Beiträge von Achilles1993

    Man muss allerdings dazu sagen: Im Video erklären sie, dass es noch kein architektonischer Entwurf ist, sondern es eher darum geht, ob –und vor allem auch ob über die dort geplante Straßenbahn– ein Hochhaus möglich wäre. Soweiso war doch klar, dass in Jungfernheide keine 200 Meter entstehen würden, selbst 100 meter wäre an der Stelle städtebaulich fragwürdig. Die Gegend ist ja kein "Zentrum".

    Ich glaube der Grund der rückspringenden Balkone liegt eher darin, dass die Bewohner in den unteren Geschossen dann viel mehr Licht auf ihrem Balkon haben, wenn sie nicht direkt unter einem anderen sind. Ich wohne im vierten Obergeschoss mit einem freistehenden Balkon und weiß aus erster Hand zu schätzen, was für einen Unterscheid es ausmacht, wenn über einem kein weiterer Balkon mehr ist ;) Bei der Sache hat sich jemand was gedacht, das sieht man! "Form folgt Funktion" hieß es mal im Bauhaus.

    In der Morgenpost steht, dass an der Nordseite vom Bhf Jungfernheide ein Hochhaus geplant sei. Bekanntlich soll der Bahnhof ja um einen dritten Bahnsteg für die Siemensbahn vergrößert werden. Das Grundstück gehört aber einem Invester, der dort ein Bürogebäude plant. Dieses soll jetzt in die Höhe gehen, um den Platz freizumachen. Ein Antrag auf Hochhausstandortprüfung am Bezirksamt sei schon gesellt. Laut Artikel müsste das Projekt durch das Baukollegium, wo aber wohl keine Widerstände zu erwarten wären.


    Bin mal gespannt, wann wir dazu mehr hören. Die Nordseite des Bahnhofes ist schon eine skurrile Ecke, aber eigentlich Ideal angebunden. Dort hätte man bestimmt auch einen super Ausblick. Wahrscheinlich sollte man hier aber hier nicht zu viel Höhe erwarten, was ist auch ehrlich gesagt richtig fände. Eigentlich ist die Ecke ja ein Wohngebiet.


    https://www.morgenpost.de/bezi…kt-fuer-Bahnsteigbau.html

    Versteh auch bei aller Liebe nicht, warum das Grundstück keinen inhaltlichen Bezug zum Mahmal aufweisen sollte. Es steht auf der alten Dienstvilla von Goebbels und war früher ein Teil der Ministergärten, also der Gartenanlage der wichtigsten Reichsministerien an der Wilhelmstraße. Und dann liefert es auch noch einen Blick auf das alte Reichtstagsgebäude. Filetgrundstück ist es alle Male, es ist direkt am Brandenburger Tor mit Blick auf die größte innerstädtische Gartenanlage Europas. Beide Merkmale abzusprechen ließt sich für mich eher wie fehlende Geschichtes- und Berlinkenntnis.

    Sicherlich beabsichtigt Frau Lüscher nicht, dass der aktuelle Entwurf oben einfach um zwanzig Meter gekürzt wird. Und das wird auch nicht so kommen – alleine schon, weil der Investor ein starkes finanzielles Interesse daran hat, die wegfallende Baumasse auf die anderen Stockwerke zu verteilen.

    Eine Baugenehmigung für ein Hochhaus an diesem Standort kann es auch schlicht nicht gegeben haben, da er den Festsetzungen des aktuell gültigen Bebauungsplans (mit einem Hochhaus auf dem Saturn-Gelände) widersprechen würde. Die Baugenehmigung muss ja dem B-Plan folgen, solange ein B-Plan ausgewiesen wurde. Das ist rechtlich einfach zwingend. Und in der Presse war auch nie von einer Baugenehmigung die Rede (im Gegensatzum zum Alexanderturm, wo sie ja abzulaufen drohte)

    Shure? Von der Verschiebung weiß ich, aber meines Wissens hat/hatte Hines Baurecht für den neuen Standort.

    Meines Wissens nach nicht – Und es bedingt sich ja auch: Baurecht (in Form einer Baugenehmigung) kannes nicht geben, wenn aktuell ein entgegenstehender Bebauungsplan festgesetzt ist. Die Baugenehmigung bestätigt ja die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit der Festsetzung, sofern ein B-Plan vorliegt, was ja akuell auch der Fall ist. Nur halt nicht der, den Hines sich wünschen würde. Deswegen wurde ja gerade an dem neuen gearbeitet, wo sich Hines mit der BVG rumschlagen musste, wegen des Tunnels.

    Ob die 150 Meter gebaut werden dürfen, hängt jetzt an zweierlei:


    1. Ist die alte Baugenehmigung noch gültig, oder ist sie ausgelaufen? Gilt sie noch, bleibt es bei 150 und Gehry; muss sie neu erteilt werden, sind es nach jetzigem Stand um die 130 Meter und evtl. ein anderer Entwurf.

    2. Wer stellt nach der Wahl den Bausenator und wer wird Senatsbaudirektor? Daran hängt, ob die 130-Meter-Regel weiterhin gilt oder ob sie auf aufgehoben wird

    Ich glaube es hängt tatsächlich nur an zweiterem. Eine Baugenehmigung oder einen Bauvorbescheid für Hines gab es noch nie. Im aktuell gültigen Bebauungsplan ist das Hochhaus nicht am jetzigen Standort, sondern in der Mitte des Saturns vorgesehen – wo es mE auch deutlich besser hinpasst, weil es den Vorsprung des Park Inns aufnehmen würde und besser zum ABC Tower überleitet. Hines selbst wollte das Enselbe in zwei Teilen entwickeln und hat deswegen das HH weiter nördlich an der Alexanderstraße geplant. Dort gibt es aber kein Baurecht, und ein BPlan für diesen Standort muss erst entwickelt werden. Das ist jetzt nur noch rein politisch. De lege lata ist dort nämlich gar kein Hochhaus zulässig aktuell....

    Die beste Nachricht ist für mich erstmal, dass das Projekt nicht tot ist. Ich könnte mir vorstellen, dass die Wahl des Entwurfs "Verhandlungsmasse" ist, um die Höhe beizubehalten, sozusagen "wir schwenken auf einen beim Baukollegium mehr geschätzten Entwurf um, dafür bekommen wir die 150m".

    Das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Frau Lüscher saß ja selbst in der Jury zum Wettbewerbsentwurf, bei dem der Gehry Turm rauskam. Sie wird da wohl sicherlich nicht überstimmt worden sein und zum Entwurf selbst hat sie sich bisher noch nie kritisch geäußert – zumindest soweit, wie ich es verfolgen kann

    Interessant ist auch, dass noch unklar zu sein scheint, welcher der drei prämierten Entwürfe (Gehry, Kleihues+Kleihues oder Barkow Leibinger) umgesetzt werden soll. Das ist eine Neuigkeit, war doch bisher immer stets nur vom erstplatzierten Entwurf von Gehry die Rede. Ehrlich gesagt könnte ich gut damit leben, wenn man beim Barkow Leibinger Entwurf ein paar Stockwerke in der Mitte entfernen würde und ihn dann umsetzen würde. Der Gehry Turm ist zwar nicht schlecht, aber ich glaube er hat bei keinem hier bisher große Begeisterung ausgelöst und es wäre schön, wenn auch an dieser Stelle die Hängepartie beendet würde. Der Gehry entwurf ließe sich auch sicherlich nicht so leicht in der Höhe reduzieren, wie die anderen Entwürfe

    Naja der Sternenhimmel ist halt bekanntlich dem weltberühmten Bühnenbild von Schinkel zur Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte nachempfunden, welches er für die Aufführung im der Berliner Staatsoper entworfen hat. Find die Kombination aus Schinkel und Oper sehr gut gelungen. Oder soll man es auf die Decke schreiben?

    Im Baunetz bin ich auf eine mir bis dato unbekannte (und halbwegs seriöus aussehende) Visualisierung der Freitreppe am Einheitsdenkmal gestoßen. Geplant wird sie scheinbar von bbz Landschaftsarchitekten, die auch für die übrige Freiraumplanung am Schlossumfeld verantwortlich sind. Neu am Entwurf sind scheinbar auch viele mehr Bäume an U-Bahnhof und Spreetreppe. Bisher war nur ein kleiner Baumhain am U-Bahnhof geplant, aber scheinbar wird dies ausgeweitet, was ich nur begrüßen kann. Man sieht auch, dass der geplante Aufzug nicht so schlimm ins Gewicht fallen wird.


    Außerdem im Artikel: Replik auf die Treppenkritiker.


    Link: https://www.baunetz.de/meldung…_kurz_greift_7661318.html

    "Dann kannst Du aber schwer beurteilen ..., denn Du lebst nicht hier."

    Ich glaube zu solchen Argumenten brauche ich auch nichts sagen, oder? Ich kenne Frankfurt tatsächlich sehr gut, auch wenn meine (wenigen) Beiträge hier im Forum auf meinen aktuellen Wohnort reduziere. Abgesehen davon baut CA Immo auch große Teile der (ebenso wie ihr Frankfurter Pedant) architektonisch unterdurchschnittlichen Europacity am Hauptbahnhof.


    Zum "offenen Brief": Der Inhalt ist mehr oder weniger "was ihr baut ist hässlich, bitte baut nicht mehr". Was soll denn ein Unternehmen mit so einer Kritik anfangen? Würdet Ihr Euch von soetwas abhalten lassen? Das ist ein unsachlicher Diskurs, der nur verstimmt und sicherlich keine Früchte tragen wird. Umgangsformen hören sicherlich nicht an der Stadtgrenze auf und lassen sich wohl auch aus Berlin beurteilen...