Ja, endlich sind deutliche Verbessungen festzustellen. Nicht nur punktuelle Veränderungen. Ich bin sicher, dass die bewussten Wandpaneele auch noch drankommen. Deren aktuelle Farbgebung nahm, wohl nicht frei von Ironie, Bezug auf den abgenutzten, damals grünen Fußboden. Dieser ist ja nun Geschichte.
Hauptbahnhof Frankfurt
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In meinen Augen ist das Konzept der Wandpaneele sehr gelungen. Es wird auch auf beiden Seiten beschrieben, was das Ziel ist. Im Endeffekt soll es an einen Wald erinnert - was sicherlich nicht gelungen ist.

Aber: die verschiedenen Streifen mit ihrer wechselnden Intensität erzeugen in der Tat eine Tiefe, die das Raumgefühl an den Gleisen definitiv vergrößert. Sollte nun eine gleichmäßige Wand kommen, wird dieser großzügige Effekt genommen. -
Nebelwald, um genau zu sein. Soll irgendwas mit dem Taunus zu tun haben.
Aber besser als eine komplett einfarbige Fläche wie die giftgrünen Graffitifänger eine Ebene weiter oben ist es allemal. Und der Wasserschaden an Gleis 104 wo schon wieder auf ziemlich großer Fläche von der Decke der Siff runterläuft, fällt immerhin auch nicht direkt so schnell auf.
Allerdings halte ich generell wenig bis gar nichts von diesen altbackenen Wandpanelen, egal in welcher Farbgebung. Wobei das hier am Hauptbahnhof ja unterm Strich sogar immer noch halbwegs anständig aussieht, im Vergleich zB zum jetzt schon wieder mit Graffiti übersäten Lokalbahnhof, wo man die alten Panele in bunt durcheinander gewürfelten Farben übermalt hat, die so gar nicht mit der restlichen Stationsgestaltung harmonieren wollen. -
^ Es fühlten sich auch schon viele eingeladen, die Fliesen als Leinwand zu nutzen. Aber zu meiner Überraschung sieht man regelmäßig Putzleute diese rückstandslos entfernen. Sisyphos, aber wenn man das beibehält, dürfte mancher die Lust verlieren.
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Neubau Parkhaus, Logistikzentrum, Fahrradparkhaus (geplant)
An der Poststraße möchte die Deutsche Bahn AG ein Parkhaus, ein Logistikzentrum und ein Fahrradparkhaus errichten lassen. Das wurde vor über zwei Jahren bekannt, dazu oben die Beiträge #391 ff. Einzelheiten wurden damals nicht genannt, wahrscheinlich weil eine Planung noch gar nicht erstellt war. Seitdem war nichts von dem Projekt zu vernehmen, meine ich, wobei solche Zeitspannen bei diesem Bauherrn allerdings eher Regel als Ausnahme sind.
Nun habe ich etwas zur Planung finden können. Den Auftrag hat demnach Dietz Joppien Architekten in Arge mit der Vössing Ingenieurgesellschaft sowie Bollinger und Grohmann erhalten. Gebaut werden soll parallel zu Gleis 24. Dort befinden sich unterirdische Anlagen aus der Zeit des Bahnpostbetriebs, genannt Postpaketkammer. Ein Teil dieser unterirdischen Räume soll saniert und zum Logistikzentrum und Fahrradparkhaus mit 700 Stellplätzen umgebaut werden. Oberhalb davon ist das Parkhaus mit mehr als 200 Stellplätzen geplant. Es soll zum Teil in der Postpaketkammer gegründet werden. Auch weiterhin sind die Zeitspannen außerordentlich lang, nach einer gut ein Jahr alten Ausschreibung soll der Planungsauftrag erst am 30. Juni 2023 (sic!) enden.
Zwei Grafiken bringen etwas Klarheit zur Lage des Parkhauses. Es soll sich an die nordwestliche Ecke der Nordhalle des Hauptbahnhofs anschließen, das ergibt der Grundriss:

Grafik: Dietz Joppien ArchitektenDas Areal auf dem Luftbild (ein Foto von epizentrum gibt es hier


Geobasisdaten: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 09.2018, © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und GeoinformationUnd eine Schnittzeichnung der Schmalseite von Norden gesehen. Es soll demnach sehr dicht an Gleis 24 gebaut werden.

Grafik: Dietz Joppien Architekten -
Es wäre vielleicht besser gewesen ein Parkhaus in das Gesamtkonzept Bahnhofsvorplatz einzubeziehen.
Es bleibt Stückwerk.
Ich würde auch erwarten, dass man an dieser Stelle, so nah am Bahnhofsvordach, eine Stahlkonstruktion wählt die das Hallendach im kleinen Format widerspiegelt. In den beiden Bildern kann ich das nicht erkennen.
Die Bahn beseitigt eine Brache und schafft eine neue Bausünde.
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Das Parkhaus ist tatsächlich Bestandteil der Planung bezüglich der Bahnhofsvorplätze. Das lässt sich einfach im oben verlinkten Beitrag #391 nachlesen. Und schon erstaunlich, wie man mittels der Grafiken in #430 erkennen will, dass hier eine Bausünde entsteht. Mir gelingt das nicht, aber vielleicht bin ich einfach grundsätzlich zu wohlwollend eingestellt. Sicher, ein Parkhaus ist in den wenigsten Fällen schmückend, aber der verwahrloste Parkplatz und die stinkende Müllsammelstelle sind es derzeit noch viel weniger. Letztere wird wohl unter der Oberfläche verschwinden, und das Parkhaus ist sozusagen der Preis für den Wegfall der Stellplätze für Bundespolizei, Kurzzeitparker etc. in unmittelbarer Umgebung des Bahnhofsgebäudes. Diese müssen schließlich ersetzt werden, will man deren Flächen attraktiv neu gestalten. Auf die alberne Idee eines Tonnendachs für das Parkhaus als "Widerspiegelung" der Bahnhofshalle in Babyversion werden die Architekten hoffentlich nicht kommen.
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Neubau Parkhaus, Logistikzentrum, Fahrradparkhaus (geplant)
Vielen Dank für die Details: Grafiken und Foto
Wozu ein Parkhaus?
Auf dem Parkplatz zähle ich nicht mal 10 Autos. Die Autos parken dort, wo keine Parkgebühren zu entrichten sind.
Auch die Tiefgarage an der Nordseite ist nicht ausgelastet. -
Es steht oben: In das Parkhaus sollen Stellplätze verlegt werden, Bundespolizei, Kurzzeitparker etc. So können diese Parkplätze neu gestaltet werden. Es geht also nicht darum, die Kapazität des jetzigen Parkplatzes zu erhöhen.
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Schon klar. Die Flächen vor dem Hauptbahnhof sollen von Autos "befreit" werden.
In der Folge müssten die Autos der Bundespolizei Platz machen für die Taxifahrer, die an die Nordseite umziehen sollen, usw. - Nur Tatsache ist, dass der Parkplatz in der Postsraße weitgehend ungenutzt ist. Von daher wäre dort genug Platzfür die Bundespolizei und die Kurzzeitparker. Oder nicht? -
So weit ich weiß ist dieser Parkplatz kostenpflichtig. Bei dem Parkdruck im Quartier wäre dieser sonst 24/7 kontinuierlich komplett belegt! Die Beschilderung und insbesondere die Zufahrt zu diesem ist im Vergleich zum Parkhaus nicht optimal. Es wirkt alles sehr provisorisch und der Weg in den Bahnhof führt an der ekligen und stinkenden Müllsammelstelle vorbei. Besucher die dort Parken haben evtl. eine Rex-Kramer-Neigung.
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Hauptbahnhof: Umbau B-Ebene und Nordflügel genehmigt
Mit Bescheid vom 21.1.2019 hat das Eisenbahn-Bundesamt den Antrag der DB Station & Service AG zum Umbau der B-Ebene und des Nordbaus beschieden und die Pläne genehmigt, worüber in diesem Forum zuletzt vor einem Jahr berichtet wurde.
Das Verfahren wurde ohne Öffentlichkeitsbeteiligung nur mit Trägerbeteiligung durchgeführt, es gab deshalb keine Planoffenlage und keinen Erörterungstermin; infolgedessen ist auch die Informationslage über Einzelheiten des Vorhabens sehr spärlich. Mehr als auf der offiziellen Webseite der Bahn zu lesen steht, gibt es nicht. Für den Umbau eines derart wichtigen und bedeutenden Gebäudes und Verkehrsknotenpunktes ist das beschämend wenig. Bleibt zu hoffen, dass sich das noch ändert. Aber von DB Station & Service erwartet man nicht anderes, hoffen wir, dass vielleicht die Stadt noch Informationen beisteuert. -
Der Umbau der B-Ebene ist genehmigt, das ergibt sich aus dem letzten Beitrag. Etwas zur zeitlichen Planung steht heute in der Frankfurter Rundschau (in einer dpa-Übernahme):
- Ausschreibung der Bauaufträge: Anfang 2020
- Baubeginn: zweites Halbjahr 2020
- Fertigstellung: Ende 2024
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Zum bevorstehenden Umbauprojekt gehört bekanntlich das Vestibül, die Eingangshalle an der Nordseite. Über deren Deckenkonstruktion wurde in diesem Thread schon diskutiert, auch, weil die bisher von der Bahn herausgegebenen Visualisierungen unterschiedliche Gestaltungen zeigen. Siehe unter anderem hier.
Jetzt wird ein neuer Aspekt bekannt. Die FNP schreibt heute, dass die Planer der Bahn AG erst während der Vorbereitungen für den aktuell anstehenden Umbau entdeckten, dass die "filigrane Stahlkonstruktion" der Eingangshalle noch nahezu vollständig erhalten ist. Derzeit sei sie durch eine Holzverkleidung verdeckt, heißt es in dem Artikel. Die Genehmigung des Eisenbahn-Bundesamts enthalte die Auflage, die Deckenkonstruktion freizulegen und zu sanieren, dies in "Abstimmung mit dem Denkmalamt".
Beigefügt ist eine neue, hier noch nicht gezeigte Ansicht. Als Urheber genannt ist Schmidt & Pütz. Demnach ist ein Berliner Büro mit der Umbauplanung beauftragt, denn auf dieser Website sind weitere Visualisierungen des umgebauten Hauptbahnhofs zu sehen.

Bild: Schmidt & Pütz Projektmanagement GmbHDer bauzeitliche Zustand auf einem Foto von 1890:

Bild gemeinfrei (urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen)Der nach wie vor aktuelle Zustand auf einem Foto von Robbi aus dem Jahr 2013 (weitere in diesem Beitrag):

Bild: Robbi -
^ Eine großartige Nachricht ist das, wenn ich davon ausgehen darf, dass die Visualisierung die Stahlkonstruktion stark vereinfacht darstellt und das Endergebnis dem bauzeitlichen Zustand - wie auf dem schwarz/weiß-Bild dargestellt - nähert.
Nachtrag: Ich muss ergänzen, dass mich die Darstellungen der B-Ebene auf der Architekten-Website enttäuschen. Damit die Ebene mit ihrer niedrigen Decke nicht bedrückend wirkt, muss man schon tiefer in die Trickkiste greifen, etwa durch den Einsatz von Naturmaterialien (sporadische Naturstein- oder Holzverkleidungen an den Wänden) und interessanteren Blickachsen statt der gezeigten Woolworth-Ästhetik. Die Oberlichter mit ihrem Gegenstück in Form von Sitzbänken auf dem Vorplatz sind eine nette Idee, allerdings würden die Bänke wieder wie ein Hindernis wirken. (Und: Möchte man sich von unten begaffen lassen, wenn man dort sitzt?) Die U-Bahn-Abgänge finde ich gelungen; sie wirken einladend. Dem Treppenabgang vom Kaisersack würde ich allerdings eine transparente Brüstung (Glas oder Eisengitter) spendieren; damit er den Blick nicht komplett versperrt.
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Davon wird man ausgehen können, denke ich. Auf dieser Visualisierung ist das Deckenkonstruktion detaillierter dargestellt:

Bild: Schmidt & Pütz Projektmanagement GmbH -
Das ist eine tolle Nachricht und würde das Vestibül noch einmal um einiges aufwerten.
Was bei dem Vergleich des Ist-Zustandes mit dem bauzeitlichen Zustand aber auch mit den Renderings auffällt ist, dass die 2. Etage derzeit überhaupt nicht richtig einbezogen wird bzw. durch die Streben-Konstruktion verdeckt ist. Das führt dazu, dass der ganze Raum viel gedrungener wirkt, weil man die Schaufassade gar nicht richtig sieht. Auch diese Repartur wird viel von dem alten Glanz zurückbringen.
Als technischer Laie ist man halt auch immer wieder verwundert darüber, wie leicht es ist, etwas eigentlich sehr Schönes durch wenig Mittel zu verunstalten.
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Das war sicherlich die beste Nachricht des Tages (neben der Meldung vom Goetheturm-Wiederaufbau). Dürften sich ja noch einige daran erinnern, dass ich fast bei jeder Gelegenheit auf die Decke des Vestibüls hingewiesen hatte. Wertet das Vestibül nochmal ganz erheblich auf, der Unterschied zu den anderen Visualisierungen ohne wiederhergestellte Decke ist gigantisch. Dass die historische Konstruktion quasi nur ausgepackt werden muss, war für die größeren Stahlträger zu vermuten, aber dass sie noch fast komplett erhalten ist, hätte auch ich nicht gedacht.
Wehrmutstropfen bleiben aber auch bei dieser Visualisierung: der Treppenaufgang zu den Gleisen ist in meinen Augen zu dicht am Ende des Vestibüls, und wird am oberen Ende auch noch mit Fahrkartenautomaten und der DB Information verstellt, sowie der gesamte Übergang von der Haupthalle ins Vestibül mit unnötigerweise auch noch zusätzlichen oder verschobenen Verkaufspavillons verengt. Wenn das nicht noch umgeplant wird, dürfte das ein ziemlich unangenehmes Gedränge ergeben.
Die Oberlichter auf dem Vorplatz finde ich sogar völlig unsinnig und eher kontraproduktiv. Vereinfachen sie ja nicht gerade eine angemessene Neugestaltung des Vorplatzes (für die nach wie vor die historische Vorkriegsgestaltung als Messlatte dienen muss), und liegen auch noch scheinbar genau in der Trasse der Straßenbahn, was ihre auf jeden Fall nötige Rückverschiebung vors Hauptgebäude unnötig behindert.
Für die äußeren Treppenabgänge würde ich wie Epizentrum eine filigranere Lösung bevorzugen, vor allem eine, die nicht zum Abstellen von Bierflaschen verwendet werden kann. -
Bahnpolizeiwache wird modernisiert
Bevor der große Bahnhofsumbau beginnt, wird DB Station & Service ab Dezember 2019 die Wache der Bundespolizei im Nordflügel grundhaft sanieren, den betrieblichen Anforderungen entsprechend umbauen und im Zuge dessen auch flächenmäßig erweitern. Der Umbau erfolgt im laufenden Betrieb unter Aufrechterhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen und wird sich deshalb entsprechend lange hinziehen, bis ins Frühjahr 2021.
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Wenn's mal wieder länger dauert...
Der Baustart 2019 ist nunmehr auch vom Tisch. Die Bahn berichtet online:
Seit Ende Januar 2019 liegt die Baugenehmigung durch das EBA vor. Es ist vorgesehen, in der zweiten Jahreshälfte 2020 mit den Bauarbeiten zu beginnen. Gebaut wird in mehreren Bauabschnitten. Es ist geplant, die Arbeiten voraussichtlich Ende 2024 abzuschließen. Der erste für die Öffentlichkeit sichtbare Eingriff wird die Entkernung der B-Ebene sein. Sukzessiv mit Baufortschritt werden in der B-Ebene fünf Zugänge geschlossen.
(Hervorhebungen von mir)Vermutlich beginnt man im nördlichen Bereich der B-Ebene, wo vermutlich zwischen S-Bahn und Nordausgang der McDonalds seinen Platz finden wird, wenn man sich den Übersichtsplan der Broschüre (S. 10-11) anschaut. Am alten Platz ist nämlich keine Gastronomie mehr eingezeichnet und durch die Entfernung der Vorbauten des Nordflügels ist vermutlich nicht mehr ausreichend Platz. Wenn unten umgebaut ist, wäre oben Platz für die Arbeiten. Die Fläche daneben dürfte vermutlich an Rossmann gehen.
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