Beiträge von hans.maulwurf

    ^^jetzt also schon die globale Sicht…vielleicht sollten wir wirklich zurück zum Europa- oder Rosensteinviertel, dort ist die Utopie auch nicht ganz so utopisch. Ist es denn so schwer, für unterschiedliche Stadtteile unterschiedliche Maßstäbe anzusetzen? Was mir am Europaviertel wirklich gefällt ist die Tatsache, dass anders als zum Beispiel in Süd oder West nicht jeder Quadratmeter mit einer Blechkiste vollgestellt ist.


    Das Problem des „Auswärtsparken“ ließe sich bestimmt verwaltungstechnisch lösen, leider kommt von der Stadt lediglich Einschränkung, aber keine Lösungen. Was aber funktioniert ist das Geld einsammeln, zumindest stopfe ich jedes mal fast 20€ in den Automat wenn ich mal ausnahmsweise per Auto unter der Woche privat in Süd unterkomme. Kann ich zwar grundsätzlich mit leben, scheint aber in keinster Weise in irgendeiner Form die Situation zu entschärfen.

    Viele müssen sich eben an die günstige Wohnung Klammern die die vor Jahren gefunden haben

    Das Europaviertel ist ein Neubauviertel, oder nicht? Ich will keinem in Sonnenberg, Degerloch oder sonstwo das Auto wegnehmen, die Wohnung schon gleich gar nicht. Aber in einem komplett neuen Viertel kann man doch auch mal ein komplett neues Konzept wagen?

    ^^ Ingenieur ja, Entgegenkommen seitens Arbeitgeber: nein. Vielleicht liegt es ja am Ingenieursdasein dass man Lösugen sucht um etwas zu ermöglichen, anstatt Einwände zu erfinden, wieso etwas nicht sein kann.


    Aber nochmal, was spricht gegen einen vom Individualverkehr befreites Europaviertel, in dem in erster Linie diejenigen wohnen die ohne Auto auskommen? Nicht jeden zieht es in eine Reihenhaussiedlung in welcher er morgens um 6:00 den Nachbar auf dem Weg zur Arbeit abhalten kann (so stelle ich mir die Hölle vor ehrlich gesagt)

    in der Welt des ippolit gibt es halt nur schwarz und weiß…im meinem Bekanntenkreis gibt es, inklusive mir, genug Beispiele um auf ein eigenes Auto verzichten zu können. Ist nicht immer bequem (Radfahren im Regen, überfüllte, unpünktliche Bahnen usw.) aber es geht. Sicher nicht für jeden und es braucht etwas Glück und Planung bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche, kann aber klappen. Und es gibt wohl keinen anderen Stadtteil in Stuttgart der besser an den ÖPNV angebunden ist als das Europaviertel.


    Diese hilflosen Versuche Totschlagargumente wie Krankentransporte per Lastenrad etc. sprechen Bände, denn darum geht es überhaupt nicht.


    Wie es gehen kann zeigen mal wieder die pragmatischen Finnen, z.B. im neuen Stadtteil Jätkäsaari, in welchem der private Individualverkehr weitestgehend zurückgedrängt wurde. Erstaunlicherweise gibt es dort kein Problem mit Handwerkern, Krankenwägen und Müllabfuhr, denn, oh Wunder, es gibt auch dort Straßen.


    https://www.goethe.de/ins/fi/de/kul/sup/fut/21098269.html

    Ich glaube dieses Projekt Wallgraben/Schockenriedstraße/Ernsthaldenweg hatten wir noch nicht: Neubau eines Bürocampus Stuttgart-Vaihingen, weitere (spärliche) Infos noch hier.


    Derzeitige Lage der Dinge:

    img_19263ticd.jpg


    man muss wohl von einem Baustopp ausgehen, wie sich aus diesem Luftbild von Anfang 2022 schließen lässt.


    Alles in allem sind Teile des Gebietes nicht mehr wieder zu erkennen (war dort zuletzt vor zwanzig Jahren), die Gegend scheint sich nach oben zu bewegen (wenn auch im absoluten Schneckentempo). Bald (also in etwa weiteren zwanzig Jahren) wird wohl nur noch die (leider geschlossene) Imbisshütte Ecke Ernsthaldenweg / Wallgraben an die alten Zeiten erinnern...

    Das sehe ich ähnlich - ebenso abenteuerlich ist die Durchfahrt durch Heslach, da bleibt auch schon mal eine Bahn stehen weil ein SUV ungünstig gparkt hat.

    Unterirdisch bei der SSB heißt aber auch nicht zwingend unterirdisch, wir hatten das Thema "Kraterbahnhöfe" ja bereits mehrfach.

    ^^das mag ihn als leitenden Verwaltungsbeamten auszeichnen, aber nicht zwingend als OB mit einem klaren Ziel die Stadt weiter zu bringen, wie er langsam mal dringend nötig wäre.


    Bezüglich Stadtbahn mache ich mir dabei allerdings die geringsten Sorgen - 80m-Ausbau der U1 sowie diverse geplante Erweiterungen des Stadtbahnnetzes, da ist doch einiges in Planung.

    und welche Visionen/Ziele hat er im Bezug auf den ÖPNV? Mehr als das 0-Euro-Ticket für Stadtbeschäftigte ist mir bisher nicht aufgefallen. Und mit Verlaub, hätte das der Kuhn gefordert, wir hätten hier mindestens weitere zehn wutschnaubende Threadseiten.


    Grundsätzlich bevorzuge ich aber tatsächlich auch eher die leisen Töne in der Politik.

    dann verlasse ich jetzt mal meinen für manche eher peinvollen Exkurs in die Juristerei, zugegebenermaßen habe ich davon auch wenig bis gar keine Ahnung.


    Stattdessen dann lieber Zahlen zu den Auslastungen in Fahrgäste pro Tag (aus dem von mir verlinkten Artikel):


    X2: (vermutlich) Sommer 2022: 1250, Februar 2020: 1711, danach Einbruch auf 465, Januar 2022 dann wieder 1220.

    X4: Januar 2021: 1114, Juli 2021: 1742, Januar 2022: 2445

    X7: (vermutlich) Sommer 2022: 1100, Tiefpunkt 380, Oktober 2020: 883


    Bei um die zwanzig Fahrten pro Tag scheint vor allem der X4 durchaus eine Nachfrage zu bedienen, gemeinsames Weinen mit den Fahrer:innen scheint nicht notwendig. Leider wird auf die genaue Ermittlung der Zahlen nicht eingegangen, ein gewisser Interpretationsspielraum bleibt also. ebenso ist mir nicht bekannt, ob Gelenkbusse im Einsatz sind oder nicht (gesehen hab ich bisher keinen Gelenk-Gepard)


    Konstante Zahlen erwartete ich nicht, Corona, 9-Euro-Ticket, S-Bahn Stammstreckensperrung, jetzt Inflation - schwieriges Fahrwasser, auch für Busse.


    Mal schauen wie sich die neue 47 etabliert, der Misserfolg des X1 strahlt aber nicht auf die anderen Linien ab wie ich finde.

    ja, zu Vorkriegszeit war das Haus wohl mit das höchste der Zeile. Der Entwurf scheint mir etwas zu zeitgeistig, vermutlich fragt man sich dann in zwanzig Jahren wie es denn dazu kommen konnte. Schade, hier hätte man auch gut rekonstruieren können.