Frankfurts City-West-Thread

  • Carat Büro-Center wird in HVNS-Apartmenthaus umgebaut

    An der Voltastraße 81 hat der zuerst in Beitrag #256 erwähnte Umbau mit Entkernungsarbeiten begonnen. Antal machts. Der schon vorhandene Wohnteil an der Heinrich-Hertz-Straße wird offenbar weiterhin genutzt. Foto in Richtung Innenhof, ältere Bilder in #264.


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    Bild: Schmittchen

  • Kranaufbau Projekt "K50", Kreuznacher Straße 50

    Bei diesem interessanten Neubauprojekt mit 15 Wohnungen, das sich "den Luxux leistet ;)", sich der Umgebung mit einem geneigten Dach anzupassen, siehe Beitrag #272 von Schmittchen, wurde heute der Kran aufgebaut.


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  • Weiter­entwicklung der Mainova-Zentrale - Ideenwettbewerb ausgelobt

    Der regionale Energieversorger Mainova AG möchte seine Liegenschaft in der Solmsstraße als kaufmännischen Verwaltungscampus ausbauen und als Unternehmenzentrale erhalten. Für eine mögliche Weiterentwicklung wurde nun ein Ideenwettbewerb für Stadtplanung und Landschaftsgestaltung ausgelobt. Dessen Gegenstand wird in der Auslobung wie folgt beschrieben:


    Die Mainova AG möchte auf ihrem derzeitigen Standort einen öffentlichen Ideenwettbewerb ohne Realisierungsabsichten ausloben, der zur Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsumfelder dient. Mittels des Wettbewerbsverfahrens soll die Liegenschaft als Mainova-Zentrale und kaufmännischer Standort weiter entwickelt werden sowie übrige Flächen einer bestmöglichen Nutzung zugeführt werden. Das Ziel ist es, das Potential bestmöglich zu nutzen und den optimalen Entwurf zur Entwicklung der Liegenschaft zu erhalten. Die Bestandsbebauung mit einer Bruttogrundfläche von ca. 45.000 m² oberirdisch und 21.000 m² unterirdisch kann in die Planung zu integrieren werden.

    Für die Entwicklung der Liegenschaft und Erstellung eines Masterplanes ist die Auslobung eines öffentlichen Ideenwettbewerbs erforderlich. Das Wettbewerbsgebiet umfasst ca. 5,8 ha und beinhaltet die städtebauliche Neuordnung des Grundstückes.


    Die Beiträge müssen bis zum 22. Juli 2022 eingereicht werden. Die Preisgerichtssitzung soll am 26. September 2022 stattfinden. Als Kriterien für die Bewertung der Wettbewerbsbeiträge werden genannt:

    • Städtebauliche Einbindung
    • Umgang mit Bestandbauten und Aktivierung brachliegender Grundstückspotentiale
    • Gestalterische und räumliche Qualität
    • Neue Arbeitswelten 4.0
    • Erfüllung der funktionalen Anforderungen
    • Verkehrliche Funktionalität
    • Nachhaltigkeit

    Auf dem heutigen Areal der Mainova-Zentrale war früher das Gaswerk West. Von Produktion ist heute nichts mehr zu sehen, was aber nicht heißt, dass nichts mehr vorhanden ist. Abgesehen von Produktionsrückständen im Boden gibt es noch verborgene Bauwerke. Im letzten Jahr wurden unterirdische Teile eines ansonsten vor langer Zeit schon abgebrochenen Gasometers ausgegraben. Die Fläche wurde inzwischen bepflanzt.


    Entwicklungsflächen gibt es reichlich. Das von Birkenweg, Bahnstrecke, verlängerter Galvanistraße und Solmsstraße begrenzte Areal im Frühjahr 2021:


    mainovazentrale_2021.jpg

    Bild: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2021)

  • So entspannt können auch nur öffentliche Betriebe mit ihren Flächen umgehen. Gut, dass diese seit Ewigkeiten unternutzte Liegenschaft nun weiterentwickelt wird. Noch besser wäre, wenn öffentliche Durchwegung inkl. eines Füßgängerübergangs zum Schönhofviertel integriert würde, um die Viertel besser zu vernetzen.

  • Eine Durchwegung großer Areale ist immer zu begrüßen, in diesem Fall sogar umso mehr, da es derzeit von der City West dank Bahntrassen und Theodor-Heuss-Allee/Ludwig-Landmann-Straße nur eine Handvoll Übergänge zu den umgebenden Vierteln gibt. Immerhin soll mit dem Birkenweg eine neue Verbindung nach Rödelheim ins Schönhofviertel geschaffen werden. Auch soll die Galvanistraße bis zur Bahntrasse verlängert (bzw. geöffnet) und entlang letzterer die Kreuznacher Straße weitergeführt werden, allerdings wird auch zukünftig das benachbarte Bockenheim weder von Rödelheim aus noch von der City West komfortabel zu erreichen sein.

  • ^^

    Noch VIEL besser wäre es, wenn die Mainova diesen Standort komplett aufgeben würde.

    Dort sollte mMn ein hochverdichtetes Wohngebiet entstehen <aus einem Guss>. Nördlich der Bahntrasse kommt ja auch Wohnbebauung.

  • M.E. wäre es aus städtebaulicher Sicht am besten gewesen wenn die S-Bahn-Trasse in einfache Tieflage gelegt und wo sie die LuLa kreuzt noch eine neue Station mit Außenbahnsteigen gebaut worden wäre. Danach hätte die Brücken inkl. Rampen an der LuLa zurückgebaut werden können. Während der Bauarbeiten in offener Bauweise hätte die Trasse auf das Schönhofareal verschwenkt werden können. Solche Eisenbahnunterführung wie die entstehende oder die existente Eisenbahnüberführung (mit ihren Rampen) an der LuLa sind städtebaulich wegen ihrer zerschneidenden Wirkung und Lärm immer übel. Aber nun ist diesbezüglich der Zug Wort wörtlich abgefahren.

    2 Mal editiert, zuletzt von main1a ()

  • Einen guten Anlass meine Mitforisten zum Stand des städtebaulichen Wettbewerbs für das Mainova Areal zu fragen, habe ich bei Instagram entdeckt.


    Dort postete das Architekturbüro Happ wohl

    seinen eingereichten Entwurf im Hintergrund:


    Bild: https://abload.de/img/img_20221025_094300l9iw8.jpg


    Quelle: Happ architectures Instagram channel


    Laut obigem Post von Schmittchen sollte die Preisgerichtssitzung schon Ende September erfolgt sein.

  • Eine Preisgerichtsentscheidung wurde jedenfalls getroffen. Denn in einem früheren Beitrag bei Instagram teilte Happarchitecture mit, dass ihr Entwurf mit einem dritten Preis bedacht wurde. Es sind viele Gründe denkbar, warum die Ergebnisse bisher nicht öffentlich gemacht wurden. Spekulieren ist demnach nicht sonderlich sinnvoll. Erwähnen kann man noch, dass der Ideenwettbewerb ausdrücklich ohne Realisierungsabsichten auslobt wurde.


    mainovadritterpreiswepzcwz.jpg

    Bild: Happarchitecture

  • Heute Nachmittag wurden laut Frankfurter Rundschau die Wettbewerbsergebnisse bekannt gegeben. Den ersten Preis vergab das Preisgericht an die Architektenbüros Kölling (Bad Vilbel) mit DGJ Architektur (Zürich). Den zweiten Platz erhielt das Planungsbüro ATP (Frankfurt) mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten (München). Dritter wurde, wie schon bekannt, Happarchitecture (Frankfurt) im Team mit DLA (Wiesbaden).


    Zu Einzelheiten wollte sich die Mainova AG der Rundschau gegenüber nicht äußern. Ansichten, Modell und Lageplan des des erstplatzierten Entwurfs:


    mainova_ideenwettbewerb_2022_pic2.jpg


    Oben eine Ansicht von der Solmsstraße, unten eine Perspektive aus dem Park im Osten des Areals:


    mainova_ideenwettbewerb_2022_pic1.jpg


    Zwei Modellfotos:


    mainova_ideenwettbewerb_2022_pic6.jpg


    mainova_ideenwettbewerb_2022_pic7.jpg


    Lageplan:


    mainova_ideenwettbewerb_2022_pic8.jpg
    Grafiken: Kölling Architekten BDA / DGJ Architektur