Dresden: Altmarkt

  • In dem großen Geschäft an der Westseite des Altmarkts(21-23, ehemals Görtz Schuhe) eröffnet die Enchiladas Gruppe das nächste Systemgastronomie-Restaurant. Diesmal ein Wilma Wunder, welches es bis jetzt nur in Heilbronn und Mainz gibt.
    Es entstehen bis Ende 2017 180 Innen- und 300 Außenpltze auf 400m².


    Damit dürfte mit dem ständigen Ladenwechsel endlich Schluss sein. Meiner Meinung nach ist auch Gastro das einzigste was am Altmarkt wirklich funktioniert, da die Geschäfte alle in der Altmarkt-Galerie vorhanden sind.
    Außerdem stehen Außensitzplätze dem ziemlich leeren Platz gut zu Gesicht.


    http://www.sz-online.de/nachrichten/web-artikel-3649385.html

  • Das Zustellen der schönen Arkaden mit Tischen, Stühlen und Topfpflanzen nervt mich schon bei der Wilsdruffer Straße. Besser als Leerstand ist es aber allemal. Wobei ich es schon krass finde, dass sich in dieser Toplage kein Einzelhandel mehr rentieren soll. Wenn das wirklich so ist, wäre das ein perfektes Beispiel für die zerstörerische Wirkung der Einkaufscenter auf die Stadt, in der sie sich parasitär eingenistet haben.

  • MK4 - 11.Mai 2017

    Einige aktuelle Bilder vom Ausgrabungsstand zwischen Kramer-, Schreiber-, Pfarrgasse und An der Mauer.



    Freigelegte Keller an der Schreibergasse.





    Visualisierung am Bauzaun, Kramergasse.




    Der Bauzaun rahmt die Schreibergasse. Die autistische Gestaltung der Straßenzüge südlich des Altmarkts lässt leider wenig Altstadtgefühl aufkommen. Dies liegt meines Erachtens weniger an der unauffälligen bis unaufgeregten Architektur (auch vor der Zerstörung waren hier meist sehr einfache und oft völlig heruntergekommene Häuser zu finden) als vielmehr der völlig verschenkten Nutzung der Erdgeschosse. Hier hätten sich Gastronomie und kleine Läden zur Belebung wahrlich angeboten - vielleicht zur Abwechslung auch mal mit moderaten Mieten?




    Die ahistorische Kramergasse, Blickrichtung Seestraße. Eigentlich kein schlechter Straßenzug, ABER...(siehe oben).




    Gegenrichtung. Wohl gewollt (und damit gelungen) ist die Ausrichtung der zukünftig beidseitig bebauten Gasse auf den Rathausturm, womit sich eine interessante Blickachse ergeben wird.




    Die Schreibergasse verjüngt sich durch Schrägstellung der Baufelder zum Altmarkt zu. Zwischen "Legohaus" und NH-Hotel.





    Der sterile Straßenzug der Schreibergasse in fast ganzer Länge. Wie gesagt: Aus meiner Sicht enorm viel verschenktes Potenzial, was in erster Linie auf die Quasi-Nichtnutzung der Erdgeschosse bzw. deren Degradierung zur Andienungszone der Blöcke zurückzuführen ist.


  • Einige aktuelle Bilder vom Ausgrabungsstand zwischen Kramer-, Schreiber-, Pfarrgasse und An der Mauer.



    Freigelegte Keller an der Schreibergasse.


    Es ist äußerst bedauerlich, dass von den zahlreichen nach 1990 ergrabenen Kellern rund um den Altmarkt meines Wissens nicht ein einziger erhalten und in Neubebauung integriert wurde. Dabei sind diese Gewölbe hier nicht weniger bedeutsam wie die am Altmarkt. So angenehm Tiefgaragen und eine von parkenden Autos überwiegend befreite Innenstadt auch ist, der Preis einer archäologisch in weiten Teilen abgeräumten Altstadt ist dafür extrem hoch.



    [...]als vielmehr der völlig verschenkten Nutzung der Erdgeschosse. Hier hätten sich Gastronomie und kleine Läden zur Belebung wahrlich angeboten - vielleicht zur Abwechslung auch mal mit moderaten Mieten?


    Das liegt auch in einem weiteren Fehler begründet, hier nur große Blöcke hinzusetzen und nicht kleinteiliger zu bauen. Die Leute sollen drin behalten werden, statt womöglich nur vorbeizuschlendern.

  • "Das liegt auch in einem weiteren Fehler begründet, hier nur große Blöcke hinzusetzen und nicht kleinteiliger zu bauen. Die Leute sollen drin behalten werden, statt womöglich nur vorbeizuschlendern."


    Eine kleinteilige Bebauung hätte zwischen den beiden riesigen 50er-Jahre-Flanken und dem ebenfalls riesigen Rathaus keinen Sinn gemacht. Die Entscheidung für größere Blöcke war meiner Meinung nach schon richtig. Die fehlenden Nutzungen in den Erdgeschossen sind natürlich ein großer Planungsfehler - aber vollkommen unabhängig von der Gebäudegröße. Ich hoffe hier in Zukunft auf verstärkte Umbauten der Erdgeschosszonen. Ich glaube nach Fertigstellung des Neumarktes wird das auch langsam in Fahrt kommen. Die Eigentümer der Gebäude sind schließlich auch nicht ihres Geldes Feind und werden schon überlegen, wie man die Flächen noch gewinnbringend nutzen kann.

  • Es geht nicht um die Größe sondern um die Aufteilung der Bebauung. Wer so einen Block hinsetzt, der hat am liebsten einen großen Mieter im OG. Da verschwinden die Leute über ein, maximal zwei Eingänge und weg sind sie.

  • Es ist äußerst bedauerlich, dass von den zahlreichen nach 1990 ergrabenen Kellern rund um den Altmarkt meines Wissens nicht ein einziger erhalten und in Neubebauung integriert wurde.


    Das stimmt so nicht. Unter dem GMP-Bau und dem NH-Hotel sind Teile der Keller erhalten wurden. Die unschönen Asphaltflächen um den GMP-Bau zeugen sogar noch davon. Ursprünglich lagen hier Glasscheiben, durch die man einen Blick auf die historischen Artefakte werfen konnte. Diese haben sich jedoch als wenig nachhalitg erwiesen, da u.a. die Rutschgefahr im Winter ein großes Problem darstellte.

  • ein gutes Zeitjahr sind vergangen - zuletzt #110 bzw. #111:


    Historische Leuchtenrekonstruktion für den Kuppelsaal / das Haupttreppenhaus des Rathauses zu Dresden


    :master: Es haut einen fast um, es ist tatsächlich passiert, es ist grandios toll geworden !!! (und nix moderne Kompromisse für die Leuchtstärke). :59:
    (die Lokaljournaille hatte mE mal wieder sehr dürftig und ungar darüber berichtet. Dass die Leuchten nun schon länger hängen, war ebenso keine Meldung wert...
    Man schaue die Flut der tägl. Sinnfrei-Meldungen an, das scheint viel wichtiger zu sein... man man man... :D)


    Den Lämpchen gilt nun genauere Betrachtung - die Investition zahlt sich rundum aus, meine ich:



    ME erstmalig seit dem Krieg, sieht man diese Leuchten mal in ordentlicher fotografischer Auflösung - aus dem Vorkriegsmaterial war kaum was genaueres zu entnehmen,
    jetzige Anfertigung bzw Planung wurde medial nicht konsultiert und mal was gezeigt, tja.

    Die "Kompromisse" galten wohl nur den Leuchtmitteln in den Leuchten - man sieht moderne Energiesparlampen bzw LEDs, die jedoch wie Glühlampen wirken.













    Im Säulenrondel des Treppenhauses hängt ein zweiter Leuchtentyp.


    Abgang wieder durchs Foyer und die Goldene Pforte



  • paar Blicke um den Altmarkt



    Das neue Casino im Café Prag - Anbau (Obergeschosse) ist blickdicht - dafür bunt illuminiert


    die ausgezogene Sport-Arena an der Seestraße hinterlässt dieses Innenhofdach


    Impression Altmarkt-Ostfront

  • Innensanierungen an den Ecken der Kreuzkirche


    SäZ berichtet.


    Zu erkennen ist es von aussen an den ausgebauten Fenstern an der Südwestecke.
    Ich hoffe, dass diese und in Folge auch weitere Fenster ihre milchige Trübsal verlieren.

  • Bankhaus am Dr.-Külz-Ring 10 - in Wiederbelebung


    DNN berichten mit Bildergalerie.
    Das letzte historische Gebäude stand die letzten Jahre leer. Das Foyer soll bald wieder öffentlich zugänglich sein. Ein bunter Mietermix ist gesucht. Sehr schön!

  • Update MK4 - Altmarkt-Carree:


    Ich hab die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und mal die Tiefgaragensituation "untersucht". Der Tiefgaragenkomplex erstreckt sich vom Haus an der Kreuzkirche weiter unter dem Holiday-Inn in U-Form bis hin unter das Gebäude, wo C&A drin ist jeweils über 2 Etagen. Einzige Ein- und Ausfahrt findet sich in der Schulgasse gegenüber vom Rathaus. Es ist also davon auszugehen, dass die neue TG eingebunden wird, wofür auch die Baustellensituation spricht:


  • Genau. Das war damals sehr clever im Rahmen des B-Plans für die Altmarktsüdseite geplant worden. Das trägt sehr dazu bei, das Quartier frei von Tiefgaragenzufahrten und anfahrenden Autos zu halten. Leider wurden die verkehrsfreien Gassen kaum für das Erleben zu Fuß entwickelt. Schreibergasse, Kramergasse und An der Mauer sind mausetot. Das letzte im Bau befindliche Quartier wird daran leider nicht viel ändern.

  • Die Grünen bringen doch derzeit mit dem Umbau des Altmarktes eine Begrünung ins SPpiel - vielleicht sollten Sie dieses Konzept auch auf die angrenzenden Gassen ausweiten - dann wär evtl mehr Leben in den toten Winkeln. (Baumpflanzungen direkt mittig der Gassen wären wenigstens dort möglich, wo sie nur zu Fuß genutzt werden).


    Ich find ja allein schon der Straßenbelag, bzw. eine Bordsteinsituation könnte das Gesamtbild ändern, wenn man es nicht so eben und plan Granit gestalten würde. Logischerweise barrierefrei, aber etwas mehr Dimension des Bodens würde den Gassen gut tun.