Flughafen Leipzig-Halle

  • Wenn die Vielzahl der Meldungen zum Flughafen heute durch neue Investitionen bei DHL ergänzt wird, scheint die Entwicklung aktuelle sehr dynamisch zu sein. DHL will nämlich das Drehkreuz um fünf Airbus A330-200 ergänzen (Freie Presse). Achtung Milchmädenrechnung: Wenn die bisherigen 31 Frachtflieger 5700 Menschen Beschäftigung bieten, könnte das bis zu 900 neue Arbeitsplätze bedeuten (± 900 :lach:). Für das nächste Jahr wird auch noch der Neubau eines Flugsimulatorenzentrums für 25 Millionen Euro angekündigt.

  • die 5 A330 ersetzen die Boeing 767, welche heute die Strecke JFK-LEJ-BAH fliegt, die 767 ist entweder britisch oder arabisch registriert.


    weitere A330, die in Dresden zu Frachtern umgebaut werden, gehen ans Drehkreuz HongKong und setzen dort A300er frei, die nach Leipzig umgesetzt werden. Diese A300er sind neuerer Baujahre als einige andere, die hier fliegen.

  • Der Flughafen Leipzig-Halle hat angekündigt, dass die Infrastruktur für 200 Millionen Euro ausgebaut werden soll. Neben weiteren Rollwegen sollen Flächen für bis zu 36 weitere Flugzeuge gebaut werden. Grund für die Ausbauarbeiten sei, dass DHL für die nächsten 15 Jahre mit einer Verdopplung des Paketaufkommens rechne.

  • Jahresabschluss 2018


    Pax.-Gesamt: 2.571.119 (+8,7%/+205.978)
    Innerdeutsch: 708.527 (-7,3%/-56.197)
    International: 1.848.170 (+21,6%/+263.282)
    Luftfracht: 1.221.428,5t (+7,3%/+82.949)


    angesichts der Umbrüche im Markt des Luftverkehrs (Air Berlin, Eurowings-Probleme...) sind das ganz respektable Werte.

  • ^ In der Tat respektabel, hat man es abgesehen vom Rekordjahr 2007, in dem allerdings auch fast eine halbe Millionen amerikanische Soldaten in die Statistik eingingen, doch zum ersten Mal über die Zweieinhalbmillionen-Marke geschafft. Angesichts der sonstigen Stagnation seit mehr als zwei Jahrzehnten (1995 durchbrach man erstmals die Zweimillionen - Marke) ist das wirklich sehr erfreulich. Bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung auch weiter positiv bleibt, dafür wird auf Dauer der Urlauberverkehr aber nicht reichen, sondern es muss auch in Sachen Drehkreuzanbindungen nachgereicht werden.

  • Neben den bisherigen Planungen soll es wohl nun ein weiteres neues Bürogebäude am Flughafen entstehen. Diesmal aber im direkten Verhältnis zum Vorfeld, da es im EG des Gebäudes eine Terminal-Funktion geben soll. Eine Quelle dazu habe ich nicht.

  • Wie die LVZ berichtet, wird es im Bebauungsplan des Flughafens noch einige Neuerungen geben.



    Zunächst wird am südlichen Ende des Flughafens und im Umfeld von DHL ein neues Bürogebäude Ensemble geben. Dabei sind vier Gebäude mit bis zu 1.000 möglichen Stellen geplant. Die Ausführung (und Verkauf) wird die Leipziger Stadtbau AG übernehmen. Dort sollen vor allem Verwaltungsstellen von DHL unterkommen. Im Süden sollen außerdem das Vorfeld um mehr als 50% erweitert sowie ein neue Container-Terminal errichtet werden.


    Im nördlichen bzw. zentralen Flughafenbereich werden die Flächen für Gewerbe zugeschnitten und geplant. Neben dem geplanten Bürokomplex kommen weitere Flächen in Betracht. Außerdem soll ein Hangar für private Flugzeuge entstehen. Evtl. hilft ja die gegenwärtige stärker steigende Nachfrage nach Gewerbeimmobilien in Leipzig, das Flughafengebiet stärker zu urbanisieren und weniger nach einer Prärie aussehen zu lassen. Aber wie gesagt, der Flughafen wäre gut beraten einen Masterplan erstellen lassen.

  • Panattoni Europe errichtet Logistikzentrum im AirportPark

    Panattoni Europe, der führende Projektentwickler für Industrie- und Logistikimmobilien in Europa, wird bis Anfang 2021 auf einem Grundstück von ca. 114.510 m2 Größe im AirportPark Leipzig-Halle ein Logistikzentrum mit Namen Panattoni Park Leipzig Airport mit insgesamt 51.000 m2 Hallenfläche, ca. 2.000 m2 Büroflächen sowie ca. 3.400 m2 Mezzanine-Flächen errichten.


    © Panattoni Europe

  • die ersten beiden Boeing-737 Jets der im Nordbereich ansässigen CargoLogicGermany haben inzwischen auch ihre deutschen Nummern erhalten (D-ACLG und D-ACLO), mit Zulassung dieser neuen Airline entsteht ja Frachtaufkommen auf der Nordseite.

  • 'Cargo City Nord'



    Explizit soll es sich dabei um dieses Gebiet handeln. Dort sind neben einer Vorfelderweiterung und Gewerbeflächen auch Bürogebäude geplant. Diese sollen wohl zwischen der Autobahn und der gegenwärtigen Halle und dem Tower entstehen. Laut dem Flughafen sind die Interessen an Büroflächen so groß, dass man diese auch bedienen muss. Die schon vorgestellten Pläne haben also schon erste Interessenten gefunden.



    Wie schon vor einigen Wochen geschrieben, baut die Stadtbau AG für DHL einen Bürokomplex direkt hinter deren Vorfeld im Süden des Flughafens. Während es laut Zeitung mit diesem Projekt noch 2019 losgehen soll.



    Alles in allem schon beachtlich, was am Flughafen in den nächsten Jahren passiert und ein kleiner Ausblick, wie dieser sich bis 2030 verändern könnte. Auch zeigt es die weiterhin nicht mindernde Entwicklung des hiesigen Wirtschaftsstandort in und um Leipzig.

  • Anscheinend wären damit (LVZ) die erstem Mieter der neuen "Cargo City Nord" schon im Anflug.


    Laut des Berichts, haben der Flughafen und die hier schon ansässige Volga-Dnepr Airlines eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Engagement in Form von Fracht-Flugverbindungen soll schrittweise angepasst und verdoppelt werden. Dazu würden nach jetzigem Stand bis zu 500 Stellen direkt am Flughafen geschaffen.

  • die Mitteilung gibt das derzeitige ABC-Angebot nur teilweise wieder. Es gibt zwar (fast) tägliche Moskau-Leipzig - Flüge, diese gehen jedoch nur selten zurück nach Moskau sondern weiter nach Frankfurt, Mailand Malpensa, Zaragoza, Amsterdam oder anderswo. Außerden gibt es mehrere (fast) tägliche Flüge aus Krasnojarsk welche ebenfalls weiter geroutet werden.

  • Die neue Leipziger Airline CargoLogicGermany hat gestern einen Übungsflug nach Dresden absolviert. Ab Juli soll es wohl mit dem planmäßigen Expressgut-Verbindungen innert Europa losgehen. Bin ja gespannt, welche Ziele da auftauchen.

  • Mittlerweile ist es mehr oder minder bestätigt. Das neue "Bundesamt für Cybersicherheit" soll am Flughafen gebaut werden. Bis 2022 könnte die Behörde entstehen. Bis dahin wird es ein Interim in Halle geben.



    Um den Sitz war zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt gerungen worden. In sächsischen Regierungskreisen wird unterdessen davon gesprochen, dass man den Standort am Flughafen bewusst gewählt hat. Dort stellt man sich vor, nach dem Vorbild des 'Lab-Campus' in München, einen größeren Forschungsstandort zu entwickeln. Platz wäre da und ein Bebauungskonzept für die Flächen sicher planbar.


    Dennoch fällt es einem bei den immer noch von Kürzungen der Staatsregierung betroffenen Universität Leipzig, eher schwer einen Ansatz zu sehen. Was sicher auch im Kontext der fehlenden Umwandlung der HTWK in eine TU/TH zu sehen ist. Aber anderes Thema...




    Edit: mittlerweile wurde die "Agentur für Innovation in der Cybersicherheit" schon unterzeichnet. hier und hier

  • ^ Natürlich ist es schön, dass die Agentur mit ihren 100 neuen Arbeitsplätzen hier in die Gegend kommt, aber wie ich an anderer Stelle schon schrieb, habe ich Bedenken bezüglich des Anwerbens der benötigten Spezialisten. IT funktioniert deutlich anders als öffentlicher Dienst, auch die MA-Akquise. Selbst mittelgradige Spezialistenpositionen müssen nicht selten mit Hilfe von Headhuntern besetzt werden. Weder diese noch die entsprechenden Spezialisten sind günstig, falls denn überhaupt anzulocken. Leipzig oder Halle wäre zu diesem Zweck meiner Ansicht nach besser geeignet gewesen als die Mitte dazwischen. Wir werden sehen...
    Ich bin auf die Architektur gespannt, um nochmal den Bogen zum eigentlichen Thema zu schlagen. Am alten Postbahnhof oder auf dem Swiderski-Areal hätte ich mir die Agentur aber auch gut vorstellen können.

  • ^ da hast du bzgl der Besetzung der Stellen schon recht. Aber es scheint sich bei der neuen Einrichtung wohl um ein semi-militärisches Institut zu handeln mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Dazu braucht es schon auch Platz und den findet man selbst in Leipzig nicht mehr so gut. Also ob ich so eine Institution am Stadtrand von Leipzig etabliere oder am Flughafen, spielt dann gar keine so große Rolle. Eher ist der Flughafen bestens angeschlossen und bietet eine gute Infrastruktur. Ich erinnere dabei auch an die unzähligen Bundesämter zwischen Köln und Bonn oder eben München-Pullach mit dem BND.



    Architektonisch wäre hier - wie von mir schon einige Male geschrieben - eher eine Integration in einem größeren "Gesamtentwicklungsplan Flughafen" nötig. Auch weil man eben nach dem Vorbild vom 'Lab-Campus' in München arbeiten und sich als neuer Bürostandort etablieren will. Dazu muss der Flughafen aber mal "in die Hufe kommen".