Der Römer - Frankfurts Rathaus

  • Schade, dass man sich nicht dazu durchringen konnte, die verstümmelte Dachlandschaft insbesondere am Goldenen Schwan wieder herzustellen. Dies wäre nämlich - im Gegensatz zur Wiederherstellung des Inneren mit der Rotunde - durchaus bezahlbar.

  • Machbarkeitsstudie liegt nun vor

    Nach langer Funkstille hört man auch zu diesem Vorhaben wieder etwas. Die FR schrieb am 7. Januar, dass das Hochbauamt seit März eine recht konkrete Machbarkeitsstudie in Bearbeitung gegeben hat. Diese betrifft den Rathaus-Turm "Langer Franz" und das Alte Rathaus (an der Bethmannstr). Diese Studie wird nun sehr zeitnah im Planungsausschuss vorgestellt.

  • Da der nächste Planungsauschuss Ende März ist, wird man in der logischen Konsequenz vor Ende März auch nix davon hören.

  • Römer | Gloede-Haus

    Vor dem Römer - vor dem Haus Löwenstein, um genau zu sein - steht seit dieser Woche ein Verschlag. Wie die Stadt meldet, machen Brandschutzbestimmungen und Fluchtwegesituation den Umbau der Römerpforte notwendig. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Oktober 2009 dauern. Der provisorische Haupteingang wird in dieser Zeit die Römerhalle sein.


    Was bisher von der neuen Fassade des Gloede-Hauses Freßgass 32 zu sehen ist, lässt in der Tat nichts Gutes erwarten. Gegenüber der Gesamtansicht in #375 gibt es keine nennenswerte Veränderung. Daher nur eine Detailaufnahme:



    Bild: Schmittchen

  • Es sieht so aus, als ob es Ende März doch keine positiven Nachrichten bezüglich der Rekonstruktion der Turmdächer gegeben hätte.
    Dafür gibt es jetzt erst einmal ein Foto mit beiden Türmen zum gegenwärtigen Zeitpunkt.
    Es bleibt zu hoffen, dass aus dem "langen Franz" in naher Zukunft ein XXL-Franz wird und auch der "kleine Cohn" ein bisschen wächst.



    Foto: Beggi

  • Umbau der Römerpforte am Haus Löwenstein (Update zu #377): Vorher dunkle Metallrahmen und verhängte Scheiben.



    Bild: Mylius, mit GNU Free Documentation License @Wikipedia


    Nach Abbau des Bauzauns vor ein paar Tagen zum Vorschein gekommen: Einfassungen aus Mainsandstein und offene Glasflächen.




    Bilder: Schmittchen

  • Zu #409:


    Wie man auf dieser historischen Fotografie erkennen kann...



    (Klicken zum Vergrößern)


    ...ist das Erdgeschoss des Hauses Löwenstein nun wieder fast im neogotischen Vorkriegszustand. Auf die ohnehin affektiert wirkenden Maßwerke im Sturzbogen kann man hier wirklich verzichten.


    Bildquelle: Glasdia aus meiner Privatsammlung, urheberrechtliche Ansprüche dürften aufgrund des Alters erloschen sein.

  • Weiterhin nichts Neues, wieder nur Bestandsbilder, leider, dafür aus ungewohnter Perspektive. Der Lange Franz, immer noch als unwürdiger Stumpf mit Notdach:



    Ebenso der Kleine Cohn:



    Wer sich schon mal gefragt hat, wie die "Seufzerbrücke" zwischen Süd- und Nordbau wohl von oben aussieht - so:



    Bilder: Schmittchen

  • Da ich schon seit vielen Jahren diese Notdächer auf den Rathhaustürmen Langer Franz und Kleiner Cohn für nicht akzeptabel halte (hatte ich hier schon angemerkt), habe ich vor einiger Zeit unsere Oberbürgermeisterin Frau Petra Roth per Mail angeschrieben und bekam umgehend eine Antwort aus dem „Vorzimmer“. Frau Roth möchte sich darum persönlich kümmern und ich solle mich etwas gedulden. Heute habe ich einen Brief von Frau Roth mit folgendem Inhalt bekommen:
    Aufgrund notwendiger Rückfragen habe sich die Beantwortung meiner Anfrage verzögert. Sie teile voll meine Einschätzung und dass die Wiedererrichtung der Türme, der Stadtsilhouette eine ganz eigene Note verleihe.
    Dann geht Sie auf den Abriss des Technischen Rathhauses und der Neubebauung durch zu rekonstruierende Häuser ein. Da diese Vorhaben ein Großteil der Mittel aus Stadtreparatur und Stadtgestaltung verschlingen und in Anbetracht der bestehenden Haushaltsunsicherheit, bittet Sie mich um Verständnis, dass erst nach Abschluss dieser Entwicklung über weitere Maßnahmen im Bereich Römer entschieden wird.
    Zum Schluss kommt noch der Hinweis, dass das Vorhaben verschoben, aber nicht aufgegeben ist.
    Auf deutsch, es gibt ein Vorhaben aber die Realisierung dauert noch ein paar Jahre. :(

  • Grundsätzlich ist es doch erstmal schön, das a) du so eine ausführliche Antwort bekommst und keine Textbausteine und b) das es das Vorhaben immer noch gibt. Und es sich bei den Turmspitzen wirklich nur um Kosmetik handelt und kein akuter Handlungsbedarf besteht, finde ich die Prioritätenstetzung in Richtung Altstadt-Neubebauung richtig, denn da ist es ja dringender nötig.

  • Fizgig : Du hast natürlich Recht und ich habe mich auch sehr über die persönlich Antwort gefreut und auch darüber, dass das Vorhaben nicht gestorben ist. Als reine Kosmetik sehe ich das allerdings nicht, es handelt sich ja nicht um einen Anstrich, sondern um Turmspitzen die das gesamte Altstadtbild grundlegend verändern. Vielleicht nervt es mich auch nur, weil ich schon seit 30 Jahren darauf warte, aber dafür kann unsere OB natürlich nichts.

  • Sanierung und Umbau des Rathaus-Nordbaus

    Das Hochbauamt der Stadt hat für den Rathaus-Nordbau einen Dienstleistungsauftrag für Architekturbüros ausgeschrieben. Auszug aus dem Ausschreibungstext:


    [INDENT]Das Hochbauamt der Stadt Frankfurt am Main beabsichtigt, für das Projekt Sanierung und Umbau des denkmalgeschützten Rathaus Nordbaus Paulsplatz 9 in Frankfurt am Main die Architektenleistungen über ein VOF-Verfahren zu vergeben. Es handelt sich um 3 Maßnahmen, die als Paket zu vergeben sind: Flachdachsanierung, Teilumbau 4. Obergeschoss und Brandschutz der Haupttreppenhäuser mit Umbau Pförtnerbereich. Die Nutzfläche des umzubauenden 4. Obergeschosses (Innenraum) beträgt ca. 1.500 qm, die Dachfläche rund 2.200 qm. Der Entwurf für den Umbau steht weitgehend fest (siehe: http://www.vof-ffm-paulsplatz9.de). Der Umbau muss im laufenden Betrieb erfolgen.[/INDENT]


    Auch wenn der Vorentwurf des Frankfurter Büros dirschl.federle_architekten auf der Website zum Wettbewerb ohne Password nicht einsehbar ist, so ist doch anzunehmen, dass es sich nicht um die in Aussicht gestellte Wiederherstellung des Dachs nach historischem Vorbild (s. o.) handelt. Darauf deutet auch der genannte Kostenrahmen für die Gesamtmaßnahme von "nur" rund 4,6 Mio. Euro brutto hin. Es kann natürlich sein, dass der Brandschutz schnelles Handeln erfordert. Nur sollte die Dach-Rekonstruktion nicht wegen der Flachdachsanierung in einer noch weiter unten liegenden Schublade verschwinden.

  • Für die Wiederherstellung der Dächer des Langen Franz und des Kleinen Cohn würde ich der Stadt sogar eine Spende geben. Da dürfte ich nicht der einzige sein. Im Internet konnte ich keine Kostenschätzung finden. Gibt es denn eine, bspw. im Rahmen der oben erwähnten Machbarkeitsstudie?

  • Ich möchte hier keinen Pessimismus verbreiten, aber die Flachdachsanierung macht leider eine Rekonstruktion des historischen Dachs in absehbararer Zeit eher unwahrscheinlich.


    Nicht nur für den langen Franz, sondern auch für das historische Rathausdach wäre mit Sicherheit einiges an Spendengeldern aufzutreiben. Die Frage ist nur, ob die Stadt Frankfurt überhaupt Interesse daran hat. Soweit ich informiert bin waren doch die Planungen für die Rekonstruktion schon relativ weit fortgeschritten.


    Auch an der Costa Blanca gibt es Leute, die hier zu einer kleinen Spende bereit wären. :)

  • Ich erinnere an der Stelle gerne daran, dass es schon in den 1980ern eine Spendenzusage der Bethmann-Bank gab, die meines Wissens aufgrund der Untätigkeit der Verantwortlichen wieder zurückgezogen wurde. Angeblich ein Millionenbetrag, damals noch in DM, leider finde ich kurzfristig keine Quelle dazu.


    Nachtrag, Google ist dein Freund:


    http://www.faz.net/artikel/C30…rherstellen-30201600.html


    2003 grob geschätzt 2,6 Millionen Euro, da machen trotz Inflation 4,6 Millionen Euro für die Sanierung doch einen etwas merkwürdigen Eindruck. Wird mal wieder Zeit für Leserbriefe.

  • Rathaus-Nordbau

    Flachdachsanierung klingt wirklich nicht besonders vielversprechend. Ist-Zustand:



    Bild: Gizmo23


    Und ein schöner Vergleich der Ecke inklusive der Türme heute und vor 100 Jahren in der fotocommunity.

  • Haus zum Römer, Römerhöfchen

    Nachdem vor einiger Zeit das Haus Alt-Limpurg dran war, erhält nun das Haus zum Römer eine neue Schiefereindeckung. Eingerüstet ist auch das Römerhöfchen mit dem schönen Treppenturm von 1627. Neben Informationen über das Haus zu Römer auf wikipedia gibt es auch auf der Homepage der Stadt Frankfurt eine schöne Zusammenfassung über die Geschichte des Römers insgesamt.
    Das Haus zum Römer, gesehen vom Eisernen Steg aus.



    Und am Römerberg, mit vorweihnachtlicher Stimmung.



    Das Römerhöfchen bei schlechten Lichtverhältnissen.



    -Bilder von mir-


    @Mod: Könnte man evtl. hierhin verschieben, wenn der Thread auf den ganzen Römer ausgeweitet wird. Robbi : Gute Idee. Zwecks Wiedererkennung hat der Thread allerdings (vorübergehend) einen ziemlich komplizierten Namen.

  • Am Nordbau des Römers scheint die Flachdachsanierung begonnen zu haben. Es stehen Kran und Gerüst:



    An der Westseite gibt es neuerdings ein Fassadengesicht mit Schnurrbart:



    Bilder: epizentrum

  • Na, das ist doch ganz auf der Linie des nun grün dominierten Baudezernats, der Bruch und dessen Erhalt um jeden Preis. Für eine Stadt von der Größe Frankfurts allerdings in der Außenwirkung einfach nur peinlich.