Beiträge von HelgeK

    Die Aussage von Herrn Kienscherf


    „Wichtig ist nur: Wir werden den Elbtower nicht zu Ende bauen und wir werden keine Steuergelder investieren.“ Die Stadt sei da in einer sehr guten Verhandlungsposition


    ist mindestens in sich logisch widersprüchlich, denn für Rückkkauf und Abriss - diese Option wird vom ihm ja ausdrücklich genannt - müsste die Stadt in Summe erhebliche Mittel aufbringen.


    Ehrlicher wäre es gewesen, es bei der Aussage zu belassen, dass ein Engagement der Stadt nicht geplant ist.


    Weiterhin vermag ich nicht zu erkennen, dass Hamburg sich in einer guten Verhandlungsposition befände. Tatsächlich hat die Stadt auf absehbare Zeit nichts in der Hand.

    Jetzt geht das immergleiche alte Lied auch hier in dem Thread schon wieder los! Man ist ja nirgends mehr sicher ;) Ich glaub' ich kauf' mir nen Prellbock und prell' mir einen...

    Ich verste nicht, Midas, wie man so offenkundige Fehlplanungen ignorieren kann.


    In den schienengebundenen ÖPNV im Hamburger Westen werden Unsummen investiert werden - und dennoch wird für einen erheblichen Anteil der Anwohner am Ende nur eine mittelmäßige Lösung stehen, und für viele sogar eine, die gegenüber dem IST-Zustand eine (- eigentlich leicht vermeidbare!) Verschlechterung mit sich bringt.


    Dass als verpasste Chance zu bezeichnen, wäre noch milde ausgdrückt.

    Na klar schielen alle auf das Baakenhöft für ein Theater, eine Oper, etc. Allerdings muss man sich schon die Frage stellen ob ein Ort der so sehr von seinem 'Genius Loci' lebt mit einer komplett nach Innen gerichteten Nutzung wirklich ideal inwertgesetzt wird.

    Es gäbe ja nun prominente Beispiele für Opernhäuser am Wasser, die nicht introvertiert daherkommen - zum Beispiel Oslo oder Sydney.


    Ich verstehe nur den Sinn einer Verlagerung nicht so ganz. Der derzeitige Standort ist ideal zentral gelegen, die Oper zeitlos schön und zweckmäßig. Ich bin nicht zwingend gegen einen Neubau. Mir fehlen nur 1 oder 2 wirklich überzeugende Argumente.


    Eine herausragende Architektur könnte eines sein.

    Erst dann stellt sich die Frage, was denn mit dem Straßenraum oberirdisch in Zukunft passiert, und das wird bestenfalls in etwa 25 Jahren sein, wenn man das leider übliche Tempo anlegt.

    Es war ein fundamentaler Fehler, die Straßenbahnen in Hamburg abzubauen ohne den Abbau direkt mit dem Aufbau entsprechender U-Bahnen zu verbinden. Nun haben wir mittlerweile seit fast 50 Jahren weder das eine noch das andere - ein Armutszeugnis für die Hamburger Politik.


    In München zum Beispiel ist man viel konsequenter vorgegangen. Es gibt (flüsterleise) Straßenbahnen, ein tolles U-Bahnnetz UND zudem auch noch 2 fast komplett ausgebaute Ringstraßen.

    HALB TOWER - Das Gelände ist a) planungsrechtlich (aus nachvollziehbaren Gründen) nicht für Wohnungsbau vorgesehen, und b) wäre die Kappung wenig sinnvoll, da der enorm aufändige und teure Tiefbau erfolgt ist, die "unattraktiven" Untergeschosse vollendet sind und nur noch fehlt, was den eigentlichen Wert des Bauwerks ausmacht - die Obergeschosse.

    Midas - wovon genau redest du?


    Dass die fehlende direkte Anbindung des gesamten Einzugsgebiets des Westarms der S1 von Ottensen bis Wedel an Diebsteich die Reisenden zum doppelten Umstieg zwingt, ist Fakt. Versetze dich doch bitte einmal in die Lage eines typischen Fernreisenden mit Gepäck, was das bedeutet. Bei einem Fernbahnhof geht es doch schließlich um Fernreisende. Die Anwohner im künftigen Einzugsgebiet der S6 werden gar auf Busse angewiesen sein, um Diebsteich zu erreichen.


    Ich gehe davon aus, dass die (große) Mehrheit dieser Fahrgäste künftig den Hauptbahnhof vorziehen wird.


    Dabei wären diese Probleme, wie bereits dargstellt, relativ einfach lösbar. Wenn man sie denn zur Kenntnis nehmen würde. Es wären keine Argumente gegen Diebsteich als Fernbahnhof an sich, wenn es Einsehen von Politik und Bahn gäbe, dass die derzeitige Planung an den Bedürfnissen eine Großteils der potentiellen Nutzer vorbeigeht.

    Lageplan: Der Standort ist (- so, wie derzeit geplant) aus Fahrgastperspektive leider weitgehend sinnfrei, da er die Gründe, überhaupt Altona als Bahnhof zu nutzen und nicht gleich den Hauptbahnhof, außer acht lässt.


    Wer aus Richtung Süden anreist und in den Hamburger Westen will, oder umgekehrt aus dem Hamburger Westen kommt und Richtung Süden will, wird künftig den Hauptbahnhof nutzen, um nicht 2mal umsteigen zu müssen. Für die Nordrichtung gilt prinzipiell dasselbe - für tatsächlich Fernreisende mit Gepäck dürfte es entscheidender sein, sich einen Umstieg zu sparen, als einige wenige Minuten Reisezeit. Vorteile bringt der Bahnhof nur für Bewohner eines eng begrenzten Gebietes im unmittelbaren Umfeld und knapp östlich davon.


    Die Luruper S-Bahn wird konsequenterweise gleich an Diebsteich "vorbeigeplant".


    Die genannten Nachteile des Standortes ließen sich weitgehend beheben, wenn eine neue "S11" aus Richtung Wedel/Blankenese unter Umgehung von Altona von Ottensen aus direkt nach Diebsteich fahren würde, dort einen Richtungswechsel vornehmen würde, um dann weiter Richtung HBF und Ohlsdorf zu fahren. Weiterhin bräuchte die Luruper S-Bahn zwingend einen Haltepunkt Diebsteich. Beides ist aber nicht vorgesehen, ja offenbar noch nicht einmal in der Diskussion.


    Was im Hamburger Westen bahntechnisch für Unsummen entsteht, ist ein zusammenhangloses Stückwerk.

    Der Postplatz kann ein Nukleus sein, von dem aus eine weitere Entwicklung/ Verdichtung des Umlandes stattfindet. Der Postplatz funktioniert theoretisch: Er ist belebt, als Verkehrsknoten wichtig im städtischen Gefüge und rein baulich als Platz gefasst und erlebbar.

    Ein Platz ohne Aufenhaltsqualität bleibt ein Platz ohne Aufenhaltsqualität, egal wieviel Verkehr - bedingt durch die zentrale Lage - dort hindurchfließt.

    PS. Ich bin übrigens Niedersaches, oder besser Exil-Hamburger. Ich würde gern meinen Landkreis in eine Nordstaat sehen, zusammen mit Hamburg.

    Bitte kein 2. ahistorisches Konstrukt a la "NRW".


    Ein Nordstaat würde die gewachsene Hamburgische und Schleswig-Holsteinische Identität zerstören. Hamburg gehört zu den ältesten heute existierenden staatlichen Gebilden der Welt. Das zu opfern - für einen potentiell möglichen geringfügigen Stellenabbau im öffentlichen Dienst (- der dann, oh Wunder, in der Realität doch nicht kommt) - never.

    Wenn ich das so sehe, hinterläßt das bei mir gemischte Gefühle.


    Keines der Gebäude ist für sich wirklich misslungen, aber auch keines wirklich gut. Der offenkundige Versuch, durch Variation von Gebäudehöhen und Klinkerfarben städtebauliche Lebendigkeit und Vielfalt zu erreichen, scheitert an zwanghafter "Klötzchen-Monotonie", dem Fehlen jeglicher echter Variationen. Es handelt sich nunmal sichtlich nicht um einen gewachsenen Stadtteil, sondern um eine Siedlung. Eine einheitliche Verkleidung mit (z.B.) dunklen Rotklinkern hätte hier IMHO zu einem stimmigeren Ergebnis geführt. Die Verkehrflächen wirken auf den Bildern im Verhältnis zu den Gebäudehöhen überdimensioniert.


    Und, wie eigentlich immer in Neubausiedlungen, scheint es keine nennenswerte Nutzungsmischung zu geben - schade.

    Die City Süd wird klammheimlich Stück für Stück architektonisch aufgewertet.


    Meiner Meinung nach ist es überfällig, dass die Stadt sich des Umfelds um die S-Bahn Hammerbrook annimmt. Das Zentrum des Quartiers ist (noch) eine städtebauliche Katastrophe.

    Wie lange bleibt wohl die provisorische Fußgängerbrücke am Berliner Tor noch bestehen?


    Sie erfüllt bereits seit Jahren keinen erkennbaren Zweck mehr, denn unter der Brücke finden keinerlei Arbeiten statt. Die Stufen sind so steil, dass sie für Ältere, für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und für Eltern mit Kinderwagen unpassierbar sind.


    Wegen der Arbeiten an der Straßenbrücke wurde die kleine Teppe zur Überführung hinauf gesperrt, es gibt somit keine weniger anspruchsvolle Ausweichmöglichkeit mehr.