Dresden: Wilsdruffer Vorstadt

  • ^^ in die Zange genommen darf sich der Altbau (Bildmitte obig) sicher fühlen - vor allem wenn man die ignoranten Dachausformungen mal von oben sieht. Da hätte man ja wenigstens das letzte Geschoss etwas an die Umgebung anpassen können.


    grundsätzlich fällt auf, dass eigentlich ALLE letzten Neubauten in der Wilsdruffer Vorstadt immer Flachdächer bekamen - ja sicher auch festgelegt bekommen mussten. Man sieht Dachabschlüsse mit Kiesschüttung. Was ich nicht verstehe: eigentlich wollte die Stadt doch aus stadtklimatischen Gründen viel mehr Gründächer erreichen. Die paar Flechten- und Gräser-Pflanzpaletten dürften hier doch kein Problem sein.


    Auf das der Nahe Osten auch im Stadtbild Einzug hält :lach:. Nein also ganz ehrlich, ich hab noch keine persönliche Begehung gemacht, daher kann man das gerne als Nörgelei aus der Fremde abtun, aber was hat man sich hier eigentlich gedacht? Das sieht auf euren Bildern auf immer neue Weise furchtbar aus.
    Sollte man sich erhofft haben, hier ohne strenge Vorgaben schicke moderne Architektur zu bekommen, so kann man das wohl getrost als Schuss in den Ofen bezeichnen.

  • ^ dazu wird sich wohl noch niemand an die jeweiligen Architekten wie auch ein eventuell Einfluss nehmendes SPA gewandt haben. So siehts aus.



    Herzogin Garten - ich möchte auch noch meine etwas anderen Motive zusteuern






  • Maxstrasse 11 - Sanierung




    Wohnneubau der Treuwobau - An der Herzogin Garten / Am Schießhaus


    längst nicht so schlimm, wie befürchtet. Immerhin mal Glasbalkongeländer

  • ^ Nö muss man nicht, auch nicht "sicher" und auch nicht "irgendwie" - schau.
    Nur wenn das Dach begehbar sein soll oder ne Terrasse besitzt, was hier nicht der Fall ist, dann muss man ein Geländer anbringen. Gründächer nutzen dem Stadtklima sehr viel und wären hier keine optischer Nachteil - ganz im Gegenteil. Aufgrund der Pflanzpalette von Moosen+Flechten muss da auch nichts "gepflegt" werden. Bist du etwa gegen Gründächer? Warum?


    Nichts gegen Gründächer, kann mir nur nicht vorstellen, dass die vollkommen ohne Pflege vor sich hin wuchern könnten. Wenn das trotzdem gehen sollte, dann wunderbar. Hätte nur gedacht, wenn Gründach, dann Pflege notwendig, dann Treppe notwendig, dann Brüstung notwendig.


    längst nicht so schlimm, wie befürchtet. Immerhin mal Glasbalkongeländer


    Die auf dem Bild (mittleres Bild im letzten Beitrag) dargestellte Fassadengestaltung wird unter Umständen nach Fertigstellung des Großprojekts nebenan deutlich kleinteiliger und lebendiger wirken als eben dieses Großprojekt An der Herzogin Garten. Das Bild zeigt den Wechsel von Townhouses zu Wohnungsbau zu einem Vorsprung an der Ecke. Jedes Stück individuell und doch alles in einem einheitlichen Kontext. Mal sehen was der große Monolith daneben bieten wird. Durch Fenster und mehrfarbige Fassadengestaltung kann man durchaus noch etwas herausholen, aber im schlimmsten Fall ensteht daneben ein moderner Bau in Einheitsoptik.

  • Wahnsinn! An sich habe ich die Entwicklung der Ecke Schießhaus/ Herzogin Garten bisher als ganz angenehm empfunden. Durch das jetzt fertige Eckhaus geht der gesamte Eindruck der Ecksituation aber leider flöten... Auf den Bildern sind sowohl der rechte als auch der linke Gebäudeflügel ganz gefällig - die großen Fenster und Loggien. Unheimlich misslungen finde ich jedoch den Mittelteil - hier vor allem den grauen, fensterarmen Kasten über den Balkonen. Ganz schlimm! Warum nicht die Balkone bis oben durchziehen oder die Front großflächig verglasen? Das gleiche gilt für das Erdgeschoss.

  • ^Muss arnold da leider zustimmen! Durch diese Konstruktion wurde mE unnötig Potenzial verschenkt. Dass im Erdegschoß keine Glasgeländer-Balkon, sondern eine massive Variante gewählt wurde, leuchtet voll ein - angesichts des Straßenniveaus. Warum allerdings in der höchsten Etage solch' eine umständliche Lösung bevorzugt wurde, verstehe ich beim besten Willen nicht. Insbesondere das dunkle Grau, und dass zur Straße "An der Herzogin Garten" kein Fenster verbaut wurde, stößt mir auf!


    Aber auch die "Schießscharten" zur Schützenhaus-Seite empfinde ich als etwas zu viel. Klar, bei den anderen Gebäuden gibt es diese ebenfalls, allerdings nicht in diesem Übermaß. Zerstört in meinen Augen die gelungenen und wesentlich interessanteren Seiten der Neubauten. Auch weil es ja direkt am Platz zum Schützenhaus liegt.


    Aber gut, alle Mal besser als die beiden neuen Rotzbauten in der Schützengasse (rechts und links des Gründerzeitlers). :D

  • Haben die vergessen den aufgebockten Baucontainer runterzuholen und haben ihn kurzerhand verputzt? Das ist ja mal eine wirklich "schräge" Lösung für eine Eckausbildung, leider wieder nicht geschmackvoll, futuristisch, genial schräg, sondern lediglich zum Kopfschütteln. Dieses 0815-Fenster an so einer prominenten Stelle ... ein bodentiefes, vielleicht über Eck, hätte sicherlich vorteilhafter gewirkt, genauso wie den Klotz wenigstens einen halben Meter höher zu machen, von mir aus auch nur mit einer Aufkantung.

  • Das Gebäude ist in der Tat unterirdisch. Die Auflösung der Ecke, die billigen Details, die unpassende Stütze und das Brüstungsfenster im obersten Geschoss ist wirklich die Krönung.
    Hier hatten wohl alle Projektbeteiligten Tomaten auf den Augen.


    Als vor Jahren die Bautätigkeiten um den Schützenplatz begannen, hatte ich sehr auf ein neues Vorzeigeprojekt Dresdens gehofft. Hochwertige Townhäuser mit dem Schützenplatz als Mittelpunkt. Die ersten Projekte sahen vielversprechend aus (etwa die 4 Townhäuser an der Herzogin Garten), aber je mehr gebaut wurde, desto schlechter wurde die architektonische Qualität der Projekte. Wie kann das sein?
    Die mediale Aufmerksamkeit, die der Neumarkt in Dresden seit Jahren genießt, wäre beim Schützenplatz bitter nötig gewesen.

  • ^ den Anregungen zum Rückbau wurde nachgekommen:


    Und plötzlich ist die ganze Wilsdruffer Vorstadt weg (aktuelles Stadtmodell).
    Interessant der zurückbleibende Baumbestand und dessen Verteilung.
    Etwa so sah Dresden noch im 17.Jh. aus, nur damals mit Wallgraben und Wehranlagen.

  • ^ besser noch wäre, den Gewerbegürtel um den süd-westlichen 26er-Ring in dieser Form zu "beackern": Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung, "urbaner Forst" mit Ausdehnung, ein Grosser Garten für den "armen Westen", wie dazumal tatsächlich fürs gesamte Große Ostragehege geplant.



    Neubau im Packhofareal geplant


    DNN berichten. Es wird einen Fassadenwettbewerb geben. (na hoffentlich vorab gezeigt)


    Die CCD aus München scheint weiter aktiv zu sein, jedoch kann ein Teilverkauf auch ein Abgesang auf ihr "Kulturquartier" bedeuten.
    Es könnte auch ein Baustein des Campus sein, wo nun ein Investor gefunden ist, ebenso wie CCD auch weiter Investoren für ihre Ideen sucht - erst dann werden die Dinge "spruchreif". Das lässt die Zeitung gewohnt kurzsichtig offen - ebenso wie groß (und wo) die "Teilfläche" ist, denn damit könnte man schon einiges ableiten. Bereits 2016 soll Baubeginn "an prominenter Stelle" sein. Es entsteht ein Mix mit teils öffentlicher Nutzung. CCD ist an guter Architektur gelegen - natürlich ganz uneigennützig, denn man will ja die anderen Nachbarklötzchen auch noch irgendwie loswerden.


    Ich sage mal: Positiv, aber eine Herbert-Wehner-Platz haben wir schon - im Hinterhof der A-Galerie. :D

  • Campus Musicus - update

    Die Ansicht an der Schweriner Strasse hat sich noch nicht geändert, dem Erdgeschoss fehlt weiterhin die Fassade, ein Gerüst ist in 30cm Abstand davor gestellt worden hinter dem sich schon das ein oder andere Pflänzchen erfreut.


    Auch bei der Seite zur Grüne Str. hat sich noch nicht wirklich was seit dem letztem Updat im Juli getan (Post298)! Die Fassade von außen sieht noch genauso aus!


    Weiß hier jemand mehr von euch ob es hier grad Schwierigkeiten gibt?


    Hier noch ein paar Bilder der Seite zur Grüne Str. von heute.


    Und noch ein kleines Detail der Günen Str. 19:


    MfG
    Christian

  • Campus Musicus scheint wirklich schon seit Monaten Baustopp zu herrschen.
    Das letzte was man angefangen hat war die Kellerdecke im Innenhof.

  • Jepp, Baustopp seit ca. 3 Monaten - ebenso wie mE an deren Bude in Johannstadt.
    Im Stadtgebiet gibts auch noch weitere Stillstände - aber teilweise muss umgeplant werden oder es gibt Ärger mit Firmen, Rechnungen oder der Bauaufsicht - seis drum. Eh alles geheim. Meist gehts irgendwann weiter. Die Baupausen sind auch völlig unterschiedlich - mal ganz kurz, mal elend lang - man sollte einfach nicht so genau hinschauen. :)
    Den Vogel schießt aber zweifellos die Treppe an der Augustusbrücke ab - yeahh! Gar nicht mal wegen der offenen Treppe, vielmehr wegen der Stadtverschönerung umherliegender Steinmassen auf den Elbwiesen im touristischen Zentrumsbereich. Volltreffer.

  • Die REVITALIS REAL ESTATE AG beplant nach Wiener Loch und Hertha-Lindner-Straße Ecke Schweriner Straße auch das Eckgrundstück Schweriner Straße - Wettiner Platz.
    Gebaut werden sollen bis 2018 167 Wohnungen + Hotel am Wettiner Platz + 153 Stellplätze.


    Ich vermute wenn die Truppe mit dem Wiener Loch und der Hertha-Lindner fertig ist gehts dort weiter.


    Derzeit findet ein Fassadenwettbewerb mit sechs Architekturbüros statt.



    Copyright Visualisierung: REVITALIS REAL ESTATE AG


    http://deal-magazin.com/news/3…Dresdner-Kultur-Kraftwerk



    Freu mich schon wenn man 2020 vielleicht endlich mit der StraBa vom Bhf. Mitte bis zum Postplatz durch enge Straßenräume fahren kann.

  • ^ Mensch, hat das SPA noch keine einstweilige Verfügung gegen das deal-magazin erwirkt. Die veröffentlichen ja schon, was für die Dresdner eigentlich alles noch geheim ist. :D


    Beim "beschränkten Archi-Wettbewerb" sind bestimmt wieder nur die dem SPA genehmen Büros beauftragt - wie immer. Festlegen kann das Amtsleiter Szuggat und die Innenstadttante Heckmann. Also wenn mal wieder ein Dortmunder den Zuschlag erhält, wars ein alter Uni-Kumpel von Szugginator. :)