Südliche Friedrichstadt (Kreuzberg) | Kleinere Projekte

  • Sowas macht mich einfach sauer. Ja, bei der WBM ist das Budget begrenzt, aber das heißt nicht, dass man völlig ohne Not eine solch abweisende Ecksituation entwerfen muss. Das ist doch weder für die dahinerliegende Wohnung, noch für den Stadtraum geil, die Ecke als geschlossensten Gebäudeteil auszubilden. Gerade wegen der Lage gegenüber dem berühmten Mosse-Haus hätten die Architekten ein, zwei Dinge über die Eckgestaltung lernen können - schade.

  • Ich sehe das gar nicht so negativ. Soll die WBM hier zaubern? Das Grundstück ist relativ klein, da kann man sich am Eck doch nicht verkünsteln...

    Wenn es bei dem Entwurf mit Klinker bleiben würde, sähe das an der Stelle gar nicht so schlecht aus. Vor allem passte es zu den Gebäuden links und rechts. Im EG sind Gewerbeeinheiten. Das ist auch gut.

  • Ein Zaubern wäre nicht nötig. Aber ein paar Öffnungen mehr an der Ecke würden diese weniger plump und starr erscheinen lassen. Welche Zwänge - konstruktiv oder grundrisstechnisch - zu dieser Erscheinung führen, sind mit schleierhaft. Aber ich gehe jede Wette ein, dass die Entscheider - Architekten und Bauherren - diese Ecksituation nicht von der Außenbetrachtung heraus entwickelt haben und dann gesagt haben: cool, sieht stark aus.

    Aber entweder es fehlt an Geld oder an Ideen, wie man mit diesen Zwängen umgehen kann. Oder es ist den Verantworlichen egal, solange die Funktion der Wohnraumbeschaffung erfüllt ist.

    Mit dem entsprechenden Fassadenmaterial kann man noch etwas retten. Aber schön wirds dadurch trotzdem nicht.

  • … gestern als ich den Post von mr_ilaischa mit der Visualisierung zum ersten Mal gesehen hatte, hab‘ ich noch gedacht, ich will nicht schon wieder meckern, und hab‘ mir eine Reaktion gespart.

    Aber meine erste Denke war, warum hat der Gestalter/ Architekt nicht die Ecke oben etwas höher gezogen, wie einen Zipfel. Das hätte schon viel bewirkt, wäre nicht allzu teuer und würde die Ecksituation betonen auch als Konterpart zum Mosse-Haus.

    Generell sollte es für Ecksituationen im Innenstadtbereich eine Gestaltungssatzung geben.

    Aber dennoch erfreulich, dass diese prominente Ecke endlich bebaut wird, 37 Jahre nach Mauerfall.

  • Kein großer Wurf, aber auch nicht scheußlich. Gewerbe im EG und sachliche Gestaltung. Da gibt es doch deutlich schlimmere Entwürfe.

    Ist halt maximales Flächenausgelutsche. Mich irritiert ehrlich gesagt mehr die Geschosshöhe, sieht etwas gestaucht aus.

  • ^^ Wobei der linke Hotelbau bei gleicher Traufe 5 Obergeschosse und der WBM-Zauber gleich 7 Obergeschosse unterbringt. Keine Staffelungen wie sonst in der Friedrichstadt üblich, nein einfach Baumasse in die Lücke gestopft mit Architektur der üblichen Verdächtigen der städt. Wohnungsbaugesellschaften. Warum sind solche landeseigenen Gesellschaften eigentlich nicht schon aus Gründen der immer gerne vorgetragenen Baukultur verpflichtet einen Wettbewerb durchzuführen? Diese Gesellschaften sind zu einem Menetekel für Berlin geworden, sie schafften zwar den "günstigen" Wohnraum, aber verunstalten die Stadt zugleich.

  • BV Markgrafenkontor

    Markgrafenstraße 11-14

    Bei dem, hier im Forum von Batō vor über vier Jahren erwähnten Büroneubauprojekt wurden die Bautätigkeiten vor einigen Wochen wieder aufgenommen.

    Seinerzeit plante der Projektentwickler NORSK auf dem Grundstück südlich der Rudi-Dutschke-Straße (Lage in der DAF-Karte) einen sechsgeschossigen Neubau mit 15.000 m² Büro- und 1.000 m² Wohnfläche. Die entsprechende Pressemitteilung vom März 2022 ist hier noch beim Deal-Magazin abrufbar.

    NORSK geriet jedoch in Schieflage und meldete Ende 2024 Insolvenz an (Meldung bei Thomas Daily vom 02.01.2025)

    Bereits im Sommer 2024 hatte die HanseMerkur Grundvermögen, ein Immobilienfond des Versicherers, das Grundstück von NORSK erworben und die Quantum Projektentwicklung GmbH mit der Errichtung und Vermarktung des Neubaus beauftragt. (Pressemitteilung der Hanse Merkur vom 08.07. 2024)

    Eine Vermarktungswebsite der Quantum findet sich hier.

    Weitere Informationen sind bei der AWD Ingenieursgesellschaft zusammengefasst.

    Demnach wird der Entwurf des Architekturbüros Fischer Architekten weiterhin umgesetzt. Eine Beschreibung einer vorherigen Variante des Projektes findet sich beim Baunetz.

    So stellt man sich den Neubau vor.

    Quelle und © AWD Ingenieurgesellschaft GmbH, sowie Fischer Architekten GmbH

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    Der Bau soll im Jahr 2028 fertiggestellt sein. Aktuell wird die Bewehrung der Bodenplatte erstellt.

    Anbei ein aktueller Schnappschuss aus nördlicher Richtung.

    [Bild © bauhhelmchen 2026]

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