Straßenbau & -planung

  • Fritzle und BBPP in ihrem Element: Neue Ampel trotz bereits vorhandener Unterführung auf B14 zur Ausbremsung der Autos wird gefeiert, als gäb‘s kein morgen. Kostet die Bürger satte 650.000 EUR. Hat der Bund der Steuerzahler in seiner neuen Ausgabe des Schwarzbuchs der Steuerverschwendung offensichtlich vergessen. X1 und Neckarwelle sind natürlich drin.


    Quellen:

    Kontext

    https://www.kontextwochenzeitu…2/endlich-ampel-6347.html

    Heilbronner Stimme

    https://www.stimme.de/suedwest…hwendung;art19070,4271143

  • Ich denke man kann glaubwürdig meinen, dass eine Körperverletzung strafbar sein sollte ohne selber ein notorischer Gewalttäter zu sein. Genauso sind zu anderen Belangen der Allgemeinheit Meinungen vollkommen glaubwürdig ohne, dass der Äußernde selbst einer der potentiellen Verbotsübertreter sein muss. Solche Belange sind die Themen Rauchen in öffentlichen geschlossenen Räumen, Umweltschutz und Verkehr.


    Ob die angedachten politischen Lösungen zielführend sind ist eine andere Frage. Aber man kann nicht einfach Leuten die Glaubwürdigkeit absprechen und ihnen so die Teilnahme an einer sachlichen Diskussion unabhängig von Argumenten aus ihrer Person heraus (mindestens implizit) verwehren.

    So So, wer immer nur von Anderen fordert und selber nicht aktiv wird, der bleibt für mich unglaubwürdig. Es gibt ausgewiesene Raucherkneipen, gehe ich dorthin als passionierter Nichtraucher und komme dann mit klagen gegen Körperverletzung, wäre es besser vor der eigenen Tür zu kehren. Anders verhält es sich, wenn ich Kinder im Auto mitnehme und die voll rauche. So ist nicht ohne Grund ein gut lesbares Schild an den Raucherkneipen, das man mindestens 18 Jahre alt sein sollte.


    So muss man sich schon anstrengen Glaubwürdig zu sein und wenn man seine Weisheiten so gut findet, dass man alle danach folgen lassen will. Ja dann sollte man damit leben können, eben integer und konsistent zu sein und dafür gehört für mich der Sache zu folgen und nicht alle auf den eigenen gewünschten Lebensstil zu drücken.


    Wir hatten schon mal den Geistlichen im Ort, der eine Instanz war, diese Zeit ist vorüber und sollte durch einen erweiterten Kant'schen Ansatz ersetzt werden. Dass ein Mensch nicht unendlich viele Vorschriften einhalten kann, so wie bereits die 10 Gebote viele überfordern, sollte man darauf achten Regeln und Vorschriften zu erdenken die in den natürlichen Lebenslauf eingebettet sind, obwohl bei uns inzwischen jeder weiß, das man nicht stehlen sollte, es trotzdem Menschen gibt, obwohl sie es sich leisten können, "schwarzfahren" propagieren, ihre Kinder nicht impfen usw. . und gleichzeitig glauben besser zu sein.
    Wer nicht impft, sollte imho keinen Anspruch auf einen Kitaplatz haben, weil er bewusst andere Kinder gefährdet, so hat das nicht einhalten von gesellschaftlichen Normen Konsequenzen usf.

    Vor nicht allzu langer Zeit war es Kavaliersdelikt, wenn man sich eine Berufsunfähigkeit erschlichen hat und nach den 3 Jahren Karrens, dann in der Welt herumgereist ist, es allen erzählt hat, heute verschweigt man dies.


    Im Klartext habe ich eine wirklich gute Idee wird sie sich durchsetzen, wenn es nur genügend gibt die es mir gleich tun, durch vorbildliches Verhalten kann man viel mehr erreichen, als man denkt, nur der Ungeduldige und der mit schwachen Argumenten greift zur Verbotskeule.

  • Winnes „BW braucht keine Millardeninvestitionen von Tesla, weil es schon genug Autobauer in BW gibt und Autos sowieso die Straßen verstopfen“ kommt nicht ganz so gut an.


    Quelle: Heilbronner Stimme

    https://www.stimme.de/suedwest…itisiert;art19070,4285943


    Umso skurriler wie unverständlicher scheint diese Aussage für einen Staatsvertreter in Zeiten, in der Beschäftigte der Automobilindustrie immer mehr ihre Jobs verlieren. Allein bei Bosch geht es bereits jetzt um Tausende Stellen.


    Quelle: StN

    https://www.stuttgarter-nachri…b4-9eb8-096e28b8d079.html

  • Hermann ist für ein Flächenland wie Baden-Württemberg einfach eine Fehlbesetzung! Wenn dann würde so einen Verkehrsminister in einen Stadtstaat wie Bremen oder Berlin passen – da wäre er mit seinen idiologischen Phrasen auch nicht so alleine. Der Mann führt ganz offensichtlich einen kleinkrieg gegen das Auto und es scheint ihm vollkommen Wurst zu sein wo die Menschen in Baden-Württemberg einmal arbeiten sollen. Hat der Mann schon verstanden das uns hier ein gigantischer Jobabbau droht? Zudem liegt er auch falsch wenn er von einer einseitigen Fixierung auf die Automobilindustrie im Raum Stuttgart redet, denn soweit ich weiß war als Standort für die Tesla-Fabrik das badische Lahr im Gespräch! Nach dem Flop mit der batteriezellenproduktion in BaWü, nun die nächste Schlappe auf dem Weg zum Musterländle in Sachen Elektromobilität! Den Grünen entgleiten hier momentan die Zügel würde ich mal behaupten! Neben der nachlassenden Bildungsqualität und dem Wohnungsbau- und Verkehrsproblem kommt nun auch eine absehbare wirtschaftliche Problematik ins Spiel.

  • Ja soll er denn einen Fiat fahren! Fahrrad wäre allerdings eine Option, seine Untertanen sind da "grüner", siehe STN:

    • in Kürze der einmillionste Radfahrende auf der König-Karls-Brücke (Stand heute: 994 184)
    • Zunahme (an den Messtellen) um 21 Prozent
    • Das Ziel, 25% Radanteil bleibt bestehen (derzeit 11%)
    • Zitat Hr. Oehler „In den kommenden zwei Jahren, werden die Projekte purzeln.“

    Ich halte Popcorn bereit.

  • In die Diskussion um den Nordost-Ring zwischen Kornwestheim und Fellbach kommt neue Bewegung - jedoch auf zwei sehr unterschiedliche Weisen.

    Das Verkehrsministerium kündigt einen "Verkehrsträgerübergreifenden öffentlichen Faktencheck" an, bei dem „verkehrsträgerübergreifend Lösungen für eine Verbesserung der Verkehrssituation gesucht werden. Alle Fakten werden dabei objektiv und transparent geprüft, bevor Entscheidungen für oder gegen eine bestimmte Maßnahme getroffen werden.“ Riecht ein bisschen nach dem nächsten Filder-Dialog.

    siehe: https://vm.baden-wuerttemberg.…effentlicher-faktencheck/


    Derweil haben einige Unternehmen unter der Federführung von Stihl offensichtlich den Eiertanz satt und legen eine Studie zu einer Tunnellösung vor, die 1,2 Milliarden Euro kosten würde. https://www.stuttgarter-zeitun…0f-a010-4c6651c93e0f.html

  • Naja, der Faktencheck hört sich doch nach dem Grünen-Motto "wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis" an. Ich frage mich auch welche Verkehrsträger da jetzt genau unter die Lupe genommen werden sollen oder was für Verbesserungen man sich erhofft. Mit neuen S- oder Stadtbahnlinien dürfte man wohl eher nicht rechnen, bestenfalls mit einem weiteren "Express"-Bus – welcher dann im Stau steht.


    Der Vorschlag von Stihl ist hingegen gut, wobei ich mich schon länger Frage warum bisher keine Tunnellösung in Betracht kam. Die Unterquerung des Neckars halte ich allerdings für einen extremen Zeit und Kostenfaktor, da hier zusätzlich ein großes Höhenniveau überwunden werden muss. Eine Brücke wäre in diesem Abschnitt sinvoller.

  • Man sieht in diesem Artikel, wie unterirdisch die Argumente der Gegner selbst eines Tunnels sind:

    https://www.stuttgarter-nachri…0b-b316-8aee5f6720a1.html


    "Der Nordostring würde keine spürbare Wirkung auf die Verkehrsbelastung Stuttgarts haben und als Autobahnringschluss die Blechlawine noch anwachsen lassen,"

    => Da sieht man, das die schon lügen wenn die nur den Mund aufmachen. Autos, die dann über den NO-Ring fahren, entlasten die bestehenden Strecken und verdoppeln sich nicht plötzlich.

  • Die haben halt die einfachste Logik, die man haben kann, mehr Straße mehr Verkehr und haben selten Menschen um sich herum die Ihnen sagen, so einfach ist das nicht... leben in Ihrer Blase.


    Ein Tunnel als Lösung ist schlau und hat auch den Vorteil, dass wir dafür jetzt genügend Erfahrung gesammelt haben und die Koschten und Herstellung, dafür wie in der NBS von S21 bewiesen, voraussehbar sind.


    Die 2 Tunnelbohrmaschinen vom Albaufstieg oder die vom Fildertunnel könnte man doch sofort dafür verwenden...

  • Es kommt halt sehr darauf an. In der Gegend rund um Waiblingen fehlen vernünftige tangentialverbindungen, insbesondere auch zur Autobahn hin. Das führt zu viel unnötigem Durchgangsverkehr in den Gemeinden dort und speziell dem „Nadelöhr“ Stuttgart. Aus Spaß kannst du ja selbst mal schauen was z. B. der schnellste weg von der Autobahn nach Waiblingen ist. Erschwerend kommt dazu das es zu den fehlenden Straßen auch keine passenden ÖNV Verbindungen gibt. Dazu bräuchte es einen S-Bahn Ring um Stuttgart, welcher wohl noch deutlich utopischer wie der Nord-Ost-Ring wäre.

  • Um das nochmal klarzustellen, ich bin auch für den Bau des Nord-Ost-Rings. Es würde in Stuttgart den Durchgangsverkehr auf der B10 verringern und den Dörfern viel Verkehr abnehmen. Gleichzeitig kann man aber auch sagen, dass die Reduzierung des Durchgangsverkehrs in Stuttgart wahrscheinlich durch anderen Verkehr ersetzt wird und der Verkehr auf der Tangentialverbindung stark zunehmen würde. Ippolit unterstellt zwar, dass diese Aussage ein Hirngespinst sei, aber die verfügbaren Studien zeigen hier eben was anderes. Die Ergebnisse der Studien sind ja auch intuitiv nachvollziehbar. Wenn ich heute jeden Tag von Waiblingen nach Ludwigsburg pendele, habe ich weder eine attraktive Verbindung mit dem Auto, noch mit der Bahn. Möglicherweise nutze ich deshalb heute lieber die Bahn, da ich dort beispielsweise die Zeit besser nutzen kann. Mit einer attraktiven Straßenverbindung, werde ich aber aufs Auto umsteigen. Logische Konsequenz des Ausbaus ist also mehr Autoverkehr.

    Da ich aber pragmatisch an die Sache rangehe, bin ich trotz des Problems für den Bau, wobei die Diskussion über einen Tunnel meiner Meinung nach Zeitverschwendung ist. Er ist deutlich zu teuer, für den zusätzlichen Nutzen den er bringt. Da sollte man lieber eine überirdische Strecke bauen und dann noch das restliche Geld in den Ausbau des ÖPNVs stecken (T-Spange, große Wendlinger Kurve, neue S-bahn Linien, ...).

  • ...Hirngespinst...

    Man beachte jedes Wort, es ging um einfache Wahrheiten und das beweist keine Studie... bzw. Studien die diese einfache Weisheiten verbreiten, sind das Papier nicht wert, falls man sie mal aus Versehen ausdruckt.


    Allergie hafte Schnellschüsse wie von diesen beiden Parteivertretern kann man jedoch als Hirngespinste bezeichnen, die dem Zwecke dienen, Menschen die was gestalten wollen, den Boden unter den Füßen wegzuziehen, denn diese Herrschaften haben leider nur Phrasen und keine Umsetzungen parat. So ist Hirngespinst vielleicht zu freundlich...


    Ein Tunnel hat mehrere Nutzen, Lärm und Gefährdung bei Überquerung, die Landstriche zertrennen fallen weg...

    Ein Tunnel kann heute für Autos morgen für autonome Fahrzeuge, ist also immer nutzbar es sei denn die Bevölkerung zieht weg...


    @Neuer Durchgangsverkehr: Also LKWs sind es dann schon mal nicht, denn warum sollten zusätzliche LKWs fahren, Pendler, die heute jeden Tag im Stau sitzen und das aushalten werden auch nicht einfach auf den ÖPNV umsteigen. Andere die heute S-Bahn fahren und sich wie Ölheringe vorkommen vielleicht, nur was bringt es, wenn am Zielort keinen Parkplatz hat...

    Es wäre dann auch möglich unserer B14 Spuren zu nehmen... das wollen diese Herren ja auch ohne NO-Ring, sie glauben daran man muss den Pendler nur genug ärgern, dann steigt er schon freiwillig um, nicht beachtend das wir dafür eine zweite Stammstrecke der S-Bahn bräuchten usw.


    Im Klartext, im klein-klein mit einfachen ideologischen geprägten Weisheiten, liegt nicht die Zukunft und auch werden wir so nie das Vorbild für die Welt, wie man das Klima schützt und dabei Wohlstand und Zufriedenheit der Menschen erhält.

  • Auch wenn ich überzeugt bin, dass neue Straßen oder Fahrspuren grundsätzlich auch neuen Verkehr erzeugen (wie es die Studie ja bestätigt), halte ich den NO-Ring trotzdem für sinnvoll. Um die Stadt hier einfach zu entlasten. Man könnte wegen mir aber zusätzliche Maßnahmen überlegen, wie eine erschwerte Stadtdurchfahrt oder ein paralleler Ausbau des ÖPNV. Eine Anbindung von Schmiden an die Stadtbahn ist grundsätzlich ja eh geplant.

  • Bleibt nur Abzuwarten welchen Einfluss der Umbau vom Leuzeknoten inkl. Rosensteintunnel auf das Ganze hat.

    Allein dort wird ja in nicht unerheblichem Umfang mehr Kapazität erzeugt, wodurch die Attraktivität der Straße natürlich wieder steigt.

  • Ich bin zwar alles andere als gegen den NO-Ring, aber ganz aus der Luft gegriffen sind die Behauptungen nicht.

    Siehe hier: Handelsblatt

    Siehe hier: MobilityMag

    Habe mal gerade die Studie gelesen, die von den beiden Kanadiern in den USA durchgeführt haben.


    In Kalifornien kenne ich z.B. keine Stadt, in der man vernünftig von den Suburbs mit dem ÖPNV zur Arbeit kommt, selbst San Fransico ist alles andere als herzeigbar, die einzigste Stadt die einen ÖPNV hat, der einen unabhängig macht ist New York und nur wenn man innerhalb New York sich es leisten kann zu wohnen... So ist es fraglich wie die Studienersteller, die diese in den USA durchgeführt haben, zu dem Schluss kommen, siehe Kommentar

    Auch die Frage, wie gut und dicht das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln ist, spielt für die Entwicklung des Autoverkehrs so gut wie keine Rolle, stellen die Forscher fest.

    https://www.handelsblatt.com/p…en-staus-ist/3279058.html

    Ein ÖPNV wie z.B. der in Berlin, macht einen schneller und flexibler, als jeder der mit einem PKW dasselbe versucht.


    Tja man kann sicher einiges von den USA auf Deutschland übertragen, die Art wie wir den PKW und den ÖPNV nutzen, sicher nicht.

  • Auch wenn ich überzeugt bin, dass neue Straßen oder Fahrspuren grundsätzlich auch neuen Verkehr erzeugen (wie es die Studie ja bestätigt), halte ich den NO-Ring trotzdem für sinnvoll. Um die Stadt hier einfach zu entlasten. Man könnte wegen mir aber zusätzliche Maßnahmen überlegen, wie eine erschwerte Stadtdurchfahrt oder ein paralleler Ausbau des ÖPNV. Eine Anbindung von Schmiden an die Stadtbahn ist grundsätzlich ja eh geplant.

    Also ich fände einen NO-Schienenring da viel interessanter. Wenn es dort Nachfrage gibt, dann kann man den auch so abholen. Die jüngere Generation wechelt ja deutlich leichter das verkehrsmittel als die ältere Generation - und was dort gebaut wird, ist ja mehr für die jüngere als für die ältere Generation, das sollte man nicht vergessen.