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Der Elbtower is momentan bei Kosten von 950Millionen€ und 104.000m² Nutzfläche bei ungefähr 9150€/m².
Dieser Kalkulation liegt schon die fehlerhafte Grundannahme zugrunde, dass sich die ursprünglich kalkulierten Baukosten bei einem dermaßen gestörten Bauablauf noch halten ließen und dass man den Elbtower irgendwie "geschenkt" bekäme.
Wir können uns natürlich mit dem strukturellen Scheitern der Verwaltung zufrieden geben und den Elefanten im Raum ignorieren, dessen Betonskelet langsam verrottet. Passiert halt mal, dass man einem vorbestraften Investor ohne wirkliche Finanzkraft auf dem Leim geht. Die Liquiditätsturbulenzen kleinerer Bauunternehmen, deren Rechnungen jetzt nicht bezahlt werden, sind doch egal.
Das ändert aber nichts daran, dass der Elbtower - jedenfalls nach der aktuellen Ausgangslage - überhaupt nicht und nicht etwa nur zu einem späteren, aber absehbaren Zeitraum weitergebaut wird. Die Bauruine über Jahre einfach stehen zu lassen und so zu tun, als gäbe es an den Elbbrücken nichts zu sehen, wäre wirklich eine städtebauliche Bankrotterklärung der Stadt. Am Ende bedeutet das, dass massenhaft CO2-intensiver Beton, Flächen und Kapital (natürlich auch das Kapital der Stadt, die ja zumindest die Transaktionskosten im Rahmen des Verkaufs zum Teil selbst getragen haben wird) für nichts verbraucht wurden.

