Beiträge von ippolit

    es begann mit einem Hubschrauberflug...


    Sonst mal ehrlich, wie viel Repliken brauchst Du noch, um zu verstehen, 100 % Zustimmung gibt es nicht, man entscheidet sich für etwas, weil es mehr Vorteile als Nachteile beinhaltet. Imho gibt es Nichts was man nicht besser machen könnte, das war jedoch nie Ziel der Gegner, man suchte den Wurm als Rechtfertigung, die gesamte Vision von Städteentwicklung und einer Bahn, die nicht mehr eine Stadt dominiert und trotzdem leistungsfähiger wird, ein typisches win/win, ablehnen zu können.

    Das im Nachhinein bemerkenswerteste ist, dass viele, die sonst von bunt oder Zwischentönen sprechen, die es zu beachten gilt, bei unserem Vorzeigeprojekt leider nur schwarz und weiß kennen.


    Die Welt ist bunt und Hut ab vor Menschen, die über sich selbst lachen können und nicht Ihr ganzes Leben damit verschwenden, Recht haben zu müssen.

    Schwierig darauf zu antworten, nehmen wir mal an es stimmt, was Du sagst und die Studie spiegelt den zukünftigen Zustand, das man dort nicht "gesund" leben könnte und das zusätzlich andere Häuser betroffen sind:

    Angst vor Klagen darf imho kein Grund sein. Es ändert sich was, also könnte man den dortigen Bewohnern dies mitteilen, sodass sie, wenn sie Angst wovor auch immer haben, ausziehen können. Wollen Sie weiter dort wohnen, sollte eine Klagemöglichkeit ausgeschlossen sein.

    Man könnte bessere Dichtheit und zusätzliche mechanische Belüftung einbauen.

    Mit der Zeit wird durch die jetzt schon abzeichnende steigende Elektromobilität die Schadstoffbelastung zurückgehen.

    Also langfristig erledigt sich das Problem von selbst, denkmalgeschützte Gebäude kommen jedoch nicht wieder.


    Meine bösartige Vermutung ist, dass diese Häuser deshalb daran glauben müssen, da die den Tunnel so lange bekämpft haben, ein Symbol brauchen wie "böse" dieser Tunnel ist, denn wie schon viele geschrieben haben, lege ich diese Maßstäbe an, dann könnte/müsste man sehr viele Gebäude opfern. Vielleicht müsste ich dann allen Anwohnern der B10/B14 sagen, suche Dir eine Wohnung auf der schwäbischen Alb.


    In Richtung Angst vor Klagen, glaube ich, dass diese Aktion viele auf den Geschmack bringt und eben dann am Marienplatz oder anderswo Menschen klagen werden, die ohne dieses Beispiel gar nicht auf die Idee gekommen wären.

    @Ergänzungsbhf

    Heute kann man in der StZ Printausgabe/plus ein Interview mit unserem neuen OB lesen.

    Klarer kann ein OB nicht sagen, dass er gegen etwas ist, da ist keinerlei Unklarheit herauszulesen. Das liegt auch daran dass zwei Fans des Ergänzungsbahnhofes ihn interviewen. Ich persönlich finde es richtig hier keine unnötigen Hoffnungen zu erwecken, bin jedoch sicher das hier viele wieder hyperventilieren werden, die es gewohnt sind für alles und Nichts den/Ihren "Bürger" zu fragen.


    Er endet mit den Worten,

    "Ich kenne den Verkehrsminister als vernunftorientierten Menschen, der sich Besseren nicht versagen wird"

    ob er sich da nicht noch wundern wird...


    StZ-Frank Nopper - „Die Ergänzungsstation trage ich nicht mit“

    ^

    mir dünkt, dass man hier nochmal das ganze überdenken sollte, der Gemeinderat sollte hier nochmal in sich gehen, denn 400.000 € Steuergelder einzusetzen, der der Abriss alleine kosten soll, nicht gerechnet die Kosten für die drei Häuser, in einer Stadt in der Wohnraum in so großen Maße fehlt, um eine undefinierte Brache zu erhalten, ist doch arg nahe an Schilda.

    Vielleicht müssen wir Säcke mit Licht ins Rathaus tragen;)

    Neall

    deine Beschreibung, man wünscht sich ja dann mehr Platz ist genau meine Argumentation, warum man Infrastruktur großzügig auslegen sollte, ein 2 spuriger Flughafenbahnhof hat keinerlei Puffer und ist eng, warum jemand aus Deiner Ecke gegen einen zumindest 4 spurigen ist, kann ich nicht nachvollziehen, außer wenn es wieder um die "koschten" ginge. Großzügig ist nicht verschwenderisch, denn Menschen fühlen sich nicht wohl, wenn sie zu wenigen auf riesiger Fläche stehen, so will ja auch keiner ein Kammer- oder Club Konzert in der Schleyerhalle machen.


    Dein Beispiel mit den Koffern in den Bussen, ich kenne den Ausbau der Tü-Flughafenbusse nicht, nur wer schon mal mit großem Gepäck einen Bus mit vielen anderen benutzt hat, das macht man nicht noch einmal freiwillig. Es sei denn das Gepäck wird im Bus aufgegeben und im Ladebereich verwahrt wird.


    Du sagst das trotz den Bau der großen Wendlinger kurve, das es dort ein Nadelöhr geben soll?

    ^

    warum, wollen so viele ein Wohnzimmer mit mehr als 30m², wenn man ein Sofa und einen Fernseher auch in 12m² platzieren kann...

    Fragen über Fragen...


    Ist S21 erst im Betrieb wird es kaum noch welche geben die verstehen werden, was wir hier gerade diskutieren, dann sind eben Jahre verschwendet mit "koschten" Diskussionen und unnötiger Emotionalität.

    Aber vielleicht ist es besser sich über einen Bahnhof aufzuregen, als anderen Blödsinn mit seiner Zeit anzustellen, Vielleicht?

    Es gäbe also bei der ursprünglichen Planung Kapazitätsengpässe? Das wurde all die Jahre aber immer bestritten.

    oh je, welch Endlosschleife, es gibt im Leben Großzügige und andere die glauben es kommt auf jeden Heller an. Ich war schon immer für 10 Gleise, Ziehung aller Optionen und eben seit dem die SPD einen Vorschlag gemacht hat die Gäubahnanbindung an der Autobahn entlang zu führen. Warum ich für die Tunnellösung bin, ist nicht Deinem Kapazitätsengpass geschuldet, sondern dass ich generell eine Trennung von langsam und schnell für sinnvoll erachte. Fährt man heute die Strecke Frankfurt/Fulda, merkt man doch arg, wie dort die Infrastruktur des ICE durch den Güterzugverkehr und dem Klein/Klein leidet.

    Diese Trennung haben die Franzosen mit ihrem TGV durchgezogen, so könnten wir....


    Neall

    Das die Tübinger mit ihrer Busanbindung an den Flughafen zufrieden sind, stelle ich dem gegenüber, wie viele dann im Parkhaus mit Tü Kennzeichen parken. Ein erweiterter Flughafenbhf. ist für alle, die südlich davon wohnen imho eine Chance schneller und bequemer ans Ziel zu kommen, wer lieber Bus fährt und auf der B27 im Stau stehen will und so etwas mehr Zeit als Risikopuffer einplant, der kann dann auch mit dem IC über die alte Rheinstrecke nach Köln fahren;).

    ^

    Es ist schon mehr wie Passagen abriss, man will an der gesamten Parkkante Außengastronomie etablieren, das wird neben der Königsstraße auch den oberen Schlossgarten aufwerten und beleben.

    Was mir an den Bildern auffällt, sind die niedrigen Höhen und das ist das, was bald keiner mehr verstehen wird, wie man hier je so niedrig bauen konnte.

    jack000

    Meinereiner war nie für die Mischnutzung, so wie vieles, man ist für etwas, sieht jedoch Verbesserungsbedarf. Froh bin ich, dass am Ende etwas Besseres entsteht, wobei ich den Flughafenbhf. schon heute dann auf 4 Gleise erweitern würde. So fehlt heute imho immer noch etwas und dies ist leider mit denen die immer noch über den Kombi reden, heute immer noch nicht umsetzbar. Ein Gastel oder ein Hermann fehlt hier eben das, was man braucht, um nicht Recht haben zu müssen, sondern etwas zu schaffen was noch von unseren Enkeln genutzt werden kann. Ich wage zu behaupten, dass für den Tübinger ein richtiger Bahnhof am Flughafen mehr Komfort bringt, wie ein verkrampfter Kombo.


    Was mich an Deiner Logik stört ist:

    genau diese Lärmschutzwände und zusätzliche nicht zu ignorierende Aufständerungen hätte es bei k21 gegeben und nicht in einer Bahntrasse die heute schon über lange Strecken dies hat und man relativ viel Platz hat, sondern im Engen Neckartal, das heute schon leidet.

    Denn ein erlebbarer Neckar wäre mit dem Gegenentwurf k21 kaum möglich gewesen.

    ...

    Ob dies bei der Krise der Einzelhandelsketten wieder passiert, weis keiner und warten wir die Entwicklung erst mal ab und wie der Aldi am Ende aussieht. Zum Schluss hat sich der Ruf Stuttgarts als Einkaufsstadt aufgrund Feinstaub oder Krawallnacht usw. in den letzten Jahren verschlechtert. Außerdem haben andere Städte mit neuen schicken Einkaufsstraßen und Einkaufszentren aufgerüstet und die Kundschaft, die früher nach Stuttgart gefahren ist, kaufen jetzt in diesen Städten, im Umland oder im Onlinehandel ein.


    Die Konkurrenz der Städte wird härter und man darf sich nicht Einkapsel und Stuttgart nur für Stuttgarter denken, dann haben wir bald keine lebendige, sondern ein tote Stadt. Leider gibt es viele Stuttgarter Bürger die gerade diesen Denken haben und sich eine Stadt nur für sich wünschen und alles ablehnen was von außen kommt.


    Ich muss hier mal den Precht recht geben, der sich um seine Heimatstadt Solingen Gedanken gemacht hat und dies schon vor Corona, sein Vorschlag war/ist eine 25% Steuer auf alle Onlinegeschäfte zu errichten und den Erlös den Kommunen zukommen zu lassen, um lebendige Städte zu gestalten. Denn der gemeine Konsument (besonders man selber) muss davor geschützt werden immer mehr Zeit damit zu verschwenden das Schnäppchen im Onlinehandel zu suchen.

    Handelsblatt-Precht fordert 25-Prozent-Steuer „auf all den Kram“ im Online-Handel


    Sonst stimme ich Dir nicht zu, wenn Du unserer Stadt den Tod prophezeist, sie quillt doch gerade über von Menschen und auch wenn es spießig klingt z.Zt. ist das Erste mal das ich persönlich mit Sprüchen wie let's putz was anfangen kann.

    Rein farblich finde ich richtig, das das Sockelgeschoss monoton dunkel ist und somit den Hochbau in Szene setzt, imho wäre es schlimmer gewesen diesen durch irgendeine Gestaltung, wie von Sprenggiebel beschrieben, hervorzuheben. Was ich weiterhin spannend finde, ob die effektive Taubenabwehr ohne hässliche Netze stattfinden wird.

    Außerdem muss man die Innenstadt neu denken. Früher vor der Zerstörung der Innenstadt lebten viel mehr Menschen innerhalb des Cityrings. Hier liegt auch der Fokus in ferner Zukunft für eine lebendige Innenstadt muss mehr Wohnungen für alle sozialen Schichten innerhalb des Cityrings entstehen und nicht nur ein paar Luxuswohnungen.

    Mir dünkt, vorher sollten wir das Gebiet als Mischgebiet ausweisen, sodass ein anderer Lärmschutz gilt, was wir nicht brauchen, dass ein Anwohner Polizei auf Flanierende in der Königsstraße, weil er nicht bei offenen Fenster schlafen kann, hetzt.


    Sonst bin ich bei Dir wir brauchen eine komplette Rückbesinnung zur mittelalterlichen Stadt in der unten gearbeitet und oben gewohnt wurde.

    Ist es nicht so, dass einer der in seiner Stadt geboren und aufgewachsen ist seine Stadt anders wahrnimmt als vielleicht einer der zugezogen ist. Kann doch sein?

    Stimme ich Dir zu. Ich glaube den Effekt an seine Stadt anders heranzugehen kann man auch erreichen, wenn man mal richtig in einer anderen Stadt lebt, idealerweise im Ausland. Wenn man dann zurückkommt, in diesem Fall aus eigenen Willen, sieht man auch die Mängel, aber man schätzt mehr, als man bemängelt.

    ....Ich bin leidenschaftlicher Sammler alter Stadtansichten von Stuttgart und es schmerzt mich immer wieder wie schön Stuttgart mal war. In den goldenen Zwanzigerjahren war Stuttgart nach Berlin die Partystadt in Deutschland. Berlin war mehr Sündenhaft und vulgär und in Stuttgart traf sich die politische Avantgarde. Hierzu gibt es ein tolles Buch darüber.


    Ergänzend kann man dazu sagen, dass der Kunstakademie Professor Adolf Hölzel schon 1905 sein erstes abstraktes Gemälde gemalt hat, vor den Brücke oder Blaue Reiter Künstlern, der so bekannte Schüler wie Schlemmer und Baumeister hatte, hier wirkte, vom Weißenhof mal ganz zu schweigen.

    Wir haben um die damalige Jahrhundertwende einen sehr volksnahen König gehabt, der vieles möglich gemacht hat. Durch den Pietismus ist dieses alles leider sehr wenig im Rest der Republik angekommen.



    Mein Schluss ist, wir brauchen einen anderen Zeitgeist, der weiß, dass die nächsten Jahre nicht einfach werden, nicht verzagt, das Ganze im Blick hat, die Potenziale schöpft und endlich anfängt zu handeln... ein Handlungsfeld ist sicher zu stellen, das große Künstler weiterhin/wieder in Stuttgart zu sehen sind.

    Was wir nicht brauchen ist eine Weiterführung der letzten 8 Jahre, mit den einfachen Wahrheiten, wie Beton ist böse und ...

    ^

    Sich selber klein machen hat den Ursprung im Pietismus und der wirkt sich in meiner Generation, den Baby Boomern noch aus, leider ist meine Generation ja sehr groß und wird auch noch in den nächsten 20 Jahren vieles dominieren. Es fällt mir jedoch nicht auf das weniger junge Stuttgarter ihre Stadt schlecht reden als ältere, da haben wir leider eine Tradition darin, die nahtlos über die Generationen wirkt, hier muss es einfach uncool werden seine Stadt (ich meine hier jede Stadt, auch Städte wie Pforzheim, die es schwer haben) schlecht zu reden. Was soll daran cool sein in einer Stadt zu wohnen über die man kaum gute Worte findet.


    So glaube ich als Stuttgarter Schwabe, das wir wie ein Italienischer Student auf einer Party, die so langsam auskling, so schön sagte "er geht jetzt in die Metropole", nach Nachfrage erklärte er in die Stuttgarter Innenstadt.


    Ich bin ein strong believer das wir Metropole können.;)

    ^

    Welch unterschiedliche Gäste wir doch haben... . Ich erinnere mich an einem Afrikaner, der uns besuchte und nach dem Besuch des Mercedes Museum ins Schwärmen kam, das er am wirtschaftlichen Nabel der Welt wäre, als er am nächsten Tag auf einem Straßenfest war, steigerte er noch seine bereits übersprudelnde Aussage, so habe ich viele Erfahrungen mit Gästen gemacht, denen ich ein zwei Tips gegeben habe und die sich sehr schnell bei uns Pudelwohl gefühlt haben.


    Verwechsele Understatement nicht mit Geiz und das ist genau das Problem was wir in der Außendarstellung haben, ein Schwabe ist sparsam, nicht geizig, der Unterschied liegt darin, das man gewillt ist für Qualität Geld auszugeben, für Schrott eben nicht. Wie oft ich das schon Menschen in ganz Deutschland erklären musste... kann man daran sehen das in Stuttgart nur besonders qualitätsbewusste Produkte seit jeher produziert werden.


    Ich persönlich bin bei

    Dir das Understatement auch übertrieben werden kann, nur habe ich die Wahl von einem Marktschreier oder einem Menschen der über sich selber lachen kann zu kaufen, fällt mir die Wahl sehr leicht.

    Beim Standortwettbewerb geht es um den Bau von Infrastruktur, um die Ausrichtung von Messen & Sportveranstaltungen, um die Ansiedlung von Unternehmen oder um das Lenken von Finanzströmen.

    Jo das mag in der Vergangenheit so gewesen sein, wer sagt Dir das das Morgen noch gilt?


    Was wir in Stuttgart imho als allererstes brauchen, aufzuhören unsere Stadt kleinzureden bzw. andere unnötig aufzuwerten, wie Kopenhagen, Zürich und eben auch Dein München.


    In Stuttgart (Metropolregion) liegt soviel innovatives Potenzial verborgen, das nur geschöpft werden muss, dazu muss unser Gemeinderat, der sich leider immer mehr ideologisiert, einige Rucksäcke abschmeißen und endlich anfangen Geschwindigkeit aufzunehmen oder härter ausgedrückt da muss anderes Personal rein. Das Potenzial ist gerade auch im Kulturellen, wie den Stadtlücken, der Kunstakademie, den Wagenhallen, dem Club Kollektiv, den unbekannten Tieren und Radiobars, überdurchschnittlich ausgeprägt, das in Kombination der vielen hidden Champions, der Start-ups und er sich gerade transformierenden Daimlers, Boschs und Co zu großen führen kann, muss es natürlich nicht und wird es auch schwer haben, wenn der Gemeinderat weithin so agiert, wie er agiert bzw. das "Stuttgarter Maß" eines Kuhns nicht im Museum landet.


    Durch den Rosenstein wäre man in der Lage eine wirkliche Keimzelle für eine "Smart City" der Zukunft entstehen zu lassen, das wäre auch eine IBA27 wenn die Leitung andere Ziele hätte als ein klein Zürich in Stuttgart entstehen zu lassen.


    Nenn es gerne naiv, in einer immer mehr digitalisierten Welt werden die Menschen die belohnen, die sie nicht enttäuschen. So wird imho in Zukunft die Währung Vertrauen das wertvollste sein und da haben wir durch unseres zum Teil übertriebenes Understatement (Pietismus) ein Startvorteil, den Andere die zwar heute vernehmbarer sind, jedoch nicht immer mit Lieferung kombinieren eben nicht haben.

    Clever sind nur die Münchener, weil sie die Ersten sind. (In meinem Beitrag habe ich auch nur die Münchener als clever bezeichnet) Und alle anderen deutschen Standorte verhalten sich wie die Lemminge.

    Naja, ich glaube eines unserer Hauptprobleme war/ist uns dauernd mit München zu vergleichen. Ich erlebe zumindest in meinem Umfeld, das heute andere Dinge zählen, als das was man so als Münchner Schmäh bezeichnen sollte.


    Der Standortwettbewerb ist wie ein Wettrennen. Man muss schneller sein als die Anderen. Stuttgart läuft immer nur im Pulk mit. Da kann man nichts gewinnen. In der Region Stuttgart hat man nie verstanden, dass solche Entscheidungen (wie jetzt die Mehrzweckhalle) auch einen strategischen Charakter haben.

    Man sollte sich seiner Stärken bewusst sein und ein Grund warum die WM1993 so ein großer Erfolg war, war die offene und gastfreundliche Atmosphäre, die wir Schwaben erst verstanden haben, als uns so viele unterschiedliche Gäste gelobt haben. Unser Problem ist das wenige Stuttgarter, außerhalb von Stuttgart die eigene Stadt loben, noch schlimmer viele stimmen in den Gesang ein, sie schlecht zu reden. Da gibt es immer noch welche die was von zugeklappten Bordsteinen und vielerlei Verboten, von Feinstaub, von S21 usf. reden... Witzigerweise gibt es viele Münchener, die sich über Stuttgart lustig machen müssen, so waren die Münchener auch ganz irritiert, dass ein Bierzeltbauer ihnen mitgeteilt hat, dass die Münchener Bierzelte, in keinster Weise an die Stuttgarter herankommen. Wer andere kleiner machen muss, ist imho nicht cleverer, sondern hat wohl zumindest unbewusst verstanden, dass er viel vom Schein lebt.


    Stuttgart braucht sich nicht verstecken, denn unsere Liebenswürdigkeit kann man nicht so schnell entwickeln, wie es bedarf etwas zu bauen, da braucht es Generationen, so ist der Startbeginn spät nur wird durch Corona und die Mobilitätswende gerade sowieso alles neu definiert.


    So muss man einfach mal anfangen nicht mehr seine eigene Stadt, ohne Not schlecht zu reden, sich daran zu freuen welch herausragende Architektur gerade mit S21 entsteht und aufhören alles, was Großes bei uns entsteht mit Pyramiden zu vergleichen.

    ^

    Das von Dir beschriebene wird kommen, so habe ich zumindest die Ankündigung verstanden. Was jedoch noch keinen Passanten dazu animiert durch diese Gassen zu gehen, da braucht es etwas was einem am Anfang der Königsstraße abdriften lässt. Ich bin auch sicher das Menschen die heute zum ersten Mal diese Ecke in Stuttgart besuchen, viele schon an der Touristen Info vorbeilaufen und selbst die sie ansteuern danach "hochrennen" zum Schlossplatz. Das man relaxt auch im Park laufen könnte, bedarf eines Magneten und das wäre idealerweise die Außenbewirtung und diese wird es schwer haben nur mit Himmelblick, wenn man kaum Sonne hat.


    Reißt man den Block wie von Dir beschrieben auf, wird es besser, ich würde zusätzlich die Decke zum EG zumindest in einem Block herausnehmen, in der Hoffnung dann noch mindestens ein Stockwerk auf das Gebäude darauf zu setzen, damit man hier die Gebäude mit einem Entree von mindestens 6m Höhe bekommt, das wenige störende Säulen hat, durch das man bis zum Park von der Königstrasse aus schauen könnte. Damit man durchschauen kann, muss man den Raum bespielen mit vielen kleinen pop-up Ständen und mit wechselnder Streetfood, die man draußen im Park genüsslich essen kann.