Wenn wir schon am spekulieren sind, ich halte das Gelände der BuBa Hauptverwaltung Hessen in der Taunusanlage für einen perfekten Standort. Wenn ich mir ansehe was man beim Gloria auf kleinster Grundfläche realisieren kann sollte doch auch möglich sein, unter Beibehaltung der bestehenden Gebäude, ein Hochhaus zu realisieren. Die "Finger" des hinteren Gebäudeteils haben knapp 400qm, das sollte für Aufzüge etc reichen. Auch der Platz zwischen Altbau und Neubau ist sicher groß genug für eine Lösung auf eigenem Gelände.
Spekulierstrang Spezial: Neue Bundesbank-Zentrale
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^... schau Dir Staatsbanken in anderen Ländern an. Warum soll Deutschland seine Staatsbank in Pseudo-Bescheidenheit verstecken? Warum kein ordentliches Hochhaus - ohne Pomp und Schnörkel?
In der Nachkriegs- und Nach-NS-Zeit war eine gewisse Zurückhaltung sicher ganz gut und hatte eine berechtigte bescheidene Symbolik.
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Die Bundesbank ist keine Staatsbank, sondern eine Zentralbank. Und zwar eine, die ihre wichtigsten Kompetenzen abgegeben hat und kaum noch relevant ist.
Dazu haben wir in Frankfurt schon ein unfassbar teures Gebäude einer Zentralbank im Ostend, dazu ein zweites sehr schickes in der Innenstadt.
Außerdem brauchen wir es einfach nicht, es gäbe in der Innenstadt genügend Fläche, um das FBC zu ergänzen. Trianon und Eurotower haben ohne Ende freie Flächen und wären in direkter Nähe zum FBC, der EZB Banking Supervision und sogar der Bundesbank Hessen.
Und last but not least: die nächsten Jahren werden für die Bürger riesige Zumutungen bringen. Dann parallel einen staatlichen Prestigebau hochzuziehen, finde ich einfach daneben.
Die Politik macht es übrigens vor: Berlin: Bundestag verzichtet auf 600 Millionen Euro teures Neubauprojekt | DIE ZEIT
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Wie kommst du auf die kurze Frist, Schiffsjunge? Ausdrücklich wird auch ein Neubau in Betracht gezogen.
Ich hatte es so verstanden, vor ein paar Wochen, dass die Bundesbank aus dem FBC ausziehen will in den nächsten 2-3 Jahren. Da habe ich angenommen, die brauchen dann schon ein festes Domizil, das langfristig der Standort wird. Aber dann habe ich das scheinbar falsch interpretiert.
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Die Bundesbank ist keine Staatsbank, sondern eine Zentralbank. Und zwar eine, die ihre wichtigsten Kompetenzen abgegeben hat und kaum noch relevant ist.
Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis und stimmt so überhaupt nicht. Die wichtigen Entscheidungen werden zwar mittlerweile am Osthafen getroffen, die konkrete Ausführung dieser Entscheidungen obliegt aber weiterhin fast vollständig den Nationalen Notenbanken. Die Relevanz bleibt also nach wie vor sehr hoch. In einigen Betrachtungsweisen sogar deutlich zu hoch möchte man anfügen, wenn man an zB mal an die Target-Salden denkt (die Bundesbank hat da 1 Billion Euro Überschuss, das sind unterm Strich nichts anderes als nicht so bezeichnete und nahezu unverzinste Kredite an die anderen Euro-Notenbanken).
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Naja, die Bundesbank ist primär zum ausführenden Organ der EZB geworden.
Mindestens drei ihrer zentralen Kompetenzen sind teilweise der vollständig an die EZB (oder andere europäische Institutionen wie EBA oder AMLA) übergegangen:
- Banken-Regulierung (das meiste, was wirklich wichtig ist, ist mittlerweile europäisch)
- Zinsentscheidungen
- Beaufsichtigung von Großbanken (im Rahmen der JSTs haben die nationalen Aufseher da weiterhin eine kleine Rolle)
Wenn man die Qualität der zukünftigen Zentrale der nationalen Bundesbank an ihrer Bedeutung ausrichten will, rechtfertigt das aus meiner Sicht keinen Prestigebau.
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Aber ... formale Entscheidungskompetenzen einzubüßen bedeutet ja nicht im großen Maße Personal einzubüßen.
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Richtig, der Bedeutungsverlust hat sich nicht angemessen in Personalabbau widergespiegelt, natürlich nicht.
Deswegen soll man ja trotzdem hinreichende Flächen zur Verfügung stellen, daran zweifelt niemand.
Aber eine relativ unbedeutende Behörde rechtfertigt dann aus meiner Sicht eben keinen sündteuren Prestigebau, der die üblichen Vorgaben für derartige Gebäude sprengt.
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Lieber Rud, sorry, aber du verlierst dich gerade in Allgemeinplätzen ohne was essentielles zum Thema beizutragen. Mit Wörtern wie "hinreichend", "relativ unbedeutend", "sündteuren", "üblichen" oder "derartige" kann niemand etwas anfangen, solange keine Maßstäbe gegeben oder Standards zu diesen Wörtern gesetzt sind, z. B. wann was wie viel kosten "darf" oder was üblich oder unüblich ist. Ich will damit sagen: Müßig, jetzt zu viel ins blaue hinein zu spekulieren. Die Buba wird sich früher oder später schon festlegen und bis dahin heißt es einfach abwarten.
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Rud: ich weiß nicht, was ein angemessener Personalabbau sein soll, aber gegenüber dem Personalbestand vor Einführung des Euro ist der Personalbestand der Bundesbankum über 31 % reduziert worden (Vollzeitstellen). Und woran machst du fest, wann ein Neubau „sündteuer“ ist?
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Ich spekuliere nicht, ich bewerte aus meiner Sicht.
Was den FTE-Abbau angeht, bezieht sich dieser auf die Zentrale, oder auf das Gesamtsystem inklusive dieser Dutzende Filialen? Anyway, wie man der Presse entnehmen kann, wollen sie weiter abbauen, das machen die sicherlich nur, wenn sie richtig Überhang haben.
Zum Thema angemessene Miete: es wird Vorgaben geben. Ansonsten kann man sich an vergleichbaren Behörden orientieren. Ein Prestigebau mit 60€/qm, dürfte die mit Abstand höchste Miete für eine Behörde in Deutschland sein. Dass könnte man vlt. machen, wenn die BuBa eine absolut herausgehobene Relevanz hätte. Da sie diese nicht mehr hat, sehe ich auch keinen Grund hier irgendwelche Dimensionen zu sprengen. Ein "normaler" Innenstadt Hochhausarbeitsplatz a la FBC sollte es da doch auch tun. Das ist immer noch besser als praktisch jeder andere Behördenarbeitsplatz in Deutschland.
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Im Gegensatz zu den meisten anderen Behörden, kostet die Bundesbank übrigens nicht nur, sondern im Gegenteil, der Bundesfinanzminister bekommt fast jedes Jahr so einige Milliarden Euro überwiesen (Stichwort Seignorage). Daher gibt es auch gar keinen Grund sich auf einen billigsten, am Ende sogar noch stadtverschandelnden, Zweckbau zu fokussieren.
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Das wird bei den Erwägungen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Rolle spielen. Sonst musst du fairerweise bei jeder Behörde, quasi als Bauvorbereitung, eine Kosten-Nutzen-Rechnung für die Gesamtbehörde machen. Ganz davon abgesehen: mit dem Seignorare-Privileg ist das auch nicht so schwer, ab und zu einen Gewinn zu machen.
Ich lege mich mal fest: es wird keinen Prestigebau a la Ostend-Tower geben.
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Alle Anforderungen konsequent weitergedacht sollte es auf den seit Dezember 2025 leerstehenden Eurotower als neue Bundesbank-Zentrale hinauslaufen. Der wäre vergleichsweise schnell verfügbar, hat eine Geschossfläche von 78.000 m², könnte vermutlich für einen moderaten Preis erworben werden und ist aufgrund des Vornutzers baulich bereits auf gesteigerte Sicherheitsanforderungen vorbereitet. Das Geldmuseum könnte im Sockel untergebracht werden, bekanntlich einst eine gar nicht mal so kleine Ladenpassage. Und, erinnern wir uns an die Pressekonferenz mit dem Bundesbankpräsidenten in der Hauptverwaltung Hessen, das Hochhaus läge "gar nicht weit von hier" – also der Taunusanlage. Was letztlich auch dafür spricht: Seit bekannt wurde, dass die EZB-Bankenaufsicht den Eurotower verlässt, war zu keiner Zeit etwas über die Zukunft des 148-Meter-Hochhauses zu vernehmen. Ungewöhnlich.
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Das wäre aus meiner Perspektive in jeder Hinsicht eine passende Lösung.
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Mit einer Gesamtnutzfläche von 46.600qm würde der Eurotower aber die Vorgaben der Bundesbank ("mehr als 50.000 qm") verfehlen.
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Vielleicht lässt es die Statik zu und man kann noch ein paar Etagen aufstocken. Dann kommt man auf die 50.000 qm eventuell.
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Im Wikipedia-Artikel zum Eurotower stehen 78.000 m² Geschossfläche. Bei Detelev Janik "Hochhäuser in Frankfurt" stehen "59.000 m² Bürofläche". SchüsslerPlan gibt die besagten 78.000 m² als BGF an. Wir dürfen annehmen, dass es deutlich mehr als 50.000 m² Nutzfläche sind.
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Im selben Wikipedia-Artikel stehen aber auch genau die von mir aus der anderen verlinkten Quelle genannten 46.600 qm Gesamtnutzfläche, nach meinem Verständnis sogar unter Einbeziehung des Sockels.
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Pepper: Wie auch immer, diese "ZORTSTRÖM"-Quelle ist dennoch falsch, wenigstens die Höhe von 148m müssten sie wissen. Die Angabe 141m ist also leider falsch. Insofern darf man da vorsichtig sein, was von dieser Richtung für Zahlen kommen. Und es sind wohl auch keine 40, sondern 45 Stockwerke (lt. der von tunnelklick bereits genannten Stelle von Janik in "Hochhäuser in Frankfurt" Buch aus 1995)
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