Hamburger Hafen [Ausbauprojekte und Planungen]

  • Für mich stellt sich dann vor allem die Frage nach dem "wo"?

    ^^ Direkt neben der bisherigen Bruecke.


    Es wird nicht mehr lange dauern bis wir die ersten Renderings sehen. Die Bruecke wird sich wunderbar in das Hamburger Panorama einfuegen.

    Einmal editiert, zuletzt von Midas ()

  • Direkt neben (östlich) der aktuellen laut Planungen.

    Östlich wird wohl nicht gehen, nördlich oder südlich ist die Frage. Da sie fast 20m höher werden soll, wird sie mehr "Anlauf" nehmen müssen.

    Ich würde auf nördlich tippen.

  • Ich finde EINE Koehlbrandbruecke ist ein Wahrzeichen und ein Stueck Hamburger Identitaet, aber nicht unbedingt DIE Koehlbrandbruecke.

    Selbstverständlich. So hatte ich es auch nicht gemeint. Natürlich kann eine größere Köhlbrandbrücke eine noch größere und bessere Rolle spielen.

  • Ich bin auch froh, dass wieder eine neue Köhlbrandbrücke entstehen soll, die sich an dem Design der Heutigen orientiert, sie ist immerhin ein nich zu unterstützendes Stück Hamburger Identität.

    Was sich mir nicht ganz erschließt ist, warum es diese Querung denn überhaupt braucht. Mit dem Bau der A26-Ost entsteht doch eine weitere Süderelbbrücke. Hätte man diese nicht ggf. größer dimmensionieren können, bevor sich der Bund als Eigentümer zwei Brücken leistet?

  • ... mit dem Bau der A26-Ost entsteht doch eine weitere Süderelbbrücke. Hätte man diese nicht ggf. größer dimmensionieren können, bevor sich der Bund als Eigentümer zwei Brücken leistet?

    Ich halte die Köhlbrand-Querverbindung für wichtiger, da sie, mit Ausnahme von Altenwerder, alle aktiven Teile des Hafengebietes miteinander verbindet. Die A26 Ost kann diese Funktion nicht übernehmen, sie verläuft deutlich südlich am Hafen vorbei.


    Ich stelle mir daher eher die Frage nach der Sinnhaftigkeit der A26.

    Einmal editiert, zuletzt von HelgeK ()

  • Was sich mir nicht ganz erschließt ist, warum es diese Querung denn überhaupt braucht. Mit dem Bau der A26-Ost entsteht doch eine weitere Süderelbbrücke.

    Warum braucht der größte Hafen der größten Europäischen Exportnation in einer zwei-Millionen Einwohner Stadt mehr als nur eine Ost-West-Querung? Die Frage ist nicht warum es zwei Querungen braucht, sonder warum es die dringend notwendige zweite Querung nicht schon seit mindestens den 90er Jahren gibt!

  • Seit den 80er Jahren ist der Bau der A26-Ost in jedem Koalitionsvertrag festgeschrieben. Bis zur letzten Woche wurde die A26-Ost mangels Planfestellungsbeschluss von keinem Gericht be- oder verhindert. Das zeigt also irgendwie dann doch, dass man da entweder durchgeschlafen hat und einfach nichts gemacht hat oder einen unfassbaren Planungsdillettantismus. An finanziellen Bewilligungen kann es nicht gelegen haben, denn sie war in jedem Bundesverkehrswegeplan.

    Da es ja keinen nördlichen Autobahnring gibt, muss der gesamte Fernverkehr durch die Stadt vom Horner Kreisel oder Billstedt an der A1 nach Volkpark oder Bahrenfeld. Das nennt der BUND und Naturschutzbund ökologisch und bejammert da jetzt eine kurze Strecke, die überwiegend Industriebrachland ist. Hoffentlich können die akutell beschlossenen Klageeinschränkungen hier ein zeitnahen Baubeginn ermöglichen.

  • An finanziellen Bewilligungen kann es nicht gelegen haben, denn sie war in jedem Bundesverkehrswegeplan.

    Dass ein Projekt im Bundesverkehrswegewuenschdirwasplan unter 'Bedarf' oder gar 'vordringlicher Bedarf' auftaucht, heisst noch LANGE nicht, dass es auch nur ansatzweise durchfinanziert ist.

  • Sicher. Aber es ist eben auch kein Grund die Planungen in die Länge zu ziehen oder gar nicht zu beginnen. Eine Förderung war immer zu erwarten.

  • Hamburg ist europaweit Vorreiter bei der Landstromversorgung. Nach der bereits seit einigen Jahren erfolgreichen Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen wird die Technologie nun auch für Frachtschiffe zum Einsatz kommen. Der Hamburger Hafen ist damit der erste Hafen in Europa, der Landstrom sowohl für Container- als auch Kreuzfahrtschiffe anbietet.


    Pressemeldung der Wirtschaftsbehörde: https://www.hamburg.de/pressea…hiffe-im-hamburger-hafen/


    Als erstes Schiff hat die CMA CGM VASCO DA GAMA Landstrom am Liegeplatz 7 des Eurogate Terminals bekommen.


    landstrom-eurogate-3.jpg

    Bild: HPA / Andreas Schmidt Wiethoff


    Offenbar befindet sich die schiffsseitige Annahmestation für den Landstrom schlicht in einem speziellen 40-Fuss Container.


    TV Bericht: https://www.ndr.de/nachrichten…ekommen,landstrom266.html

  • Der Hamburger Hafen verliert leider immer weiter an Bedeutung (nichts Neues). Auch der Chef der Reederei Maersk äußert sich hierzu.


    Die Stimmen häufen sich. Hamburg sei zu langsam, zu kostenintensiv, zu träge und nicht innovativ genug.


    Vielleicht sehen wir ja eines Tages eine Verschiebung des Container Umschlags, von Containern hin zu Wohnungen/Kreuzfahrt


    Hamburg wird nicht weiter an diesem Hafen festhalten können


    https://www.n-tv.de/wirtschaft…fens-article24943783.html

  • Die Aussagen von Vincet Clerc sind ohne Kontext wertlos, und richten sich an Medien und Leser die nicht wissen, dass Maersk ein strakes Eigeninteresse daran hat Hamburg schlecht und andere Häfen gut darzustellen.


    Maersk ist über seine Schwesterfirma APMT stark in Rotterdam und Bremerhaven beteiligt - in Hamburg wollten sie mal unbedingt Anteilseigner werden, sind aber beim Senat abgeblitzt. Seitdem reden sie Hamburg schlecht - erst recht seit ihr Erzrivale MSC einen Vetrag mit der Stadt unterzeichnet hat, um 49% der HHLA zu übernehmen und das Unternehmen zu de-listen.


    Das angeblich so tolle Bremerhaven hat übrigens aktuell sehr bescheidene Zahlen, einen milliardenschweren Sanierungsstau, und die Terminals dort sind nach den meisten objektiv messbaren Kriterien schlechter als die in Hamburg (Automatisierungsgrad, Bahnanschluss, 3PL Logistik-Integration).


    Vielleicht ist Vincent Clerc auch einfach etwas dünnhäutig weil seine Reederei mach einer langen Serie von unvorteilhaften Entscheidungen entgegen den meisten Konkurrenten im Q4 operativ in die Roten Zahlen gerutscht ist und zudem (nach Jahrzehnten an der Spitze) jüngst zur Nummer zwei abgestiegen ist und absehbar bald zur Nummer drei durchgereicht wird.


    Das Maersk Charter-Schiff das in Baltimore neulich die Brücke umgefahren hat war ausserdem auch kein Anlaß für gute Presse.


    Solche schrillen unprofessionellen Töne wie man sie zuletzt von Maersk und auch von Hapag-Lloyd gehört hat, sorgen in der Investment Community eher für Fremdschämen und Augenrollen. Immerhin haben sich da ja zwei gefunden: ab 2025 wollen Maersk und Hapag-Lloyd kooperieren...


    Einzig, dass Hamburg eher teuer ist stimmt. Gute Gehälter und mäßige Produktivität der Hafenarbeiter sind ein Problem, dem man durch weitere Automatisierung entgegen wirken sollte.

  • Midas

    Moin, ich kann die Argumentation von Herrn Clerc verstehen und stehe 100% hinter ihm.

    Da ich ebenfalls in der Schifffahrt und Logistik arbeite kann ich sagen, dass der Hamburger Hafen in vielen Bereichen im Vergleich zu Rotterdam sehr langsam arbeitet und im Vergleich zu Rotterdam zu teuer ist.

    Wenn ich sehe, dass der Zoll in Hamburg für einen TEU manchmal 7 Tag benötigt, um die Zollfreigabe zu erledigen, bekomme ich Wut über die Behörde in Hamburg und in Deutschland.

    In HH hat man häufig nur 3 Tage Storagefretime incl. Löschtag. Anschließend fallen im Schnitt 40 Euro pro Tag per TEU an. Dann kann jeder mal ausrechnen was da an Mehrkosten zu Lasten der Ware, bzw. auf dem Endverbraucher am Ende zukommen. Das ist nur 1 Beispiel von mehreren. Dann sind auch die THC Kosten immer bei jedem Carrier in HH höher als in RTM.

    In RTM wird derzeit auch ein ganz neues Industriecluster entwickelt im Bezug auf Wasserstoff, Windkraft, Chemie das alles macht die Industrie und auch die Logistik deutlich attraktiver in Rotterdam als in HH.

    Rotterdam ist dagegen ein Traum für neue Projekte für Recycling und Schwerindustrie.

    Ich als Hamburger finde es zwar auch sehr traurig, wie kaputt der Hafen gespart wurde. Für mich ist Hamburg nur noch ein Museum- und Eventhafen für Touristen und Oldies. Aber Innovation für Neuansiedlungen von neuer Industrie ein desaster. Die Bürger und die Politik hat aus meiner Sicht versagt und somit sehe ich es richtig, wenn Reeder Hamburg den Rücken kehren, wie z.B. Hapag mit der Gemini Allianz.

    Ob man jetzt Wohnungen bauen sollte, halte ebenfalls für falsch.

    Man müsste ein ganz neues Konzept für Recycling, Rohstoffe und Chemie entwickeln und dafür die Locoquote stabil halten, damit vielleicht nur 4 Mio. TEU pro Jahr umgeschlagen werden können.

    Viele Grüße

  • ... und somit sehe ich es richtig, wenn Reeder Hamburg den Rücken kehren, wie z.B. Hapag mit der Gemini Allianz.

    Ist das das selbe Hapag-Lloyd, das kürzlich sein komplettes Nordeuropa - Nordamerika Portfolio von Bremerhaven nach Hamburg verlegt hat?


    Und ist das das selbe Hamburg das Hapag-Lloyd bis 2023 noch so toll fand, dass man etliche Versuche unternommen hat um einen Mehrheitsanteil am größten Hamburger Terminalbetreiber zu erwerben, und dass man nun ganz furchtbar findet seit man nicht zum Zuge kam, sondern MSC?


    Und was denken sich bloß die großen Reedereien, die sich in Hamburg eingekauft haben? MSC und COSCO. Und kommt dieses Jahr vielleicht noch der nächste? Also machen die alles falsch?


    Vielleicht ist das Bild nicht so schwarz-weiß und vielleicht merkt der eine oder andere, dass da auch versucht wird Stimmung für die Häfen zu machen in denen Maersk investiert ist, und gegen die wo die Konkurrenz investiert ist. Maersk läuft übrigens grade in Mannschaftsstärke durch Berlin um bei der Politik Lobbyarbeit für eine milliardenschwere Übernahme in Deutschland zu machen. Nur schlecht kann's hier also alles nicht sein.

  • Moin, ich kann die Argumentation von Herrn Clerc verstehen und stehe 100% hinter ihm.

    Da ich ebenfalls in der Schifffahrt und Logistik arbeite kann ich sagen...

    Wie erwartet: Kopenhagen fällt durch überwiegend unsachliches Anti-Hamburg-Gequängel peinlich auf. Der deutlich agilere Erzrivale aus Genf schweigt derweil elegant und läßt als Antwort auf Vincent Clerc einfach Taten sprechen statt leerer Worte:


    https://www.msc.com/en/newsroo…rade-asia-to-north-europe


    So geht Business!


    Zitat:


    As part of our continuous efforts to satisfy market demand and offer competitive services between Asia and the North Europe and Scan Baltic regions, MSC is revising the rotation of its Swan service. The rotation will now include the Port of Hamburg...


    Zitatende.


    Mal sehen ob Vincent noch mehr als ein Jahr überlebt als CEO...