Beiträge von Trumpysky

    Nein habe ich nicht gewusst, aber jetzt bin ich schlauer dank Dir :-). Aber hohe Gebäude werden es trotzdem nicht werden, das sah man schon am Modell und die Grundstücke sind wesentlich kleiner als die z.B. im Europaviertel. Die meisten Gebäude werden über die 4 Stockwerke oder 5 Stockwerke vielleicht noch 6 Stockwerke nicht rüberkommen. Noch höher Gebäude verbrauchen zu viel Material wie z. B. Beton und sind klimaschädlich usw.. Man wird schon ein Argument finden um noch höhere Gebäude zu verhindern. Das haben wir doch schon endliche Male erlebt diese Diskussion im Gemeinderat.


    Für ein Areal mit 85 Hektar ist die Zahl von 4500 bis 5800 Wohnung einfach zu wenig. Da würde mehr gehen, wenn man wollte. Da bleibe ich dabei.


    Erstens ist sind Gebäude mit 5 oder mit 6 Etagen kein Hochhaus für mich und zweitens habe ich von einzelnen Punkthochhäusern mit 10 oder 15 Etagen gesprochen und das sind für mich nicht mal Hochhäusern. Die fangen bei mir erst ab einer Höhe von 100 m an. In Stuttgart ist ja ein Gebäude mit 8 Stockwerken schon ein Wolkenkratzer und muss auf jedenfalls verhindert werden, da die Bewohnern der unteren Wohnungen im Dunkeln sitzen. Wie oft habe ich so was schon in STN oder in STZ gelesen. Will man noch höher bauen, dann wird ganz Stuttgart verschattet. Bestes Beispiel Porsche Design Tower auf dem Pragsattel, wo das angrenzende Wohngebiet Angst hatte, für immer im dunkeln zu sitzen.


    Man muss nur mal nach Hamburg, Frankfurt oder nach München blicken, da entstehen gerade mehr Wohnungen auf kleineren Flächen als hier im Rosenstein-Quartier.


    Meine Hoffnung ist, dass in 10 Jahren andere Herren und Damen im Gemeinderat sitzen und mutiger sind und wer weiß vielleicht gibt es dann wieder einen neuen Rahmenplan der noch weniger Wohnung vorsieht oder sogar mehr. Wie stand es in der STZ so schön, wenn der unterirdische Ergänzungsbahnhof doch kommt, dann kann man den ganzen Rahmenplan in die Tonne klopfen.

    Na ja, der 2 platzierte Wettbewerb war ein großstädtischer Entwurf mit einigen Hochhäuser am Paketpostamt und am Lokschuppen.


    Man hätte eine Mischung von 1 und 2 platzierten machen können, wenn man gewollt hätte. Was mich enttäuscht, ist die geringe Anzahl von Wohnungen. Der damalige Entwurf von Pesch Partner Architekten von 2008, sah damals bis zu 7500 Wohnungen vor. In dem neuen Rahmenplan spricht man von nur noch 4500 bis 5800 Wohnungen. Was ich gerade in der heutigen sehr angespannten Wohnungslage kritisch sehe. Gut, man kann nicht wissen, was in 10 oder in 20 Jahren ist. Aber die Anzahl der Wohnung war ja selbst von einigen Personen im Gemeinderat kritisch gesehen worden. Kommt der Ergänzungsbahnhof, fallen laut dem dem Artikel der STN noch weitere 1000 Wohnungen weg. Gerade in bester Innenstadtlage und der kurzen Wege müsste man dann nicht so viele Wohnungen bauen wie es nur geht.


    Man begründet die geringe Wohnungsanzahl damit, dass man ja kein reines Wohnquartier wollte und man eine gute Nutzung mit Einzelhandel, Gastronomie, dazu kulturelle, soziale und behördliche Einrichtungen im Viertel hat. Außerdem sind 8 Schulen nebst Campi und Sportanlagen sowie 24 Kitas vorgesehen. Somit wurde, was die Dichte des Viertels und der Gebäude anbelangt, alles ausgereizt.


    Was ich lobend finde, ist die gute spätere Durchmischung des Viertels mit vielen verschiedenen Bereichen, wenn Sie dann auch funktionieren. Was ich nicht verstehen, dass man nicht einfach die Mindestgeschosshöhe von 3 auf mindest 5 bis 6 erhöht und so gar einzelne Gebäude mit einer noch höheren Geschossfläche vorsieht. Es müssen ja keine 20 Stockwerke und mehr sein. Vielleicht einzelne Punkthochhäuser mit 10 oder bis zu 15 Stockwerken. Dann hätte man weiterhin die Großzügigkeit des Viertels, dass viele grün herum und alle wären vielleicht glücklich.


    Gebäude mit einer Mindesthöhe von 3 GFZ haben einfach in dieser Lage nichts zu suchen. So was kann man von mir aus am Stadtrand bauen oder in einer Stadt mit geringeren Einwohnern, aber nicht in Stuttgart in bester Innenstadtlage. Sorry, so was verstehe ich einfach nicht und würde in München, Hamburg usw. wohl kaum in Erwägung gezogen werden. Manchmal denke ich, man will aus dem Rosenstein-Quartiert ein idyllisches Dorf in der Stadt machen.

    Der Vai Campus und der Schwabenlandtower gehören beide der Adler Gruppe.


    Des Weiteren sind auch die Projekte Holster Quartier in Hamburg und Grand-Central in Düsseldorf betroffen, die ebenfalls der Adler Gruppe gehören. Es hat somit nicht nur alleine mit der Stadt Stuttgart zu tun. Anderseits will man von Seite der Stadt Stuttgart verhindern, dass das Ganze am Ende zur Bauruine wird, wenn irgendwann das Geld während der Bauphase ausgeht. Irgendwie auch verständlich. Die gleiche Diskussion ist auch gerade in Hamburg und in Düsseldorf im Gange.


    Aber es stimmt, es dauert alles viel zu lange. Der Leiter von der IBA hat vor Kurzen in einem Interview bereits bemängelt, dass die Mühlen zu lange mahlen und nichts vorankommt. Das einige Projekte nur zum Teil oder erst gar nicht fertig werden. Auch fehlt der Mut etwas zu vagen und am Ende wird man nur 0815 Gebäude zeigen können und das ganze zu einer Blamage für die ganze Region wird.

    Ein Empfangsgebäude wird das nicht, aber man kann den Tiefbahnhof von diesem erreichen.

    Die Aussage ist nicht richtig.


    Im Bonatz-Bau befindet sich nach dem Umbau weiterhin das Reisezentrum, Läden, WC-Anlage, Hotel, Bahnmission, DB-Lounge usw. Was sich ändert ist die Anordnung. Das Reisezentrum und die meisten Läden befinden sich in der Ebene 0 ebenerdig zur Königstraße und zur neuen Bahnsteighalle. Weitere Läden kommen auf die Ebene 1 der früheren Bahnhofshalle.


    Hierzu gibt es ein gutes Video von der DB. In dem die einzelnen Ebenen gezeigt werden.

    https://youtu.be/v3AS4DiVx6k

    Der Turm ist einfach misslungen. Hier hat sich die Stadt einfach über den Tisch ziehen lassen.


    Es hat mich schon sehr gewundert, dass der Bau ohne großes Hin und Her genehmigt wurde, ohne von Seite der Stadt auf den Wettbewerbsentwurf zu beharren. Andersrum meckert man über das Europaviertel zu langweilig, zu monoton usw. und dann genehmigt man genau das, was man kritisiert und wundert sich, warum dass alles so aussieht wie es aussieht.


    Hier hätte ich mir gewünscht ein bisschen Hafencity, wo jedes Gebäude sich von den anderen Gebäude in Form, Farbe und Materialien unterscheiden.


    Solange wir solche Spießer im Gemeinderat sitzen haben, die nicht über den Kesselrand schauen können und kein Mut in der Hose haben, wird auch das Rosenstein-Viertel ein langweiliges monotones Viertel werden.


    Es spricht ja schon Bände, wenn der IBA-Intendant Herr Hofer zuletzt in einem Interview betont, wenn man sich nicht schleunigst was traut und mutiger wird, dass die bevorstehendeIBA 27 eine ganz und gar mittelmäßige Ausstellung wird.

    Laut der STN beginnt im Mai/Juni die Signa-Gruppe, den oberirdischen Teil der ehemalige Sportarena in der Königstraße abzureißen. Im Herbst sollen dann die Restbauten, die unterhalb des Königstraßenniveaus liegen abgebrochen werden und mit dem Fundament des dort geplanten Neubaus begonnen werden.


    Die Signa hatte eigentlich vor, im Rahmen eines neuen Bebauungsplans auf das neue Büro- und Geschäftsgebäude bis zu zwei Stockwerke draufzusatteln. Nun soll aber nach dem geltenden Bebauungsplan gebaut werden. Das Verfahren für die Änderung des Bebauungsplans erschien der Signa zu zeitaufwendig. Bei den langsamen und ständig ewigen langen Diskussionen im Gemeinderat kein Wunder.


    Schade, der ursprüngliche Plan von Signa war mal eine Art Torsituation mit dem gegenüberliegenden ehemaligen Karstadtgebäude in Richtung Schulstraße zu schaffen. Jetzt bekomme wir einen niedrigen Flachbau der sich von der umliegenden Gebäude nicht unterscheidet. Bin gespannt wie der Entwurf aussieht.

    Stimmt nicht so ganz, die Bebauung fing erst an, als sicher war, dass S 21 gebaut wird.


    Vorher hat sich kein Investor getraut, hier was hinzustellen. Am Ende hätte man für ein Grundstück mehr gezahlt, als das es es hinterher wert ist, wenn Stuttgart 21 nicht gekommen wäre.

    Das gleiche gilt auch für das gesamte Karree Hirschstraße, Neue Brücke, Schulstraße, Turmstraße und Königsstraße. Hier wäre eine komplette Neuordnung dringend notwendig. Auch dieses Gebiet sieht man das Provisorium an. Ich denke, das Problem sind die Eigentümerverhältnisse der einzelnen Grundstücke, und solange die Eigentümer keinen Mehrwert an einem Abriss usw. sehen, wird sich auch nichts an der Situation ändern.

    Der Schwabe spart wo er er kann und das merkt an den Stationen der SSB und der Badener gibt's lieber aus ^.^ und das Ergebnis lässt sich sehen. Die neuen Stationen in Karlsruhe sind sehr großzügig. Man könnte meinen Karlsruhe ist einen Millionenstadt.


    Stuttgart hat das Problem, dass der Gemeinderat vorwiegend der Meinung ist, dass ein Tunnel ein Klimakiller und nicht mehr zeitgemäß ist.

    Sorry, so ganz verstehe ich den Abriss auch nicht, da auf der einen Seite bereits der Park anfängt und die Schadstoffe sich ja in Richtung Park verflüchtigen könnten. Es wäre was anders, wenn auf beide Seiten Häuser stehen würden. Auch könnte man die Straße in diesem Bereich unter einer Glaskuppel verdecken und die Schadstoffe in Richtung Tunnel durch die die Abzüge nach draußen weiterleiten. Das man mal was Innovatives macht Fehlanzeige, da reißt man lieber ab. Da frage ich mich echt, was für kopflose Menschen in unserer Stadtverwaltung sitzen.


    Ich muss auch ippolit recht geben, wenn man solche bedenken in Richtung Schadstoffbelastung hat, dann müsste man vielen Häuser in Stuttgart an der B10/B14 abreisen. Ich denke gerade an die Häuser direkt am Heslachertunnel. Hier stehen links und rechts direkt am Tunneleingang Gründerzeithäuser sowie der Südtorblock. Die einzige Möglichkeit, wohin dort die Schadstoffe ausweichen könnten, ist Richtung Marienplatz und da sitzen auch viele Stuttgarter in den Cafés oder direkt am Platz von morgen bis Abends.


    Warum soll die Situation dort anders sein als am Rosensteintunnel. Hier fahren täglich auch mehre tausend Autos durch den Tunnel.

    Das stimmt nicht so ganz. Es gab früher auf der Königstraße kleine und vor allem auch inhabergeführte Läden. Diese sind aufgrund der steigenden Mieten auf der Königstraße immer mehr von den großen Ketten, die nach Stuttgart wollten, verdrängt worden. Auch war der damalige Trend zu immer größeren Läden. Vielen kleinen Läden wurden zu großen Shops umgebaut und dadurch wurden vielen Mietverträge nicht verlängert usw. Heute 20 Jahren später, sind großen Läden nicht mehr Trend und die großen Ketten verkleinern sich, um Miete zu sparen. Genau hier bietet sich die Chance wieder neue Konzepte auf die Königstraße zubringen. Aber das gelingt nur, wenn auch die Miete wieder bezahlbar werden.

    Ja, ein Aldi ist momentan alternativlos, da Aldi sich die hohen Miete auf der Königstraße leisten kann. Solange es kein Umdenken bei den Besitzern der jeweiligen Immobilie gibt, werden weiterhin sich nur die großen Ketten die Mieten auf der Königstraße leisten können.


    Das gilt auch für ein Restaurant oder ein Foot-Court. Nur eine große Restaurant-Kette wie Five Guys oder Mc Donald oder Hans im Glück usw. kann sich sowas leisten. Sorry ich brauch keine weitere Burgerbude mehr in Stuttgart. Ein inhabergeführtes Restaurant wird vermutlich nicht auf die Königstraße ziehen, solange die Mieten so hoch sind. Der weicht dann lieber auf die Nebenstraße aus.


    Zum Fluxus, ja die Leute wollen individuelle und hochwertige Läden und das sind halt nicht die großen Ketten, sondern die inhabergeführten Läden. Die Miete im Fluxus war niedrig und so was auf der Königstraße wäre super, aber aufgrund der hohen Mieten zurzeit nicht realistisch.


    Die ganze Branche ist gerade schwer im Umbruch, man sieht es auch im Milaneo viele Läden sind leer und auch das Gerber verändert und verkleinert sich. Gegenüber Aldi kommt ein neuer Scotch & Soda Laden im ehemaligen GEOX rein, dafür werden die Läden in der Calwer Str. und im Dorothea Quartier zugemacht.


    Wir werden erst eine Veränderung sehen, wenn die Mieten auf der Königstraße wieder runtergehen und sich nicht nur die großen Ketten die Läden leisten können. Die Welt verändert sich und die Königsstraße mit. Dies wird vermutlich nicht sofort sichtbar. Aber ich kann mich gut erinnern. Als Lerche und Co ausstarben und die 1 Euro Läden sich auf der Königstraße breit machten und es dann plötzlich ein Umdenken kam und die großen Einzelhandelsketten Schlange standen, um einen Laden auf der Königstraße zubekommen.


    Ob dies bei der Krise der Einzelhandelsketten wieder passiert, weis keiner und warten wir die Entwicklung erst mal ab und wie der Aldi am Ende aussieht. Zum Schluss hat sich der Ruf Stuttgarts als Einkaufsstadt aufgrund Feinstaub oder Krawallnacht usw. in den letzten Jahren verschlechtert. Außerdem haben andere Städte mit neuen schicken Einkaufsstraßen und Einkaufszentren aufgerüstet und die Kundschaft, die früher nach Stuttgart gefahren ist, kaufen jetzt in diesen Städten, im Umland oder im Onlinehandel ein.


    Die Konkurrenz der Städte wird härter und man darf sich nicht Einkapsel und Stuttgart nur für Stuttgarter denken, dann haben wir bald keine lebendige, sondern ein tote Stadt. Leider gibt es viele Stuttgarter Bürger die gerade diesen Denken haben und sich eine Stadt nur für sich wünschen und alles ablehnen was von außen kommt.

    Das der Apple-Shop in Sindelfingen und nicht in Stuttgart ist, hat andere Gründe. Damals gab es keine freie Ladenfläche auf der Königstr. und dann ist man nach einigen vergeblichen Versuchen ins Breuningerland Sindelfingen ausgewichen.


    Bei dem Aldi Süd handelt es sich vermutlich nicht um einen herkömmlichen Aldi wie im Gerber oder auf der grünen Wiese, sondern mehr um einen Aldi City.

    Strategiewechsel bei Aldi. Aldi will mehr als Nahversorger in den Innenstädten rein: https://convenienceshop.de/ind…versorgung.html?showall=1


    Hier werden wohl nur Produkte angeboten, die man entweder sofort konsumieren oder leicht per Fuss, Fahrrad oder per Stadtbahn nach Hause mitnehmen kann.


    Es ist nun mal eine Tatsache, die Königstr. wird sich verändern, manche Läden gehen andere kommen. Marco Polo zieht von der Calwer Str. auf die Königstraße und geht in den ehemals geschlossen Douglas-Laden gegenüber Hugo Boss rein. Neben Sidestep kommt ein neuer McDonald auf 2 Etagen rein usw. Dann wird in ferner Zukunft die ehemalige Sportarena abgerissen und neu bebaut. Von großen Läden werden wir uns wohl verabschieden müssen, da die meisten Modeketten ihre Fläche aus Kostengründen reduzieren. Die Branche verändert sich und die Königstraße zwangsläufig mit.


    Ein positiver Trend wäre, wenn sich auf der Königstraße nicht nur die großen Ketten ansiedeln würden, sondern mehr neue Modekonzepte von kleinen Inhabergeführten Läden sowie ein paar neue Restaurants. Einfach ein Gegenpol zum großen Einkaufszentrum.


    Außerdem muss man die Innenstadt neu denken. Früher vor der Zerstörung der Innenstadt lebten viel mehr Menschen innerhalb des Citysrings. Hier liegt auch der Fokus in ferner Zukunft für eine lebendige Innenstadt muss mehr Wohnungen für alle sozialen Schichten innerhalb des Citysrings entstehen und nicht nur ein paar Luxuswohnungen.

    Bin zugezogen und komme nicht aus dem Schwabenland :)


    Ist es nicht so, dass einer der in seiner Stadt geboren und aufgewachsen ist seine Stadt anders wahrnimmt als vielleicht einer der zugezogen ist. Kann doch sein? Denken wir mal an die Leute, die ihre Stadt noch vor dem 2 Weltkrieg gesehen haben und ihre Stadt egal, ob Stuttgart, Berlin oder München, jetzt als hässlich empfinden. Ich bin leidenschaftlicher Sammler alter Stadtansichten von Stuttgart und es schmerzt mich immer wieder wie schön Stuttgart mal war. In den goldenen Zwanzigerjahren war Stuttgart nach Berlin die Partystadt in Deutschland. Berlin war mehr Sündenhaft und vulgär und in Stuttgart traf sich die politische Avantgarde. Hierzu gibt es ein tolles Buch darüber.


    Seien wir mal ehrlich, Berlin wäre, wenn es keine Wiedervereinigung gegeben hätte, immer noch eine verschlafene Großstadt und keine Konkurrenz zu Hamburg, München, Amsterdam oder Paris usw.


    Stuttgart ist zwar keine Weltstadt, hat aber die gleichen Probleme wie andere große Millionenstädte auch zu hohe Mieten, zu viel Verkehr, zu viel Müll usw. Stuttgart hat durch die starke Wirtschaft und wie z. B. Berlin durch seine Beliebtheit und seinem Partyruf bei jungen und kreativen Leuten an Einwohner dazu gewonnen und beide Städte haben die gleichen Probleme jetzt.


    Für mich sind richtige Weltstädte New York, Tokio, London, Shanghai oder Paris. Der Titel Weltstadt sagt nichts aus über die Bewohner oder die Wirtschaftskraft. Das kleine Zürich oder Frankfurt keine Weltstädte und trotzdem spielen sie in der globalen Finanzwelt in der oberen Liga mit.


    Wenn Stuttgart so provinziell und so unbedeutend wäre, dann frage ich mich, warum gerade hier jedes Jahr das größte Internationale Trickfilm-Festival der Welt in Stuttgart und nicht in Berlin, Hamburg oder Paris stattfindet. Genauso ist Stuttgart Veranstaltungsort des größten Indischen Filmfestivals und nicht Berlin, Paris oder Wien. Wird wohl ein Grund geben, dass es gerade Stuttgart ist und nicht andere Weltstädte

    Das Problem ist doch, dass viele Stuttgarter und auch Außenstehende unsere Stadt nur als Autostadt von Porsche, Daimler und Co sehen und kennen. Andere Wirtschaftszweige wie zum Beispiel der Finanzsektor wird mit Stuttgart überhaupt nicht oder nur wenig in Verbindung gesetzt. Obwohl gerade hier die Stadt sich mit anderen Finanzplätzen in Europa oder in der Welt nicht scheuen muss.


    Laut dem Global Financial Center Index 29 (Stand 03/2021) belegt der Finanzplatz Stuttgart den 30. Platz in der Welt (in 2020 noch Platz 37).

    (1. Platz New York, 2. Platz London, 9. Platz Frankfurt, 10. Platz Zürich, 17. Platz Luxemburg, 25. Platz Paris und nach Stuttgart kommt noch Hamburg auf Platz 43 danach Berlin auf Platz 45 und München auf Platz 49) Andere deutsche Städte sind nicht auf der Liste. (Wien, Moskau, Madrid, Oslo, Kopenhagen u. Rom usw. sind ebenfalls hinter Stuttgart.)

    In Europa sind wir auf Platz 10 (in 2020 noch Platz 15)

    In Deutschland nach Frankfurt auf den 3. Platz.


    Am Finanzplatz Stuttgart sind 17 Banken tätig u. a. Deutschlands größte Landesbank (Landesbank Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart), einer der führenden Autobank (Mercedes-Benz Bank AG) sowie etliche kleine und mittelgroße Privatbanken. 29 Versicherungen und 2 Bausparkasse gibt es in Stuttgart. Die Stuttgarter Börse ist die größte Privatanlegerbörse in Deutschland und die 10 größte Börse in Europa. Mit 11.250 Beschäftigen ist Stuttgart der sechs größte Versicherungsstandorten in Deutschland und somit größer als Berlin und Frankfurt am Main.


    Ich wollte nur mal zeigen, dass es nicht immer auf die Größe einer Stadt ankommt, sondern es auch einzelne Branchen gibt, indem auch kleinere provinzielle Städte besser abschneiden als so manche überzeugte Weltstadt und wir trotzdem in der Welt gut und erfolgreich mitspielen.


    Zur schwäbischen Mentalität, die trifft mehr auf die ältere Bevölkerung zu und nicht mehr auf die etwas jüngeren und auch nicht auf die zugezogenen Stuttgarter. Hier hat sich das Bild doch etwas gewandelt. Außerdem ist z. B. der CSD Stuttgart der 3. größte CSD in Deutschland nach Köln und Berlin, das wäre er nicht, wenn wir alle so provinziell und brüte wären ;).


    Ich bin zwar Stuttgarter aber kein Schwabe ^.^und sehe somit meine Stadt mit etwas anderen Augen als ein Schwabe ^.^.