Beiträge von epizentrum

    AOK-Gebäude - eine endliche Geschichte?

    Fast genau vor zwei Jahren betitelte tunnelklick die Arbeiten am AOK-Gebäude (Battonstraße 40-42) bereits als unendliche Geschichte. Seitdem stand nach langen Sanierungsjahren und Fassadenreparatur wieder ein Gerüst um den überstehenden Teil des Hauptriegels - zeitweise mit Fassadenbefahrung. Unschön für Fußgänger, Radfahrer und fürs Stadtbild. Am Samstag dann Frohlocken über den Abbau des Gerüstes:


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    Bild: epizentrum

    Aus dieser Perspektive (vom ONE) scheinen Eden und Grand Tower alleine auf weiter Flur zu stehen, dabei sind sie Teil des mittlerweile mächtig gewachsenen West-Clusters. Verdeckt sind Spin, die Hafenstraße 51 und theoretisch das Icoon – käme es dereinst. Trotzdem einfach schön, die Ecke:


    Foto: epizentrum

    Familienbad Bornheim (Ratsweg)

    Im letzten Update von Mai verblüffte uns die Fassade mit ihrer nicht besonders anmutigen Fernwirkung. Wir stellten uns die Frage, ob sie die äußere Gebäudehaut bildet, oder ob es noch einen Überzug geben wird. Sie kam, um zu bleiben:


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    Allerdings hat sie durchaus ihre subtilen Qualitäten. Sie ist leicht transparent; das Gebäude könnte also mit einem feinen Lichtkonzept abends über die ganze Fläche leuchten bzw. schimmern. Auf der linken Seite, in der Kurve, sieht man die Transparenz:


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    Der große, verglaste Einschnitt lässt noch keine tieferen Einblicke zu:


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    Sollte jemand in den nächsten 10 Tagen einen Dippemess-Besuch planen, würden wir uns sicher über Fotos aus dem Riesenrad freuen, das sich auf dem Bild oben im Glas spiegelt. Nachfolgend die Schauseite mit dem Einschnitt für den Haupteingang:


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    Eben jene Ecke, mit auf Stützen stehender Auskragung:


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    Der Rundgang geht weiter gegen den Uhrzeigersinn:


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    Der verglaste Eingangsbereich hinter weiteren Stützen:


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    Die Seite zur Eissporthalle hin:


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    Hinten liegt der Wirtschaftshof, erkennbar an der Betoneinfriedung. Eine Sichtbetontreppe führt in die Schwimmhalle bzw. evtl. als Fluchtweg aus ihr heraus:


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    Auf dem Dach sind die beiden golden verkleideten Aufbauten äußerlich fertiggestellt:


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    Der Kleine ganz groß:


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    Fotos: epizentrum


    Alles in allem eher ein Zweckbau mit ein paar pfiffigen Details. Es ist zu hoffen, dass der Innenbereich einladend und mit so viel Liebe zum Detail gestaltet wird, wie es die bisherigen Modelle suggerieren.

    Taurus am Börsenplatz (Biebergasse 6-10, Börsenplatz 7-11)

    Die "letzten Handgriffe" ziehen sich immerhin seit Mai hin. In Arbeit befindet sich die rechte obere Ecke der Fassade:


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    Beeindruckt bin ich von der Stabilität der Scherenbühne. Immerhin 28 Meter hoch kommt diese JLG Liftlux 260-25 und hievt bis zu einer Tonne Gewicht in die Höhe. Obwohl auf dem zur Seite erweiterten Tisch einiges in Bewegung war, stand die Konstruktion fest wie ein gemauerter Turm. Detail:


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    Fotos: epizentrum

    Hier noch ein wenig FOUR-Porn mit ein paar Details. Im Moment präsentiert sich das Ensemble vom Roßmarkt aus gesehen so:


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    T2 ist im Vergleich zum ungefähr ähnlichen Foto vom 13.8. um ein Geschoss gewachsen. Der Kern ragt weiterhin deutlich heraus:


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    Die Unterkonstruktion für die Fassade der mittleren Technikgeschosse ist fast komplett:


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    Durch die Bethmannstraße auf die Südseite des T1 geschaut:


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    Der recht massive Kran für die Fassadenbefahrung des T4 ist bereits im Einsatz, die provisorische Sicherungbrüstung auf dem Dach abgebaut:


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    Über dem verglasten Eingang zur Junghofstraße 11 entstand nach dem Beitrag von Juni eine nach vorne geneigte Verkleidung aus fein gearbeitetem Streckmetall:


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    Fotos (von Mittwoch und von heute morgen): epizentrum

    ^ Wenige Tage später entsteht die geschwungene Dachfläche über dem neuen Veranstaltungssaal im Untergeschoss (ehemalige Parkplatz-Fläche). Schnappschuss von der Seite:



    Vom Haupteingang des Karmeliterklosters aus:



    An der weniger geschmückten Rückseite erobert die Natur ein Stück kalte Baucontainer-Wände zurück:



    Weil diese Fassade Herzen erwärmen kann:



    Eine Gesamtansicht der eher verkehrlich geprägten Lage:


    Bilder: epizentrum

    Am Hauptbahnhof wird weiter an der Baustelleneinrichtung gearbeitet. Derzeit entsteht die zweite Container-Burg im Bereich des Bahnhofsvorplatzes direkt vor dem nördlichen Flügel:


    Bilder: epizentrum

    Wiesenhüttenplatz 39

    Nach dem letzten Update von Februar wird am Innenausbau gearbeitet. Das Gerüst ist gefallen:


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    Beim Anblick der Fassade fühlt man sich gleich in die 1960er-Jahre zurückversetzt:


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    Ein hübsches Detail wird der kleine Annex mit der abgerundeten Ecke und gebogener Scheibe zur Stirnseite hin. Zuvor befand sich der Eingang bündig in der Hauswand, und ein bauzeitlich typisches, elegantes Vordach ragte asymmetrisch heraus:


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    Bilder: epizentrum

    Die FAZ berichtete gestern, vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2023 seien exakt 38 neugebaute Eigentumswohnungen verkauft worden. Das seien 20% des Vergleichszeitraums, in dem entsprechend 190 Verkaufsverträge für Neubauwohnungen unterzeichnet wurden. Die Makler seien für die kommenden Monate dennoch "optimistisch"... Der Artikel befindet sich leider hinter der Bezahlschranke.


    Wenn man sich vor Augen führt, wie viele Neubauwohnungen sich gerade auf dem Markt befinden - man denke nur an FOUR, an den Hainer Weg 48-50 (Vertrieb startete jüngst), (immer noch) das Eden, das Kleyer und die vielen kleineren Projekte wie die auf der Berger Straße, der Friedberger Landstraße etc., kann man das aktuell schwierige Umfeld für solche Projekte erahnen.


    Ein Spezialfall ist das Projekt an der Frankenallee 98-102 der Project Investment Gruppe, deren beteiligte Töchter sich bekanntermaßen im Insolvenzverfahren befinden. Lt. Infobeitrag von 2019 entstehen hier 106 Wohnungen; allerdings herrscht hier aufgrund der Insolvenz ein Vertriebsstopp, wie auf der Website des Unternehmens zu erfahren ist.

    Mainzer Landstraße 127a / Rudolfstraße 26

    3,5 Monate nach Adamas Update kommt das Projekt langsam zum Abschluss. Die Mansarde und der Eckturm stehen frei. Kein Gotteshaus:



    Auf ganzer Länge mit Skyline im Rücken:



    Die gesamte Westseite mit noch eingerüstetem Sockelbereich:



    Letzterer ist mit Steinplatten verkleidet, es fehlt nur noch der Übergang zum Gehweg:


    Fotos: epizentrum

    Das Güterplatz-Ensemble ist noch immer nicht ganz abgeschlossen, auch wenn ein Großteil der Wohnungen im ABG-Teil inzwischen bezogen ist, im Eden die Schlüsselübergaben laufen und im Spin Hotel und anderes in Betrieb ist. In Arbeit befinden sich bspw. die letzten Außenbereiche und die Innenausstattung der ABG-Wohnungen in den östlichen Baukörpern. Nachfolgend ein Schnappschuss entlang der Mainzer Landstraße:


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    Feinarbeiten am und vor dem Spin:


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    Und die rare Perspektive auf den kompletten Spin-Turm:


    Bilder: epizentrum

    ^ Mir geht es ähnlich: Wirklich Not am Mann ist am Schweizer Platz nicht. Eine gute Weiterentwicklung des Platzes würde dem Viertel dennoch guttun. Zudem tue ich mich mit den beiden Gewinnerentwürfen (zweite Plätze) schwer. Möglicherweise erfasse ich die Konzepte hinter ihnen nicht vollständig, aber ich finde, sie stellen die Gesamtfläche unnötig zu, und die Führung der Radspuren im Halbkreis um die Mitte herum zerteilt die Flächen (notwendigerweise?) zusätzlich. Aus Bodensicht wird man vor allem Bäume und Fahrspuren sehen, die zu queren sind. Die Platzidee kommt hier zu kurz.


    Im drittplazierten Entwurf der ARGE Schüßler-Plan / Bierbaum-Aichele / Schoyerer Architekten ist der Platz an sich erkennbar. Die Haltestellen befinden sich zwar in der Mitte des Platzes (wie beim Mitgewinnerentwurf von Fichtner Water), aber die Mitte ist freigeräumt und der unvermeidlichen Querung von Straßenbahn, Autos und Fahrrädern vorbehalten. Letztere werden neben den Schienen geradeaus über den Platz geführt. Die Freifläche ist als solche erlebbar, aber der Clou ist, dass sich zwei größere Hälften links und rechts des Verkehrsstrangs bilden, die vor allem den Fußgängern vorbehalten sind. Der motorisierte Verkehr von Seitenstraße zu Seitenstraße wird als "Fremdkörper" auf den Flächen geführt, die als Gehwege erkennbar sind.



    Europa-Allee-"Platz"

    Eigentlich wollte ich aber über einen Platz schreiben, der offiziell gar keiner ist: die "Wurzel" der Europa-Allee und der Frankenallee am Güterplatz. Aktuelle und aufschlussreiche Fotos und Erläuterungen zur U-Bahn-Verlängerung in diesem Bereich lieferte Daviwu an dieser Stelle. Ich ergänze um einen Schrägüberblick auf die Baustelle, in dem man die U-Bahn-Streckenabschnitt und den Stadtraum gut erkennen kann:


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    Bild: epizentrum


    Schlicht und ergreifend: Ich mag die Schwünge der Straßenführung (Europa-Allee, Osloer Straße und Einmündung der Frankenallee) und der Fassaden und der sich dadurch ergebenden Fassung dieses großen Stadtraumes, und ich hielt mich schon vor der Bauphase des Spin/Eden/ABG-Ensembles gerne zwischen dem Skyline Plaza und dem Grand Tower auf. Es ist ein großzügiger, sehr moderner Raum entstanden, der gleichzeitig einen menschlichen Maßstab und beeindruckende Sichtachsen bietet, die je nach Standort sehr stark variieren. Von den neuen Plätzen Frankfurts wird das für mich noch der gelungenste sein, wenn er denn einmal fertig wird... Mit Abstrichen gilt das auch für den Platz vor dem Skyline Plaza an der Einmündung der Den Haager Straße. Der Bereich vor dem Eden / der Frankenallee ist als Übergang gelungen.


    Aber: Als Entrée zum Europaviertel ist der Bereich am Güterplatz eher seltsam, weil man nicht ahnt, welche Öffnung hinter der Kurve stattfindet. Die krasse städtebauliche Geste der extrem breiten und langen Achse bietet sich nur vom Blick von Westen in Richtung Skyline. (Mal davon abgesehen, dass die ursprüngliche Idee der Europa-Allee mit zu großer Parzellierung, eintönigen Fassaden, oberirdischer Stadtbahn und fehlender Baum-Opulenz zerstört wurde.)

    ^ Für mich definitiv die Schokoladenseite des T1, zumal man von hier aus alle vier Türme des Ensembles sehen und sich der T2 harmonisch einfügen wird. Apropos, was man von hier aus sehen kann. Die anderen beiden Seiten des T1 kann man vom Güterplatz aus schön sehen. Breiter wirkt er von hier aus, vor allem aber als Teil der zentralen Hochhauswand. Und der Maintower kommt besonders gut zur Geltung - auch der CBT wird ihn nicht zustellen:


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    Herangezoomt ist [EDIT, danke an Adlerauge RYAN-FRA:] der erste Teil der Fassaden-Unterkonstruktion am Outrigger-Geschoss zu erkennen und sechs Geschosse höher ein Menschengrüppchen:


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    Bilder: epizentrum

    ^^^ Danke Dir für den Fund. Hinter FICTURE steht der Frankfurter Architekt Maximilian Seiferlein. Weitere Visualisierungen und deutsche Texte zu seinem Entwurf finden sich auf der Webseite von kulturfreak.de. Ein Neubau-Projekt am Willy-Brandt-Platz selbst würde sowohl für das Schauspiel als auch für die Oper die gesamte Projektzeit lang Interims-Bühnen erforderlich machen und wurde deshalb ausgeschlossen. Aber so eine von Zwängen befreite "Spinnerei" kann an anderer Stelle inspirierend wirken, wer weiß.