Beiträge von Twal98

    Mir ist bewusst, dass die Bewohner im Collinibau nicht glücklich sind, wenn vor ihre Nase ein wesentlich höheres Gebäude gesetzt wird. Wenn ich dort wohnen würde oder sogar Eigentum hätte, das davon betroffen wäre, hätte ich auch alles möglich getan, dies zu verhindern. Und dass die Leute im Turm nicht wussten, was ihnen möglicherweise irgendwann blüht, ist auch verständlich. Meine Eltern haben erst nach einem Jahr mitbekommen, das ihr gekauftes Haus an ein Vogelschutzgebiet grenzt und sie sich keine Sorgen machen müssen, dass irgendwann ein Haus vor ihre Nase gesetzt wird. Man informiert sich diesbezüglich nicht, da man natürlich viele andere Dinge zu tun hat, die wesentlich wichtiger sind als ein hypothetischer Bebauungsplan der Umgebung. Ich kann die Emotionen also diesbezüglich vollkommen nachvollziehen, aber trotzdem muss man hier halt abwägen zwischen den Interessen der Bewohner des Collinibaus und den Interessen der Stadt.


    Das ein großes Immobilienunternehmen weniger Wert auf langfristig gute Beziehungen zum Mieter legt, ist klar. Ich finde es aber nicht direkt ersichtlich, warum ein Unternehmen bei der Mieterwahl nicht weniger vorausschauend sein soll, vor allem in Wohnungen wo die Gewinnmarge sehr klein oder sogar negativ ist. Gerade hier, versucht ein Unternehmen Kosten zu sparen und das gelingt am besten, wenn man möglichst selten einen Mieterwechsel hat. Zudem werden die Wohnungen sehr gefragt sein. Für Neubauwohnungen in sehr guter Lage für 7,50€/qm wird es auf jeden Fall viele Interessenten geben und das Unternehmen wird wahrscheinlich lieber einen Angestellten/Beamten die Wohnung geben als dem schlecht Deutsch sprechenden Aufstocker.


    Disclaimer: Zur Feststellung eines Sozialproblems bedarf es natürlich mehr als nur zweier Indikatoren. Da aber die Indikatoren Durchschnittsgehalt und Ausländeranteil die am einfachsten messbaren darstellen, benutze ich nur diese. Zudem geht es in diesem Kontext weniger um innere Sozialprobleme (z.B. fehlende Solidarität), sondern vornehmlich um äußerliche, wie beispielsweise Verschmutzung, Lärm und offener Kriminalität.


    Die Vergleiche mit der NUB finde ich zudem unpassend. Es gibt schlichtweg weniger Sozialfälle im Collini-Gebiet, da die Sozialstruktur im bestehenden Gebäude scheinbar in Ordnung ist. Kippt die Sozialstruktur jedoch einmal, ist es unendlich schwer diese wieder zu begradigen. Man müsste in die NUB sehr viel investieren, vor allem in den öffentlichen Raum und das Parkhaus um die Sozialstruktur langfristig zu verändern. Dies benötigt aber konstant Geld, da der Zustand dann erhalten werden muss. Dies ist aber nicht absehbar. Auch bezüglich des Parkraums gibt es einen gravierenden Unterschied. Wenn ich es richtig weiß, ist dieser bei der NUB überirdisch. Dadurch hat dieser eine gewisse Aufenthaltsqualität. Diese fehlt aber einer Tiefgarage, weswegen sich dort sehr wahrscheinlich keine Menschen Aufhalten werden.


    Als Letztes noch geschwind ein Kommentar zu der Aussage die Tomcat zitiert hat: „soll man sich die Tiefgarage mit den Harzern teilen“. Ich finde diese äußerst widerwärtig und da stelle ich mir die Frage, wer hier das größere Sozialproblem hat. Jemand der so etwas sagt oder jemand der keine Arbeit hat.

    Vielen Dank für die Bilder Tomcat!


    Ich kann zwar die Emotionen der Bewohner und Eigentümer des Collini-Centers dahingehend nachvollziehen, dass sie nicht glücklich sind, wenn ihnen die Sicht verbaut wird und damit auch zum Teil sicherlich der Wert der Wohnungen verringert wird, jedoch ist diese Möglichkeit ja keine neue Information. Der Bebauungsplan wurde nicht extra für das Gelände neu beschlossen, sondern es war von Anfang an bekannt, das möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt dort ein bis zu 50 Stockwerke hohes Gebäude hinkommen kann. Damit müssen sie jetzt leben, die Wette ist nicht aufgegangen.


    Die Emotionen hinsichtlich der Sozialquote sind mir aber äußerst befremdlich. Ich finde zwar eine „Sozialquote“ von 30 % auch relativ hoch, jedoch bedeutet diese Sozialquote nicht, dass nur Leute mit Schein die Wohnungen bekommen können, sondern dass die Wohnungen mit maximal 7,50€/qm angeboten werden dürfen. Das heißt, dass es für einen Vermieter immer noch einen großen Spielraum bei der Mietersuche gibt und warum sollten diese daran interessiert sein sich ein Sozialproblem in ihr „Neubauviertel“ zu holen.

    Als ich mich gerade mal über die Sozialquote genau informieren wollte, ist mir aufgefallen, wie grässlich die Informationen dazu sind. Weder die Stadt noch der MaMo schaffen es, dieses Instrument kurz und verständlich, mit allen wichtigen Informationen zusammenzufassen. Da muss man sich wohl nicht wundern, dass die Leute das Instrument der Sozialquote falsch verstehen. Die meisten Informationen kann man aus einem Mannheim24 Artikel entnehmen. Ich hoffe, dass die Informationen da halbwegs korrekt sind. Kurz zusammengefasst: 30% bei großen Wohnungsbauprojekten müssen entweder aus geförderten Mietwohnungen oder frei finanzierten preisgünstigem Mietraum mit maximal 7,50€/qm bestehen. Die Brutto-Einkommensgrenzen für Anspruchsberechtigte von preisgünstigen Mietwohnungen, liegen bei einem Ein-Personen Haushalt bei 48.450€ pro Jahr.

    Mannheim24 Artikel


    Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich auch den Siegerentwurf gewählt hätte (mit den beschränkten Informationen, die uns zur Verfügung stehen). Der Dritte fällt bei mir komplett durch. Die Architektur finde ich zu monoton und langweilig und städtebauliche vergisst es komplett die Wirkung des Collinibaus. Der Zweite ist schon besser. Zwar ist die momentane Situation nicht optimal gelöst, dadurch das es zu wenige Freiräume gibt und sich das Hochhaus nicht wirklich unterordnet, jedoch ist der Entwurf für sich allein gesehen der Beste der Drei. Wäre keine Collinibau da, würde ich diesen Entwurf favorisieren. Da er aber nun mal dasteht und der Siegerentwurf den besten Kompromiss zwischen dem Jetzt und der Zukunft darstellt, stimme ich für diesen.

    Ich finde den ausgewählten Entwurf ziemlich gut und bin gespannt, wie es weiter geht. Ich hoffe mal, dass die Gebäude im weiteren Verlauf nicht allzu verändert werden, da die Bilder zumindest interessante Gebäude mit verschiedenen Fassaden versprechen, wo man das Ensemble und die Zusammengehörigkeit trotzdem erkennt.

    Auch glaube ich, dass es die wahrscheinlich beste Lösung im Hinblick auf das Collini Wohnhochhaus ist. Man ordnet sich mit den ~80m und ~40m zwar unter, schafft damit aber eine Staffelung hin zum bestehenden Hochhaus. Dazu nimmt man auch noch die grobe Form des Hochhauses auf (Grundflächenform und Staffelung des höheren Hochhauses). Dadurch ist in der momentanen Situation das beste rausgeholt und in der langen Frist verbaut man sich keine Entwicklungschancen.


    Im Video sieht man in einer kurzen Sekunde auch noch zwei andere Entwürfe, wobei man beim linken nicht viel sieht. Der rechte schlägt ein 100m Hochhaus vor. Allein von dem Bild aus dem Video lässt sich sagen, das dies nicht gut ausgeschaut hätte. Das Collini Center ist zu dominant, also muss man sich entweder unterordnen oder man muss es mit mindestens 50m übertrumpfen. Bei gleicher Höhe entsteht nur ein noch dominanterer Klotz, vor allem wenn man von der Kurpfalzbrücke aus blickt.


    RNF Beitrag: Minute 2:11

    Um das nochmal klarzustellen, ich bin auch für den Bau des Nord-Ost-Rings. Es würde in Stuttgart den Durchgangsverkehr auf der B10 verringern und den Dörfern viel Verkehr abnehmen. Gleichzeitig kann man aber auch sagen, dass die Reduzierung des Durchgangsverkehrs in Stuttgart wahrscheinlich durch anderen Verkehr ersetzt wird und der Verkehr auf der Tangentialverbindung stark zunehmen würde. Ippolit unterstellt zwar, dass diese Aussage ein Hirngespinst sei, aber die verfügbaren Studien zeigen hier eben was anderes. Die Ergebnisse der Studien sind ja auch intuitiv nachvollziehbar. Wenn ich heute jeden Tag von Waiblingen nach Ludwigsburg pendele, habe ich weder eine attraktive Verbindung mit dem Auto, noch mit der Bahn. Möglicherweise nutze ich deshalb heute lieber die Bahn, da ich dort beispielsweise die Zeit besser nutzen kann. Mit einer attraktiven Straßenverbindung, werde ich aber aufs Auto umsteigen. Logische Konsequenz des Ausbaus ist also mehr Autoverkehr.

    Da ich aber pragmatisch an die Sache rangehe, bin ich trotz des Problems für den Bau, wobei die Diskussion über einen Tunnel meiner Meinung nach Zeitverschwendung ist. Er ist deutlich zu teuer, für den zusätzlichen Nutzen den er bringt. Da sollte man lieber eine überirdische Strecke bauen und dann noch das restliche Geld in den Ausbau des ÖPNVs stecken (T-Spange, große Wendlinger Kurve, neue S-bahn Linien, ...).

    In R7,48, direkt am Lameygarten lässt die Baugenossenschaft Spar- und Bauverein im Moment ein Wohngebäude errichten. Architekt ist Stefan Forster. Der hat in Mannheim zusammen mit der Genossenschaft schon den Schwarzwaldblock und das wirklich gelungene Gebäude in R7,9 gebaut. Eine Visualisierung findet ihr hier: https://www.sfa.de/projekte/lameygarten

    Geht in die Richtung von R7,9, nur diesmal mit leuchtend rotem Klinker. Ich kann mir leuchtend roter Klinker nicht wirklich vorstellen, also bin ich mal gespannt wie es am Ende ausschauen wird.


    Das Main-Kinzig-Quartier ist zum Großteil fertig. Ich hatte gar nichts von dem Projekt mitbekommen, bis ich derletzt einen Artikel im MaMo gelesen habe. Die GBG hat in der Neckarstadt-Ost höherpreisige Wohnungen errichtet. Nichts spektakuläres, sondern eher solide Kost, wobei sich mir das Grundkonzept nicht ganz erschießt. Hin zu 5 stöckigen Gebäuden hat man 4 stöckige Gebäude errichtet und auf der Seite zu 2/3 stöckigen Reihenhäusern hat man 5 stöckige Gebäude gebaut. Warum man nicht die 4 stöckigen um 2 Stockwerke erweitert hat, um ein paar weitere Wohnungen anbieten zu können, wird wohl das Geheimnis der GBG bleiben.


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    Zwei Artikel der RNZ über die Gemeinderatssitzung haben gereicht, um mich in Versuchung zu bringen meinen Kopf gegen die Wand zu schlagen :bash:.
    Zu erst macht dieser Heini von der Partei (einer Partei die ich zwar witzig finde, ich aber noch nie verstanden habe warum man sie wählt) seine Stimme von einem Partygag abhängig und dann ist diese Stimme auch noch ausschlaggebend. Falls er das wirklich gemacht hat, kann ich diesem Mann nur empfehlen, sich in Grund und Boden zu schämen, die Demokratie und seinen Auftrag so mit Füßen getretten zu haben.
    Ich muss sagen, dass ich diese ewige Diskussion über die Verlagerung nicht verstanden habe. Diese Wiese ist alles andere als berauschend, das Neckarufer ist nicht weit weg und das Konzept kann man nicht mehr grüner machen. Warum wollen die Grünen also auf Teufel komm raus, den Betriebshof dort nicht haben, sondern deutlich ausserhalb der Stadt? Kompromissfähigkeit ist wohl nicht ihre Stärke. Zwar tuen mir die Heidelberger leid, das der bisherige Standort jetzt ausgebaut werden soll (die zweit beste Lösung, meiner Meinung nach) und damit noch mehr hochwertiger Stadtraum verschwendet wird, jedoch ist es gut das endlich eine Entscheidung steht und das die Grünen in ihre Schranken gewiesen wurden. Auch wenn gerade alle grün sind, heißt das noch nicht das die Grünen tun und machen lassen können, was sie wollen.
    Also Glückwunsch an die Grünen, ihr habt ein Kreativzentrum und wichtigen Stadtraum, für ne Hundewiese geopfert, nur weil ihr euer Konzept durchdrücken wolltet und Kompromisse nicht kennt.

    Ein Seitenflügel des Collini Center Wohnhochhauses ist seit einiger Zeit in ein Baustellengerüst eingehüllt. Weiß jemand darüber Bescheid, was dort gemacht wird? Ich vermute es sind nur Ausbesserungen, aber vielleicht ist es ja was spannenderes?


    Ich hab zumindest nichts spannendes gefunden oder gehört. Also wird wahrscheinlich nur ein bisschen renoviert.


    Ich bin gestern an den zwei neuen Hotels, in dem Büroviertel neben dem Planetarium vorbeigelaufen und hab ein paar Bilder geschoßen. Der Neubau macht richtig was her. Gute Höhe, hochwertige Fassade und zumindest ein bisschen Abwechslung durch die Abrundung an der Ecke und die Einrückung in der Mitte.
    Gerne mehr davon, gerade auch in dieser Ecke der Stadt. Das Viertel ist ja ein wildes durcheinander an Bürobauten und Parkplätzen. Ein bisschen mehr Struktur (gerne die Fortführung der lockeren Blockrandbebauung, die der Neubau startet) und Grün, könnten hier ein hochwertigen Bürostandort schaffen. Gerade Siemens verschwendet hier unheimlich viel Platz für überirdische Parkplätze. Weitere Entwicklungschancen wird es villeicht in nächster Zeit geben. Das York Gebäude ist ja seit Jahren ein Trauerspiel, aber mit dem Umzug der Sparkassen-Versicherung ins Glücksteinquartier, wird deren Bau auch frei (wobei ich hier keinen Abriss fordern will, das Gebäude macht richtig was her).





    Zudem hat der MaMo was spannendes veröffentlicht. Die Sparkasse plant ihren Bau am Paradeplatz abzureißen und neu zubauen. Zwar soll erst nächstes Jahr ein Architektenwettbewerb starten und damit der Bau erst 2025 fertig sein, aber die Aussicht das der Bau ersetzt wird (auch wenn er bei weitem nicht der schlimmste am Platz ist), hat mich auf jeden Fall mit nem lächeln in den Tag starten lassen :lach:.
    (Quelle: https://www.morgenweb.de/mannh…n,fotos_arid,1535595.html

    GESIS Neubau: Dadurch, das nur Betonfertigteile verwendet wurden, hat man das Gebäude relativ zügig hochziehen können.



    REM-Museen: Da der Neubau für die Sammlung zeitgenössischer Glaskunst hauptsächlich im Innenhof von C4 entsteht, wird man davon wenig zu sehen bekommen. Es wird zudem ein Café entstehen, dass auf dem Toulonplatz einen Aussenbereich haben wird.


    Artikel des RNZ: https://www.rnz.de/nachrichten…onplatz-_arid,420043.html
    Visualiserung: https://www.morgenweb.de/mannh…nplatz-_arid,1453557.html


    ZI: Es wächst langsam aber beständig. Ich bin gespannt, wie es mir am Ende gefallen wird. Von den Visualisierungen bin ich alles andere als angetan, aber man weiß ja nie.



    T4: Ich verstehe hier nicht, warum man die Kita an den neuen Quartiersplatz gesetzt hat, anstatt dort Einzelhandels/Gastronomieflächen zu ermöglichen. Jetzt wird es direkt am Platz nur eine lausige Gastronomiefläche geben, wo wahrscheinlich eine Bäckerei mit Café reinkommt. Damit im Zusammenhang steht auch die Frage, wie der Quartiersplatz am Ende gestaltet werden soll? Wenn ich mich richtig erinnere, hatte das Wettbewerbsergebnis keine Außenflächen für die Kita beeinhaltet. Die hat jetzt aber welche hinter einem unschönen Bauzaun.


    T5: Dort fehlen im Rohbau nur noch die Penthouses. Erste Fenster wurden auch schon eingebaut. Es geht also voran.



    MMT-Campus: Hinter der Uniklinik/Alten Brauerei entsteht ein Campus für Medizin-Technologie Firmen: Das erste Gebäude scheint relativ weit zu sein, das Zweite ist noch im Rohbau.


    Visualisierung und Webcam: http://www.medtech-mannheim.de…zintechnologie/mmt-campus



    Meerfeldstraße 70: Im Lindenhof entsteht ein Neubau gegenüber von der Bäckerei Grimmiger (Meerfeldstr. 67).


    Prospekt mit Visualisierung: https://www.mannheim.de/sites/…%20Stand%2001.06.2017.pdf


    Kepler Quartier: Es scheint so, als wäre nun alles nahezu fertig. Als ich das letzte Mal da war, wurde noch an den Fassaden der Gebäude rechts auf dem Bild gearbeitet. Jetzt müssen nur noch ein paar Blumenbeete bepflanzen werden. D&S hat hier ein wirklich rund um gutes Projekt abgeliefert. Die Architektur ist stimmig, auch wenn nicht besonders. Sie ist kleinteilig genug und hochwertig. Selbst auf dem kleinen Weg zwischen den Wohngebäuden gibt es so etwas wie Aufenthaltsqualität. Daran darf man sich in Zukunft gerne ein Beispiel nehmen.



    Postareal: Vom Stil das genaue Gegenteil vom Kepler Quartier. Das ist auf jeden Fall ein ordentliches Schiff. Im Moment ist man vor allem dabei im inneren die Wohnbauten zu errichten. Ich bleib gespannt wie es am Ende ausschauen wird.



    Ich hab in den letzten Tagen mal die größten (und auch kleinere) Baustellen in Mannheim aufgesucht und fotografiert. Wie immer mit dem Handy, also entschuldigt die Qualität.


    Zu erst mal ein Foto von dem verlegten Pflaster für den rückseitigen Bahnhofsplatz.



    Übersichtsbilder:





    No.1: Warum werden bei Visualisierungen eigentlich immer die Technikaufbauten vergessen/ weggelassen? Auf dem Hochhaus hat man es bestens durch ein weiteres halbes Stockwerk gelöst, aber das plumpe Verstecken hinter Wellblech auf dem Sockelbau sieht sehr billig aus und das Traurige ist, man sieht es von überall :nono:. (Ich merke gerade das ich das nicht wirklich fotografiert habe, man sieht es ein bisschen auf dem 2. Übersichtsbild).




    TRM: Die ersten Fassadenelemente wurden montiert :nono:. Ich weiß nicht, warum weiß oder grau abgelehnt wurden, aber gelb/gold sieht echt schrecklich aus. Wer das entschieden hat, sollte dringend zum Augenarzt oder nicht in der Position sein das zu entscheiden, weil sein Geschmack sehr eigenwillig ist.




    Quartier^4: Das selbe Problem wie beim No.1. Beim Sockelbau geht es noch, da man den eigentlich nicht sieht, nur macht man es hier auch noch auf das Hochhaus (zumindest hat es den Anschein danach) :nono:.



    Wagenhallen: Die hintere, wo jetzt ein Architektenbüro drin ist, schaut richtig gut aus. Das vordere jetzt leider nicht mehr so. Ich kenne den Orginalzustand nicht, aber das hätte man besser lösen können/müssen.




    LIV: Es wurde zumindest schon mal ein Kran aufgebaut.


    Deutlich zu viele :nono:-Smileys, aber leider empfinde ich das in letzter Zeit sehr häufig bei Bauprojekten in Mannheim.
    Das No.1 hat ohne die Technikaufbauten ordentlich ausgesehen. Es war jetzt nichts Spektakuläres und man merkte, das Geld eingespart werden musste, aber immer wenn ich davor stand, hatte ich keinen Drang wegzuschauen. Wenn ich jetzt aber die Aufbauten sehe, würde ich am liebsten selbst Hand anlegen, um es wieder abzureißen.
    Das TRM hat meiner Meinung nach mit die beste Architektur gehabt und auch wenn ich jetzt die Glücksteinallee herunterschaue, fällt es dadurch positiv auf, das es die Häuserfront ein bisschen auflockert. Die nach innen versetzten ersten zwei Stockwerke haben eine unglaubliche Wirkung. Selbst die Fassadenform gefällt mir. Die in grau oder noch besser in weiß und es wäre mein Favorit. In gelb/gold: :nono:.

    Ohne Frage ist die Hochstraßen Problematik ein gewaltiges Problem, in das man sich sehenden Auges hinein chauffiert hat. Für den Individualverkehr wäre die einzige Erleichterung eine dritte Brücke bei Altrip. Kurzfristig könnte man da vielleicht eine weite Fähre pendeln lassen, um zumindest die Wartezeiten zu verkürzen. Ich meine mich zu errinern das im Mamo mal was von bis zu einer Stunde Wartezeit am Abend stand.


    Man muss aber sagen das die Region nur noch schwerlich mehr Autoverkehr ertragen kann. Also müssen andere Lösungen her. Natürlich kein Wassertaxi, da wäre wohl eine Brücke von MA nach LU nur für E-Scooter sinnvoller. Die Güterseilbahn kann ich nicht beurteilen, wobei die ja auch von der BASF angesprochen wurde. Vielleicht hilft das zumindest ein wenig, vor allem da die ja eigentlich schnell umgesetzt werden könnte. Das einzige was am Ende hilft, ist und bleibt der Ausbau des ÖPNV, Park and Ride Anlagen und in den Städten vielleicht noch der Ausbau der Fahrradinfrastruktur.
    All das kostet aber Zeit, die man nun nicht mehr hat. Man muss sich also wohl oder übel auf Chaos-Jahre einstellen, die nur für Frust sorgen werden.


    Ich hoffe einfach, dass irgendwann mal die Politik kapiert, dass man erst Alternativen schaffen muss, bevor man den Leuten die bestehende Möglichkeit wegnimmt. Andersherum führt es nur zu Politikverdrossenheit und zu einer gewissen Radikalität, wodurch man sich dann jegliche zukünftigen Lösungen/Kompromisse verbaut.

    Ich muss sagen die braunen Streifen beim No.1 stören mich doch ein bisschen. Es wäre wohl besser gewesen sie weg zulassen, wie es ja auch ursprünglich geplant war (http://deal-magazin.com/news/5…nheimer-Holiday-Inn-Hotel).
    Ich glaube der Eindruck der billigen Fassade, kommt gerade auch durch die braunen Streifen. Der Rest wirkt nämlich eigentlich stimmig und auch nicht allzu billig, auch wenn natürlich nur die kostengünstigsten Materialien zum Einsatz kamen. Der Rest hat auch alles eine erkennbare Funktion (bsp. die grauen Rolladenkästen). Die braunen Streifen haben aber leider nur einen Sinn, Kosten zu sparen und zwar auf äußerst billige und plumpe Art und Weise.


    Beim TRM wurden die ersten Fenster angebaut, ansonsten gibt es da nichts neues zu berichten.


    Die Fassade beim Quartier^4 ist zwar aus der Nähe wesentlicher besser als aus der Ferne, aber überzeugt bin ich noch nicht. Massiv wirkt sie aus beiden Perspektiven und ich glaube sie würde mir besser gefallen, wenn sie mehr wie die, beim Lautenschlager-Areal Projekt in Stuttgart wäre (https://www.deutsches-architek…thread.php?t=10339&page=7).


    Mein Hoffnungsträger, die beste architektonische Qualität abzuliefern, ist das Projekt Quartier^4 leider nicht mehr. Wenn der Turm auf Baufeld 1 mit hochwertigen Materialien so gebaut wird, wie auf der letzten Visualisierung hier im Forum zu sehen war, ist er auf jeden Fall mein Favorit, auch wenn dicht gefolgt vom Quartier^4.


    Ach ja, es wurde auch ein bisschen Pflaster verlegt. Scheinbar testet man gerade welches Material für den Platz zwischen Viktoriaturm und No.1 am besten ist.

    Bitte entschuldigt zu Beginn, die unglaublich schlechte Bildqualität, aber da sich in letzter Zeit relativ viel getan hat, dachte ich stell ich sie trotzdem mal rein.


    Das No.1 ist von außen zum größten Teil fertig. Ich muss sagen das es mir eigentlich relativ gut gefällt, vielleicht ändert sich das aber in nächster Zeit, da die jetzige "Freude" daherkommt, dass es meine niedrigen Erwartungen zumindest übertroffen hat. Um final zu entscheiden, ob ich es ertragbar oder grottig finde, muss ich es mir aber erst mal von Nahem anschauen und vor allem bei nicht ganz so schönem Wetter.



    Beim technischen Rathaus haben sie scheinbar die kompliziert gestalteten Stockwerke jetzt fertig gebaut, da es im letzten Monat zügig voranging. Gerade ist man bei Stockwerk 4 und 5.



    Ein mulmiges Gefühl habe ich bei Quartier^4. Die Fassade wirkt unglaublich schwer, da die "Fassadenknicke" zu den Fenstern hin, zumindest heute und aus der Perspektive nicht wirklich erkennbar waren.



    (Quelle: https://sacker.de/index.php?re…_quartier_hoch_vier_2.jpg)


    Das geht noch beim Sockelbau, aber ich habe die Befürchtung das diese Fassade den Turm noch plumper wirken lässt, als er sowieso schon ist. Er hat 1,5 Stockwerke weniger als der No.1 und bräuchte eine, ja wie soll ich schreiben, leichtere Fassade, die den Turm akzentuiert und ihn versucht, höher zu machen, als er eigentlich ist. Das No.1 schafft das immerhin ein bisschen, da oben die weiße Umrandung 2,5 Stockwerke umfasst, anstatt wie unten zwei.
    Aber auch hier, muss ich mir die Fassade mal aus der Nähe anschauen und vielleicht wirkt es am Ende besser als jetzt in meiner Vorstellung.



    Da stellt sich mir die Frage, ob ein OB Kuhn mal etwas von einem Hub gehört hat


    Ich bin bei weitem kein Freund von Fritz Kuhn und den Grünen, aber hier muss ich mal dazwischen grätschen. Das Hub Konzept fordert nicht zwingend, dass man zum Hub das Flugzeug nehmen muss. Gerade nach Frankfurt gibt es eine ausgesprochen gute Zug Verbindung von Stuttgart aus.


    Wir müssen etwas gegen den Klimawandel machen und ja, man verhindert ihn nicht dadurch, dass man Heizpilze verbietet, keine Wohnungen mehr in Stuttgart baut oder das man gegen jedes Infrastrukturprojekt ist, aber nur weil man Fritz Kuhn nicht mag, muss nicht jeder seiner Gedenkanstöße automatisch schlecht sein.

    Ich bezweifle das hier mit Neubauten oder einer sicher wünschenswerten Sanierung des Herschelbades alleine noch irgendwas zu retten ist, da muss ein ganz anderer Hebel angesetzt werden und das kann die Stadt sicher nicht.


    Naja, durch Aufwertungen und Neubauten steigen über kurz oder lang die Preise und ein Teil der Bewohner kann sich es einfach nicht mehr leisten dort zu wohnen. Die kommen dann zu dir rüber nach LU. Mir ist klar, dass die östliche Unterstadt nicht Kreuzberg ist und damit in 5 Jahren durch gentrifiziert ist, was ja auch nicht wünschenswert ist, sondern dieser Prozess Jahrzehnte benötigt und am Ende im besten Fall ein Gebiet entsteht, mit einer besseren Sozialstruktur und Durchmischung als heute.
    Mannheim hat ja zumindest schon Erfahrungen im Jungbusch sammeln können, wie man so etwas am besten angeht und wie Fehler vermieden werden können.


    der nächste Crash kommt und glaubt man den Prophezeiungen einiger Top Ökonomen [...] wird das Erwachen dann jenseits deiner Vorstellung liegen


    Deine dunklen Zukunftsaussichten teile ich aber weniger. Achtung Phrase: Fragt man 5 Ökonomen, bekommt man 7 unterschiedliche Antworten. Irgendwann wird die Rezession kommen, aber wie hart und welche Auswirkungen sie haben wird, liest man am besten aus dem Kaffeesatz. Wir sind hier ja aber kein Wirtschaftsforum, sondern ein Architekturforum und damit spare ich mir weitere Ausführungen.

    Da muss ich dir vollkommen recht geben. Das schaut richtig gut aus und entfernt gleichzeitig einen der größten Schandflecke an der Breiten Straße. Gerade die Rundungen sind mal was neues in diesem Bereich und ich hoffe das die Natursteinfassade die laut Artikel angebracht wird, gut zur Geltung kommen wird. Mit dem neu gestalteten Einkaufshaus in K1, das zwar eine Verbesserung gegenüber dem Vorzustand ist, aber trotzdem unglaublich billig rüberkommt, könnte das einen Impuls in den Bereich bringen und die Entwicklungen in der Breiten Straße möglichst umkehren oder zumindest stabilisieren (wobei ersteres sehr unwahrscheinlich ist).


    In der östliche Unterstadt wurden in den letzten Jahren viele Projekte realisiert, wie zum Beispiel Q6 Q7, R4, R7 9, R3 15. Zudem sind viele Projekte in diesem Teil der Innenstadt in Bau oder Planung, wie T4 T5, T6 16, S3 6, Q2 6 und jetzt auch T5 1. Wenn jetzt auch noch die Stadt Geld in das Gebiet pumpen würde, durch zum Beispiel die Sanierung des Herschelbads oder durch die Aufwertung des Straßenraums, glaube ich wäre es möglich diesen Bereich, der im Moment nett gesagt eine Schmuddelecke ist, so zu entwickeln, dass aus der östlichen Unterstadt ein "Vorzeige"wohnbereich wird.
    Diese Ausage ist natürlich sehr hoffnungsgeladen, aber wie sagt man so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt ;).


    Bzgl. Hotelentwicklung in Mannheim:
    Was man erwähnen muss, ist dass es über Jahre ein Hotelbettendefizit in Mannheim gab. Zudem stiegen auch die Übernachtungszahlen in den letzten Jahren stark an. Trotz alldem ist die momentane Entwicklung in diesem Bereich auf jeden Fall dramatisch. Der Druck auf kleinere Inhabergeführte Hotels wächst mit jedem Hotel und wir können davon ausgehen das in den nächsten Jahren sicher das ein oder andere schließen wird. Ganz kritisch wird es, wenn die Wirtschaft kippt. Mannheim ist keine Touristenhochburg und damit abhängig von Geschäftsreisenden. Die kommen aber in Rezessionen nicht mehr so häufig.
    Die Stadt kann der Entwicklung zwar nur schwer einen Riegel davorsetzten, aber weitere Hotels sollten nach Möglichkeit verhindert werden (was ja auch schon geschieht - im Planungswettbewerb für das alte TRM sind Hotelpläne verboten).
    In einem positiven Szenario (positive Wirtschaftsentwicklung und gelungene Stärkung des Tourismuses, durch Marketing und BUGA 2023) wird der Markt die Hotels, die im Moment geplant sind verkraften.
    Das negative will ich mir aber nicht wirklich ausmalen.

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    Ein halböffentlicher Platz ist ein Platz, den die Allgemeinheit betreten kann, der aber nicht im Besitz der Allgemeinheit ist. Anders gesagt, jeder darf den betreten, aber er wird nicht von der Stadt gepflegt, sondern von D&S oder dem jeweiligen Besitzer.