Beiträge von Midas

    Die Hamburger Innenstadt auf dem Weg in ihre Zukunft 2040


    War die europäische Innenstadt im 20. Jahrhundert insbesondere durch die ihr zukommende Kernfunktion der zentralen Versorgung des mittel- und längerfristigen Bedarfs ihres jeweiligen Einzugsgebiets geprägt, so vollzieht sich mittlerweile ein tiefgreifender Wandel.


    Der klassische Einzelhandel hat zum großen Teil seine Leitfunktion als vordringlicher Anlass für einen Besuch der Innenstadt verloren. Es stellen sich grundsätzliche Fragen wie: Welche zentralen Funktionen werden die Innenstädte zukünftig haben? Werden sie in einem sich auflösenden funktional gegliederten Siedlungsraum noch eine zentrale Funktion haben können?


    Oder müssen die Cities selbst neue Funktionen und Qualitäten entwickeln? Die Corona-Pandemie wirkt hier als Beschleuniger von längerfristigen Entwicklungen und zeigt Veränderungsprozesse und Versäumnisse schonungslos auf


    Handelskammer Papier "Innenstadt 2040'


    Das ganze PDF (55 Seiten)


    Auszug:


    Amazonas Mönckebergstraße


    Attraktive Grünräume tragen erheblich zur Aufenthaltsqualität bei. Mit dem Projekt „Amazonas Mönckebergstraße“ könnte in diesem hoch verdichteten Bereich der Hamburger Innenstadt ein spektakulärer neuer grüner Stadtraum geschaffen werden. Für die Sanierung des Tunnels der U3 unterhalb
    der Mönckebergstraße und den barrierefreien Ausbau der Haltestellen an diesem Streckenabschnitt ist die Mönckebergstraße derzeit für den Verkehr gesperrt.


    Derzeit ist noch offen, ob nach Abschluss der Bauarbeiten an der U3 wieder Busse und Taxis durch die Mönckebergstraße fahren werden. Eine dauerhafte Verlagerung der Verkehre aus der Mönckebergstraße kann genutzt werden, um im Verlauf derMönckebergstraße an Stelle der heutigen Fahrbahn einen Wasserlauf einzurichten.


    Diese kann so weit zurückgebaut werden, dass nur noch Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr sowie außerhalb der Kerngeschäftszeiten Lieferanten und Handwerker im Einbahnstraßenverkehr die Mönckebergstraße befahren können. Begleitend zum Wasserlauf sollten in der Mönckebergstraße und in der Straße Lange Mühren zusätzliche Bäume gepflanzt und Grüninseln angelegt werden, die der Straße einen parkartigen Charakter verleihen.


    Durch zahlreiche Querungsmöglichkeiten kann sichergestellt werden, dass das bisher durch den hohen Busverkehr teilweise mühsame Queren der Straßenseiten künftig jederzeit einfach möglich ist. Der „Amazonas Mönckebergstraße“ würde nicht nur für eine hohe Verweilqualität in der Mönckebergstraße sorgen, sondern auch das Stadtklima positiv beeinflussen.

    Inhalt gelöscht. Ich habe es nicht nötig, diesem Forum sorgfältig zusammengestellte Informationen zur Verfügung zu stellen, wenn die einzige Reaktion darauf die des bekannten Problem-Users ist...

    LOL! Oder vielleicht doch eher weil dir dein Geschwurbel von 'der Merkel' die heimlich Corona-Impfungen 'sabotiert' [sic!] dann im Nachhinein doch etwas peinlich war? Zum Glueck sind ja einige kleine Reste davon in meinem Zitat in Beitrag #1159 trotz deiner Loeschung fuer die Nachwelt dokumentiert.

    ^^ aber ist es nicht traurig wie 'bescheiden' man schon geworden ist, dass man sich ueber die von dir gelb eingezeichnete Notloesung von als 'Verbesserung' freuen wuerde. Was die Stadt an dieser Stelle eigentlich braeuchte waere:


    muehlendammyljup.jpg

    Bild: Google Maps / ich

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) war bei dem ersten Spatenstich für den Autobahndeckel in Altona dabei. Wegen der Corona-Pandemie war der Termin verschoben worden.


    > Bericht beim NDR


    - Fertigstellung Ende 2025 geplant

    - Ausbau von drei auf vier Spuren je Richtung.

    - Verkehrslaerm soll nahezu vollstaendig verschwinden

    - Plaung und Projektmanagement: DEGES

    - Kosten: 790 Millionen Euro *=(Hamburg davon 291 Mio)

    - Dimensionen ca. 2,200m x 45m

    Als Radfahrer finde ich es großartig und dringend notwendig.

    Jein! Na klar ist das an sich 'gut' aber man fragt sich schon hier und da ob die Grünen nicht - nur um auf dem Papier Erfolge vorzuweisen - einfache und weniger sinnvolle Maßnahmen verziehen: hier wurde ein neuer Radweg dort gebaut wo bereits ein vollwertiger Radweg war.


    Auch gibt es auf der Ecke zwischen Bahn und Busdepot wohl auch wenig bis gar keinen Widerstand.


    Natürlich ist der neue besser. Aber das viele Steuergeld wäre ggf anderswo sinnvoller angelegt, dort wo es zB bisher keine Radspur gab oder dort wo man Nachkriegszeit-Planungssünden beheben könnte (Parkgassen, etc).


    Ich habe den Eindruck man baut ein bißchen zu sehr für die Statistik als dort wo es sinnvoll wäre. Hauptsache mann kann sagen 100 km neuer Radweg erfolgreich gebaut. Dass man davon dann 80 km dort gebaut hat wo eh schon einer war... besser nicht dazu sagen.


    Gleichzeitig will man an der Tangstedter Landstraße allen Ernstes 100 Jahre alte Straßenbäume fällen damit PARKPLÄTZE trotz Radwegsausbau erhalten werden können. Wo ist da der Grüne Senator für Mobilitätswende??


    https://mobil.mopo.de/hamburg/…n-baeume-weichen-38322306

    Passend zu den Entwicklungen in der Moe:


    »In Fußgängerzonen dürfen Sie nur laufen und kaufen – grauenhaft«


    Der Architekt Christoph Mäckler ist Experte für Stadtbaukunst und findet, es ist höchste Zeit, dass deutsche Innenstädte sich wandeln. Dazu gehört für ihn auch, die Autos zurück in die Zentren zu holen. Ein Interview von Ulrike Knöfel und Marianne Wellers


    Im Spiegel

    wer hätte gedacht, dass da sich noch ein Baufeld versteckt hält :)

    Aehmmm...


    Hafencity [Projekte und Planungen]


    ;-)


    Anyway.... fuer meinen Geschmack bleibt die Kreuzung Ueberseeallee / Am Dalmannkai / San-Francisco-Strasse / Am Sandtorpark die 'Schmuddelecke' der Hafencity und leider Gottes eine Fehlplanung:


    Erick van Egeraat's Sumatra-Kontor sieht scheusslich aus, ist an der suedwest-Ecke zu hoch und wirkt von der Bauqualitaet sehr bescheiden. Wer mal aus Verzweiflung ueber schlechte Architektur lachen oder weinen will, der gehe in den Innenhof des 'Sumatra': Der blanke Horror! Dann Hafenliebe mit seinem Schokobraun gepinselten Erdgeschoss, manirierten Erkern, Balkonen vom Baumarkt, billigsten weissen Plastikfenstern und Klinker-Riemchen von der Art und Farbe mit der man gern Fertiggaragen verblendet - Architekturmuell erster Guete, eigentlich nicht mal gut genug fuer einen Neubau am Stadtrand - wie konnte das passieren? Aktuell im Bau der grosse Autist under den Deutschen Architekten: Carsten Roth, der sich auf die Fahnen geschrieben hat die Fehler des Sumatra zu wiederholen und eine aufgeregte unruhige Ecke mit einer sinnlosen Ueberhoehung zu bauen - was soll da schon schiefgegen? Das Kraftwerk brauchen wir besser gar nicht zu erwaehnen.


    Kurz: DIe Ecke ist eh abgeschrieben - ein Hinterhof der Hafencity. Leider an prominenter Stelle.

    Pressemeldung:


    Die HafenCity Hamburg GmbH setzt sich aktiv für neue Wege im Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden sowie von ganzen Stadtteilen ein, die Nachhaltigkeit, Klimaschutz und ressourcenschonendes Bauen integral mitdenken. Ihr neuer Unternehmenssitz verfolgt eines der europaweit nachhaltigsten Gebäudekonzepte und stößt Lernprozesse für emissionsneutrales Bauen an.


    weiterlesen


    null-emissions-haus-ivckur.jpg

    Bild: Heinle Wischer und Partner


    Alle Wettbewerbs-Ergebnisse: https://www.hafencity.com/nullemissionshaus

    Pinneberg ist zwar knapp nicht mehr Hamburg, aber ich denke dass Hamburger S-Bahn/U-Bahn Kern-Netz faellt doch im Grossen und Ganzen noch under 'Hamburger' Infrastruktur. (?)


    Bilder vom Umbau / Teilneubau des S-Bahn und Regionalbahnhofes Pinneberg:



    20210414_175341n2jw1.jpg

    Bild: ich


    20210414_1746187zjrs.jpg

    Bild: ich


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    Bild: ich

    ^^ Die Bundesbahn gibt's nicht mehr und die DBAG ist im Nahverkehr auch nur Auftragnehmer der Leistungen die die jeweiligen Kreise und Gemeinden bestellen. Die Bahn selbst plant also wohl eher 'wenig bis nix', denn sie wuesste ja noch nicht einmal ob sie Betreiber werden wuerde da jede neue Nahverkehrsleistung ausgeschrieben werden muesste und dann der guesntigste Bewerber zum Zug kommt.


    Kurz: Das ganze ist Mopo-Phantasie aus dem Kaffeesatz eines Nebensatzes eines obskuren Verkehrsgutachtens in dem stuendliche (!) Nahverkehrszuege zwisschen Uetersen und Barmbek als eine von diversen Optionen angedacht sind.


    Ob das auch nur entfernt sinnvoll waere - steht in den Sternen. Zumal: Wer investiert denn hunderte Millionen in die noetige Infrastrukur um dann dort stuendlich eine Regionabahn herumgurken zu lassen?


    Wenn tatsaechlich die Gueterumgehungsbahn Hamburg irgendwann nicht mehr gebraucht wuerde (Fehmarnbelt...), dann koennte man sich die Frage stellen unter welchen Umstaenden es moeglicherweise sinnvoll waere dort regulaer Personenzuege fahren zu lassen.


    Die Antwort ware wohl: in den meisten Faellen gar nicht. Und wenn, dann nur langfristig im Rahmen eines GROSSEN Programmes mit:


    > durchehend zweigleisigem Ausbau

    > massivem Wohung-Neubau auf den Brach- und Kleingartenstrecken entlang der GUB

    > Verknuepfungs-Stationen zu U2 / U1 / Metrobus 5-Achse

    > Als S-Bahn mit 15KV Oberleitung und Bahnsteigen mit nicht-S-Bahn Massen (also keine 96cm - damit die Strecke im Notfall als Umleitung fuer Fern- und Gueterzuege erhalten bleibt).


    Das heisst wir reden ueber 2050 oder nie, zumal mit U5, S4, S21 West, S32, U4 Verlaengerung Horn, U4 Verlaengerung Grasbrook, Diebsteich-Altona, Ausbau Hauptbahnhof, und Ferlemann-Tunnel etliche wichtigere Projekte auf der Tagesordnung stehen.