Dresden: Wilsdruffer Vorstadt

  • Dresden: Wilsdruffer Vorstadt

    Die Wilsdruffer Vorstadt liegt westlich der historischen Altstadt in Richtung Wilsdruff. Daher auch der Name. Begrenzt wird das Gebiet von der Elbe im Norden, entlang der ehemaligen Stadtmauer über Zwinger und Postplatz im Osten, im Süden offiziell bis zur Annen- bzw. Falkenstraße (ich habe es jetzt aber bis zur Budapester Straße erweitert, was mir logischer schien für die Aufteilung) und im Westen durch die Bahnschienen. Hier als Pixelgrafik:



    © 1987-2013 HERE, Digital Globe


    Die Wilsdruffer Vorstadt ist im 2. Weltkrieg stark zerstört worden. Die Überreste wurden in den Folgejahren größtenteils abgetragen. Im südlichen Teil der Vorstadt wurden um die erhaltene Annenkirche zur DDR-Zeit zahlreiche Zeilenbauten errichtet, die das Gebiet bis heute kennzeichnen. Richtung Elbe gibt es noch Reste der ursprünglichen Bebauung, wie etwa im Bereich des Wettiner Platzes und des Schützenplatzes. Ein Beispiel ist das ehemalige Wettiner Gymnasium, das heute die Hochschule für Musik beherbergt:



    Weitere wichtige Bauten sind zum Beispiel das Kongresszentrum, der Sächsische Landtag, das Schauspielhaus, das Kraftwerk Mitte oder das World Trade Center.


    Seit einigen Jahren sind verstärkt bauliche Aktivitäten besonders im nördlichen Bereich zu erkennen. Hier ist noch eine sehr interessante Broschüre über die kurz- und langfristigen Projekte, die hier eine Rolle spielen und teilweise bereits umgesetzt werden.

  • Schützenplatz und Herzogin Garten

    Zu einem der teuersten Investitionsplätze mit hochpreisigen Eigentumswohnungen hat sich der Schützenplatz gemausert. Ähnliches dürfte auch für die Fläche "An der Herzogin Garten" erwartet werden.


    Dazu verweise ich auf diese erwähnten Projekte

  • Kunstquartier im Packhofviertel

    Um das 2011 vorgestellte Projekt ist es leider wieder ruhiger geworden. Zu ruhig, wenn ihr mich fragt. Vielleicht kommt ja nun wieder Bewegung in die Sache, wenn das Kraftwerk angegangen wird?!


    Was ist/war geplant?


    Zwischen Maritim Hotel im alten Erlwein-Speicher/neuem Kongresszentrum (Devrientstraße) und dem Haus der Presse (Sächsische Zeitung) soll ein Kunstquartier entstehen.


    Für 170 bis 200 Mio. Euro sind Neubauten von der Arbeitsgemeinschaft Ostra Development (AOD; im Auftrag der Dresdner Verlagshaus Immobilien GmbH) entlang einer neuen Allee mit verschiedenen kleinen Plätzen geplant. Darunter hauptsächlich eine Kunsthalle für moderne Kunst, ein Literaturhaus neben Wohnungen, einem Hotel, diverser Gastronomien und Geschäften.


    Dabei soll es auch in die Höhe gehen. Zur Marienbrücke hin soll eine Dominante von 36 m entstehen.



    Quelle: StadtbilDD - das Korrektiv

  • Da kann ich perfekt an deinen Beitrag zum Schützenplatz anschließen! Ich möchte mal einen aktuellen fotografischen Lagebericht geben über die Vorhaben, die gerade rund um den Schützenplatz und an der Straße „Am Schießhaus“ durchgeführt werden. Scheinbar werden alle gerade im Bau befindlichen Vorhaben von der Columbus Bauprojekt GmbH realisiert.
    Hier sieht man die erst kürzlich fertiggestellten Gebäude an der Ecke Am Schießhaus/Feigengasse:



    An der anderen Ecke will die TreuWoBau Dresden AG weitere Wohngebäude errichten, wie Dunkel_Ich bereits hier gepostet hat.



    Ein Blick in die Feigengasse, die an dieser Stelle gar nicht mehr vorhanden war und auf Grundlage des historischen Stadtgrundrisses im Zuge der Neubebauung des Areals wiedererrichtet worden ist.



    Ein Blick auf die neugebauten Häuser in dieser Straße:




    Zurück auf der Straße "Am Schießhaus" mit Blick Richtung Westen zum Schützenplatz:



    Von diesem Gebäude soll eine weitere historische Straße wiedererrichtet werden: die Kleine Trabantengasse.



    Wir gelangen langsam zum Schützenplatz:



    Kombination von Alt und Neu:



    An der Ostseite des Platzes wird kräftig gewerkelt:



    Hier ein Blick auf die Bebauung der Südseite, die schon vor einiger Zeit fertiggestellt worden ist:



    Nochmal ein Blick zurück:



    Die Südseite des Platzes ist noch nicht komplett bebaut. Ein weiteres Projekt steht aber in den Startlöchern:



    Dunkel_Ich hatte an dieser Stelle schon ein Exposé gepostet (vorletzter Link). Ich wollte aber trotzdem nochmal das Bauschild zeigen:




    Man arbeitet sich also nach Westen vor. Hier wären dann noch einige freie Grundstücke, wie etwa das folgende:



    Auch in der Ritzenbergstraße ist noch einiges frei:



    Mal sehen, was da noch so kommt.

  • Das Projekt an der Devrientstraße kannte ich noch gar nicht! Für den gesamten Bereich um Kongresshalle und Erlweinspeicher wäre die Realisierung natürlich ein großer Gewinn.
    Vielleicht haben die Planungen so lange gedauert, weshalb dort bisher noch nicht mit den Arbeiten begonnen worden ist.


    Ich finde aber, dass auch bei dem Projekt an der Herzoginnengarten mit der Orangerie lange nichts mehr zu hören war. Oder kommt mir das nur so vor? Sollen dort die Arbeiten bald starten?

  • Jahnstraße 1

    Ich habe übrigens entdeckt, dass am Gebäude Jahnstraße 1 Arbeiten im Sockelbereich durchgeführt werden. Das Gebäude wird gegen Feuchte gedämmt und auch im Erdgeschoss fanden Arbeiten statt. Ich hoffe, dass dies die ersten Anzeichen für eine Sanierung sind.



    Das Gebäude wurde 1901 gebaut, so steht es am Schmuckgiebel.



  • Die Seite http://www.saal.de/projekte/pr…nprojekt-herzogin-garten/ ist doch ganz frisch? Wird schon.


    Die Versorgungsleitungen für das Nachbarprojekt der Baywobau werden aktuell von der DREWAG gelegt.



    Quelle: Gärtner + Christ / entnommen aus: http://www.dnn-online.de/dresd…ger-in-Dresden-2013327453


    http://www.sz-online.de/nachri…zogin-garten-2662803.html


    "Bis Februar kommenden Jahres würden insgesamt 350 Meter Fernwärmeleitung verlegt. Dadurch bekommt auch die geplante „Residenz am Zwinger“ auf dem südlichen Teil des Herzogin Garten einen Netzzugang. Der Baubeginn des sechsstöckigen Neubaukomplexes mit Wohnungen, Tiefgarage und Ladenflächen ist bereits im Herbst vorgesehen."


    ^Jahnstraße 1:


    Habe ich auch bereits entdeckt. Das Gebäude ist letztes Jahr verkauft worden, ich weiß allerdings nicht, an wen. Wäre sehr wünschenswert, wenn dem Haus wieder zu neuem Glanz verholfen werden würde.

  • Die Gebäude rund um den Schützenplatz sind leider überwiegend von ziemlich mauem Niveau. Es überwiegt die Schuhschachteloptik, simpler Putz, par asymmetrische Fenster und das wars. Andere Materialien wie Natursteine oder Sichtmetalle kommen überhaupt nicht zum Zug. Gerade das Eckgebäude Schießhaus/Feigengasse mit seinen grauen, abweisenden Kastenbalkonen finde ich furchtbar. Wenn man schon die Chance hat, ein solches Quartier nahezu komplett neu zu entwickeln und man sich gegen klassische Formensprache entscheidet, dann hätte ich mehr Mut und Kreativität erwartet. Stattdessen wird immer wieder versucht, modernistische Architektur dem Neumarkt unterzujubeln und tut so, als dürfe in Dresden nur rekonstruiert oder klassisch gebaut werden. Aber das hier ist nun wirklich Einheitsbrei, der sich schon viel zu lange über Dresden ausbreitet. Berlin aber auch Leipzig sind da meiner Ansicht nach architektonisch schon viel weiter.

  • Das Kunstquartier auf dem Packhofareal bleibt meines Erachtens eine schöne Idee. Es ist manchmal so, dass einzelne Architekturbüros ein tolles Konzept ausarbeiten und einfach mal auf den Markt werfen. Hier gab und gibt es aber, wie abzusehen, keinerlei ernste Investoren, die das auch umzusetzen bereit sind.
    Das Gebiet könnte allerdings mit der absehbaren Schließung um den Schützenplatz in den Fokus geraten, jedoch mit dann wohl völlig neuen Bauplänen. Man sollte generell unseren Lokalzeitungen nicht allzuviel Glauben schenken, wenn wie so oft vorschnell Projekte präsentiert werden.


    Der Altbau Jahnstraße wird definitiv saniert, so die Aussage des neuen Eigentümers Anfang 2012, und zwar ab 2013. Seitdem warte auch ich auf den Baubeginn, der sich nun mit der Trockenlegung einstellen wird.
    Vor wenigen Jahren hatte die Stadt das Dach neu eindecken lassen müssen, da der vormalige Eigentümer sich nicht gekümmert hat, um es nicht bis zum Verlust zu gefährden.

  • Wohnbebauung Freiberger Straße (USD-Immo)


    An der Freiberger Straße realisiert die USD Immobilien GmbH den Neubau von 3 Wohnriegeln. Außerdem sollen in naher Zukunft die drei vorhandenen DDR-Hochhäuser an der Straße saniert und umgebaut werden. Informationen gibt es auf der Seite des Projektträgers: Hier


    Hier zu sehen der erste Bauabschnitt, sowie das erste in Sanierung gehende Hochhaus:



    Nochmal ein Eindruck vom ersten Bauabschnitt:



    Der zweite Bauabschnitt ist analog dem ersten Bauabschnitt. Hier ein Bild der Baugrube des 3. BA mit dem geplanten, siebengeschossigen Kopfbau:



    Alle Fotos von mir

  • Zum Thema Freiberger Straße:


    Die DDR-Punkthochhäuser tun mir schon ziemlich leid. Ich stehe total auf diese Kacheloptik, die nach der Sanierung leider komplett verschwunden sein wird! Ich verstehe das leider nicht, warum man so leichtfertig bauliche Qualitäten gegen glatte Putzfassaden tauscht. In meinen Augen müsste man hier äußerlich nur die Kacheln reinigen, neue Fenster einsetzen und bei den Balkonen und den Schmalseiten zur Freiberger Straße kann man sich konzeptuell etwas neues überlegen. Und dann würde das Gebäude seinen Charme behalten.
    Aus städtebaulicher Sicht fand ich diese Hochhäuser nie besonders glücklich platziert. Sie zeigen aber architektonische Qualitäten und deshalb hatte ich mir immer ein Erhalt gewünscht.


    Die Bebauung in der Grünen Straße kann ich dagegen nur begrüßen!

  • Schützenplatz - das schmale Haus steht kurz vor der Fertigstellung.




    Gegenüber sieht es noch so aus:



    An der Brachfläche zwischen Schweriner Straße und Grüner Straße hängt ein Investorentransparent von bauwerkdresden.de. Ob es neu dort hängt, ist unklar. Es lassen sich auch noch keine Informationen finden. Diese Fläche wird aber meines Erachtens derzeit auf jeden Fall beplant.



    Der Freiberger Platz wird von Grund auf neu gestaltet:



    Ebenso wird ein Baugrundstück an der Liliengasse in der Seevorstadt-West von der FIRA beplant. Der Standort ist HIER.
    Dazu wird die seit langem leerstehende Ex-Kita vorab abgerissen. Die Projektplanung ist noch im Frühstadium. Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein zur erst anfänglichen Nachverdichtung der Vorstädte im Innenstadtring.



    Alle Fotos sind von mir.

  • Wie man sieht, geschieht in der Wilsdruffer Vorstadt immer mehr. Das freut mich sehr, da ich finde, dass es ein sehr interessantes und gut gelegenes Viertel ist. Besonders der Bereich Schützenplatz/Hertha-Lindner-Straße macht sich erstaunlich gut! Ich freue mich schon auf das neue Herzogingarten-Areal. Die Gegend um den Schützenplatz könnte vielleicht den guten Anfang des Ausbaus Richtung und entlang der Eisenbahntrasse bilden. Da wird man in näherer Zukunft sicher noch viel erfahren!
    Auch der Bereich zwischen Annenkirche, WTC, Ammonhof in Richtung Hauptbahnhof wird sich, denke ich, auch gut entwickeln. Erste Anfänge machen ja hier die Bauarbeiten am Freiberger Platz und die geplante Sanierung der Schwimmhalle. Ich würde mir sehr wünschen, dass wieder Leben in die Gegend kommt. So wird auch das WTC vielleicht wieder etwas wichtiger.

  • Forum Elbflorenz = WTC
    Das WTC hieß mal zu Bauzeiten 1996 "Forum Elbflorenz", auch das Hotel darin nennt sich "Elbflorenz". Man sollte diese Bezeichnung wieder verwenden, denn der Status eines WTC konnte nie erreicht werden. Das war der blanke Größenwahn der Nachwendezeit, dabei ist es nur ein ganz normales, großes Bürocenter mit einer beeindruckenden Mall, die aber völlig deplaziert ist. Das Center bzw. Forum "Elbflorenz" funktioniert aber ausreichend gut, auch wenn es (wie derzeit häufiger) Ladenleerstand im EG gibt und auch der Turm immer noch halbleer steht. Das ficht den Erfolg dort kaum an. Es ist gut ausgelastet, zumindest solange die Komödie Dresden sowie einige Planungsämter der Stadtverwaltung dort bleiben. Es gibt immer mal größere Mieterwechsel. So sind eine internationale Privat-Uni sowie ein Forschungsprojekt erst kürzlich ins Forum gezogen, während in 3 Jahren die Hauptbibliothek gen Kulturpalast umziehen wird, was große Flächen freimacht.


    Am Eingang zum Glastower (mall-seitig) steht übrigens ein Modell des gesamten Büroforums, wo man gut die fortgesetzte Bebauung auf der Ecklücke zur Freiberger Straße sehen kann. Ich muss das Foto nachliefern, kann es nirgends finden. Dort könnte ein schöner Wohnungsbau hinkommen, der die Freiberger Straße mitprägen könnte. Die TU sollte endlich ihr dortiges "Universitäts-Sportzentrum" in der Baracke aufgeben. Der benachbarte Plattenbau sollte abgerissen werden.

  • Elli, in Post #18 meintest du sicher den folgenden Plattenbau, oder?



    Ein Ersatzbau, der die gesamte Ecke schließt, wäre sicher wünschenswert. Meiner Meinung kann auch die gesamte andere Straßenseite der Maternistraße bebaut werden. Gehört der Bolzplatz dort auch der Uni oder ist er noch Bestandteil der angrenzenden Schwimmhalle? Oder ist der öffentlich als Spielplatz ausgewiesen?

  • Ja, den meinte ich, aber keine Ahnung, ob das WTC-Management eine Erweiterung plant (eher nicht) bzw. wem die Fläche mit dem TUD-Sportzentrum gehört.


    Es wäre ohnehin besser, wenn ein anderer diese Fläche bebaut. Mal abwarten, ob sich mit dem erfolgreichen USD-Projekt in Reichweite dann auch dort etwas tut.


    Auf der Bolzplatzseite wird ab Sommer 2014 der Neubau der Schwimmhalle errichtet, ist also Bestandteil des bald neuen Schwimmhallenkomplexes Freiberger Straße. Der Komplex geht an der Maternistraße los und endet am Freiberger Platz. Es bleibt also kein Reststreifen übrig.

  • Schwimmsportkomplex Freiberger Platz

    Ach, stimmt. Diese Planung hatte ich schon völlig vergessen. Den Entwurf dafür hat übrigens das Büro Code Unique Architekten geliefert. Die Kosten belaufen sich auf 26,6 Mio. Euro.



    Quelle: http://www.codeunique.de/


    Der bestehende Baukörper soll saniert und über einen neuen einstöckigen Flachbau mit dem Neubau verbunden werden. Dieser Flachbau beginnt dabei am Freiberger Platz, wo auch der Haupteingang sein soll, und verläuft zuerst südlich des Bestands und dann zwischen altem und neuem Gebäudeteil hindurch. Hier liegen dann die neuen Sanitärräume und andere Räumlichkeiten. Im Neubau entsteht ebenfalls ein 50 m-Schwimmbecken. Mit dem bereits bestehenden Becken stehen somit nach Ende der Bauarbeiten zwei 50 m-Schwimmbecken plus Wassersprunghalle im Süden der Anlage zur Verfügung.


    Aktuelle Situation:


    Die alte Schwimmhalle von der Freiberger Straße aus gesehen:



    Ein Blick auf die Seitenfront vom Freiberger Platz. Rechts ist die etwas ungewöhnliche Form der Halle zu sehen. Links davon befindet sich der Haupteingang.



    Südlich vom Eingang liegt noch die Wassersprunghalle.



    Mit dem Umbau der Gesamtanlage müssen auch unbedingt die Außenanlagen und Grünräume angepackt werden. Gerade die Westseite zum Platz hin wirkt durch die vielen Versprünge und Höhenunterschiede sehr unruhig und in meine Augen durch die Eingeschossigkeit von Halle und Eingang auch etwas zu unauffällig. Hier muss angemessen reagiert werden, da sich die Gebäude nicht an der Platzkante orientieren. Mit ungenutzten Rasenflächen, die weder öffentlich noch privat sind, kann ich generell nichts anfangen.