Kleinere od. resonanzarme Projekte

  • Was es auf der Königsstraße tatsächlich nicht braucht ist ein Discounter (Aldi) der mit Nachhaltigkeit mal so überhaupt nichts am Hut hat.

    Was schwebt dir als Alternative vor? Außer einem Apple-Store fällt mir da nichts ein, und die Zeit der inhabergeführten Einzelhändler mit Service und hochwertigem Angebot ist leider größtenteils vorbei.

  • Also entschuldige mal, willst du mir jetzt ernsthaft weismachen ein Aldi wäre alternativlos? Ernsthaft? Wie wäre es denn z. B. wenigstens mit einem hochwertigeren Einzelhändler, Rewe, Edeka, Tegut usw.?! Man kann die Flächen auch ganz neu denken, warum nicht zum Beispiel ein Restaurant mit Außengastro oder einen Food-Court mit hochwertigen Anbietern? Oder eine hochwertige Tagesbar, ähnlich dem Tatti. Zudem hat das Fluxus gezeigt das individuelle und hochwertige Läden durchaus gefragt sind. Also wenn ein Aldi das Maximale ist was deine Fantasie zulässt dann weiß ich auch nicht.

  • Ja, ein Aldi ist momentan alternativlos, da Aldi sich die hohen Miete auf der Königstraße leisten kann. Solange es kein Umdenken bei den Besitzern der jeweiligen Immobilie gibt, werden weiterhin sich nur die großen Ketten die Mieten auf der Königstraße leisten können.


    Das gilt auch für ein Restaurant oder ein Foot-Court. Nur eine große Restaurant-Kette wie Five Guys oder Mc Donald oder Hans im Glück usw. kann sich sowas leisten. Sorry ich brauch keine weitere Burgerbude mehr in Stuttgart. Ein inhabergeführtes Restaurant wird vermutlich nicht auf die Königstraße ziehen, solange die Mieten so hoch sind. Der weicht dann lieber auf die Nebenstraße aus.


    Zum Fluxus, ja die Leute wollen individuelle und hochwertige Läden und das sind halt nicht die großen Ketten, sondern die inhabergeführten Läden. Die Miete im Fluxus war niedrig und so was auf der Königstraße wäre super, aber aufgrund der hohen Mieten zurzeit nicht realistisch.


    Die ganze Branche ist gerade schwer im Umbruch, man sieht es auch im Milaneo viele Läden sind leer und auch das Gerber verändert und verkleinert sich. Gegenüber Aldi kommt ein neuer Scotch & Soda Laden im ehemaligen GEOX rein, dafür werden die Läden in der Calwer Str. und im Dorothea Quartier zugemacht.


    Wir werden erst eine Veränderung sehen, wenn die Mieten auf der Königstraße wieder runtergehen und sich nicht nur die großen Ketten die Läden leisten können. Die Welt verändert sich und die Königsstraße mit. Dies wird vermutlich nicht sofort sichtbar. Aber ich kann mich gut erinnern. Als Lerche und Co ausstarben und die 1 Euro Läden sich auf der Königstraße breit machten und es dann plötzlich ein Umdenken kam und die großen Einzelhandelsketten Schlange standen, um einen Laden auf der Königstraße zubekommen.


    Ob dies bei der Krise der Einzelhandelsketten wieder passiert, weis keiner und warten wir die Entwicklung erst mal ab und wie der Aldi am Ende aussieht. Zum Schluss hat sich der Ruf Stuttgarts als Einkaufsstadt aufgrund Feinstaub oder Krawallnacht usw. in den letzten Jahren verschlechtert. Außerdem haben andere Städte mit neuen schicken Einkaufsstraßen und Einkaufszentren aufgerüstet und die Kundschaft, die früher nach Stuttgart gefahren ist, kaufen jetzt in diesen Städten, im Umland oder im Onlinehandel ein.


    Die Konkurrenz der Städte wird härter und man darf sich nicht Einkapsel und Stuttgart nur für Stuttgarter denken, dann haben wir bald keine lebendige, sondern ein tote Stadt. Leider gibt es viele Stuttgarter Bürger die gerade diesen Denken haben und sich eine Stadt nur für sich wünschen und alles ablehnen was von außen kommt.

  • Vor allem: warum sollen sich ausgerechnet in der Mainstream-Meile Königstraße die tollen, kleinen und hochwertigen Shops und Restaurants ansiedeln? Die waren nie dort und haben seit jeher ihre eigenen Quartiere (Stiftskirche, Ex-Calwer Passage, DoQu etc.). Die Königstraße ist eben zum Großteil für den Massengeschmack und dazu gehören inzwischen Aldi, McDonalds eben auch. Letztendlich entscheidet, ob der Laden Erfolg bei den Kunden hat – ganz egal, ob man das persönlich gut oder schlecht findet.

  • Das stimmt nicht so ganz. Es gab früher auf der Königstraße kleine und vor allem auch inhabergeführte Läden. Diese sind aufgrund der steigenden Mieten auf der Königstraße immer mehr von den großen Ketten, die nach Stuttgart wollten, verdrängt worden. Auch war der damalige Trend zu immer größeren Läden. Vielen kleinen Läden wurden zu großen Shops umgebaut und dadurch wurden vielen Mietverträge nicht verlängert usw. Heute 20 Jahren später, sind großen Läden nicht mehr Trend und die großen Ketten verkleinern sich, um Miete zu sparen. Genau hier bietet sich die Chance wieder neue Konzepte auf die Königstraße zubringen. Aber das gelingt nur, wenn auch die Miete wieder bezahlbar werden.

  • Also ich kann mich auch noch an andere Zeiten auf der Königsstraße erinnern, die Shops waren früher definitiv hochwertiger und das Publikum ein anderes! Und vor allem, es gab auf der Königsstraße früher mehr Gastronomie. In der unteren Königsstraße zum Beispiel ein Mövenpick und in der oberen Königsstraße auch mehrere Restaurants – dort befindet sich heute kein einziges Restaurant!

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    Ob dies bei der Krise der Einzelhandelsketten wieder passiert, weis keiner und warten wir die Entwicklung erst mal ab und wie der Aldi am Ende aussieht. Zum Schluss hat sich der Ruf Stuttgarts als Einkaufsstadt aufgrund Feinstaub oder Krawallnacht usw. in den letzten Jahren verschlechtert. Außerdem haben andere Städte mit neuen schicken Einkaufsstraßen und Einkaufszentren aufgerüstet und die Kundschaft, die früher nach Stuttgart gefahren ist, kaufen jetzt in diesen Städten, im Umland oder im Onlinehandel ein.


    Die Konkurrenz der Städte wird härter und man darf sich nicht Einkapsel und Stuttgart nur für Stuttgarter denken, dann haben wir bald keine lebendige, sondern ein tote Stadt. Leider gibt es viele Stuttgarter Bürger die gerade diesen Denken haben und sich eine Stadt nur für sich wünschen und alles ablehnen was von außen kommt.


    Ich muss hier mal den Precht recht geben, der sich um seine Heimatstadt Solingen Gedanken gemacht hat und dies schon vor Corona, sein Vorschlag war/ist eine 25% Steuer auf alle Onlinegeschäfte zu errichten und den Erlös den Kommunen zukommen zu lassen, um lebendige Städte zu gestalten. Denn der gemeine Konsument (besonders man selber) muss davor geschützt werden immer mehr Zeit damit zu verschwenden das Schnäppchen im Onlinehandel zu suchen.

    Handelsblatt-Precht fordert 25-Prozent-Steuer „auf all den Kram“ im Online-Handel


    Sonst stimme ich Dir nicht zu, wenn Du unserer Stadt den Tod prophezeist, sie quillt doch gerade über von Menschen und auch wenn es spießig klingt z.Zt. ist das Erste mal das ich persönlich mit Sprüchen wie let's putz was anfangen kann.

  • Ich halte die Entwicklung insgesamt an dieser Stelle eher für positiv. Die Neubauten sind hier meiner Ansicht eine Aufwertung zum Vorzustand und ein Aldi hat nicht mehr den negativen Ruf wie früher. Lebensmitteleinzelhandel für alle. Einzig beim Five Guys Burger stimme ich zu, dass dies ein Konzept von gestern ist. Auch optisch eine Enttäuschung.

    Dafür läuft der Laden aber Recht gut, die Kundschaft scheint es zu geben, machen an guten Tagen um die 10.000€ Umsatz am Tag (Zahlen liegen immer vorne an der Abhol-Theke)

  • Beim Aldi in der Königstraße 38 ist fast schon das letzte Stockwerk erreicht, oder vielleicht war es das sogar?


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    Bild: FelixGG, 01.12.2021

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    Bitte nicht, ich finde es sehr unübersichtlich und für Nicht-Stuttgarter schwierig sich zu orientieren, wenn für jedes kleine Einzelgebäude ein eigener Thread erstellt wird. Besser fände ich es, wenn z.B. bereichsübergreifende Threads erstellt werden, z.B. "Rund um die Theodor-Heuss-Straße" und dann darin alle neuen Gebäude an dieser Straße behandelt werden, es sei denn es handelt sich um Gebäude stadtweiter Bedeutung oder größere abgeschlossene Entwicklungsareale.