Hamburger Hof, Umbau, Neubau [im Bau]

  • der Abriss von Bestandsgebäuden beginnt.

    In den letzten Monaten sind die Bestandshäuser entkernt worden. Jetzt hat der Abbruch eines Gebäudes an der Poststraße begonnen.

    Der Baufortschritt bzw. der Abbruch kann unter der Baustellen-webcam nachvollzogen werden.

    Mehr Informationen zum neuen Hamburger HOF- auch unter der Projektseite: derhamburgerhof.de

  • Die Abrissarbeiten sind bereits mehr als eine Woche im Gange. Hier einmal direkt zwei Bilder vom vergangenen Sonnabend von der Ecke Poststraße/Gr. Bleichen:

    (Die Bildrechte liegen bei mir.)

  • Aktuelle Impressionen-

    Abrissarbeiten an der Kreuzung Poststraße/ Große Bleichen.. Und wieder verschwindet ein altes "Schätzchen" von Hamburg.

    Dieses Gebäude wird auch entkernt.

    Für Fußgänger am Jungfernstieg wurde dieser temporäre Tunnel aufgebaut.

  • Auch wenn der imposante Eckbau nicht vollständig erhalten war, könnte man diesem aufgrund seiner ausdifferenzierten und einmaligen plastischen Fassadengestaltung einen hohen baukulturellen Wert attestieren. Es offenbart sich einmal mehr, dass unsere Baukultur Profitinteressen geopfert wird. Neben den kulturellen Schäden sind auch die Folgen im Stadtbild langfristiger Natur. Diese brachiale Abrisskultur muss ein Ende finden.

  • Aktuelle Fotos von gestern

    Der Abriss rückt nun in die Hoflagen vor. Ein Stückchen Gaza mitten in Hamburg.

    Wie erklärt eigentlich die Denkmalbehörde, daß sie über Jahrzehnte nichtmal die Fassade unter Schutz stellt? Fragt da mal ein Stadtrat oder so an?

    Man sieht ja die "neue grosse Lösung" als Absicht des Investors, aber ein Schutzstatus ist davon unabhängig, er wäre schon vor 20 bis 30 Jahren erfolgt.

    Warum kämpft sich jede Denkmalbehörde an Einzeldetails ab (zB Lampen in Harvestehude), während bedeutende Brocken des Stadtbildes und Bauerbes keines Gedankens gewürdigt werden? Nein, das hamburger Vorgehen ist nicht rational und nicht nachvollziehbar, das Bauerbe ist schutzlos ausgeliefert.

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    alle fotos i.A. elli kny

    [mod]dein erstes Foto verstößt gegen die DSGVO und wurde daher gelöscht-- bitte bei Fotos Gesichter verpixeln[/mod]

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny (10. Oktober 2025 um 20:46) aus folgendem Grund: entpersonalisiertes Foto wieder eingebunden

  • Die Argumentation ist ja meistens, dass aufgrund von Kriegsschäden oder Umbauten der originale Zustand kompromittiert wurde. In diesem Fall dürften Fliegerbomben die Dachpartie zerstört haben, dazu gab es Umbauten der 1970er Jahre.

    Der wesentliche Knackpunkt ist: Sollen wirtschaftliche Interessen oder jene des Stadtbildes im Vordergrund stehen?

    Vermutlich war das Gebäude aufgrund der geringeren Etagenanzahl nicht wirtschaftlich revitalisierbar. In solchen Fällen könnte man aber zumindest erwägen, die Fassade in ein Museum zu stellen, zumal sie über 140 Jahre alt war.

    Eine restlose Entsorgung stellt in meinen Augen aber einen Kulturbruch dar.

    Hier habe ich den ursprünglichen Altbau mit KI in die Gegenwart geholt.

    3 Mal editiert, zuletzt von Baupoesie (10. Oktober 2025 um 11:16)

  • Statt der abgerissenen schönen Gebäude aus der Gründerzeit gibt es jetzt Architektur von der Stange. Dank unserem Oberbaudirektor.

    Geschichte mal wieder sinnlos ausgelöscht. Waren die Schweizer Architekten überhaupt hier mal vor Ort?

  • Die Abrissbagger kommen immer weiter voran-- Stück für Stück verschwindet ein Haus nach dem anderen.

    Einige aktuelle Abrissbilder- die mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt wurden.

    Bildrechte liegen bei mir.

  • Sat 1 Regional war die Tage vor Ort und hat einen kleinen Beitrag vom Inneren erstellt, in dem Einblicke vom Status Quo, aber auch Ausblick auf Fortschritt und Zeitplanung gegeben wird.

    Hamburger Hof im Umbau: Neustart hinter historischer Fassade

    Für mich ebenfalls äußerst bedauernswert, was auf der Südseite zur Poststraße entschieden wurde. Auch den ehemaligen Tesla Showroom fand ich eigentlich als Kontrast ganz spannend. Bittere Halbwertszeit solcher Gebäude.

  • Bis zum Jahresende sollen die Abbrucharbeiten abgeschlossen sein..... so ist es dem SAT 1 Bericht zu entnehmen.

    Um den Zeitplan zu halten sind diverse Abbruchbagger im Einsatz.

    Darüber hinaus sind auch bereits 2 Pfahlbohrer für die Erstellung des Baugrubenwand angeliefert worden.


    Die historische rote Fassade wird eingerüstet. Laut Sat 1 Bericht soll in nächster Zeit damit begonnen werden, Stützgerüste aufzubauen, die die historische Fassade halten. Alles andere hinter der Stützkonstruktion wird abgerissen.

    ein letzter Blick..

  • Die Abrissarbeiten werden wohl doch nicht in diesem Jahr abgeschlossen..

    und noch ein Blick auf die Grundbauarbeiten..

    Die Bilder wurden mir zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

  • Mich erstaunt, dass das Dach ebenfalls komplett abgetragen wurde. In dem Renderings sieht das Dach genau so wie der Nachkriegsbau aus. Besteht doch die Hoffnung zur Original Wiederherstellung des Original Dachs ?

  • Abriss-update vor dem großen Schneefall. Der Bauzaun wurde über Weihnachten umgehauen und lag tagelang so nieder. Das bot aber besseren Einblick. ^.^

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    Leider wird auch das schmale Glashaus (rechts im Bild) abgerissen, was erst vor ca. 15 Jahren als Lückenplombe neugebaut wurde.

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    Mir hatte das Glashaus sehr gefallen, es grenzte als Kontrast an den historischen Bau, daher hätte es jetzt auch stehenbleiben können. Naja, oder auch nicht, da man ja alles dahinter abreisst. Dann müsste man es aber so etwa wieder als gläserne Fuge neu bauen, was laut Planungen aber nicht geschenen wird.

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    Hier ein wohl letzter Blick auf die Gläserne Plombe.

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    alle fotos elli kny

  • Ein grotesker Anblick. Dass die Altbauten alle verschwunden sind, ist die eine Sache, aber diesen noch nagelneu anmutenden Glasbau als Ruine zu sehen, ist unfassbar. Da glaubt man kurz an irgendeinen Unfall, Anschlag oder sonst etwas - aber nein, der wird vollkommen freiwillig abgerissen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein so kleiner Bau nicht ins neue Quartier integrierbar gewesen wäre, von mir aus einfach als autarke Parzelle.

    Zu den obigen Beiträgen: Dass der Bauherr das Bestandsdach abreißen lässt, um das historische Dach wieder zu rekonstruieren, halte ich für illusorisch. Das übrige Projekt drückt seinen Ethos doch unmissverständlich aus.

  • Selbst aus München blicke ich da wirklich mit Unglauben nach Hamburg. Um das Glashaus finde ich es nicht schade. Aber die Altbauten? Eine Schande genau wie beim Nikolai.

  • Zum Jungfernstieg hin wurde der Dachaufbau größtenteils entfernt....


    Auf der Baustelle ist ganz schön was los.. ich habe insgesamt 15 Baufahrzeuge gezählt.. teilweise stehen die dicht auf dicht-- erschwertes Arbeiten..

    Die Abrissarbeiten sind immer noch nicht beendet.