Beiträge von Ted Mosby

    Zukunft der JVA Rennelberg


    Zuletzt #436:


    Nach 140 Jahren sind die letzten Häftlinge aus der JVA ausgezogen. Die Kirche auf dem Gelände wurde am Ostermontag entwidmet. In einigen Monaten soll das knapp 13.500 Quadratmeter umfassende Areal im Landesbesitz an das zuständige Amt für Liegenschaften übergeben werden. Das berichtet die „Braunschweiger Zeitung“ (https://www.braunschweiger-zei…gnis-in-Braunschweig.html; ggf. Paywall).


    Grundlage für die Zukunftsplanung sei ein von der Stadt schon 2018 auf den Weg gebrachter, bislang jedoch nicht beschlossener Bebauungsplan. Dieser sehe einen multifunktionalen Mix vor: Wohnungen, Gastronomie, Dienstleister wie die Schülerhilfe, Büros, Arztpraxen oder ein Hostel. Platz wäre womöglich auch für ein Nachbarschaftszentrum und eine Kita. Bei der Ideen-Sammlung möchte die Stadt auch die Technische Universität einbinden. An die bisherige Nutzung soll ggf. mit einem Gedenkort erinnert werden.

    Hier noch eine aktuelle Aufnahme vom Gymnasium Kleine Burg aus auf den Hinterhof mit den für den Abriss vorgesehenen Bestandsgebäuden im nordöstlichen Bereich der bisherigen Burgpassage. Hier sollen das vorgesehene Wohngebäude und der Erweiterungsbau der Schule errichtet werden:


    24-Burgpassage.jpg


    (Bildrechte liegen bei mir.)

    Umgestaltung des Hauptbahnhofvorfelds / Rückbau Berliner Platz


    Die Stadt Braunschweig hat nach eigenen Angaben die erste Hürde zur Zertifizierung des neuen Bahnhofsquartiers durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) gemeistert. Ihr wurde ein Vorzertifikat in Gold mit einem Gesamt­erfüllungsgrad von knapp über 70 Prozent ausgestellt. Dieses Vorzertifikat hat eine Gültigkeit von drei Jahren und kann bei Bedarf um weitere zwei bis maximal drei Jahre verlängert werden, so dass eine maximale Gültigkeit von sechs Jahren erreicht werden kann. Mit Fortschreiten des Projektes wird entschieden, ob die Folgezertifizierungen (Erschließung, Hochbau) beantragt werden. Quelle: https://www.braunschweig.de/po…chten/bahnhofsquartie.php

    Stadtbahnausbau

    • Im Teilprojekt 3 wurde die Machbarkeitsstudie „Salzdahlumer Str./Heidberg“ abgeschlossen und eine Streckenführung vorgeschlagen. Die Aufbereitung der Ergebnisse für die Politik läuft derzeit.

    Bezüglichen des zweiten Punktes wäre es gewiss schön, Näheres zu erfahren. Klar ist wohl, dass die Strecke, wie ursprünglich vorgeschlagen, vom Hauptbahnhof entlang der Salzdahlumer Straße, der Hallestraße und dem Sachsendamm zu einem neuen Gleisdreieck am Erfurtplatz führen wird. Offen blieb bislang vor allem die Gleislage im Bereich der Bahnunterführungen.

    Zur Machbarkeitsstudie zur Stadtbahn-Ausbaustrecke Salzdahlumer Straße/Heidberg hat die Stadt nun weitere Informationen bekannt gegeben. Unter Bezug auf das Ergebnis schlägt die Stadtverwaltung als Vorzugsvariante erwartungsgemäß den Verlauf vom Hauptbahnhof über Salzdahlumer Straße, Hallestraße und Sachsendamm zur Wendeschleife Anklamstraße vor. Dafür wurde nun ein Beschlussvorschlag erstellt. Dieser beinhaltet jedoch leider nicht die genaue Lage und Ausgestaltung der Stadtbahninfrastruktur entlang der vorgeschlagenen Streckenführung. Diese wird nach Angaben der Stadt erst im Zuge des weiteren Planungsprozesses ermittelt.

    Quelle: https://www.braunschweig.de/po…dtbahnausbau-heidberg.php

    ^ Ich stimme Ziegel und Orakel zu. Mir wäre es lieber gewesen, die Stadt hätte die Bevölkerung eingebunden, doch offensichtlich will man seitens der Verwaltung keine Zeit verlieren, was bezüglich der Innenstadtentwicklung zumindest nachvollziehbar ist. Ein Motel One fehlte bislang in der Stadt und in Anbetracht der üblichen Fassaden dieser Kette ist eine Verlagerung in den Hinterhof eine ganz sinnvolle Lösung. Mit dem Verzicht auf Einzelhandel kann ich, wie früher bereits geschrieben, gleichfalls gut leben. Der fällt an dieser Stelle leicht. Interessant wäre noch, wie die Erschließung in Sachen Pkw-Verkehr und Anlieferung erfolgen soll. Nur über die Straße Kleine Burg oder auch über die Gerichtspassage?


    Hier noch zwei Präsentations-Charts aus dem Pressematerial der Stadt:




    © jeweils Stadt Braunschweig

    Ölper Knoten


    Der Überflieger, der im Bereich des Autobahnkreuzes BS-Ölper den Verkehr von Osten (Hamburger Straße, A 392) auf die Westtangente (A 391) Richtung Süden führt, muss vollständig erneuert werden. Die bestehende, knapp 400 Meter lange Brücke ist marode. Sie wird in diesem Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Bauzeit wird mit drei Jahren beziffert, die Kosten sollen bei rund 25 Millionen Euro liegen. Quelle (ggf. Paywall): https://www.braunschweiger-zei…weig-wird-abgerissen.html

    Planbereich 1, Lampadiusring / Am Nordpark


    Aktuelle Eindrücke vom Baugeschehen, aufgenommen am Osterwochenende.


    So wichtig günstiges Wohnen gerade derzeit auch ist. Die neu entstandenen Genossenschaftsbauten wirken mitunter leider auch recht billig:



    Dieser Hof ist jedoch ganz gelungen:



    Noch in Arbeit:



    Wenn man im Erdgeschoss schon bodentiefe Fenster baut, ist die Einrichtung eines Blickschutz gewiss sinnvoll (und keine Selbstverständlichkeit). Doch so? Bleibt zu hoffen, dass die Hecke gut gedeiht:



    Richtung Süden werden die Neubauten wieder wertiger. Der Kontrast zwischen den Fassadenfarben hätte jedoch etwas mutiger ausfallen können:



    Direkt an den Nordpark angrenzend sind insgesamt recht ansprechende Häuser entstanden:



    Blick auf die bestehende Bahntrasse, die künftig von der Stadtbahn genutzt werden soll. M. E. wäre es sehr sinnvoll, an dieser Stelle über den Bau einer Fußgängerbrücke nachzudenken, damit künftig gerade Kinder zum Spielen gefahrlos in den Nordpark gelangen können:



    (Sämtliche Bildrechte liegen bei mir.)

    Nordpark 2/2


    Blick vom Park auf Teile der neuen Nordstadt, Planbereich 1:



    Blick durch den Park von Westen nach Osten. Der kleine Hügel schirmt den Outdoor-Sportplatz ab und dürfte bei Schnee jüngere Schlitten-Fans anziehen. Die frühere Fußgängerbrücke, die einst über die Gleisanlagen führte ist weitgehend zurück gebaut worden:



    Neue Sitz- bzw. Liegemöbel laden zum Verweilen ein:



    Ohne Kommentar:



    Der neue Outdoor-Sportplatz im Bereich Luftschifferweg:



    (Sämtliche Bildrechte liegen bei mir.)

    Nordpark 1/2


    Die Bezeichnung ist ggf. etwas hochtrabend, denn genau genommen handelt es sich primär um einen erweiterten Grünstreifen entlang des Ringgleisweges (und der geplanten Campusbahntrasse), doch zusammen mit den bereits bestehenden Grünflächen am alten Nordbahnhof ist hier doch eine kleine grüne Oase entstanden. Es folgen aktuelle Impressionen in zwei Teilen.


    Wiese vor dem ehemaligen Nordbahnhof, heute „Haus der Kulturen“. Deren Südteil wird nach aktuellen Planungen künftig die Trasse der Campusbahn aufnehmen:



    Ein Gütergleis, welches das Heizkraftwerk Mitte anbindet, liegt hier noch bzw. bereits. Der letzte reguläre Fahrgastzug fuhr hier m. W. in den 1950er Jahren:



    Blick auf die bereits seit längerem bestehende Grünfläche vor der BS Energy-Zentrale (vormals Stadtwerke):



    Westlicher Eingang des neugestalteten Parkbereichs. Direkt über dem Schriftzug die bereits bestehende Gebäudedurchfahrt für die Güterbahn und künftig dann hoffentlich auch die Stadtbahn:



    Spielplatz am Osteingang:



    Der Parkweg ist zugleich Teil des Ringgleisweges und zur gemeinsamen Nutzung für Radfahrende und Zufußgehende vorgesehen:



    (Sämtliche Bildrechte liegen bei mir.)

    Die Richard-Borek-Unternehmensgruppe errichtet an der Theodor-Heuss-Straße einen z. T. achtstöckigen Bürokomplex mit rund 8.000 Quadratmetern Fläche nach Entwürfen von KSP Architekten.

    Der Bau geht der Vollendung entgegen. Unspektakulär, doch dank der Riemchenfassade ganz ansprechend. Aktuelle Aufnahmen:





    (Sämtliche Bildrechte liegen bei mir.)

    Aber es wäre zumindest mal was passiert. Das Projekt war so schlecht jetzt nicht, und mal ehrlich: so wählerisch mit potentiellen Investoren kann Braunschweig dann doch nicht sein.

    Um mich bitte nicht falsch zu verstehen: Der Entwurf von Welp von Klitzing hat bzw. hatte eine ordentliche Qualität und mit einigen Verbesserungen hätte daraus durchaus ein halbwegs großer Wurf entstehen können. Insbesondere hätte eine erfolgreiche Umsetzung und Vermarktung die Attraktivität Braunschweigs als Einkaufsstadt der Region fraglos vergrößert. Es wäre etwas passiert: Da stimmen wir überein.


    Doch das hat nicht sollen sein. Dass die Stadt das Areal nun kauft, ist insofern keine Ideallösung, unter den gegebenen Umständen m. E. aber das kleinere Übel. Was wäre gewesen, wenn bereits Abrissarbeiten stattgefunden hätten und der Entwickler dann pleite gegangen wäre? Bei einem Weiterverkauf an einen anderen Investor wäre, gerade in Anbetracht der konjunkturellen Lage, eine zügige Umsetzung auch nicht garantiert gewesen. Die Gefahr, dass aus der leerstehenden Burgpassage ein Spekulationsobjekt hätte werden können, sollte da nicht außer Acht gelassen werden.


    Insofern sehe ich die jetzige Situation als eine Chance zum Neuanfang, mit dem Vorteil, die Öffentlichkeit bei der Planung künftig besser einbinden zu können. Konjunkturelle Lagen ändern sich und derzeit ist ein Zeitgewinn unter diesen Umständen keineswegs die schlechteste Option.


    Dass Schulbauten die Attraktivität der Innenstadt nicht erhöhen, sollte m. E. allen klar sein. Doch ein veränderter Nutzungsmix mit der Möglichkeit, ggf. Teile der bestehenden Passage (deren Qualitäten nicht missachtet werden sollten, wie Ziegel zurecht schrieb) zu erhalten, birgt noch immer zahlreiche Möglichkeiten. Attraktive Ladenflächen, innerstädtisches Wohnen, vielleicht auch kulturelle Nutzungen (z. B. für das Museum für Photographie) könnten zu einem guten Mix führen.


    Ganz klar: So etwas kann und soll die Stadt nicht allein stemmen. Doch auf Basis einer durchdachten Planung müssten sich in der Lage für dann verkleinerte Nutzungseinheiten auch Investoren finden lassen.

    Was mich am Projekt „Burggasse“ stets störte, war – neben den vorgesehenen Eingriffen in relativ gut erhaltene historische Straßenzüge – die Tatsache, dass ein für die Innenstadtgestaltung so wichtiges Projekt lediglich im kleinen Kreis diskutiert und beschlossen wurde. Durch die Übernahme ändert sich dies nun, d. h. die Stadt wird m. E. nicht umhinkommen, die Öffentlichkeit an der weiteren Entwicklung des Areals zu beteiligen. Inwiefern die Kommune diese Entwicklung dann tatsächlich selbst in die Hand nimmt, ist m. E. als noch offen anzusehen. Klar ist diesbezüglich derzeit nur der Flächenbedarf des angrenzenden Gymnasiums und daraus folgend eine absehbare deutliche Reduzierung von Handelsflächen.


    Sinnvoll wäre m. E. als nächster Schritt darum ein städtebauliches Gutachten, ggf. auch ein neuer Wettbewerb, um zu klären, wie der Bereich unter den neuen Bedingungen geordnet und erschlossen werden sollte und inwiefern bestehende Bausubstanz erhalten bleiben könnte. Ausgehend von einer solchen Grundlage könnte die Stadt dann auch wieder private Investoren ins Boot holen, vermutlich jedoch nur für bestimmte Teile des Gesamtareals. Was ambitionierte Lösungen anbelangt: Da bin ich auch eher skeptisch. Doch wenn der Bereich als öffentlich begehbarer Durchgang (in welcher Form auch immer) künftig wegfallen sollte, wären solche, so wünschenswert sie auch grundsätzlich immer sind, vielleicht auch nicht mehr ganz so wichtig.

    Ein Teil-Abriss der straßenseitigen Fassaden ist in keinem Fall notwendig oder auch nur sinnvoll.

    Diesbezüglich volle Zustimmung meinerseits. Der Kauf durch die Stadt bedeutet doch, dass das ursprüngliche Nutzungskonzept grundsätzlich überarbeitet werden kann und muss. Und nach allem, was in den vergangenen Monaten durchklang, dürfte die Stadt vor allem Interesse daran haben, Flächen für die „Kleine Burg“ zu gewinnen, ggf. auch noch zusätzliche Wohnflächen. Dadurch würde die kommerzielle Nutzung im Vergleich zur früheren Burgpassage bzw. der nun nicht mehr aktuellen Burggassen-Planung deutlich reduziert werden. Eine erhöhte Wohnnutzung könnte sogar dafür sprechen, dass ein von größeren Passantenströmen genutzter Durchgang überhaupt nicht mehr gewünscht ist. Eine Vergrößerung der Zugänge bzw. ein Abriss des Gebäudes über dem nördlichen Passagen-Eingang wäre vor diesem Hintergrund sinnlos.


    Inwiefern das alte Passagendach zumindest in Teilen erhalten werden kann oder sollte, darf nun m. E. auch gern wieder diskutiert werden. Das obige Foto zeigt, dass der Bau auch ohne kommerzielle Nutzung durchaus seine Qualitäten hat.


    Ich halte die aktuelle Entwicklung für grundsätzlich positiv. Sehen wir es doch so: Die Braunschweiger Innenstadt im Allgemeinen und die Fußgängerzonen im Besonderen sind sehr ausgedehnt. Die Stadt hat, gerade vor dem Hintergrund der Krise des stationären Einzelhandels, eher ein Überangebot an Verkaufsflächen, was sich auch an den unübersehbaren Leerständen zeigt. Im Falle der Burgpassage ließe sich, wenn sie für den Durchgang zumindest teilweise gesperrt und verstärkt für Wohnungen sowie zur Erweiterung des Schulstandorts genutzt würde, dieses Überangebot reduzieren, ohne dass es das Stadtbild beeinträchtigen oder auch nur großartig verändern würde. Der Bereich der Burgpassage erhielte einfach wieder mehr Hofcharakter. Die bestehenden Zugänge müssten nicht vergrößert, sondern könnten ggf. sogar teilweise zurückgebaut werden. Lediglich die Abkürzung vom Ringerbrunnen zum Damm entfiele. Das wäre für Zufußgehende ärgerlich, davon dürften dann jedoch die bestehenden Geschäfte rund um den Kohlmarkt eher profitieren.

    Stadtbahnausbau


    Hinsichtlich der Erweiterung des Stadtbahnnetzes gibt es folgende Neuigkeiten:

    • Hinsichtlich der Verlängerung nach Rautheim finden von April bis Juni Anliegersprechstunden für Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken und Liegenschaften unmittelbar entlang der geplanten Trasse statt.
    • Im Teilprojekt 3 wurde die Machbarkeitsstudie „Salzdahlumer Str./Heidberg“ abgeschlossen und eine Streckenführung vorgeschlagen. Die Aufbereitung der Ergebnisse für die Politik läuft derzeit.

    Bezüglichen des zweiten Punktes wäre es gewiss schön, Näheres zu erfahren. Klar ist wohl, dass die Strecke, wie ursprünglich vorgeschlagen, vom Hauptbahnhof entlang der Salzdahlumer Straße, der Hallestraße und dem Sachsendamm zu einem neuen Gleisdreieck am Erfurtplatz führen wird. Offen blieb bislang vor allem die Gleislage im Bereich der Bahnunterführungen.

    Elektrifizierung des regionalen Schienenverkehrs


    Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB) haben Zuwendungsbescheide vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium über die Anschaffung von insgesamt 70 batterieelektrischen Zügen (BEMU, Battery Electric Multiple Unit) im Personennahverkehr erhalten. Die LNVG plant damit, 40 BEMU anzuschaffen, für den RGB sind es 30. Insgesamt belaufen sich die Zuwendungsbescheide auf 623 Millionen Euro, 267 Millionen Euro fließen an den RGB, 356 Millionen Euro an die LNVG.


    Die ersten Netze, in denen Dieselzüge ersetzt werden sollen, sind ab 2029 das Heidekreuz und das Harz-Heide-Netz.


    Zum Heidekreuz gehören: RB 37 (Bremen – Soltau – Uelzen), RB 38 (Hamburg Harburg – Buchholz i. d. Nordheide – Soltau – Hannover) und RB 39 (Soltau – Lüneburg).


    Zum Harz-Heide-Netz zählen: RB 42 (Braunschweig – Bad Harzburg), RB 43 (Braunschweig – Goslar), RB 44/48 (Braunschweig – SZ-Lebenstedt), RB 45 (Braunschweig – Schöppenstedt), und RB47 (Braunschweig – Uelzen).


    In anderen Netzen sollen bis 2037 die letzten Dieselfahrzeuge von der Strecke gehen.


    Die LNVG und der RGB haben nach eigenen Angaben bereits die europaweite Vergabe der 70 Niedersachsen-BEMU mit der ersten Phase, einem Teilnahmewettbewerb, begonnen. Bestandteil der Vergabe ist auch die Instandhaltung der Niedersachsen-BEMU über 30 Jahre durch den Hersteller der Fahrzeuge.


    Batterieelektrische Fahrzeuge können auf Strecken mit Oberleitung fahren und gleichzeitig ihre Akkus laden. Zusätzlich oder alternativ lassen sich die Akkus an „Ladeinseln“ aufladen. Fahrdraht ist nicht auf der gesamten Strecke nötig. Es sind jedoch eine „Teilnetzelektrifizierung Nordharz“ sowie eine Oberleitung für die Strecke Braunschweig – Gifhorn vorgesehen.


    Quelle: https://www.regionalverband-br…atterieelektrische-zuege/

    Wie sich bereits abgezeichnet hatte, wird die Stadt die Burgpassage erwerben. Hier Auszüge aus der offiziellen Pressemitteilung:


    „Die Stadt Braunschweig beabsichtigt, die leerstehende Burgpassage in der Innenstadt über eine Tochtergesellschaft zu erwerben. Ein entsprechendes Kaufangebot wurde dem Insolvenzverwalter der Immobiliengesellschaft Hutfiltern in Braunschweig GmbH als bisheriger Eigentümerin der Passage unterbreitet. Die Gläubigerversammlung hat dem Verkauf heute in Düsseldorf zugestimmt.

    [...] Den Auftrag zu konkreten Kaufverhandlungen hatte der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss erteilt. Auch der tatsächliche Erwerb der Burgpassage kann erst vollzogen werden, wenn der Verwaltungsausschuss Anfang April den entsprechenden Anweisungsbeschluss fasst. Details zur Kaufabwicklung sowie zu möglichen Nutzungsszenarien können dementsprechend erst nach der Gremienbeteiligung veröffentlicht werden.“


    Quelle: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1153088.html

    Infrastrukturkorridor Braunschweig - Wolfsburg - Uelzen - Hamburg

    Ich finde es im Alltag immer wieder sehr belastend, wie schlecht die Bahnanbindung vom Braunschweiger Land Richtung Norden ist. In die Strecke über Gliesmarode und Gifhorn ist zwar in den letzten Jahren einiges investiert worden (und wird auch noch weiter, siehe Teds Beitrag im Infrastruktur-Thread kürzlich), aber das reicht nicht, um Großstädte wie Hamburg und Braunschweig adäquat miteinander zu verbinden. Aktuell braucht man mit dem Fernverkehr über Hannover 2:16 h aufwärts, mit Bummelzügen über Gifhorn sind es 2:51 h. Für die Kürze der Distanz kann es das eigentlich nicht sein.

    Als jemand, der seit anderthalb Jahrzehnten immer wieder von Hamburg nach Braunschweig und zurück fährt, stimme ich dir uneingeschränkt zu. Die gegenwärtige Bahnverbindung ist suboptimal. Die Züge via Uelzen und Gifhorn sind zu langsam, die Verbindung über Hannover umständlich. Eine Ausbau- bzw. Neubaustrecke in der östlichen Heide, etwa parallel zur A39, wäre ideal. Anders als von dir skizziert, würde es jedoch m. E. mehr Sinn ergeben, die Verbindung nicht nur über Fallersleben, sondern gleich auch über Wolfsburg und von dort weiter, an Rühen und Boitzenhagen vorbei, bis Wittingen zu führen. Das würde das Fahrgastpotenzial doch deutlich steigern. Ich habe das nachfolgend einmal skizziert.



    (Bild mit OpenStreetMap erstellt)


    In einem solchen Fall könnten in der Tat einzelne ICEs und Regionalbahnen von Hamburg aus über Uelzen und Wolfsburg direkt nach Braunschweig und von dort z. B. über Wolfenbüttel und/oder Salzgitter an den nördlichen oder westlichen Harzrand verkehren.


    Da zu befürchten ist, dass für eine solche Baumaßnahme kurz- bis mittelfristig keine politischen Mehrheiten bzw. Gelder zu erwarten sind, käme aus meiner Sicht noch als "kleine Lösung" eine Verbindung zwischen Hamburg und Braunschweig via Celle und Lehrte in Betracht. Die ließe sich im Grunde sofort umsetzen, wären die Nord-Süd-Verbindung zwischen Hamburg und Hannover und der Bahnknoten Hamburg nicht ohnehin schon an der Belastungsgrenze.


    Eine Verbesserung der Südanbindung ist in der Tat ein anderes Kapitel. Dort liegt nun einmal der Harz im Weg und durch die Strecke über Hildesheim besteht bereits eine gute ICE-Anbindung. Hier könnte ich mir jedoch noch eine bessere Verbindung zwischen Braunschweig und Halberstadt vorstellen, die es darüber hinaus ermöglichen könnte, Züge bis nach Halle oder Leipzig durchzubinden.


    Übrigens: Um die Südanbindung Braunschweigs zu verbessern, gab es kurz vor dem Ersten Weltkrieg und später noch einmal in der Nazi-Zeit die Idee, einen Harz-Basistunnel zu errichten, nachzulesen in: W. Dörner, Die Südharz-Eisenbahn, S. 324.