Dresden: Pirnaische Vorstadt/Lingnerstadt

  • Die Stadt Dresden hat Kulturbauten und Museen in Masse und wahrlich kein Geld neue zu bauen....

    (Das original erhaltene) Schloss Wachau wurde zuletzt in Eigentumswohnungen umgebaut. Auch eine interessante Variante. Würde mich interessieren, wie man es innen gelöst hat.

  • Der Anbau für das blaue Robotron-Haus (Visu im Beitrag #935) taucht nun auch im Themenstadtplan auf, siehe Link. Vielleicht geht es ja bald los - meiner Meinung nach braucht die Gegend dringend jede Immobilienentwicklung, der jetzige Zustand ist in Anbetracht der Lage nicht hinnehmbar.

  • Ich habe generell nichts gegen dieses Bauvorhaben. Schlimm finde ich allerdings, dass damit die Achse der ursprünglichen Lingnerallee verbaut bleibt, während die Stadt am anderen Ende deren Verlauf aufnehmen will. Der geknickte Verlauf der Allee ist einfach richtig schlechter Städtebau.

  • Ersatzneubau Skateranlage Lingnerallee - in Bau von Ostseite her

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    Im westlichen Teil sieht man noch die alte Bestandsanlage - hier der Blick gen Osten zur Baustelle.

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    fotos elli kny

  • Paukenschlag: GSK Glaxo Smith Kline schliesst Pharmawerk im dresdner Zentrum bis Mitte 2028

    SäZ free und Tag24 berichten. Das kommt sehr überraschend, das Areal wurde über die Jahre ständig ausgebaut und mit Neubauten versehen. Man argumentiert nun mit weltweiter Impfzurückhaltung, aber vielleicht ist das deutsche Werk wegen der Kosten eher Ballast. Wo hat GSK sonst seine Werke? Offenbar gibt man einen eben noch ausgebauten Campus einfach mal so auf, vor Jahren dachte man an gigantische Erweiterung auf Flächen nördlich nebenan. Gut, daß dies nicht zustande kam, es handelt sich hier um ein echtes Chemiegroßunternehmen, es gab lange Abwasserprobleme, wo gibts eine so große Chemiebude noch im Stadtzentrum? Dresden hat ja noch Putzi-Dental in der Neustadt, auch nicht gut dort, immer riechts nach Zahnpaste.

    Noch will die Gewerkschaft und Stadtspitze kämpfen um Erhalt, aber abseits der Werksfrage würden sich schier gigantische Baupotenziale für die Vorstadt auftun, zumindest fällt ein riesiges Entwicklungshemmnis weg, nun müßte man ganz groß denken, da stört auch das Hotelhochhaus wieder enorm.

    Die Stadt geht von 17.000 Zuzüglern (inkl. Familien) wegen der Chipwerke aus, aber nur 5.000 davon sollen laut Stadt in Dresden wohnhaft werden, 12.000 würden angenommen zu Pendlern aus dem Umland werden und dort viel neuen Autoverkehr erzeugen. Die Zahlen halte ich für wenig überzeugend, zumal die Taiwanesen herzlich gern "zentrumsnah" wohnen und leben wollen und nicht irgendwo in Neu-Posemukel hinter den 7 Bergen. Dresden baut kaum Wohnungen, da rechnet man sich die Zahl mal eben schön klein, so macht es LHD öfter, das ergibt dann weniger Bedarfe, Kosten und Arbeit. Ich würde sagen, daß von 17k so etwa 13k in DD bleiben wollen. Ist die Frage, ob sie hier schnell Wohnraum finden, evtl. liegt der drift gen Land an dortiger Verfügbarkeit. Nur wie lange machen die das mit, man will doch trotzdem umziehen. Bei GlaxoSK fallen so 650 Arbeitsplätze weg.

  • Sollte dies wahr sein, so würde dies enormes Stadtentwicklungspotential ermöglichen.

    M.E. auch ein Industrieklotz am falschen Platze.

    Das Gebiet könnte dann auch nachhaltig entwickelt werden und damit auch die Planungssituation der neuen Carolabrücke beeinflussen.

  • Der Gedanke an die städtebaulichen Potentiale für die nördliche Pirnaische Vorstadt kam mir auch sofort in den Sinn, als ich von den Schließungsplänen gehört habe.
    Ich würde aber dringend mal zu einer Untersuchung raten, warum die ganze Pirnaische Vorstadt sich in den letzten 30 Jahren kaum entwickelt hat. Das liegt vielleicht an der Trennwirkung durch die gerade erst wieder zementierte 4-spurige Stadtautobahn. Vielleicht zumindest zum Teil auch an dieser Art von innerstädtischer Industrieanlage.
    Ein wenig Bedauern würde ich die Schließung dieser Fabrik aber dennoch auch. Es ist nicht lang her, da war der nicht Aluhut tragende Teil der Bevölkerung sehr an Impfstoffen interessiert. Die Grippe kommt aber auch jedes Jahr und bringt vor allem alte Leute um. Doch jetzt soll eine für die autarke Versorgung perfekt ausgebaute Produktionsstätte einfach so aufgegeben werden.
    Irgendwann versuchen wir uns nur mit Dienstleistungen weltweit zu behaupten. Das geht möglicherweise auch mal böse ins Auge.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wo hat GSK sonst seine Werke?

    Der einzige vergleichbare Standort von GSK ist in Kanada.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Noch will die Gewerkschaft und Stadtspitze kämpfen um Erhalt, aber abseits der Werksfrage würden sich schier gigantische Baupotenziale für die Vorstadt auftun, zumindest fällt ein riesiges Entwicklungshemmnis weg, nun müßte man ganz groß denken, da stört auch das Hotelhochhaus wieder enorm.

    Es fallen vor allem sehr gut bezahlte Jobs weg. Und ca. 2-5 Mio. Gewerbesteuereinnahmen pro Jahr (Schätzung AI). Bei Schließung gehe ich nicht von einem Komplett-Abriss aus. Der Bereich könnte umgenutzt werden, bspw. Büroflächen, Inkubator für Biotech/Technologiepark etc. pp. - kompletter Abriss evtl. nicht wirtschaftlich. Einzig die Erweiterungsflächen stünden dann zur Verfügung (evtl.).

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die Stadt geht von 17.000 Zuzüglern (inkl. Familien) wegen der Chipwerke aus, aber nur 5.000 davon sollen laut Stadt in Dresden wohnhaft werden, 12.000 würden angenommen zu Pendlern aus dem Umland werden und dort viel neuen Autoverkehr erzeugen. Die Zahlen halte ich für wenig überzeugend, zumal die Taiwanesen herzlich gern "zentrumsnah" wohnen und leben wollen und nicht irgendwo in Neu-Posemukel hinter den 7 Bergen.

    Schon jetzt pendeln viele von Döbeln oder Bautzen und jeweils Umgebung bis zu den Chipwerken. Der Bürgermeister von Wilthen sprach bspw. in einem Interview vor kurzem davon, dass die Chipindustrie in Dresden viele gute Arbeitsplätze für die Einwohner von Wilthen bieten würde (und im diesem Zusammenhang davon, dass der S-Bahn-Verkehr ausgebaut werden sollte). Von Döbeln oder Bautzen sind es ca. 35-37 Minuten mit dem Auto zu ESMC und zu 2 von 3 Schichtzeiten (im 3-Schicht-System) garantiert staufrei (6 Uhr Nacht/Früh / 22 Uhr Spät/Nacht). Das ist für die dortige Bevölkerung, die eh ein Auto hat, auch attraktiver als 15-20 Minuten und ein Mindestlohn-Job.

    Die Taiwanesen sind nur übergangsweise hier. Sobald das Chipwerk läuft, werden die meisten wieder zurück gehen. Die Expat-Verträge sind, zumindest in mir bekannten Fällen bei ESMC, von Anfang an nur auf Zeit angelegt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ein wenig Bedauern würde ich die Schließung dieser Fabrik aber dennoch auch. Es ist nicht lang her, da war der nicht Aluhut tragende Teil der Bevölkerung sehr an Impfstoffen interessiert. Die Grippe kommt aber auch jedes Jahr und bringt vor allem alte Leute um. Doch jetzt soll eine für die autarke Versorgung perfekt ausgebaute Produktionsstätte einfach so aufgegeben werden.

    Die Fabrik ist auch veraltet. In Zukunft wird auch die Grippe per mRNA geimpft, nicht klassisch wie bisher in Dresden hergestellt. Eine Umrüstung ist anscheinend nicht möglich, andere Technologie.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich würde aber dringend mal zu einer Untersuchung raten, warum die ganze Pirnaische Vorstadt sich in den letzten 30 Jahren kaum entwickelt hat. Das liegt vielleicht an der Trennwirkung durch die gerade erst wieder zementierte 4-spurige Stadtautobahn. Vielleicht zumindest zum Teil auch an dieser Art von innerstädtischer Industrieanlage.

    Da kannst Du genausogut fragen, warum sich das Areal Wilsdruffer Vorstadt Süd (also grob gesagt zwischen Annenstraße und Budapester Straße) kaum entwickelt hat - oder das Gebiet zwischen Budapester Straße und Reitbahnstraße.

    Die Bebauung ist in all diesen Lagen lockerer, als man sich das heute wünschen würde. Gleichzeitig ist sie aber auch nicht so locker, dass man dort problemlos (und vor allem ohne größere Widerstände!) Verdichtung machen könnte (wir erinnern uns an den Hickhack mit den Neubauten an der Seidnitzer Straße). Für echte Stadtentwicklung bliebe also nur Abriss und Neubau - und das dürfte recht schwer durchzusetzen sein.

    Im Bereich zwischen Pillnitzer und Grunaer Str. steht viel unter Denkmalschutz; dort ist einfach wenig zu entwickeln (mangels Platz). Das wäre zwischen Pillnitzer Str. und Terrassenufer etwas (!) anders, aber auch dort gibt es Hindernisse (genossenschaftliche Häuser usw.).

  • Wiederaufbau des Totenbettmeisterhauses auf dem Eliasfriedhof - hier neu, Info im Mai von der Grundsteinlegung, ein Projekt der EFRE-Gebietsförderung.

    Lage an der Ziegelstrasse - streetview. Innen sind neue gemauerte Ziegelwände schon bis zur Decke ü.EG hochgezogen. Künftige Nutzung siehe Info-Link.

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    Da haben der emsige Förderverein sowie die aktive Friedhofsverwaltung echt was hinbekommen, es kommt ein Mikropartikel der einstigen Pirnaischen Vorstadt zurück. In erster Linie geht es mE um eine Vervollständigung des einzigartig gut erhaltenen historischen Friedhofsensembles des Eliasfriedhofes.

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    Infotafel abseits der Baustelle am Friedhofseingang (full size foto)

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    alle fotos elli kny