Beiträge von HelgeK

    Ein denkbarer Ausfädelungspunkt für die S32 wäre der Standort des geplanten S-Bahnhofes Ottensen. Mir ist klar, das der Drops gelutscht ist, denn die Aufträge für den Bau des in dieser Form IMHO weitgehend sinnfreien Bahnhofes sind bereits vergeben.


    Die Bewohner des nördlichen Ottensens werden künftig sage und schreibe 5 (!) S-Bahnhöfe im 1200m-Umkreis zur Wahl haben (Bahrenfeld, Diebsteich, Ottensen, Altona, und den "Bahnhof Nr 1" der S32), während die Luruper trotz 2er neuer Bahnlinien in den Hamburger Westen weiterhin mit dem Bus nach Altona zockeln werden.

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    Die skizzierte S-Bahn Streckenführung von Westen kommend sowohl an Altona als auch Diebsteich vorbei Richtung Holstenstraße wäre ein Schildbürgerstreich.


    Für den Hamburger Westen ist Altona als Zentrum fast so wichtig wie die Innenstadt.

    Klinker at it's best! Fast schon 20er-Jahre Niveau, soweit sehr erfreulich.


    Leider kann der die hochwertige Fassade die architektonisch-gestalterischen Mängel nicht kompensieren.

    Ich finde die Formgebung der Promenade gelungen. Die Beleuchtung ist IMHO sogar richtig schön.


    Weniger erfeulich ist die Auswahl des düstergrauen Natursteines, mit dem die vertikalen Flächen zur Straße, zum Hafen hin und das Restaurant verkleidet wurden - wirkt arg trist. Warum hat man blos keinen roten Klinker genommen?!

    Welche Wege sollte sich der Verkehr denn suchen? Denn Stau auf A1 und A7 noch ein paar Kilometer länger machen?


    Überörtlicher Durchgangsverkehr hat nichts, aber auch rein gar nichts im Stadtzentrum zu suchen. Eine Antwort könnte die Hafenquerspange sein.


    Letztlich wird es mir aber auch zusehends egal. Warum muss sich das städtische Leben dem Autoverkehr unterordnen? Warum muß ich als Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV-Nutzer es akzeptieren, dass die häßlichen Stinkekisten 80% des öffentlichen Raumes für sich beanspruchen und nebenbei noch meinen Kindern mit ihren Abgasen die Zukunft rauben?


    Es gibt auch heute schon für die allermeisten Menschen und die allermeisten zurückgelegten Strecken Alternativen. ÖPNV, Fahrräder, E-Bikes. Menschen mit Einschränkungen, die zwingend auf das Auto angewiesen sind, würden sich auch über weniger Verkehr freuen. Und Wetter ist schon gar kein Argument. Für den Preis von 3-4 Tankfüllungen kann man sich für das komplette Jahr mit wettertauglicher Kleidung ausstatten.

    Endlich.


    Die Häuser sind bzw. waren städtebaulich und architektonisch einfach ein Fehlgriff. Auch auf der ruhigen Johanniswall-Seite und in der Passage war die Aufenthaltsqualität für Fussgänger gleich Null. Bezeichnend fand ich, wie das kleine Italienisch Restaurant sich von der hässlichen Außenwelt abgeschottet hatte, damit die Kunden sich wohl fühlen. Dabei war die Erdgeschosszone ja noch das beste, was dieses Gebäude zu bieten hatte - die einzigen Räume mit akzeptabler Raumhöhe. Waren diejenigen, die den Abriss bedauern, jemals in einem der Normalgeschosse drin? Unfassbar niedrige Deckenhöhen, wie in einem Fischerhäuschen aus dem 18. Jahrhundert - nur ohne jede heimelige Anmutung, da Raumhöhe und Raumgrößen nicht zueinander passten.


    Dass der Neubau als Backstein-Remake der 20er daherkommt, wird der Ecke sehr gut tun und den Hamburgern ein Stück Innenstadt zurückgeben. Schade finde ich nur, dass die geplante Gebäudehöhe reduziert wurde wegen irgendwelcher Sichtbeziehungen, die es im wirklichen Leben weder gibt noch geben wird (es sei denn, man ist mit einer Drohne unterwegs). In den 20ern selbst hatte man keine Angst vor Höhe, sondern wusste gekonnt mit viel Gefühl vor Proportionen großartige urbane Ensembles zu schaffen. Mit dem Sichtachsen-Argument wurde - nicht weit entfernt - schon die städtebauliche Wirkung des Quartiers an der Katharinenkirche ruiniert.

    Zur Endphase 5000 Beschäftigte

    - das ist grob unglaubwürdig. Bei 5000 Beschäftigten gleichzeitig würden sich die Leute gegenseitig auf den Füßen stehen. Mutmaßlich ein Missverständnis (z.B. 5000 Menschen, die über die gesamte Bauzeit hinweg betrachtet irgendwann für das Vorhaben aktiv sind - könnte hinkommen).

    Wenn man das so sieht - können Architekten heute absolut nichts anderes mehr als Flachdachkisten mit niedrigen Deckenhöhen und bodentiefen Fenstern? Monofunktional auf Wohnen getrimmt, kein oder fast kein Platz für Werkstätten, kleine Einzelhandelsgeschäfte und Cafes im Erdgeschoss. Keine Blockränder und Hinterhöfe, die geschützte nachbarschaftliche Bereiche entstehen lassen. Kaum Fassadenschmuck.


    In Summe: Gruselig langweilig, nicht mit den Gründerzeitquartieren konkurrenzfähig

    Blos nicht überbrücken (und damit für die Ewigkeit "zementieren").


    Die Ost-West Straße ist eine katastrophale städtebauliche Fehlplanung gehört meiner Meinung nach schlicht beseitigt. Der überregionale Verkehr wird sich Wege um Hamburg herum suchen und die Stadt enorm entlasten, sobald es diese bequeme Durchgangsmöglichkeit nicht mehr gibt.


    Soweit möglich, sollte versucht werden, auf Basis der Vorkriegsgrundrisses der Stadt nach und nach den entstandenen Schaden zu reparieren.

    Mache ich mich hier unbeliebt, wenn ich uns Hamburgern die Tatsache vorwerfe, dass wir die Stadtbahn (größtenteils) nicht wollten?


    Wer sind die "Hamburger"?


    Als die Straßenbahn abgeschafft wurde, geschah dies nach meinem Empfinden ganz offensichtlich gegen den Willen der Mehrheit der Hamburger. Selbst der betreffende Bürgermeister, der Abschaffung wesentlich zu verantworten hat, war nach nach seinen eigenen Worten von Zweifeln geplagt - was leider micht zu einem Umdenken geführt hat.


    Und als die Straßenbahn nicht wieder eingeführt wurde, lag dies vor allem an einer Mehrheitspartei, die Angst vor Anwohnerprotesten längs der angedachten Trassen hatte. Die Hamburger an sich wurden nicht gefragt.

    Städtebaulich wäre das Scheitern des Projektes IMHO gut zu verkraften. Eine urban-dichte Bebauung wie westlich des Bahnhofes statt eine Solitärs auf der Grünen Wiese hätte durchaus Charme.


    Für Hamburg an sich wäre es aber schade - und wohl auch schädlich. Wer will in eine Stadt investieren, die je nach tagespolitischer Wetterlaune Investoren mal einlädt, und dann wieder in die Wüste schickt.

    Ganz ehrlich - ich verstehe Euch nicht.


    Was ist an Mehrzweckhallen eine Bereicherung? Fensterlose Monsterkisten mit Parkplatzwüste ringsherum - charmant wie ein fetter "real,-", aber zu 95% der Zeit leblos und ungenutzt. Derartige Funktionen werden üblicherweise zu Recht irgendwo in der Peripherie untergebracht.


    Das dank der Wasserflächen hohe städtebauliche Potential der Ecke wäre vertan. Nein, momentan sieht es dort nicht sehr einladend aus - das ließe sich aber mit ein bischen planerischer Phantasie und Sorgfalt bei der Entwicklung leicht ändern.

    Deartige Hallen pflegen optisch i. d. R. keine Bereicherung für ihr Umfeld zu sein. Es müsste zudem ja wohl eine erhebliche Wasserfläche verschwinden - die umgebenden Landflächen sind ja entweder bereits bebaut oder verplant. Die Wasserflächen sind dabei m. M. n. relevant für die künftige städtebauliche Qualität des Quartieres.


    Vielleicht sollte die Politik noch mal eine Nacht darüber schlafen.

    Ihr widersprecht Euch mit den beiden letzten Aussagen doch gar nicht.


    LevHAM hatte sinngemäß darauf hingewiesen, dass Berlin schon bei der Eröffnung zu klein sein wird und deshalb insgesamt kein Wachstumspotential bieten kann. Damit ist mit einer zusätzlichen Drehkreuzfunktion von Berlin über das hinaus, was wir in Summe heute bereits dort sehen, nicht zu rechnen.


    Einzelne Veränderungen schließt das ja nicht aus.

    Schön, dass der Entwurf urbaner Form ist. Schade, dass er sonst aber komplett glatt ist. Anscheinend gibt es nicht mal einen sich abgrenzenden Sockel. Nun kommt es wohl darauf an, wie das verbaute Material in echt wirkt. Wir werden sehen.


    Teile Deine Einschätzung weitgehend


    Für Ottensen passender gefunden hätte ich - unter Einbeziehung der alten Fassadenelemente - ein Mix aus Markthalle + Gastronomie a la Hobenköök.

    Möglicher Baubeginn in 2-3 Jahren


    Unter Berücksichtigung von Nebensächlichkeiten wie Planung, Baugenehmigung, Abwehr der absehbaren Klagen gegen das Projekt und Finanzierung wird es evtl. aber auch ein ganz klein bischen länger dauern.


    Der Transport lediglich ins "Umland", um dann auf LKW umzuladen, erscheint mir obendrein wenig sinnvoll. Auf Kurzstrecken kann das System seine eigentliche Stärke - extrem schnellen Transport mit sehr wenig Energieaufwand - nicht ausspielen, da überproportional viel Energie für's Beschleunigen und Abbremsen benötigt werden würde. Weiterhin kämen so 2 zusätzliche Ladevorgänge als Kostenfaktor ins Spiel, die sich umso weniger lohnen, je kürzer die zurückgelegte Strecke ist.