Leipziger Wohnungsbau

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Neubau von 11 Wohnungen in der Klarastraße

    Alter Schwede, das ist ja krass. Da sieht man mal, dass auch bei gleicher Geschossanzahl das Stadtbild maximal zerschossen werden kann. Da passt ja wirklich gar nichts zusammen. Selbst als Freund postmoderner Unfälle der 80er und 90er (wie z. B. der Marterburg) geht mir das richtig schmerzhaft unter die Haut.

    mlqll6hj.jpg

    https://dima-immobilien.de/imm…inzschocher/vk-a22hh-allg

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Alter Schwede, das ist ja krass. Da sieht man mal, dass auch bei gleicher Geschossanzahl das Stadtbild maximal zerschossen werden kann. Da passt ja wirklich gar nichts zusammen. Selbst als Freund postmoderner Unfälle der 80er und 90er (wie z. B. der Marterburg) geht mir das richtig schmerzhaft unter die Haut.

    mlqll6hj.jpg

    https://dima-immobilien.de/imm…inzschocher/vk-a22hh-allg

    ich glaube das ist das schlimmste was ich bis jetzt gesehen habe. Kann man da nirgends Veto einlegen....

    In diesem Fall wäre evtl. sogar ein weißer anstrich erträglicher.

    Einmal editiert, zuletzt von -AK- (22. Juli 2025 um 22:41)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Kann man da nirgends Veto einlegen....

    Eine Baugenehmigung liegt vor, damit sind alle Messen gelesen. Dennoch kann man ein bisschen Rabatz machen, vielleicht wirkt das ein bisschen auf zukünftige Entscheidungen.

    Ihr könnt an DIMA schreiben, die leiten es an den Architekten weiter. Und an das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege. Ein Bauwerk darf nach § 9 der Sächsischen Bauordnung nicht verunstaltend wirken. Zudem gilt Umgebungsschutz für mindestens das benachbarte Denkmal (§ 2 (3) des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes). Meines Erachtens hätte dieses Machwerk als nicht genehmigungsfähig eingestuft werden müssen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Gibt leider noch mehr schlimme Projekte (allerdings nicht ganz so krass wie dieses Projekt, dafür aber an prominenterer Stelle) .


    [...]

    Müsste das Projekt Nordstraße / Ernst-Pinkert Str. sein.

    Genau.

    Dekoratives Anführungszeichen

    W&V (Weiß & Volkmann) sind mit dem Entwurf beauftragt. Ohje, bei diesem Büro erwarte ich nichts Gutes.


    Die erste Skizze lässt das Elend schon ahnen:

    Und so ist es jetzt auch gekommen. Ein brutal massiger Klopper, der zwar immerhin gewisse Typologien aus der Gründerzeit und aus dem Wohnungsbau der 1920er aufnimmt, aber Sensibilität für die Umgebung und Detailfreude vermissen lässt. Das Grundstück gehört dem Bund, dem Baukultur regelmäßig nicht so wichtig ist, lieber bisschen Geld scheffeln wie Investor XY. Ladeneinheiten gibt's schonmal gar nicht.

    vmswqqxg.jpg

    Quelle: Aktuelles - W&V Architekten

    Das aktuelle Grundstück hat LEonline hier gezeigt. Gegenüber entsteht ab 2027 noch die neue Kita (nein, steht nicht auf der Streichliste) und dann ist diese Straßenkreuzung im Verein mit W&V, Konsum-Flachbau, DDR-Wohnscheibe und entstuckten Altbauten nachhaltig entstellt.

    Mein Vorschlag an W&V war, auch wenn großer Widerwillen gegen Rundungen in der DNA des Büros liegt, wenigstens die Rundbogenfenster in den Erdgeschossen der Nachbarn aufzunehmen. Eine Antwort habe ich nie erhalten.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Eine Baugenehmigung liegt vor, damit sind alle Messen gelesen. Dennoch kann man ein bisschen Rabatz machen, vielleicht wirkt das ein bisschen auf zukünftige Entscheidungen.

    Ihr könnt an DIMA schreiben, die leiten es an den Architekten weiter. Und an das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege. Ein Bauwerk darf nach § 9 der Sächsischen Bauordnung nicht verunstaltend wirken. Zudem gilt Umgebungsschutz für mindestens das benachbarte Denkmal (§ 2 (3) des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes). Meines Erachtens hätte dieses Machwerk als nicht genehmigungsfähig eingestuft werden müssen.

    Danke für das Zusammenschreiben der Punkte. Hatte mal eine Mail an beide verfasst. Die Antwort von DIMA ist auch schon da:

    geehrter Herr Klinke,

    ......
    vielen Dank für Ihre ausführliche MEINUNG.

    Scheinbar war der Denkmalschutz anderer MEINUNG, so wie auch ich persönlich.
    Meine Mitarbeiter fanden es auch nicht toll.

    Es wird aber noch leicht an den „Farbtönen" geändert. Die „neue" Fassade erhalten wir dann vom Bauherren.

    Die neue Visualisierung wird dann natürlich bei uns zu sehen sein.

    Es ist aber wunderbar, wenn in Leipzig so eine rege Diskussion stattfindet. Nur so entwickelt sich eine Stadt und Ihr Bild.
    Und es ist wunderbar, dass es unterschiedliche MEINUNGEN gibt.

    Wir sind gespannt, wie es dann nach Fertigstellung aussehen wird.

  • Na herrlich. Warum "Meinung" so groß geschrieben werden muss, kann man nur mutmaßen.

    In meinem Fall wurde die Email laut DIMA an den Architekten weitergeleitet, aber offenbar auch an den Bauherren (der nicht DIMA ist). Dieser wiederum meinte, sich an meinen Arbeitgeber wenden zu müssen (Google hilft), hat sich dort weinerlich darüber beschwert, von mir "belehrt" worden zu sein und mit der Aussage geschlossen: "Ich dachte, es interessiert Sie, was Ihre Kollegen im Internet von sich geben". Meinem Chef ist es natürlich wurscht, welche privaten Emails ich an irgendwelche Firmen schreibe, mit denen wir nicht einmal etwas zu tun haben. Die Fassaden-Visualisierung hat dann aber im Kollegenkreis noch für Erheiterung gesorgt. "Das ist Hundertwasser, ohne geil zu sein", war die treffendste Aussage dazu. :D

    Mit der Aussage, dass nun ausgerechnet der Denkmalschutz Schuld an diesem Desaster tragen soll, werde ich mich mal an ebendiesen wenden. Fortsetzung folgt.

  • ^ ...da scheint ja zumindest Charakter und Architektur bestens zusammenzupassen.

    Torgauer Str. 44 "Loux"

    ywlazcod.jpg

    eaxp7z8s.jpg

    größeres Bild

    8squgjiq.jpg

    8cmh9frr.jpg

    ...und einmal ohne Sonne:

    9dj6l96p.jpg

    pcsqzwsg.jpg

    ...hier kann man recht gut beobachten, wie vorteilhaft sich der Verzicht auf das ewige Weiß auswirkt.

    Außerdem noch das EG Dufourstraße 1-5 :

    dufourstrvisu247fd5.jpg

    tz2bzb37.jpg

    nkbhtw4x.jpg

    uuux5x98.jpg

    ppmgdm62.jpg

    n4bw6qcg.jpg

    l6n9s9ox.jpg

    fcoe4nru.jpg

    ig2rkrfq.jpg

    gy636566.jpg

    8662isfl.jpg

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Johannisallee […]

    jebizsuh.jpg

    lwb […]

    An der Straße des 18. Oktober ist das Straßenniveau erreicht…

    cgv7coyq.jpg

    …während an der Philipp-Rosenthal-Straße schon am Erdgeschoss gebaut wird und die neue Raumkante an dieser Kreuzung erkennbar wird:

    mlxb73t2.jpg

    ©555Farang

  • Brandvorwerkstraße 23

    j2jjj7tc.jpg

    das-brand

    Baubeginn in der Südvorstadt für dieses Projekt mit dem dusseligen Marketing-Namen „das brand“:

    ns2g2zmj.jpg

    Der „elegante Solitär“ besticht durch eine Kubusform, Flachdach, bodentiefe Fenster, eine strukturlose weiße Dämmfassade, check check check. Ich kann mir vorstellen dass es heutzutage frustrierend sein muss Architekt zu sein, und diese immergleichen, seelenlosen Billigwürfel entwerfen zu müssen? Wann hört es endlich auf, dass diese Bausünden zugelassen werden und unsere Städte verschandeln?

    fp9ifhlq.jpg

    ©555Farang maps

  • Auf der Brache Georg-Schumann-Str. / Lützowstr. / Gothaer Str. wird wieder gearbeitet, Bohrlöcher sind deutlich zu erkennen. Hoffentlich wird nicht der hier schonmal gezeigte Entwurf umgesetzt, es wäre ein weiterer Tiefpunkt des "Neubauzeitalters" in Leipzig. <X

    Wie ich gerade sehe, wurde wohl überarbeitet. Der auf der Website dargestellte Entwurf entspricht nicht mehr dem, was hier schonmal gezeigt wurde, da war deutlich mehr weiß und ganz andere Fassadenproportion zu sehen (viel "kantiger").

    https://victoriawohnungsbau.de/georg-schumann-strasse/

    Neuer Entwurf

    iiyd6gjy.webp

    Alter Entwurf mit unpassender Umgebungsbebauung (soll das wirklich Leipzig zeigen?)

    56st9gl6.webp

  • hzr5wi6t.jpg

    Georg-Schumann-Straße | Hauptseite | Victoria Wohnungsbau

    Mit dem neuen Entwurf kann ich auf den ersten und auch zweiten Blick ganz gut leben. Den ersten Entwurf (weiß und rechteckig) fand ich übrigens auch hässlich, aber durchaus interessant. Neben der Dachzone war dessen größtes Problem, dass er der wichtigen städtebaulichen Lage als Kopfbau mit Fernwirkung nicht gerecht wurde. Als architektonischen Ankerpunkt kann man nicht so ein optisches Chaos anbieten.

    Leider ist die Anordnung der Fenster bei der neueren Visu ausgerechnet auf der Haupt-Schauseite gen Süden auch wieder zu unstrukturiert. Auf einer Seite Zweier-Paare, auf der anderen Seite zwei Einzelfenster und Loggien mit je drei Ausschnitten.

    Die mittige Fuge soll wohl ein Highlight sein, wird aber spätestens im Dachbereich einfach nur seltsam wirken. Früher hätte man dort ein Türmchen aufgesetzt, aber dafür kommt man als Architekt heute ja in die Hölle.

    Dass eine der Wölbungen stärker über die Straße ragt als die andere, finde ich ganz nett, erzeugt Spannung. Die Monotonie entlang der Georg-Schumann-Straße, naja, fällt wahrscheinlich nicht so ins Gewicht.

    Das Dach ist armselig, aber es ist ein Dach. Das macht wahnsinnig viel aus, ebenso wie der farbige Putz. Ich freue mich auch auf die Läden im Erdgeschoss.

    Mein Verbesserungsvorschlag wäre gewesen: Statt der Fuge einen dreieckigen Erker und solche Erker ebenso entlang der Georg-Schumann-Straße. Wie beim Nachbarn gegenüber.

  • Karl-Liebknecht-Straße 34

    In der Südvorstadt soll der car sharing-Parkplatz neben dem Volkshaus für das „nachhaltig“ errichtete Gemeinschaftshaus KARLI 34 incl. Büros und Gastronomie verwinden:

    u4lsjaep.jpg

    ©wandererarchitekten bda maps

  • Laut Leipziger Amtsblatt wurden Baugenehmigungen für zwei Wohnprojekte erteilt. So soll zum einen in der Dieskaustraße 27-31 ein Mehrfamilienhaus mit Hinterhaus entstehen. Im EG sollen ein Bestatter, ein Modegeschäft sowie ein Immobilienbüro einziehen. Des weiteren soll in der Friedrich-Ebert-Straße auf der bislang nicht versiegelten Fläche zwischen Karl-Tauchnitz- und Kolonnadenstraße ein Seniorenwohnheim und Familienwohnungen mit 60 WE's entstehen. Das letztere Fläche bebaut werden darf, wurde erst vor Kurzem in der Ratsversammlung entschieden.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Des weiteren soll in der Friedrich-Ebert-Straße auf der bislang nicht versiegelten Fläche zwischen Karl-Tauchnitz- und Kolonnadenstraße ein Seniorenwohnheim und Familienwohnungen mit 60 WE's entstehen. Das letztere Fläche bebaut werden darf, wurde erst vor Kurzem in der Ratsversammlung entschieden.

    Gibt es dazu etwas genauere Angaben? Das ist ja ein großer Block. Ich würde ja hoffen, es bezieht sich auf das dreieckige Grundstück nördlich der Rudolfstraße (oder idealerweise auf den offenen Teil direkt an der Ebertstraße nordwestlich der Reichelstraße), und hoffentlich NICHT auf die Grünanlage südlich der Rudolfstraße.

  • Vicus hatte 2023 zu der Fläche mal ein Exposé erstellt. Darin sieht man auch eine Konzeptstudie, die bei aller Hässlichkeit zumindest Kleinteiligkeit erkennen lässt. Es wäre schon gut, wenn das dort entstehende Gebäude die Flurstücke widerspiegeln würde.

    Der Link führt zum Download des PDF:

    Baugrundstück im Zentrum-West, Friedrich-Ebert-Straße 18-26 in 04109 Leipzig

    https://s58a595d8cb658acc.jimcontent.com/download/versi…Stra%C3%9Fe.pdf

    Was genau hat der Stadtrat denn beschlossen? Das Grundstück war prinzipiell bereits baureif.