Beiträge von Achilles1993

    Sicherlich beabsichtigt Frau Lüscher nicht, dass der aktuelle Entwurf oben einfach um zwanzig Meter gekürzt wird. Und das wird auch nicht so kommen – alleine schon, weil der Investor ein starkes finanzielles Interesse daran hat, die wegfallende Baumasse auf die anderen Stockwerke zu verteilen.

    Eine Baugenehmigung für ein Hochhaus an diesem Standort kann es auch schlicht nicht gegeben haben, da er den Festsetzungen des aktuell gültigen Bebauungsplans (mit einem Hochhaus auf dem Saturn-Gelände) widersprechen würde. Die Baugenehmigung muss ja dem B-Plan folgen, solange ein B-Plan ausgewiesen wurde. Das ist rechtlich einfach zwingend. Und in der Presse war auch nie von einer Baugenehmigung die Rede (im Gegensatzum zum Alexanderturm, wo sie ja abzulaufen drohte)

    Shure? Von der Verschiebung weiß ich, aber meines Wissens hat/hatte Hines Baurecht für den neuen Standort.

    Meines Wissens nach nicht – Und es bedingt sich ja auch: Baurecht (in Form einer Baugenehmigung) kannes nicht geben, wenn aktuell ein entgegenstehender Bebauungsplan festgesetzt ist. Die Baugenehmigung bestätigt ja die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit der Festsetzung, sofern ein B-Plan vorliegt, was ja akuell auch der Fall ist. Nur halt nicht der, den Hines sich wünschen würde. Deswegen wurde ja gerade an dem neuen gearbeitet, wo sich Hines mit der BVG rumschlagen musste, wegen des Tunnels.

    Ob die 150 Meter gebaut werden dürfen, hängt jetzt an zweierlei:


    1. Ist die alte Baugenehmigung noch gültig, oder ist sie ausgelaufen? Gilt sie noch, bleibt es bei 150 und Gehry; muss sie neu erteilt werden, sind es nach jetzigem Stand um die 130 Meter und evtl. ein anderer Entwurf.

    2. Wer stellt nach der Wahl den Bausenator und wer wird Senatsbaudirektor? Daran hängt, ob die 130-Meter-Regel weiterhin gilt oder ob sie auf aufgehoben wird

    Ich glaube es hängt tatsächlich nur an zweiterem. Eine Baugenehmigung oder einen Bauvorbescheid für Hines gab es noch nie. Im aktuell gültigen Bebauungsplan ist das Hochhaus nicht am jetzigen Standort, sondern in der Mitte des Saturns vorgesehen – wo es mE auch deutlich besser hinpasst, weil es den Vorsprung des Park Inns aufnehmen würde und besser zum ABC Tower überleitet. Hines selbst wollte das Enselbe in zwei Teilen entwickeln und hat deswegen das HH weiter nördlich an der Alexanderstraße geplant. Dort gibt es aber kein Baurecht, und ein BPlan für diesen Standort muss erst entwickelt werden. Das ist jetzt nur noch rein politisch. De lege lata ist dort nämlich gar kein Hochhaus zulässig aktuell....

    Die beste Nachricht ist für mich erstmal, dass das Projekt nicht tot ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die Wahl des Entwurfs "Verhandlungsmasse" ist, um die Höhe beizubehalten, sozusagen "wir schwenken auf einen beim Baukollegium mehr geschätzten Entwurf um, dafür bekommen wir die 150m".

    Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Frau Lüscher saß ja selbst in der Jury zum Wettbewerbsentwurf, bei dem der Gehry Turm rauskam. Sie wird da wohl sicherlich nicht überstimmt worden sein und zum Entwurf selbst hat sie sich bisher noch nie kritisch geäußert – zumindest soweit, wie ich es verfolgen kann

    Interessant ist auch, dass noch unklar zu sein scheint, welcher der drei prämierten Entwürfe (Gehry, Kleihues+Kleihues oder Barkow Leibinger) umgesetzt werden soll. Das ist eine Neuigkeit, war doch bisher immer stets nur vom erstplatzierten Entwurf von Gehry die Rede. Ehrlich gesagt könnte ich gut damit leben, wenn man beim Barkow Leibinger Entwurf ein paar Stockwerke in der Mitte entfernen würde und ihn dann umsetzen würde. Der Gehry Turm ist zwar nicht schlecht, aber ich glaube er hat bei keinem hier bisher große Begeisterung ausgelöst und es wäre schön, wenn auch an dieser Stelle die Hängepartie beendet würde. Der Gehry entwurf ließe sich auch sicherlich nicht so leicht in der Höhe reduzieren, wie die anderen Entwürfe

    Naja der Sternenhimmel ist halt bekanntlich dem weltberühmten Bühnenbild von Schinkel zur Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte nachempfunden, welches er für die Aufführung im der Berliner Staatsoper entworfen hat. Find die Kombination aus Schinkel und Oper sehr gut gelungen. Oder soll man es auf die Decke schreiben?

    Im Baunetz bin ich auf eine mir bis dato unbekannte (und halbwegs seriöus aussehende) Visualisierung der Freitreppe am Einheitsdenkmal gestoßen. Geplant wird sie scheinbar von bbz Landschaftsarchitekten, die auch für die übrige Freiraumplanung am Schlossumfeld verantwortlich sind. Neu am Entwurf sind scheinbar auch viele mehr Bäume an U-Bahnhof und Spreetreppe. Bisher war nur ein kleiner Baumhain am U-Bahnhof geplant, aber scheinbar wird dies ausgeweitet, was ich nur begrüßen kann. Man sieht auch, dass der geplante Aufzug nicht so schlimm ins Gewicht fallen wird.


    Außerdem im Artikel: Replik auf die Treppenkritiker.


    Link: https://www.baunetz.de/meldung…_kurz_greift_7661318.html

    "Dann kannst Du aber schwer beurteilen ..., denn Du lebst nicht hier."

    Ich glaube zu solchen Argumenten brauche ich auch nichts sagen, oder? Ich kenne Frankfurt tatsächlich sehr gut, auch wenn meine (wenigen) Beiträge hier im Forum auf meinen aktuellen Wohnort reduziere. Abgesehen davon baut CA Immo auch große Teile der (ebenso wie ihr Frankfurter Pedant) architektonisch unterdurchschnittlichen Europacity am Hauptbahnhof.


    Zum "offenen Brief": Der Inhalt ist mehr oder weniger "was ihr baut ist hässlich, bitte baut nicht mehr". Was soll denn ein Unternehmen mit so einer Kritik anfangen? Würdet Ihr Euch von soetwas abhalten lassen? Das ist ein unsachlicher Diskurs, der nur verstimmt und sicherlich keine Früchte tragen wird. Umgangsformen hören sicherlich nicht an der Stadtgrenze auf und lassen sich wohl auch aus Berlin beurteilen...

    Finds gerade auch ein bisschen absurd… es ging mir ja explizit um die „Stella“ Fassade und ich würde da durchaus eine bewusst moderne, starke Architektur begrüßen. Auf keinen Fall Pseudo-Reko. Und sehr wohl ist die Fassade aus architektonischer Sicht schlicht. Das ist natürlich gewollt, aber man hätte es sicher auch anders hinbekommen.


    Ich stehe weiterhin zu meinem Esslingen Vergleich! ;)

    Da muss ich dir widersprechen. Die Fassade der Hauptgeschäftsstelle der "Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen" ist im direkten Vergleich wesentlich plastischer, hochwertiger und spannender.

    Chapeau! Wer hätte gedacht, dass Esslingen so eine wertige Sparkasse hätte. Ich meinte es auch eher metaphorisch, so wie ich mir eine Sparkasse im Schwabenland vorstellen würde. Gewisse Ähnlichkeiten vermag ich dennoch zu erkennen ;-)

    die Neubaufassade hat mir im Hof in der Umsetzung wenig gefallen, das hat man in der Passage besser gelöst .

    Dem kann ich nur zustimmen. Die Zweiteilung an sich ist eine gute Idee und in der unteren hälfte auch schön und wertig umgesetzt. Ich glaube aber, dass man im oberen Teil die Fassade etwas stärker hätte betonen müssen. So geht sie all zu unter und sticht negativ im Gesamtensemble heraus. Vielleicht hätte man sich hier was gewagteres aus Glas einfallen lassen sollen, was sich stärker rausnimmt. Aktuelle sieht die Fassade mehr nach Sparkasse Esslingen aus, als Berliner Schloss mit Weltmuseum.

    Was soll denn ein Tausch der Häuser bringen? Die StaBi ist ja immerhin noch das belebteste Gebäude am ganzen Platz. Da sind tatsächlich den ganzen Tag sehr viele Studierende und Dissertierende, die ein wenig Leben in die Ecke bringen. Kupferstichkabitnett und Instrumentenmuseum sind jetzt eher nicht so besucht. Außerdem kann man nicht einfach die Gebäude austauschen. Die StaBi hat ein riesiges Bücherdepot, deswegen hat es ja dieses große, goldene Dach....


    Tatsächlich erhält die StaBi ja einen Umbau und wird einen östlichen Eingang zum Marlene Dietrich Platz bekommen samt Cafe im Erdgeschoss. Zwischen Spielbank und Theater ist ja ein Druchgang, der momentan in den Hinterhof führt. Gewonnen hat den Wettbewerb Gmp, auch wenn sie sich wegen des Denkmalschutzes nicht so "austoben" können.


    Hier das Wettbewerbsergebnis: https://www.baunetz.de/meldung…_entschieden_6998717.html

    Auf der Pressemitteilung der SenVw für Stadtentwicklung und Wohnen findet sich auch eine neue Visualisierung vom

    Archäologischen Haus, welche ich zumindest so noch nicht gesehen habe. Scheinbar wird es nicht in Granit und dunkelgrau ausgeführt, wie die ersten groben Visus angedeutet haben, sondern in einem hellen sandgrau wie die Petrikirche. Hoffentlich wird es keine einfache Putzfassade, dann sieht es schnell nach schlechter Qualität aus. Die Fenster sehen aber vielversprechend aus


    https://www.stadtentwicklung.b…2106%2Fnachricht7122.html

    Nach der endlich erschienenen Genehmigungsliste Juli 2020 wurde an der Alexanderstr. 1 die Bebauung der Baufelder A9, A10 und A11 genehmigt. Das bedeutet: Das öde Haus der Elektroindustrie verschwindet, an die Stelle kommen drei Gebäude, davon zwei Hochhäuser. Der Bereich nördlich des Alexanderplatzes wird entriegelt und deutlich aufgewertet. Hier, zur Erinnerung, einige Informationen zum Bauprojekt.


    (An die Moderatoren: Der Name des Stranges sollte entsprechend geändert werden. Zudem fehlt das Projekt in der DAF-Karte.)


    Gibt es eigentlich Neuigkeiten zu den TlG Hochhäusern anstelle des Hauses der Elektroindustrie? Mein letzter Stand ist, dass letztes Jahr im Juli eine Baugenehmigung eingereicht wurde, von einem Architekturwettbewerb oder gar Visualisierung habe ich seit dem nichts mehr gefunden. Der Abriss dieses Hauses wäre sicherlich die größte Bereicherung für das Umfeld des Alexanderplatzes. Weiß jemand zufällig mehr?