Quartier am Tacheles

  • Pressemitteilung der PWR ist nun auch raus. Demnach sind neben HdM auch Grüntuch Ernst Architekten, Kahlfeldt Architekten sowie das Büro von Brandlhuber + Muck Petzet an der Planung beteiligt.
    Folgende Grafik gibt eine Übersicht welche Bereiche von welchem Büro beplant werden:



    (C) pwr development GmbH


    Damit dürfte eigentlich klar sein, dass die Gestaltung im Wesentlichen modern ausfällt.


    Weitere Infos aus der PM:

    Auf der Baustelle haben die Bagger bereits seit April die Gebäudereste der ehemaligen Friedrichstraßenpassage entfernt und bereiten aktuell das Gelände für den Aushub der Baugrube im November vor. pwr development will ab Mitte 2018 mit dem Hochbau und den Sanierungsarbeiten beginnen, im Laufe des Jahres 2020 sollen die letzten Gebäude bezugsfertig sein.


    Und noch frisch reingekommen...ein Artikel im Baunetz mit einem Gelände-Modell in der Bildergalerie. Sieht für mich erstmal nicht besonders vielversprechend aus und eher nach Standardinvestorenarchitektur.

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    Ist das nicht vielleicht auch nur ein Baumassenvorschlag?


    Interessant ist die Idee, dass man die Kuppel des Tacheles offenbar wieder aufbauen möchte. Davon lese ich zum ersten Mal.

  • Sieht für mich erstmal nicht besonders vielversprechend aus und eher nach Standardinvestorenarchitektur.


    Herzog & de Meuron haben in München mit den Fünf Höfen schon mal vorgelegt. Dort wird (Markenzeichen!) viel experimentiert mit exotischen Materialien, wird sicher einigen hier im Forum gefallen.
    Insgesamt ein Glücksfall, dass der städtebaulicher Rahmen bereits vorgeklärt ist und nicht noch mal "neu-erfunden" werden muss. Schade, dass die Idee der Passage in der Friedrichstraße, wenigstens bez. des Tors, anscheinend nicht mehr wiederbelebt werden soll.

  • Kann mir bei den Architekten und den Quartiersgrundrissen nicht vorstellen, dass da was Annehmbares bei herauskommen kann. Die alten Entwürfe mit dem "Flatiron-Building" waren geil, das hier lässt dagegen großteils typische renditeoptimierte Banalität, hier und da garniert mit unpassenden Pseudo-Eyecatchern, erwarten. Einzig die Front zur Friedrichstraße könnte ganz annehmbar werden mit Kahlfeld für die Wohngebäude und einem durchaus interessanten Grundriss für das Bürogebäude aus dem sich auf jeden Fall was machen ließe.

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    Bei Kahlfeldt kommt doch wohl bloß wieder eine weiße Kiste hin?! Mit ein paar Schattenfugen die Klassizismus heucheln. Herzog de meuron ist schwer zu beurteilen die haben in letzter Zeit sehr nachgelassen. Grüntuch Ernst wird 08/15 Langeweile. Tja kann man nur auf Brandlhuber hoffen das der was rausholt.

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    Tja kann man nur auf Brandlhuber hoffen das der was rausholt.


    Eine Hoffnung, dass Brandlhuber mit seinem neo-sechziger Jahren Trashlook (Beispiel Brunnenstraße oder Privathaus) hier was rausholt, was über der kleinen Insiderclique hinaus Bestand hat, kann ich gar nicht nachvollziehen. :nono:

  • Jetzt zeig mir mal eine Sechziger Jahre Projekt was der Brunnenstraße ähnlich ist? Mir würden höchstens ein paar Japanische Bauten aus den Späten Neunzigern einfallen.
    Und die Antivilla ist ein Bestandsbau wo ich den 60er Jahre look nicht sehe, da das Gebäude eine Trikotagenfabrik aus den 80ern ist an der Grundstrukturell äußerlich fast nichts gemacht worden ist. :lach:

  • Was mich neugierig macht ist, wie der Gebaüdeblock zur Johhanisstraße gestaltet wird. Es scheint ja das links neben Grüntuch und Ernst drei kleinere und zwei etwas größere Gebäude geplant werden, wäre natürlich gut wenn diese dann auch individuell gestaltet werden.
    Ausserdem springt dieser Block insgesamt ein wenig zurück was dann doch wieder auf ein gesamtheitliches Erscheinungsbild hindeutet. Alles noch sehr undurchsichtig.

  • Ein riesiges Arreal--der nahezu undurchsichtige Bauzaun ist in diesem (Foto)Stadium schon eine Herausforderung-
    Blick aus Richtung Friedrichstraße

    Blick aus Richtung Oranienburger Straße - Richtung Johannisstraße

    Blick aus Richtung Oranienburger Straße - Richtung Friedrichstraße

    Ich bin gespannt- wann es hier mit dem Hochbau losgeht.

    Einmal editiert, zuletzt von prinzali () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Die Berliner Zeitung berichtet über eine Foto-Ausstellung, die zeigt wie das Tacheles vor 100 Jahren aussah. Die beeindruckenden Fotos stammen vom Berliner Fotografen Franz Kullrich. Die Ausstellung ist bis zum 04. 04. 2017 im Deutschen Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, zu sehen.

  • Baugenehmigung

    Laut der Mopo liegt die Baugenehmigung für das Quartier am Tacheles nun vor und im Juli soll es mit dem Erdaushub der Baugrube dann weitergehen. Zuvor sollen noch letzte tiefer liegende Reste der ehemaligen Friedrichstadtpassage entfernt und anschl. die Grundwassersicherung erstellt werden.
    Ab Juli 2018 soll es mit dem Hochbau losgehen.
    Q: Mopo

  • Tacheles Gelände

    Mit den Bauarbeiten geht es jetzt richtig los. An der Friedrichstraße sind die vier Altbauten (Oscar Wilde usw.) zw. der Tacheles-Lücke und der Oranienburger Straße z. T. mit Netzen verhangen, z. T. wird schon entkernt. Direkt vor der Tacheles-Lücke wurde ein abgestufte Betonsicherung eines Straßenbahn-Oberleitungsmastes angelegt, die sich wunderbar als Aussichtspodest nutzen lässt. :)
    Auf dem gesamten Grundstück finden jetzt verstärkt Erdarbeiten statt.


    Hier aktuelle Bilder, zunächst die Friedrichstraßen-Seite:






    Blick vom "Podest" über das Baufeld:




    Blick von Südosten über das Baufeld:


  • Das Projekt heißt jetzt wohl "Tetris".


    Zumindest haben sich die ausführenden Firmen zur "ARGE Baugrube Tetris" zusammen geschlossen.




    Keller ist mit Unterfangungsarbeiten beschäftigt. Stump (Porr) und Implenia werden wohl die Schlitzwände ausführen.


    Fotos von mir.