Was für eine unsachliche, lückenhafte und vermutlich rein ideolgisch begründete Argumentation gegen die Straßenbaumaßnahme in der Parkstraße, die in Kombination mit der Erneuerung anderer dringend benötigter Infrastruktur in diesem Straßenabschnitt angegangen werden muss. Aus der Beschlussvorlage:
- "Der gebundene Oberbau der Parkstraße (4.BA) zwischen Beckerstraße und Katharinenstraße befinden sich in einem schlechten Zustand. Die Straße ist mit Flickstellen, kleinen Schlaglöchern sowie Längs- und Querrissen überzogen. Der Fahrbahnbelag ist uneben. Eine Instandsetzung ist daher dringend erforderlich."
- "Der ESC beabsichtig den schadhaften Kanalbestand einschließlich der Anschlusskanäle zu erneuern bzw. zu sanieren."
- "Zwischen der Beckerstraße und der Herderstraße ist auf einer Länge von ca.150 m die Auswechslung der Leitung DN 300 durch die inetz Sparte Trinkwasser geplant (Neuverlegung in DN 300 Gussrohr). In diesem Abschnitt ist eine zweite Leitung (DN 125, Ringschluss Parkstraße/ Herderstraße) mit zu verlegen. Zwischen der Herderstraße und der Katharinenstraße ist auf einer Länge von ca. 230 m die Auswechslung der Leitung DN 100 GG in DN 125 PE vorgesehen. Die Sparte Strom der inetz benötigt eine Straßenquerung mit Leerrohren mit 6 x DA 160 in Höhe Parkstraße 13b/15 parallel zur vorhandenen Querung. Weiter soll eine Verrohrung mit 4 x DA 125 in Höhe der Trafostation Parkstr. 13 vorgesehen werden."
- Es fließen immense Fördermittel, die Eigenmittel der Stadt betragen nur 155.590 Euro. Verschweigst du das bewusst? Zudem muss man erst abwarten, ob die Angebote wirklich den Kostenannahmen entsprechen, in den letzten Informationsvorlagen zu den Vergaben zeigte sich eine Tendenz, dass die Stadt da übervorsichtig kalkuliert.
Wozu jahrzehntelanger Investitionsstau bei der deutschen Infrastruktur führt, kann man landesweit beobachten, unter anderem bei Autobahnbrücken und dem Schienennetz. Übrigens bringen solche Maßnahmen wie bei der Parkstraße anders als behauptet dank der doppischen Haushaltsführung einen direkten Mehrwert für die Stadt, der in den Folgejahren dann wieder abgeschrieben wird. Wer den Verfall der Infrastruktur fordert, stellt sich aktiv gegen die Chemnitzer Einwohner, ganz zu schweigen von der irr(ig)en Forderung nach Straßenausbaubeiträgen.