Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus, Bahn, Wasserwege, Gebäude)

  • Ich bitte euch. Wie jetzt Fussgänger von der Tram zum Bahnhof oder zu den Bussen gelangen, die ja unmittelbar vor dem HBF halten ist doch absolut

    zu vernachlässigen. Eine Ampel ist da. Ein Fussgängertunnel kann leicht realisiert werden. Es macht doch null Sinn den PKw Verkehr vor einem Bahnhof in einen Tunnel zu verfrachten.
    Viel wichtiger ist doch wie man vom DB -Zug zur U-Bahn und S-Bahn kommt. Da ist an fast alles gedacht worden.

    Nur die Behelfshaltestelle der S21 verstehe ich nicht ganz. Wird es da einen Tunnel hingeben, oder müssen die Reisenden dann solange an der Oberfläche über die Invalidenstr. per Ampel?

    Gruss, Flo.

  • Heute will ich auch mal ein paar aktuelle Bilder vom Rest der Bauarbeiten an der Tramstrecke zum Hauptbahnhof beitragen.

    Der neue Gleiswechsel am Nordbahnhof. Es kann zwischen den Gleisen bald gepflastert werden.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Die Haltestelle Nordbahnhof mit der neuen Wartehalle Richtung Hauptbahnhof

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Die Gleise der Kurve kurz vor der Invalidenstraße wurde heute auch frisch einbetoniert

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Der südliche Bahnsteig hier sieht alles schon sehr fertig aus. Der Endanstrich ist aufgebracht, so das die Lampen in der Seitenwand von der Abdeckfolie befreit werden können.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Die Pflasterarbeiten an den Zuwegungen der Haltestellen gehen auch immer mehr dem Ende entgegen.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Insgesamt wirkt die ganze Haltestelle nun doch sehr geräumig. Wenn erst mal alles fertig aufgeräumt ist wird es noch größer wirken.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Neben der Infosäule wurde schon mal Platz für Ticketautomaten freigehalten

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Das Dach macht nun doch einen leichten Eindruck in seiner Wirkung, so wie es die Architekten versprochen haben.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Links und rechts der Gleise muss die Betonkante noch komplettiert werden, dann kann auch hier betoniert werden.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Gestern noch per Farbe aufgetragen, heute schon aus Metall fest angeschraubt.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    Die nun durchgezogene Sockelleiste unten auf dem zugemauerten Bereich zeigt: hier wird es vorerst keine Rolltreppen geben.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

  • super vielen dank für die Bilder!!!

    Die Bahn soll am 29.August eröffnen...das sind jetzt noch 15 Tage.
    Das ist definitiv nicht mehr viel Zeit und die haben da richitg viel zu tun, um das fertig zu bekommen!! Ich frage mich immer: Warum hat man da nicht gleich so schnell gebaut, dann wäre das längst fertig!

    Oder gilt hier die Studi-Regel: "ich habe ein motivationsproblem, so lange, bis ich ein Zeitproblem habe"

  • ^ Ein Großteil der jetzt erfolgenden Arbeiten kann erst seit Sperrung der Strecke erfolgen. Eine frühere Umsetzung hätte also eine frühere Sperrung erfordert und wenn man dann vorfristig fertig wäre, könnte man auch direkt eröffnen.

    Zum Bauzustand: wie schon zu erwarten war, bedeutet der Farbauftrag statt nacktem Sichtbeton eine bedeutende ästhetische Verbesserung, aufgrund der tiefstehenden Sonne erkennt man den Unterschied im direkten Vergleich der Dachunterseite auf den Fotos leider kaum, das wird hier (zumindest auf meinem Bildschirm) deutlicher. Die Metallbuchstaben mit Haltestellennamen sind ein schönes Detail und zur Phantomdiskussion Platzmangel zeigt wohl dieses Foto:

    Dekoratives Anführungszeichen


    Die Pflasterarbeiten an den Zuwegungen der Haltestellen gehen auch immer mehr dem Ende entgegen.

    Berlin Hauptbahnhof by Stefan Metze, auf Flickr

    ...recht deutlich, dass es sich um die großzügigsten Trambahnsteige Berlins handelt.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wie schon zu erwarten war, bedeutet der Farbauftrag statt nacktem Sichtbeton eine bedeutende ästhetische Verbesserung, aufgrund der tiefstehenden Sonne erkennt man den Unterschied im direkten Vergleich der Dachunterseite auf den Fotos leider kaum, das wird hier (zumindest auf meinem Bildschirm) deutlicher. Die Metallbuchstaben mit Haltestellennamen sind ein schönes Detail und zur Phantomdiskussion Platzmangel zeigt wohl dieses Foto:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Dekoratives Anführungszeichen

    ...recht deutlich, dass es sich um die großzügigsten Trambahnsteige Berlins handelt.


    Das gleiche Bild zeigt mE aber auch, dass sich hier mindestens von November bis Februar viel auf den hintersten mittleren Bereich konzentrieren wird (wobei selbst da nur bedingter Wind- und Wetterschutz besteht) und dass alles zumindest von hinten weit weniger filigran und elegant wirkt als auf den Visualisierungen. Bezüglich der verbesserten Oberflächenanmutung hoffe ich jedoch, dass hier zumindest mittelfristig keine weiteren Materialmängel und entsprechende Nachbesserungen auftreten werden. Nur dann kann man sich mE nachhaltig daran erfreuen - zumal man ja gerade beim Hauptbahnhof schon genug unschöne Erfahrungen mit Baupfusch oder gar herabfallenden Teilen hatten...

  • Aber da kann man sicher eine kleine Erweiterung anbringen. Einen Windfang aus Glas z.B, oder solche kleinen Hütterln wie sie die DB oft hat.
    Diese Haltestelle passt aber gut zum Hbf!.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ^
    Wenn ich mir angucke, wie z.B. am Ostkreuz in großem Stil Schallschutzwände in einem viel dichter besiedelten Gebiet installiert werden, ohne dass ein Hahn danach kräht, dann kann ich nur ratlos den Kopf schütteln. Lichtenrade ist doch nur ein langweiliges Stück Vorstadt. Mit ein paar Entschädigungen und Ausgleichsmaßnahmen sollte das doch wohl zu regeln sein. Hier wird schließlich keine Trasse durch ein Weltkulturerbe gebaut (aber selbst das ginge wohl einfacher).

    :confused:

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Ist jedesmal faszinierend wie ein paar hundert Wutbürger die ganze Haupstadtregion für ihre ganz eigenen und sehr egoistischen Interessen in Geiselhaft nehmen können. Und das schlimme daran ist, der Rest lässt sich das auch noch gefallen und diskutiert wirklich ganze 19 Jahre mit absolut kompromissunfähigen Menschen. Die Anwohner in Lichtenrade tun ja gerade so, dass mit Kaufvertrag für das Häuschen auch gleich ein Bestandsschutz für den ganzen Ort über die nächsten 1000 Jahre mit vereinbart wurde.

    Absolut unverständlich ...

    Jetzt kann man nur hoffen, dass das Bundesverwaltungsgericht vergleichsweise schnell entscheidet und die Bahn nun Fakten schaffen kann. Dann gibts aber wahrscheinlich Bilder wie von Stuttgart 21 in den Medien zu sehen mit an Bäumen geketteten Menschen und fliegenden Steinen ...

  • ^um in deinem Duktus zu bleiben "nervst" du, wenn du trotz Erklärungsversuchen einfach nicht akzeptieren willst, dass Mitbürger den Zugang zum Rechtsweg haben, ob es dir in den Kram passt oder nicht. Und dabei ist mit notwendiger Sorgfalt über jeden vom einzelnen Bürger vorgebrachten Einwand - bei jedem Bürger erneut und individuell - zu entscheiden. Und das durch verschiedene Instanzen. Und da es nicht nur "ein bischen Rechtsstaat" gibt, so wie man nicht nur "etwas schwanger" sein kann, ist die einzige Alternative dazu nun einmal chinesische Verhältnisse einzuführen, ob man diese explizit fordert oder nicht.

    Jeder kann sich rechtlich gegen Dinge wehren, die ihn betreffen!

    ISSO!

    Wenn dir diese kurze und knappe, aber wertlose, Erläuterung lieber gewesen wäre, als dass ich "nerve".

    Einmal editiert, zuletzt von Pumpernickel (15. August 2015 um 17:16)

  • @ Rotes Rathaus: 30 Jahre Bauzeit? Das ist noch lange nicht genug! Niemals sollst Du die Dresdener Bahn in Betrieb erleben!! Und Deine Kinder nicht!!! Und Deine Kindeskinder auch nicht!!!! Denn schließlich habe ich Anwälte!!!!! *Hier bitte dämonisches Lachen vorstellen*

    Im Ernst: Offenbar wäre da noch eine Verfahrensweise zu entwickeln, die einen Ausgleich der Interessen möglich macht, ohne jahrzehntelangen Stillstand zu verursachen. Wir haben es schließlich nicht mit einem Brennelemente-Endlager zu tun, sondern mit einer Bahnstrecke. Ein solcher Konflikt scheint mir inklusive vorstellbarer Kompromisslinien eigentlich ziemlich überschaubar: Tunnel zu teuer, deshalb Lärmschutzwand zzgl. einer Entschädigung, für die sich die Anwohner z.b. einen Garten im Umland als Ersatz für den schönen Blick auf die S-Bahngleise zulegen können (oder, bei guter Verhandlungsführung, gleich ein neues Haus). Wüsste nicht, was es da 19 Jahre lang zu streiten gäbe.

    Aber klar, wenn man es mit Leuten zu tun hat, denen es nicht um die Sache geht, sondern ums Prinzip, dann wird es schwierig. Schließlich hat man ein Grundstück ohne ICE-Strecke gekauft, und die ICE-Strecke ist ein Angriff auf das Eigentum, weil das Grundstück der Strecke wegen plötzlich viel weniger wert ist, aber das Eigentum ist doch Menschenrecht, usw, usf... – und schon hat man einen, der den Kohlhaas macht und Jahrzehnte seines Lebens dem Kampf gegen die Eisenbahn verschreibt, obwohl er ohne diesen Kampf zufrieden und wohlhabend hätte alt werden können. "Fiat justitia, et pereat mundus", wie der greise Pirat bei Asterix immer sagt, bevor ihm sein Kapitän eins über die Rübe gibt...

  • Neue und bessere Radstreifen am Moritzplatz

    3 Updates zum Berliner Verkehr.

    Nr. 1 widmet sich dem Moritzplatz. Hier ist mal was erstaunliches passiert, es wurden vernünftige und breite neue Radfahrspuren angelegt. Und zwar eine Abbiegespur für Radler, die aus dem Kreisel raus wollen und eine Hauptspur innen, auf denen Radler vorfahrtsberechtigt im Kreisel bleiben können. Gut einsehbar und optisch klar getrennt:

  • Straßenbahngleise am Nordbahnhof

    Stadtverkehrs-Update Nr. 2

    Siehe auch zuletzt #1618

    Noch gut eine Woche, dann sollen die neuen Strecken zum Hbf in Betrieb gehen. Am Nordbahnhof / Invalidenstraße wird mit Hochdruck gearbeitet. Blick Richtung Osten:


    Blick Richtung Westen, vorne die neue Haltestelle vor dem S-Bf. Nordbahnhof:


    Anbindung der Gleise, die von der Bernauer Straße kommen:


    Invalidenstraße zw. Nordbahnhof und Chausseestraße, Blick nach Osten:

  • Straßenbahnhaltestelle Berlin Hbf

    Stadtverkehrs-Update Nr. 3

    Auch an der neuen Straßenbahnhaltestelle am Hbf geht kurz vor der Eröffnung sichtbar voran. Der Beton wurde hellgrau und die Säulen anthrazitfarben gestrichen:


    Die Lampen unter dem Dach sind bereits montiert:


    Und auch die ersten seitlichen Glasscheiben wurden inzwischen eingesetzt:


    Sieht doch nicht schlecht aus:

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ... Hier ist mal was erstaunliches passiert, es wurden vernünftige und breite neue Radfahrspuren angelegt. Und zwar eine Abbiegespur für Radler, die aus dem Kreisel raus wollen und eine Hauptspur innen, auf denen Radler vorfahrtsberechtigt im Kreisel bleiben können. Gut einsehbar und optisch klar getrennt ...

    In der Tat sehr großzügig umgesetzt und für die vielen Radfahrer in Berlin sehr erfreulich. Ich habe aber so die Befürchtung, dass aufgrund der Breite der Radwege der/die eine oder andere Autofahrer(in) diese Spuren für enge Autospuren halten werden (v.a. die Abbiegespuren).

  • danke backstein für die tollen fotos.

    ich bin einfach nur sprachlos darüber, wie schnell man in Berlin bauen kann, wenn man will
    Hätte nie gedacht, das die das in der kurzen Zeit hinbekommen!

  • Das hat mich auch beeindruckt
    Soviele Arbeiter habe wie am Hauptbahnhof und am Nordbahnhof habe ich noch nie gesehen. Mehrere 24 Schichten wurden auch gefahren.

    Bei diesem Tempo wäre hätte das nicht vier gebraucht sondern höchsten 12 monate.

    Schon deprimierend

  • Also ich finde die Haltestelle auch sehr gelungen.
    Ich frag mich bloß wie lange die so außen wird, es sind wieder viele freie Flächen für viele sehr individuelle Kunstwerke ..... Auch die Glasscheiben bleiben doch keine vier Wochen ganz!

  • Mir gefällt die Station sehr gut, auch die Schrifttype der Aufschrift "Hauptbahnhof". Diese Aufschrift erinnert mich allerdings an eine Frage, die mir schon eine Zeitlang nachgeht:
    Wäre der Name "Zentralkreuz" nicht passender als "Hauptbahnhof"? Erstens trifft "Zentralkreuz" sehr genau den Sachverhalt, denn es handelt sich ja tatsächlich um einen zentral gelegenen Eisenbahnkreuzungspunkt. Zweitens ergibt sich diese "Zentralität" relativ zum Ost-West- und Südkreuz, und sie würde damit, anders, als ein "zentral" in der Bezeichung "Zentralbahnhof", keine Zentralität gegenüber Hauptbahnhöfen anderer Städte beanspruchen (die dann schnell als anmaßend empfunden würde) und das "Zentralkreuz" dennoch von x-beliebigen "Hauptbahnhöfen" absetzen. Was meint ihr?

  • Die Namensdebatte gab es doch vor der Eröffnung 2006. Planungsname war Lehrter Zentralbahnhof, damals auf vielen Visualisierungen zu sehen. Dann gab es eine auch von der DB initiierte Abstimmung, die Berliner waren mehrheitlich für "Lehrter Bahnhof". Das hat die DB bzw. Herrn Mehdorn aber dann nicht mehr interessiert, per Diktat wurde der Bahnhof HBF genannt, eben weil es 0815 ist und das die Standardbezeichnung für den jeweils wichtigsten Bahnhof in einer Stadt ist.

  • Gut, aber inzwischen sind beinahe zehn Jahre verstrichen, die Gegend verändert sich radikal, die Erinnerungen an den alten "Lehrter Bahnhof" sind verblasst, da kann man die Namensdebatte wieder neu aufrollen. Zumal ich ja gerade nicht für "Zentralbahnhof" (und schon gar nicht für "Lehrter Zentralbahnhof") plädiere, sondern für (Berliner) Zentralkreuz - aus den genannten Gründen, und um die 0815 Standardbezeichnung Hauptbahnhof in Frage zu stellen.