Beiträge von Achilles1993

    Wow. Ein nicht zu Ende gebautes Gebäude so zu beurteilen. Fantastisch.

    Dem kann ich nur zustimmen. Auf den Visualisierungen vom "Scape", wie das Gebäudeteil an der Friedrichstraße heißt, kann man gut erkennen, dass da noch prägende Fassadenteile aus Stein fehlen, die dem Ganzen einen viel schwereren Look verpassen werden. Für eine erste Beurteilung sollte man Abwarten, bis man sieht, wie die ausgeführt werden. Rein von der Baumasse her, vermag es zunächst erstmal zu überzeugen.


    Bilder vom "Scape": https://amtacheles.de/arbeiten/

    Kolhoff hat sich was dabei gedacht, dass der Turm ursprünglich mit der Breitseite zur Karl-Liebknecht stehen sollte. Er braucht die Breitseite zum Alex hin nicht nur, um diesen optisch besser einzugrenzen, sondern er fungiert -mehr noch als der Monarch- als eine art "Springer" auf einem Schachbrett voller "Türme". In meinen Augen ist die Drehung städtebaulich ein riesen Fehler und nur äußerst schwer zu korrigieren.

    Tatsächlich hat Kohlhoff den Turm in seinem ursprünglichen Masterplan genau so geplant, weswegen er auch so im Bebauungsplan aufgenommen wurde. Erst im Zuge der Neubewertung des Masterplans (ca. 2015) wurde der Turm gedreht. Allerdings wurde dies planungsrechtlich nicht umgesetzt, sodass auf gültigen Bebauungsplänen noch die Ausrichtung zu finden ist, welche Signa jetzt umgesetzen wird. Ich nehme mal an, der Investor wollte nicht warten, bis sich der B-Plan ändert. Das hätte daas Projekt sicher um mehr als ein Jahr verzögert und planungsrechtlich soweiso die Büchse der Pandora geöffnet. Optisch verstehe ich aber Dein Bedürfnis nach der Drehung. Es hätte besser ausgesehen

    Das Freibad Monbjou ist ein Kinderbad und richtet sich folglich nicht an die Allgemeinheit. Ich war anfangs auch skeptisch, gerade was die Umsetzbarkeit angeht, aber sollte es funktionieren, dann ist das Projekt nur zu begrüßen. Die Atmosphäre wäre einmalig in Europa und es wäre ein weiterer Versuch die Spree für die Stadtgesellschaft sichtbarer zu machen. Ich weiß nur nicht, ob es so ohne Zugangskontrollen möglich ist. Badeschiff und Haubentaucher sind im Hochsommer auch schon ab Morgens um 10 voll und lassen keinen mehr rein.

    Bei der nächsten Baukollegiumssitzung am 15. März geht es – ganz nebulös formuliert – um Hochpunkte am Kurt-Schuhmacher-Platz. Dem Kutschi würd es wohl gut tun, ist er doch soetwas wie das Zentrum von Reinickendorf und Ausgangspunkt der neuen Wohnviertels auf dem Tegeler Flughafen. Ich glaube aber nicht, dass sich hier besonders weit nach oben gewagt wird, richtig "Downtown" ist es ja nicht.


    https://www.stadtentwicklung.b…e/sitzungen/aktuell.shtml

    Das Projekt wird auf der Baukollegiumssitzung am 15. März zum Thema "Fassadendetallierung" vorstellig. Freue mich schon darauf, das im Live-Sream zu verfolgen, weil die letzten Visualisierungen vom Tower schon gefühlt uralt sind und die genaue Ausgestaltung der Fassade das ganze Projekt ziemlich schnell komplett verändert, wie man gegenüber bei Convivio beobachten kann.


    https://www.stadtentwicklung.b…e/sitzungen/aktuell.shtml

    Vor kurzem haben wir in dem oben verlinkten Video gehört, dass das (Hoch-)Haus für das Rathaus Mitte am nördlichen Ende des Areals statt 60 Meter nun 90 Meter hoch werden könnte. Meine Ansicht nach, wäre dies nur zu begrüßen, da es an dieser Stelle einen guten Übergang zwischen den Hochhäusern am Alexanderplatz und dem Mercedes Bank Gebäude auf der anderen Seite der Otto-Braun-Straße schaffen würde.


    Auf der Website des "Modellprojekts" findet sich dieser Plan, wo das HH tatsächlich gegenüber dem Siegerentwurf etwas schmaler und höher ausfällt. Ob dies jetzt schon die 90 Meter sind oder 60 Meter, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls wird als Arbeitsstand Mai 2020 ausgewiesen, was ja schon deutlich vor dem Video mit Herrn Gothe ist.


    https://hausderstatistik.org/planung/

    Ich kenne den großen Lesesall der Stabi ganz gut, da ich dort einen Großteil meiner Vorbereitung auf das juristische Staatsexamen verbracht habe. Meinem persönlichen Eindruck nach ist die orangene Farbe stimmig gewählt worden. Mann muss den Farbton ja im Zusammenhang mit der großen, kalten quadratischen Kuppel betrachten. Es ist ein klares Kontrastspiel zwischen warmen und kalten Tönen, wo keineswegs einer der Farbgruppen überwiegt. Ich glaube das ist bisher auf den Bildern noch nicht so aufgefallen, da sie die Decke nie richtig gezeigt haben. Aber ich finde auf diesem Bild hier sieht man es beispielsweise sehr gut:

    https://www.dieharke.de/Nachri…en-ist-saniert-75311.html

    Doch das geht dann schneller, weil sie künftig nicht mehr die Schienen über Plänterwald nimmt, sondern über Lichtenrade. Was ich meine ist, dass die Passagiere Im Norden Berlins dann nicht den umständlichen Weg zum Hbf nehmen müssen, sondern dann weiterhin bequem am Gesundbrunnen einsteigen können. Das wird ja mit der Dresdner Bahn wegfallen. Für die Passagiere ab Hbf gäbe es dann weiterhin den Fahrzeitgewinn, nur die Endstation würde dann weiter nach hinten geschoben. Also die Situation für den Bereich Gesundbrunnen/Pankow wird sich ja verschlechtern mit Inbetriebnahme der Dresdner Bahn und Wegfall der direkten Anbindung des Bahnhofes Gesundbrunnen.

    Verstehe alledings auch nicht so ganz, wieso man nicht nen regelmäßigen BER-Express von...sagen wir Falkensee nach eben BER einrichten kann mit ein paar Stops an den Kreuzungsbahnhöfen einrichtet. Kostet weniger, als ne Verlängerung der U7 und ginge schneller, als mit der passenden S-Bahn alle Stationen abzuklappern.

    Das verstehe ich ja auch nicht: Wenn die Dresdener Bahn eröffnet wird, fährt der BER-Express über Südkreuz, Potsdamer Platz zum Hauptbahnhof.


    Man könnte ihn ohne Probleme zum Gesundbrunnen weiterfahren lassen, damit sich eine komfortable Umsteigesituation zur U8 und der nördlichen Ringbahn ergäbe. Momentan hält er ja sowieso schon dort, weil die Züge zum BER den Hbf ja Richtung Norden verlassen müssen. Sinnvollerweise sollte man ihn dann auch zum U Bhf Pankow verlängern um noch die nördliche U2 und die Vororte da zu erschließen. Platz für ein Bahnsteig hinter den Regionalgleisen wäre jedenfalls vorhanden. Der Hauptbahnhof ist nämlich nicht für ganz Berlin ideal zu erreichen, da sollte man den BER-Express weiter nach Norden fahren lassen. Zusammen mit der S8 über Ostkreuz/Alexanderplatz bis Spandau wäre der BER dann in Nord-Süd und Westen-Ost Richtung direkt angebunden.

    Erweiterung Komische Oper


    Bezüglich des schmalen Grundstücks an der Glinkastraße, für didase letztens ein Realisierungswettbewerb zur Erweiterung der Komischen Oper durchgeführt wurde, gibt es nun endlich Planungssicherheit für das Land Berlin. Bekanntlich war das Land in einem jahrelangen Rechtsstreit mit einem Unternehmer verwickelt, der das Grundstück entgegen der Veräußerungsvereinbarung nicht bebauen wollte, sodass das Land am Ende vom Verkauf des Grundstücks zurückgetreten ist. Nun hat auch der Bundesgerichtshof den Nichtzulassungsantrag auf Revision abgelehnt, sodass der Streit endgültig zu Gunsten des Landes entschieden wurde. Ich weiß (noch) nicht genau, was ich von dem Braunfels Entwurf halten soll, aber dennoch bin ich froh, dass jetzt zusammen mit der Polnischen Botschaft gegenüber die letzten schmerzlichen Baulücken an Deutschlands bekanntester Adresse gefüllt werden.


    Quelle: Morgenpost (zwar hinter Paywall aber Überschrift erklärt alles)


    P.S.: Gibt es zur Komischen Oper einen eigenen Strang? Wenn ja bitte verschieben, ansonsten vielleicht mal einen Aufmachen?

    Ich verstehe dieses „Berlin hat doch schon drei Opern, irgendwann muss ja Schluss sein“ Argument ebenfalls nicht. Wuppertal und Kassel haben auch jeweils ein Opernhaus. Wenn man das in Verhältnis zu den Einwohnern zählt, dann sind doch eher die Berliner unterversorgt. Zumal ich von meinen Besuchen das Gefühl hatte, dass sie doch häufig ausgebucht sind

    Das sehe ich nicht so. Die "Weite" ist doch gerade das Spezifikum der Karl-Marx-Allee. Sie ist nun mal kein Pariser Boulevard sondern eine sozialisitsche Aufmarschstraße. Ich finde das gilt zu bewahren, weil die DDR ein Teil unserer Geschichte ist und sie hier sehr deutlich und mE nach auch architektonisch nicht missglückt (anders am Rathausforum) zum Ausdruck kommt.

    Nein, das ist nicht richtig. Der Innenhof muss nach aktuellem Stand aus rechtlichen Gründen öffentlich Zugänglich sein, damit die Geschäfte im Erdgeschoss des Nachbarhauses zugänglich sind. Das ist keine Vorgabe vom Baukollegium, welches in der Diskussion -ich habe sie verfolgt damals- angemerkte, dass so ein Innenhof am Alex wegen der Kriminalität dort schwierig ist. Ich glaube der Bezirk wollte nochmal mit dem Nachbarn sprechen, ob es nicht möglich ist auf den Zugang vom Innenhof aus zu verzichten, damit der Hof komplett geschlossen werden könnte.


    Im übrigen finde ich beide Entwürfe nicht gut gelöst und hoffe, dass sie beide auch nicht kommen. Das BK hat schon recht, dass diese horizontale Gliederung an der Stelle nicht passt. Mich erinnert der Entwurf eher an eine Verwaltungsgebäude im Gewerbegebiet.


    Ps: da war wohl jemand schneller

    Also ich muss sagen, dass ich den Entwurf leider gar nicht schön finde. Gut ist die Kleinteiligkeit des Entwufes. Das passt in die Friedrichstadt, die leider in den Neunzigern teilweise mit großen Blöcken zugestellt wurde, wie das Lindencorso. Allerdings ist der Turm da völlig falsch. Das passt nicht zu der weitestgehend durchgehaltenen Traufhöhe, die zusammen mit dem Blockrand zu einem einheitlichen Stadtbild in der Friedrichstadt führt. Türme gerne am Alex, Hbf, City West oder Potsdamer Platz. Aber bitte nicht auch noch überall dazwischen.

    Es ist auch wichtig zu betonen, dass der Bebauungsplan einen Blockrand an der Stelle vorsieht mit einem kleinen Platz zur Heidestraße. CA Immo wollte stattdessen nur den nördlichen Riegel bauen und ein Hochhaus auf Solitär an der Südseite. Es sollte ein möglichst großer Park entstehen. Das Baukollegium hält den Blockrand als Abschluss/Auftakt der Bebauung der Heidestraße aber für nötig, könnte sich aber vorstellen dass eine Seite dort einen Hochpunk erhalten könnte. Zur Höhe hieß es, wie gesagt, nur „das wird sicher kein 100 Meter Haus“. Ich muss sagen, ich finde es auch wichtig, dass der Blockrand da zu Ende gebaut wird. Das macht einen sauberen Abschnitt zum Park entlang der Döberitzstraße. Ein Hochhaus-Solitär dort mit Park an allen Seiten würde unstimmig aussehen. das ist schon eine richtige Entscheidung. Aber wie ich das Forum kenne wird es am Ende nur heißen Lüscher hält hier die Hochhäuser klein.

    Ich fürchte schon, dass die Krise Berlin besonders nach hinten werfen wird. Alle Stärken Berlins sind besonders - und besonders dauerhaft - betroffen.

    Das ist aber auch nur teilweise richtig, wenn man sich mal die "Krisengewinner" anschaut. Das sind zweifelsohne die digitalisierten Techunternehmen, die abseits der alten Vertriebsstrukturen arbeiten und somit ihr Geschäft gehörig aufbauen konnten. Dazu zählt etwa Delivery Hero, wie man an seinem Dax Aufstieg erkennen kann, aber auch Zalando oder Hellofresh. Zalando etwa hat seinen Börsenwert seit vor der Krise um 50% gesteigert und kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 20 Mrd Euro. Das ist vergleichbar mit den mittelgroßen Dax-Unternehmen RWE oder Fresenius. Ähnliches gilt auch in kleinerer Form für Hellofresh. Gerade die Tech-Industrie hat massiv ihr Geschäft ausbauen können und die ist nunmal in Berlin sehr präsent.