäude links und rechts davon am Mainkai.

  • Klasse Entwurf.


    Was mich besonders freut, ist dass der Raum zum Main hin geöffnet wird. Eine geniale Achse, die Innenstadt, Bankenviertel und Main elegant näher zusammenrücken lässt.


    Was die Stadtvillen angeht, könnte ich mit Solitären leben (das lockert das Ganze ein bisschen auf).
    Wie von anderen bereits angesprochen, ist hier auch für mich Farbe (weiss), Design und Material ausschlaggebender.

  • Mich begeistert der Entwurf geradezu! Magenschmerzen bekommen ich dahingehend, dass bis zum Baubegin noch genügend Zeit besteht, um den Kritikern Argumentationsgrundlagen zu ermöglichen.
    Schade finde ich, dass keines der Bilder eine Ansicht von Dribbdebach zeigt. Ich will hoffen, dass die Fassaden zum Ufer hin entsprechend ansprechend aussehen. Putzfassaden sollten hier natürlich dringlichst vermieden werden.


    Der angesprochene Wohnanteil von 40% scheint mir, basierend auf den Abbildungen, etwas optimistisch ausgefallen zu sein.


    Wie gesagt, insgesamt bin ich sehr begeistert, ein Ort zum Wohlfühlen passt wunderbar in diese Gegend. Auf diese Weise wird evtl. auch das Bankenviertel ein wenig an der dort vorherrschenden Anonymität verlieren.

  • Das wird daran liegen, dass der Wohnanteil auch nicht 40% beträgt. Die MainTor-Planung enthält eine Quote von ca. 20%, wie sich aus dem von garcia in Beitrag 25 erwähnten FAZ-Artikel ergibt. Insgesamt beträgt die BGF gut 100.000 m² (aktuell über 70.000 m²), davon etwas mehr als 20.000 m² Wohnraum. Die 40% dagegen stammen aus einer Vorlage der Grünen von November 2005, die damals von der Stadtverordnetenversammlung angenommen wurde.


    In einem FNP-Kommentar von heute wird die Ansicht vertreten, dass der Investor wohl kaum um einen Architektenwettbewerb herumkommen werde.


    Das würde ich mir tatsächlich wünschen, und zwar aufgeteilt in mehrere Teilbereiche, weil sich dadurch eine größere Gestaltungsvielfalt ergeben dürfte. Denn bisher schaut mir das alles zu homogen und steril aus (gewisse Merkmale erinnern übrigens stark an den unsäglichen Siegerbeitrag zur Altstadt-Bebauung). Der Stadtwerk-Entwurf beispielsweise sieht doch vor allem deswegen so überzeugend aus, weil er eine aufeinander abgestimmte Zusammenstellung von Vorschlägen mehrerer Architekten ist.


    In diese Richtung sollte es auch hier gehen (mit der meiner Ansicht nach gelungenen Gassenstruktur und Verteilung der Baumassen als Grundlage). Einzig das WinX vermag auf ganzer Linie zu überzeugen, hiermit kann Jürgen Engel den Wettbewerb ja dann gewinnen. Für das kleine Hochhaus hat Prof. Mäckler schon einmal einen guten Entwurf geliefert, siehe goschios DAF-Beitrag von August 2004. So etwas würde dem Gedanken der Gestaltungssatzung Rechnung tragen und wäre das ideale Pendant zum NM-1 der Schweizer National.

  • Wenn man die Intention bedenkt finde ich die Solitäre sogar richtig, denn sonst hätte man keine gescheite Durchwegung, sondern nur einen zur Stadt hin orientierten Platz.
    Bei den Solitären sieht es in den Renderings nach Travertin aus (könnte aber auch Sichtbeton sei ;) ) Nun gut, Architekten wollen eh fast nie Putz, das kommt dann vom Bauherren.

  • Mal wieder typisch:


    Da kommt ein Investor, will das Viertel innerhalb kürzester Zeit positiv entwickeln ( gut, verschlimmern geht an der Stelle nicht ) und wäre bereit schon 2008 zu starten, da kommen wieder die unsinnigen politischen Bedenkenträger. Wenn es Stellen in Ffm gibt, wo man bei einem Projekt nicht lange über das Für und Wider diskutieren muß, dann da.


    Wie Chewbacca schon sagte, man soll froh sein, daß immerhin ca. 1/4 der Nutzfläche zum Wohnen vorgesehen sind, bliebe es beim jetzigen Zustand wäre der bei Null. Kommt jetzt noch ein Architekturwettbewerb dazu, können wir froh sein, wenn es mit dem Projekt 2010 los geht...

  • Wenn jemand kommt und ein ganzes Stadtviertel für 500 Mio. Euro bauen will ist das schon bemerkenswert. Deswegen muss man im Römer aufpassen, dass man das Projekt jetzt nicht zerredet.


    Der Entwurf für das Hochhaus gefällt mir persönlich sehr gut, auch hinsichtlich der vorgesehenen Höhenentwicklung und Platzierung innerhalb des Areals.


    Die Flachbauten finde ich weniger gelungen. Hier hatte ich wie Schmittchen Assoziationen mit dem gescheiterten Altstadt-Entwurf. Wirkt auf mich zu geometrisch und streng. Zumindest für einige Teilabschnitte wäre ein Architektur-/ Fassadenwettbewerb wünschenswert, um ein organisches, gewachsenes Erscheinungsbild zu erreichen.


    Gelungen finde ich die Freistellung der historischen Villa. In Bonn würde man sie vermutlich mit Hinweis auf eine Unvereinbarkeit mit der Neubebauung abreissen...