Dresden NORD: Projekte in Klotzsche, Hellerau und Weixdorf

  • Zwei chipaffine Firmen bauen im kommunalen Gewerbegebiet Rähnitzsteig - oiger news berichtete.

    Das dürfte zwei der im TSP neu eingezeichneten Baugenehmigungen betreffen, welche östlich der Ansiedlung der Frima Sachsen-Kälte verortet sind.

    Einmal investiert die japanische Firma Murata 7 Mio € in sein erstes europäisches Schulungszentrum sowie ein Kundenbetreuungs-Büro.

    Und zweitens baut die Firma Insecotec für 4,5 Mio € einen neuen Firmensitz. Beide Investments waren schon vor TSMC genau so beabsichtigt.


    Für das neue gigantische Umspannwerk auf Wilschdorfer Ackerflur läuft nun die frühzeitige Beteiligung - Offenlage, wobei es um die FNP-Änderung geht.

    Viele kleine Bildchen mit winzig wirkender Fläche sind in den Unterlagen zu sehen, als ob es sich hier um einen Kleingarten handelt. Es sind aber ü50 ha.

    Von den "untersuchten 14 Alternativstandorten" schieden die meisten umgehend aus, bei den wenigen übrig gebliebenen Flächen war das entscheidende Ausschlußkriterium, daß jene im Landkreis Meissen liegen und folglich dort beplant werden würden.

    Hingegen taucht in der Abwägungsmatrix der Potenzialstandorte das Kriterium Natur, Boden, Nachhaltigkeit, Landschaft, Klima oder dergleichen nicht mal auf.

    Auf Seite 10 der Begründung wird immerhin mal aufgelistet, was man hier alles zerstören wird: Zitat aus der Unterlage

    Also Ergebnis: die ungeeignetste Fläche, die man aber am schnellsten zur Schnecke machen kann. Ich bin sicher, daß andere Standorte deutlich verträglicher wären, allerdings spielt hier der Faktor Zeit nun wieder als Totschlagargument eine Rolle, sowie daß alles schön in Obhut der Landeshauptstadt bleiben kann.

    Da wird also die gewählte Lokalpolitik der FNP-Änderung zustimmen und damit natürlich ganz normal weiter die Axt an die Lebengrundlagen ihrer Wähler legen. Auch wird der übliche Planungsprozess mit "Beteiligung" genau dem überkommenen Käse gleichen, ohne daß jemand es verhindern kann.

    Hier noch mal die Abwägungsmatrix zur Standortauswahl (finale Kandidaten) - ohne umwelt- oder naturrelevante Indikatoren selbstverständlich.

    Naturrecht dürfte unter "Raumwiderstände" subsumiert sein, aber das kann man ja alles husch aushebeln, halt nur ein "bissel anspruchsvoll, aber machbar".

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    Hier sieht man die Einbindung ins überregionale Stromnetz, wobei man mal die Flächen der UW Streumen und Schmölln bei g.maps checken könnte.

    Allerdings merkt man, daß bisher solch große Versorgeranlagen oft und gerne in den weiten ländlichen Räumen verortet sind, und weniger im Weichbild einer Großstadt mit besonderer Landschaftsqualität in alle Richtungen drumrum. Es wird eines der größten Eingriffe werden, die man je gesehen hat.

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    Abfotos aus der Unterlage siehe Link

    Nachtrag 2: Das UW Schmölln hinter Bischofswerda hat ca. 250*200m= 5 ha (maps), jenes UW in Streumen südlich Wülknitz hat 300+300m= 9 ha (maps).

    Warum man jetzt auf 50 ha in Dresden hochgeht, ist mir nicht klar. Inwischen deckelt die neue Bundesregierung eh die Strommenge wieder und bremst.

    Nachtrag: ESMC/TSMC

    heute berichtet SäZ paywall über die erste Bürgersprechstunde bei ESMC, welche regelmäßig angeboten wird. Termine unter esmc.eu .

    Es gab dort einige Infos: 500.000 m³ Erde wurden ausgehoben bzw bewegt, die 200m lange Südfassade der Haupthalle erhalte eine spektakuläre Fassadenbegrünung, die Dachflächen allerdings müssen für PV von 1MW sowie für Kühlanlagen und Emissionsfilter herhalten, auch weitere Gebäudetechnik muß dort oben drauf. Auf die Bürobauten wird ebenso PV sowie teilweise Dachbegrünung kommen. An der Nordwestseite des Werkes wird ein Parkhaus mit 800 PKW-Stellplätzen gebaut. Das Werk sei autark und somit betriebsbereit konzipiert, sofern China die Insel Taiwan überfallen sollte. An Verkehrsprojekten oder gar Wohnungsbau könne man sich nicht beteiligen (eine Werkssiedlung wurde angefragt), aber man versuche Wohnraum für Mitarbeiter zu finden (die meisten wollen "ins urbane Umfeld"). Einige hundert taiwanesische Experten werden das Hochfahren der Fabrik in den ersten Jahren unterstützen.

    Für eine S-Bahn seien 2000 Arbeitsplätze nicht genug, aber man interagiere mit den anderen Großarbeitgebern drumrum wegen gestaffelter Arbeitszeitbeginne.

    3 Mal editiert, zuletzt von Elli Kny (16. September 2025 um 19:37) aus folgendem Grund: Nachträge

  • Festspielhaus Hellerau - Eröffnung des Ostflügels mit "Kleinem Saal" und Studios, PM der Stadt, stolze 13 Mio € (davon etwa die Hälfte Eigenanteil der Stadt)

    Besuch am Tag des off. Denkmals. Hier zunächst der Ostflügel.

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    Foyerraum mit Blick zum Platz

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    ein Studiosaal // ganz rechts der Blick vom Haupthaus

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    Foyer: Übergang 1.OG - überall viele Leuchtleisten zur Illumination der Dachkonstruktion

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    Foyer Übergang 2.OG (sonst nicht zugänglich) // Dachboden 2.OG mit Technik für Kleinen Saal darunter // Blick zum Hof aus dem 1.OG

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    Festspielhaus - Haupthaus

    Foyer und linke Treppe hinauf

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    Hauptsaal / Theatersaal

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    ^ ein Sitz hat eine abweichende Farbe. ^.^

    Bühnenbereich // Nebenräume des Hauptsaals

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    alle fotos elli kny

  • ESMC/TSMC - update

    ab Dämmerung ergibt sich ein beeindruckendes Lichtermeer, 13 Kräne wurden mit Lichtschläuchen drapiert. Insgesamt sind es ca. 20-24 Kräne.

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    Annäherung ab BAB4-AS Flughafen und dann von Süd über die Rähnitzer Allee sowie längs des Bosch-Rings

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    Um das Werk stehen PKW aus allen osteuropäischen Ländern, was auf viele Gastarbeiter für die Subunternehmen der Rohbauerstellung hindeutet.

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    zweimal Bosch-Werk // ganz rechts: neue Jenoptik-Chipfabrik (noch nicht fertig hier gezeigt - also tagsüber bei Licht)

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    Infineon - update

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    alle fotos elli kny

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny (19. September 2025 um 08:37)

  • Weixdorf

    Die HBH-Immo plant einen kleinen EFH-Standort an der Badstrasse. Lage im TSP. IST-Zustand: Kleingärten.

    Vorhabenbezog. B-Plan 6055 - DD-Lausa geht jetzt in die Gremien - Ratsinfo Vorlage V0501/25. Daraus die Vorhabenbeschreibung - Direktlink pdf.

    Vielleicht sollen hier ein paar TSMC-Familien wohnen. Planskizze aus der Vorlage:

    Screenshot-2025-10-07-235141.png

    Im TSP sind dort nahebei ein grosser Kita-Neubau @ Zum Bahnhof zu sehen (laut TSP-Luftbild: in Bau) sowie östlich ein Neubau inmitten der Teiche-Kette.

    Bei Letzterem steht bislang das Waldbadhaus Weixdorf am Großteich - streetview. Soll das schöne historische Haus etwa abgerissen werden? Was ist hier los?

    Die neue Kita @ Zum Bahnhof dürfte laut g.maps-Luftbild inzwischen fertig sein. Es ist die Kita Heideland - Vorzustand, den die Volkssoli betreibt - Link.

    Man sieht aber nur Containerbauten, welche wohl Interim bis zum fertigen Neubau sind. Das Richtfest zeigte ja, daß der Neubau ein Massivhaus mit anderer Fensteranordnung ist. Auch Tag24 berichtete im Mai zum Richtfest. Der DDR-Vorgänger war stark schadstoffbelastet und musste abgerissen werden. Die Containerlösung könnte also schon jahrealt sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny (8. Oktober 2025 um 09:33)

  • ^ zum letzten Absatz^:

    Neubau Kita Heideland, Zum Bahnhof 7 (Weixdorf) - seit dem Richtfest nur partiell fortgeschritten. Das Container-Interim steht östlich dahinter.

    PM der Stadt vom April 2025, wonach man leicht verzögert ist, aber die Kita soll eh erst Ende 2026 starten.

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    Waldbadhaus Weixdorf am Großteich - beides (also Haus und See) unter Denkmalschutz, unklar was der TSP hier offenbart.

    Bild: https://i.postimg.cc/yYqP3WjB/P1310254.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/fTxvcZqs/P1310255.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/YCMz8VTX/P1310256.jpg

    Östlich um das Waldbadhaus erstreckt sich eine Flachbauzone, die wohl die Gastwirtschaft aufnimmt. Nun könnte man annehmen, daß evtl. diese Zone abgerissen und mit einer neuen Lösung bebaut werden soll. Aber der TSP zeigt eine viel grössere Fläche einer Baugenehmigung, obendrein ist der Flachbau aus Stein und Holz in äusserlich gutem Zustand. Auch steht der Flachbau mit unter Schutz, aber da könnte man ggf etwas intergativ lösen. Also alles unklar.

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    Waldbadsee bzw Großteich - mit zahllosen Wald-Datschen drumrum // nördlich davon der biotope Obermittelteich jenseits des Großteichdamms

    Bild: https://i.postimg.cc/T3fJQSBm/P1310259.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/sgm9LmRb/P1310260.jpg


    Büroanbau Rathenaustrasse 17 (Weixdorf, nahe der Gleisschleife Endhalt Tram 7) - modernistische Neuverkleidung eines Büro- bzw Praxisanbaus

    Den Anbau gab es schon im TSP-Luftbild von 1993, Bauzeit unklar, jetzt erhielt er eine neue extravagante Fassade, ich erinnere nur daß der Anbau lange leer stand, streetview zeigt noch schön den Vorzustand (Juni 2023). Also das ist jetzt schon fetziger.

    Bild: https://i.postimg.cc/X7M8BX8L/P1310252.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/Gh0QT9Qg/P1310253.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/664cQCdM/P1310251.jpg

    Laut eines Passanten war mal die Rede von einer Steuerberatungskanzlei. Der Bau scheint fertig, aber es ist noch keine Nutzung ersichtlich.

    alle fotos elli kny (heute mal nicht regenscheu)


  • Klotzsche

    Neubauquartier Traubelstrasse 2-8, Ecke Langebrücker Strasse - update, Lage im TSP, diverse Baukörper, Wohnpark mit 4 Mehrfamilenhäusern, zuletzt #253

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    Also ich zähle sogar fünf Baukörper. Auch der Bau an der Langebrücker Strasse 15 scheint ein Wohnhaus zu werden. Die Traubel-8 kam ggf hinzu (?).

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    Bild: https://i.postimg.cc/d1k2LKTT/P1310266.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/QCccJkbk/P1310267.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/j2yy4QXF/P1310268.jpg

    An der Langebrücker Strasse 6 stand bis vor Kurzem der Interims-REWE (also links auf dem Kies), der das Aushungern von Klotzsche verhindern sollte.

    Jetzt ist die Frage: Kommt die ganze Neuversiegelung, v.a. des asphaltierten Interims-Parkplatzes, wieder weg, oder lässt man einfach alles wie so oft stehen und liegen? Also da muss es vorab ja gewisse Auflagen gegeben haben. Noch ist Zeit dafür, aber gut daß man solch Beispiel mal im Auge hat.

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    alle regnerischen Fotos by elli kny

  • Globalfoundries-Chipfabrik - investiert 1,1 Mrd. €€ in eine Werkserweiterung (Phase 1 - "Sprint") - oiger-news berichtet heute.

    Im Zuge des Kanzlerbesuchs wurde dies verkündet, über die Fördersumme von Bund und Freistaat über den EU-Chips-Act hüllt man sich in Schweigen.

    Durch Steigerung der Reinraumflächen sowie der Waferproduktionszahlen möchte man die Resilienz für den europäischen Markt erhöhen.

    Fokus dabei wird auf die stromsparsame FDX-Transistor-Technologie sowie KI-Beschleuniger-Schaltkreise gelegt.

    Weitere drei Ausbaustufen des Werkes sollen bis Mitte der 2030er Jahre folgen.

    Seit der Übernahme der AMD-Fabrik 2009 wurden laut GloFo rund 10 Mrd. €€ in das dresdner Werk investiert. Es blieb bei ca. 3000 Beschäftigten.

    BOSCH - auch Bosch hat sein Chipwerk ausgebaut und die Reinraumfläche um ein Drittel vergrössert. oiger-news berichtete tags zuvor.

    Nach dem Werksaufbau von 2017 bis 2021 steckte Bosch weitere 300 Mill. €€ ins Werk, und schloß eine Lücke zwischen den Werksgebäuden.

  • TSMC / ESMC - update

    Links die neue Jenoptic-HighTechFabrik, welche nun fertig ist. Rechts BOSCH, und dahinter TSMC.

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    Jenoptic

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    Annäherung an TSMC östlich der Rähnitzer Allee: neue flächige Parkplätze, die aber später wieder wegkommen. Rechts hinten Bauleiterbüros und Pausenräume.

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    unten: alles hier vor den Kränen auf dem Bild kommt nach Bauende wieder weg.

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    Inmitten der Rähnitzer Allee (hier teils Rob.-Bosch-Ring genannt) ist der Tiefbau der grossen Leitung anscheinend beendet - es dürfte für Abwasser sein, oder?

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    TSMC / ESMC - Werkstor 0 - links des Hauptwerk, rechts der Versorgungstrakt (Kälte- und Wärmezentrale, Belüftung und industrielle Gase).

    Air Liquid wird hinter dem Werk nördlich hier einen eigenen Neubau für die Gase-Versorgung errichten.

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    Versorgungszentrale für das Werk nochmal einzeln

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    nochmal die Visu vom Bauschild: rechts das Versorgungsgebäude, mittig das Zentralwerk, links Entwicklungs- und Bürozentrum.

    Rechts oben sieht man auch Air Liquid mit den Gas-Tanks.

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    Am Hauptwerk entlang. Die Herzstücke aller Chipfabriken werden im Übr. schon immer recht flugzeugabsturz- und anschlagssicher "im Keller" der Werke angeordnet, drüber sind mehrere massive Deckenstrukturen, die einiges abwehren sollten/könnten. Herzstücke sind eben die Reinraumzonen mit der eigentlichen Chipproduktion.

    Bild: https://i.postimg.cc/tRk5mYcd/P1330683.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/Df6gY8Nj/P1330684.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/SQdrtJPP/P1330685.jpg

    Riesen Raupenkräne wohl aus München sind sichtbar, vorn 120m hoch, hinten 86m etwa. Es kommen bald noch zwei oder drei hinzu.

    Das sind durchaus die größten ihrer Art. Wahre Dinos mit gigantischen Ausmaßen.

    Bild: https://i.postimg.cc/vHmzRGRt/P1330686.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/8PCH8T8Z/P1330687.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/fTgvD1DN/P1330688.jpg

    Zentralwerk - es wächst erst so langsam in die Höhe

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    Büro- und Entwicklungszentrum, wo vermutlich auch die lokale Konzernleitung sitzen wird, sowie die Werksverwaltung.

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    Nördlich des Bürozentrums entsteht derzeit auch das Werks-Parkhaus. Monatelang stand dort ein seltsamer Treppenturm allein im Sand, nun ist klar warum.

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    städtebauliche Einordnung an der Knappsdorfer Strasse - mit Bosch rechts

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  • Klotzsche-Süd - um die Shakespeare-Strasse - hierzu zeigte ich #210 (im März '24) etliche leere Häuser, einiges tut sich seitdem.

    Erstsanierung Altbau Am Grünen Grund 9 - längst fertig, man beachte den Vorzustand auf streetview, zuletzt Dez.2024

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    vorher // nachher

    Bild: https://i.postimg.cc/MGDX0mD6/P1180797.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/RV2MWN9j/P1330667.jpg

    Erstsanierung Altbau Max-Hünig-Strasse 19 - leider vermutlich Baustillstand, zuletzt ebd. Dez.2024

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    Bonusmotiv: Festspielhaus Hellerau mit Torhäusern - davor die zuletzt ausgerodete Brache mit Baugenehmigung laut TSP.

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    alle fotos elli kny

  • ESMC / TSMC - nun genauere Infos was im neuen Werk gefertigt wird - oiger news.

    Das neue Werk wird nur halb so groß (45k m² Reinraum) wie das nahe Global Foundries Werk, und fertig nur "einfache Chips" (28nm, meist für Autoindustrie).

    Immerhin sei die FinFET-Produktionslinie (12-16 nm) ein gewisser Zugewinn für Europa, das gibt es bislang nur im irischen Intelwerk.

    ESMC wird zudem reiner Auftragsfertiger - also bestellen und erst dann produzieren.

    Für Chips der neuesten Generationen unter 10nm würde die nun gebaute Geschosshöhe nicht ausreichen, da die EUV von ASML hier nicht reinpassen.

    Anm.: nunja, hört sich nicht so pralle an wie erhofft. Das dürften jetzt auch bei Weitem noch keine 10 Mrd. €€ Invest sein, das dürfte nur ein Teil davon sein.

    Und ob man mit Autochips global resilienter wird, mag ich mal bestreiten. Ein paar Monate mit weniger neuen Autos auszukommen, ist im Krisenfall nicht system-relevant. Bei High-End-Chips für viele andere Geräte bleibt man also weiterhin schön abhängig, oder? Die gigantischen Beihilfen von 5 Mrd. €€ für

    das superreiche TSMC könnten sich sicherheitspolitisch als Schuss in den Ofen rausstellen. Es stellt sich auch die Frage, wohin ESMC später für High-End-Chips noch ausbauen bzw erweitern könnte? Das Invest jetzt schätze ich mal auf 3 Mrd. - und davon also 1,5 Mrd. Staatsbeihilfen. Das Gelände hier (TSP) ist mit dem jetzigen Werksbau bereits annähernd voll. Ok, man kann im Werk natürlich umbauen, allerdings reicht ja die "Geschosshöhe" bei aktuellen EUVs nicht aus, evtl. aber später dann??

  • Regenversicherungsbecken Infineon (RVB) an der Königsbrücker Strasse - in Bau, Infos bei diesachsen.de,

    weitere 9000m² Wald wurden südlich Infineon gerodet (rote Linie im Bauschild von mir grob eingezeichnet, den Rodungsumfang verschweigt das Baubildchen).

    Es geht um die Ableitung des Regens von nun 160000m² Werksdachflächen (bislang 90000m²). Frage: Warum spült man es nicht in die kleine Prießnitz?

    Die Bauzeit dürfte wegen des miesen Wetters schon verzögert sein, egal. Die Abwasser-Northstream-Leitung soll jedenfalls am 10. August erstmals geflutet werden, was nichts mit dem Becken zu tun hat. Dafür finden noch umfangreiche Tiefbau- und Anschlußarbeiten an der Kreuzung zur Köbrü statt, wobei bald der Verkehr auf eine Interimsfahrbahn über der neuen Rohrtrasse geleitet wird, weil man den Anschluß auf der Kreuzung bauen muß.

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    Infineon-Erweiterung (5 Mrd. €) - update

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    ...und folgend paar Tage später:

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    alle fotos elli kny

  • Zur Frage der Straßenbahnverlängerung ins Rähnitzer Gewerbegebiet gab es vor einigen Tagen einen SZ-Artikel. Demnach ist in der laufenden Variantenprüfung nur eine Führung bis zur Knappsdorfer Straße vorgesehen, Globalfoundries oder gar das Gewerbegebiet Boxdorf würden nicht angeschlossen. Grund dafür sei neben dem finanziellen Aspekt ein Gutachten zu Erschütterungen und Elektromagnetismus, das nachweise, dass eine schienengebundene Verbindung mögliche Erweiterungflächen für die Chipfabriken beeinträchtige.

    Ob diese eingekürzte Verbindung dann noch attraktiv genug ist, wird man vielleicht auch beantworten. Bis Jahresmitte soll die Voruntersuchung vorliegen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das neue Werk wird nur halb so groß (45k m² Reinraum) wie das nahe Global Foundries Werk, und fertig nur "einfache Chips" (28nm, meist für Autoindustrie).

    Immerhin sei die FinFET-Produktionslinie (12-16 nm) ein gewisser Zugewinn für Europa, das gibt es bislang nur im irischen Intelwerk.

    Im Deutschlandfunk gab es kürzlich einen interessanten Beitrag über TSMC, der mir geholfen hat, das "Silicon Saxony" besser einzuordnen.

    https://www.deutschlandfunk.de/an-der-halblei…-chips-102.html

    Ich fasse die Inhalte mal zusammen:

    • Chips über 12 nm gelten als "reife Technologie", sie sind es, die für die allermeisten Anwendungen benötigt werden (größtes Produktionsvolumen), sind aber auch entsprechend günstig und bringen geringe Margen.
    • Halbleiter mit nur 2 bis 3 nm (IUV-Technologie) sind die technologische Speerspitze, für die TSMC ein Monopol hat, wenngleich die Chinesen alles daransetzen würden, den Rang abzulaufen.

    Dass es für diese superdünnen Halbleiter Monopole gibt, hat Gründe:

    • Es gibt nur eine einzige Firma (aus den Niederlanden), welche die Maschinen herstellt, welche die Halbleiter herstellen. Eine solche Maschine ist groß wie ein Bus und kostet um die 30 Mio. US-Dollar.
    • In diesen Maschinen ist wiederum ein entscheidendes Patent von Zeiss für die Belichtung verbaut.
    • TSMC gewährleistet die wirtschaftliche Produktion dieser auf extreme Präzision angewiesenen Halbleiter durch extremen Drill. Die Mitarbeiter leben im Werk, arbeiten 70 bis 100 Stunden pro Woche, jeder Fehler hat Lohnkürzungen zur Folge.

    Die beiden europäischen Unternehmen haben jahrzehntelange Forschung in die Technologie investiert. Taiwan hat "unvernünftig viel Geld" investiert, um in die Produktion einzusteigen. Die Halbleiterproduktion ist die Lebensversicherung des Landes ("Silicon Shield"), denn nur das weltweite Monopol sorgt dafür, dass der Westen eingreifen würde, falls sich China Taiwan einverleiben will. Auch aus diesem Grund arbeiten die Chinesen mittels Industriespionage, aber auch mit "wirtschaftlich unvernünftigen" Investitionen daran, selbst eine solche Produktion aufzubauen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ESMC wird zudem reiner Auftragsfertiger - also bestellen und erst dann produzieren.

    Das ist es dem DLF zufolge auch im Heimatland. Man designed nicht selbst und ist somit kein Konkurrent seiner Kunden.

    Soviel zum Pressebeitrag.

    Insofern ist doch klar, dass Dresden unter gegebenen Bedingungen nicht mitspielen kann:

    • Es fehlen technologische Alleinstellungsmerkmale.
    • Es fehlt der unbedingte Wille, Halbleiterproduktion als Sicherheitspolitik aufzufassen.
    • Es fehlen sehr langfristig orientierte, sehr hohe Investitionsvolumen.
    • Es fehlen Arbeitskräfte für die Produktion, die auch nur ansatzweise konkurrenzfähig wären.

    Was nicht ist, kann ja noch werden:

    • In der Grundlagenforschung ist Deutschland traditionell stark. Aber ob der Transfer in die deutsche Wirtschaft klappt, z. B. vom neuen MPI für Mikrostrukturphysik in Halle bis zum Dresdner Valley, ich hege da so meine Zweifel.
    • Die (teils stark kritisierten) riesigen Förderzusagen an Intel zeigten schon ein gewisses Umdenken in der Politik. Aber was ist Plan B, nachdem Intel der falsche Partner war? Wendet man sich vielleicht mal dem energischen Aufbau europäischer Unternehmen zu?
    • An den notwendigen Investitionen sollte sich neben dem Staat auch die europäische Wirtschaft beteiligen, die auf die Halbleiter angewiesen ist.
    • Die Arbeitskräfte sind wohl das größte Manko, hier hilft nur gezielte Ausbildung und Einwanderung, auch da fehlt m. E. das konzertierte Vorgehen. 100-Stunden-Wochen werden zum Glück auch in Zukunft bei uns nicht der Regelfall.
  • Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme @ An der Bartlake 5 / Wilschdorfer Landstrasse (DD-Rähnitz) - update, unklar ob Baustillstand an den Bürotrakten (wohl schon länger) vorliegt. Zuletzt im Nov.2024 noch in guter Hoffnung. Der Bau zieht sich schon Jahre hin, es gibt wohl Ärger.

    Fasadenbau nicht finalisiert, Innenausbau unklar. Gesamtkomplex aber viel größer, nach hinten ggf denoch in Nutzung?

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    Bild: https://i.postimg.cc/4N5WdhTb/P1350347.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/c4mFH8Nn/P1350345.jpg   Bild: https://rianmafotos.de/abload/11550/p1110963ctclc.jpg

    ^ ganz rechts: die Visu aus Okt.2023


    Hellerau:

    Altbau Am Hellerrand 10 - Abriss für Neubauwürfel laut TSP beendet.

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    Dabei steht der eigentliche Abrisskandidat nur zwei Häuser weiter an Nr.6: der vorkragende Flachbau bis in den Hof hinein. Laut g.maps sind dort die "Hellerfrisöre" drin, na geil. Flachbau bei streetview. =O

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    Vorzustand aus #210 (März 2024)

    Bild: https://i.postimg.cc/KYHjsvdw/P1180803.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/L5zsXknF/P1180804.jpg

    alle fotos elli kny

  • TSMC / ESMC - update, zuletzt Ende Dez.2025

    Bild: https://i.postimg.cc/C5x4dFCH/P1350325.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/Y0CxjpNV/P1350326.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/BbnCtq5N/P1350327.jpg

    In den ersten Bildern sind die beiden laut Münchner Spezialfirma grössten Raupenmobilkrane (Deutschlands/Europas?) zu sehen. 90 und 120m hoch max.

    In den Fotos 1, 2 und 4 ist je rechts das sogenannte Versorgungsgebäude zu sehen, was die Rohbauhöhe erreicht haben dürfte. Linsk davon das Hauptwerk.
    Bild: https://i.postimg.cc/3NxZWKCJ/P1350329.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/d3Njyz4s/P1350330.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/vT2tVp38/P1350331.jpg

    Ab Foto 6 sind etliche Motive des Büro- und Entwicklungskomplexes zu sehen, welcher durch seine Systemfassaden und viel Glasfläche was hermacht.

    Eigentlich gehört so ein stolzer Baukörper (Stadtbaustein) irgendwo in integrierte Lage zentrumsnah, das dürfte mE doch bitte logistisch doch möglich sein.

    Schade dass diese Architektur des dresdner HighTech-Fortschritts nun hier am Übergang zum Ackerland und Naturraum platziert ist, wo es wenige sehen.

    Auch wäre es verkehrlich besser und nachhaltiger, wenn zumindest die Mitarbeitenden im Bürokomplex keinen ÖV ins JWD bräuchten.
    Bild: https://i.postimg.cc/Bb7BKdMF/P1350332.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/mkpyH08Q/P1350333.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/zDxj6g8L/P1350334.jpg

    Und weiter gehts wie immer einmal westwärts drumrum, die Motive sollten selbsterklärend sein.
    Bild: https://i.postimg.cc/QxVb3ddW/P1350335.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/Kv4N288P/P1350336.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/8P3bPg7M/P1350337.jpg


    Bild: https://i.postimg.cc/Gmyx4gY1/P1350338.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/g2ZHxtRw/P1350339.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/L813JQff/P1350340.jpg


    Bild: https://i.postimg.cc/Dz3dLQdL/P1350341.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/d0cmrRmn/P1350342.jpg   Bild: https://i.postimg.cc/g0yyDwNN/P1350343.jpg


    Bild: https://i.postimg.cc/q7ccLt1T/P1350344.jpg    Bild: https://i.postimg.cc/7L11VCmp/P1350348.jpg

    alle fotos elli kny

  • Ich bin schon seit längeren stiller Mitleser hier im Forum gewesen. Jetzt war es endlich mal an der Zeit sich anzumelden und an der Stelle möchte ich auch gleich mal Danke sagen für die vielen tolle Infos und Fotos.

    Zum Fraunhofer IPMS kann ich ein paar Neuigkeiten liefern. Der Büroneubau ist seit März voll bezogen, dafür ist zweistöckige Bürobau daneben leer und wird zeitnah saniert. Bei der Fassade herrschte Stillstand weil der bisherige Fassadenbauer pleite gegangen ist. Und damit das Bürogebäude bezogen werden kann musste das Gerüst weg damit der Außenbereich samt Zugängen hergestellt werden kann.

    Die Fassade wurde vom neuen Fassadenbauer notdürftig mit Folie gesichert. Wann es da wirklich weiter geht weiß ich allerdings nicht.