Wedding/Gesundbrunnen | Kleinere Projekte

  • BV „Enter“ (Max-Ulrich-Str./Ackerstr.)

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    Das Enter ist inzwschen inkl. aller Restarbeiten komplett fertiggestellt und ist bzw. wird bezogen. Daher abschließend nochmal drei Bilder:


    enter_berlin01.jpg


    Eingang Max-Ulrich-Straße:


    enter_berlin02.jpg


    Ein Blick ins EG, wo man noch mit der Inneneinrichtung beschäftigt ist:


    enter_berlin03.jpg

  • Unter der Leitung von Frau Kahlfeld wurde der Vorschlag des Architekturbüros CSMM zum Umbau des Bestands- und des Erweiterungsbaus in der Sellerstr. 31 durch das Baukollegium abgelehnt. Ein kleines Hochhaus (Erweiterungsbau) sei nicht erwünscht. Schade drum. Der Umbau und die Erweiterung, sowie die Einbindung an die Panke hätte mir gut gefallen.


    B.Z. mit Visu

    Sitzung des Baukollegiums auf youtube


    sellerstr3jjm6.png



    Screenshot aus der YouTube-Präsentation CSMM

  • Oh je. Für mich kein guter Einstand. Das Projekt war toll durchdacht und präsentiert und die vorgeschlagene Höhe in der dortigen Umgebung absolut okay da bereits zigfach vorhanden. Verstehe ich nicht und finde ich sehr schade.

  • Ich finde die originale Glasrotunde eigentlich ganz schön. Diese hinter dieser Rasterfassade zu verstecken finde ich gar nicht so "schick" wie die B.Z. das schildert...

  • Die Haupterschliessung des Gebäudes findet über die Sellerstr.statt. Die Rotunde hat also keine besondere Funktion. Schön ist die zudem nicht. Mit den Umbauplänen hätte es sich fundamental geändert.


    Nur gut, dass Lüscher nicht für die Ablehnung des HH verantwortlich ist. Jetzt also Kahlfeld.

  • Ob die Rotunde schön ist oder nicht, liegt im Auge des Betrachters. Ob eine weitere Rasterfassade zur architektonischen Qualität Berlins beiträgt ist allerdings angesichts der Flut dieser Trend-Architektur in Frage zu stellen. Auch auf die geplante Höhe von 59 Metern schaue ich gewohnt argwöhnisch (der Berliner Stumpen...)

  • Das größte Problem an dem Entwurf – und das wurde auch so im Baukollegium kommuniziert – ist, dass einfach eine zweite Scheibe neben dem Gebäude auf der Südseite gestellt wurde. Was man auf den Visus nicht sieht: Es soll zwischen Altbau und Neubau eine richtige Durchwegung geben. Aber was das für eine Aufenthaltsqualität haben soll, wenn ein Teil des Gebäudes ein kleines Hochhaus ist, ist richtigerweise in Frage gestellt worden. Besser wäre es das Gebäude nach Süden anzubauen ohne da einen Weg durchzuschlagen. Es soll sowieso an der Südseite noch einen Pfad entlang der Panke geben. Was die Fassade mit der Rotonde an der Müllerstraße anbelangt: Hier hieß es nur, dass es wünschenswert wäre, wenn man sie weiterhin sehen würde. Eine Lösung könnte etwa sein, im straßenseitigen Anbau einen entsprechenden Schitz (weiterhin) freizulassen.

  • Diese Durchwegung sieht man sehr gut in der Präsentation. Durch den sehr hohen Durchgang zu Panke hin, hätte es reichlich Luft in diesem Zwischenraum gegeben. Die öffentliche Bespielung des EGs hätte aus meiner Sicht für Qualität gesorgt.


    Eine Rasterfassade, die das strenge Raster aufbricht und mit einer vorgelagerten Fassade Tiefe erzeugt, ist einer Fassade mit handelsüblichen Pfosten-Riegel Konstruktionen vorzuziehen. Allein der glatt polierte Granit des Bestand ist gruselig genug, um eine Überbauung zu rechtfertigen.

  • Nur gut, dass Lüscher nicht für die Ablehnung des HH verantwortlich ist. Jetzt also Kahlfeld.

    Nicht ganz so hastig. Ich fand diese Baukollegiums-Sitzung doch sehr aufschlussreich. Es war nicht direkt Frau Kahlfeldt, die gegen die 15 Geschosse war. Es war der Herr Gothe, der gleich eine kritische Rückfrage und einen Einwand zur Höhe direkt bei der Präsentation und vor der geheimen Besprechung vorbrachte. Ich denke er zielte hier auf die Höhe des Bauprojektes Sellerstraße 17 ab:

    https://www.cells-group.com/pr…realtylist%5Brealty%5D=57


    Frau Kahlfeldt äußerte sich dann so, dass der Planungsaufwand gering gehalten werden soll. Für mich die ehrliche Offenbarung des aktuellen deutschen Planungsrechts. Bloß keinen Bebauungsplan! Also muss sich der Neubau irgendwie einfügen.


    Auch die Archiekten haben sich ein Ei gelegt. Wollten sie doch klimapolitisch korrekt den Bestandsbau (wenn auch bis auf die Grundmauern abgetragen) erhalten (graue Energie und so), haben aber doch vergessen dass Recht gilt und Recht immer Moden/Trends/Ideologien bricht oder diese zumindest keinen Bonus darstellen.


    Frau Kahlfeldt wirkte jedoch ehrlich bemüht das Bauprojekt zu verwirklichen, das kommt in den Medien etwas falsch rüber. Ich vermute der Bestandsbau wird völlig verunkenntlicht weiter bis zur Panke geführt und im rückwärtigen Bereich wird bis zu 11 OG gebaut ähnlich dem Projekt Sellerstraße 17.


    P. S. Architektonisch scheint den Architekten nur noch Stäbchen einzufallen, da finde ich persönlich den Bestandsbau charakteristischer.

  • Sehe ich auch so. Ich finde die üblichen Rasterfassaden furchtbar, aber gerade dieser Entwurf mit dem plastischen und Transparenten Außenskelett weicht dadurch eben durch die dreidimensionalität und tiefe toll ab. Sieht man hervorragend in der Präsentation beim Baukollegium auf Youtube.
    Wie bereits gesagt war auch die Höhe hier völlig angemessen wenn man sich die Umgebung ansieht.

    Ich persönlich fände den Entwurf so wie präsentiert aber mit dem Hochbau als doppelt so hohem aber dafür nicht in Riegel- sondern Punkthochhaus gebauter Variante an dieser Stelle eine deutliche städtebauliche Aufwertung.

  • Lieber Humphey Cordonnier, vergessen sie bitte das Planungsrecht nicht. Dieses ist vor allem in Berlin mittlerweile so verkompliziert, deshalb entschieden sich ja die Architekten für 59 Meter, damit sie nicht auch noch der Hochausplanung aus Lüschers Zeiten unterliegen.

    Der große Fehler des Senats ist es, dass er diesem Gebiet nicht von Anfang an einen Masterplan (am besten für die gesamte Innenstadt) unterlegt, damit klar ist wo wie hoch gebaut werden kann. Der Hochhausplan von Lüscher lässt ja expliziet offen wo ein Hochhaus entstehen kann, theoretisch überall. Nur praktisch unterliegt man dann wieder §34 oder man braucht einen Baubauungsplan. Dies war u. a. auch ein Grund warum das Planwerk Innenstadt unter Stimmann entstand. Ich hoffe Frau Kahlfeldt erkennt dieses Dilemma.

  • Hallo Architektenkind, gemeint war von mir bezogen auf Berlin die Umsetzung bis man zum Bau-Recht bzw. der Umsetzung kommt. Z. B. Baukollegium, Beiteiligungsebenen, Reibungen Bezirk/Senat, Bestimmungen des Hochhausplanes, Überlastung der Verwaltung bezogen auf zeitliche Dauer einer Planung, etc.