Leipziger Wohnungsbau

  • Hallo, ich habe mich hier angemeldet da ich schon seit Wochen still mitlese. Ich weiß das es schon tausend mal diskutiert wurde, aber ich mit meinen 35 Jahren kann mit der modernen Architektur nichts anfangen. Es gibt wirklich ein paar wirklich gelungene Neubauten, aber die orientieren sich immer an gründerzeitlichen Häusern. Ich weiß nicht was mit den Architekten los ist, aber diese schmucklosen Würfelgebäude verursachen bei mir nur einen Brechreiz. Die Stadtverwaltung muss da jetzt mal langsam ein Wort mitreden, es wurden schon zu viele Neubauten, ohne wirklich zu den Nachbarbebauungen zu passen, genehmigt. Übrigens stehe ich gerade davor ein Mehrfamilienhaus aus der guten alten Zeit zu erwerben, ein mögliches Projekt steht in der Mockauer Straße und ein anderes in Volkmarsdorf in der Ludwigstraße. Was meint Ihr, welche Straße hat das höhere Entwicklungspotential?

  • Aus dem Bauch heraus: Ludwigstraße. An und um die Mockauer wird außer Sanierung des Bestandes in absehbarer Zeit nicht sooo viel passieren spekulier ich mal. Nordwestlich sind Gewerbeflächen und südöstlich Kleingärten. Bei der Ludwigstraße bist du mitten in einer relativ geschlossenen Quartiersbebauung. Auch wenn die benachbarte Eisenbahnstraße nicht den besten Ruf hat.

  • Hmm...ich schließe mich Saxonia an, dass die Ludwigstraße das höhere Entwicklungspotential hat. Dies aber auch eher mittelfristig.


    Ansonsten dürfte wohl in beiden Straßen der Erwerb nur sinnvoll sein, wenn man warten kann. Und um Immobilien nur im Bestand zu haben empfiehlt sich komplette Finanzierung über Eigenkapital :) Außerdem haben beide Straßen derzeit noch nicht das Umfeld, dass es sich lohnen wird, falls das Objekt sanierungsbedürftig ist.


    Grundrisse sollten auch betrachtet werden, falls Pläne davon vorhanden.



    Sollte es sich allerdings um ein Steuersparmodell handeln, dann wird man wohl mit der Mockauer häufiger Verluste schreiben können. Objektgesellschaft ist da ja immer empfehlenswert. ;)

  • An der Alte Straße 14 entsteht ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 11 Wohnungen. Zum Glück steckt das 08/15 Ding an einer Nebenstraße... :(



    08/15 ist zu milde ausgedrückt! Dem Zeitgeist in Deutschland entsprechend hässlich! In Osteuropa scheint ein anderer Trend ausgebrochen zu sein:


    http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=435157


    Danke für die Investitionstipps! Und ja es handelt sich um ein Steuersparmodell durch Denkmal AfA, wobei das Haus in Mockau Süd komplett vermietet ist und das in Volkmarsdorf noch komplett leer steht und noch nicht mal über eine Zentralheizung verfügt. Beide Objekte müssen über Fremdkapital finanziert werden, wobei bei leerstehenden Häusern auch ein Verlustvortrag beim Finanzamt geltend gemacht werden kann. Ich muss dazu sagen das ich total auf Gründerzeithäuser stehe und Leipzig mir die Chance bietet noch ein zu ergattern bevor auch hier der Zug abgefahren ist. Ich denke eher Mittel- bis Langfristig, daher wird auch die Muskelhypothek eine gewissen Rolle spielen. Zu dem Fremdkapital.....das macht mir bei den geringen Zinsen wirklich keine Sorgen, daher könnte ich den Kaufpreis bzw. die Tilgung über Eigenkapital in 6 bis 7 Jahren komplett tilgen. Wobei das natürlich keinen Sinn macht.......schließlich brauche ich Kapital für die Sanierung.

  • ^^
    Na übertreibts mal nicht. Der Neubau ist doch nach heutigen Maßstäben grundsolide. Klare Geschossgliederung, Traufgesimse, symmetrische Fensteranordnung - nur die Fenster sind etwas fade. Da habe ich hier aber schon ganz andere Kisten hochjubeln sehen. In Dresden wär das sogar gehobener Standard.

  • ^^
    Na übertreibts mal nicht. Der Neubau ist doch nach heutigen Maßstäben grundsolide. Klare Geschossgliederung, Traufgesimse, symmertrische Fensteranordnung - nur die Fenster sind etwas fade. Da habe ich hier aber schon ganz andere Kisten hochjubeln sehen. In Dresden wär das sogar gehobener Standard.



    Stimmt es gibt mit Sicherheit schlimmeres, durch eine Dachkonstruktion als Walm- bzw. Mansardendach mit schönen Gauben würde mir der Entwurf deutlich besser gefallen. Flachdächer gehören nicht in so eine bebaute Struktur. Aber hey, ich bin auch kein Maßstab.......ich nennen mich hier nicht umsonst Retro!

  • Das Neubauprojekt Alte Straße 14 ist wirklich sehr öde. Mich wundern zudem die geplanten Wohnungen im EG mit diesem Minibalkon auf Straßenniveau. Dort möchte doch keiner freiwillig einziehen wollen?


    Apropos Alte Straße: Zu dem in diesem Beitrag vorgestellten Entwurf möchte ich noch anmerken, dass es offensichtlich nicht an der Einfallslosigkeit der Architekten liegt, wenn Wohnungsneubauten so schrecklich trist aussehen, sondern meist an den Bauherren, die die Entwürfe hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit verwässern und/oder eigene "Hausarchitekten" beschäftigen, um die wirtschaftliche Zielsetzung gleich von vornherein zu erreichen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Wohnprojekt ad fontes musica, ebenfalls von Martin Fassbauer entworfen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Architekt über das Resultat besonders erfreut ist.


    Ich hoffe sehr, dass das Wohngebäude in der Karl-Heine-Straße/Alte Straße ohne Kompromisse so umgesetzt wie auf es auf dieser Visualisierung zu sehen ist.

    Entwurf: Martin Faßbauer / Büro Baukomplex
    Quelle: LeFx.de

  • Leipziger Terrassen: 1. OG steht



    An der Nonnenstraße - westlicher Bau.



    Östlicher Bau.



    An der Weißen Elster.



    Blick von der Karlbrücke (Industriestraße) aus.

  • LWB-Online-Architekturwerkstatt Neubau

    Gestern endete die Werkstatt-Phase in der LWB-Online-Architekturwerkstatt Neubau:
    http://www.lwb-architekturwerkstatt.de/


    Seit heute wählt eine Jury, bestehend aus Hon.Prof. Johanne Nalbach (Berlin), Prof. Dr. Michael Koch (Zürich, Berlin, Hamburg), Prof. Marina Stankovic (Berlin) und Karsten Gerkens (ASW Leipzig), die jeweils besten fünf Vorschläge für die vier Grundstücke aus. Dabei orientiert sie sich sowohl bei der ersten Auswahl als auch bei der abschließenden Bewertung der eingereichten Vorschläge an folgenden Kriterien:


    - Flexibles, universelles Grundrissdesign, das auf zukünftige Ansprüche der NutzerInnen eingehen kann und konzeptionell auf andere Standorte übertragbar ist.
    - Einräumung der Möglichkeit zur Mitgestaltung der Wohnsituation durch die BewohnerInnen (Partizipation, Mietergemeinschaften, Ausbauhaus/hybride Bauweisen).
    - Ermutigung zu kooperativen Wohnformen, z.B. durch gemeinschaftliche Einrichtungen.
    - Soziale Einflechtung in die Nachbarschaft durch von der Hausgemeinschaft ausgehende Impulse und Vernetzungen.
    - Behutsame bauliche und städtebauliche Einbindung ins Quartier.
    - Ökologische Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.
    - Weitgehende Barrierefreiheit und die unproblematische Einbeziehbarkeit von wohnungsnahen Dienstleistungen.
    - Bezahlbarkeit.


    Über die Favoriten der Jury kann vom 16. Februar bis 1. März im Voting abgestimmt werden. Am 12. März werden schließlich die vier GewinnerInnen präsentiert und es wird ein Preisgeld in Höhe von jeweils 5000 Euro vergeben.


    Ingesamt wurden 23 "Ideen" eingereicht.
    http://www.lwb-architekturwerk…ndex.php/projects/auswahl
    http://www.lwb-architekturwerk…r_project/15?only_ideas=1


    Wenn ich es richtig überblicke, sind es für das Grundstück
    - Meißner Straße 42-50 (Neustadt) sechs (Nr. 2, 7, 13, 19, 22, 27)
    - Klingenstraße 10 (Kleinzschocher) fünf (Nr. 3, 11, 15, 21, 28)
    - Gauß-/Heimteichstraße (Leutzsch) vier (Nr. 7, 10, 14, 26)
    - Endersstraße 33 (Lindenau) vier Konzeptideen (Nr. 16, 17, 24, 29).


    Die Konzepte Nr. 4, 5, 6, 20 und 25 sind allgemein gehalten.


    Dann dürfte es gar nicht so schwierig für die Jury werden, jeweils die besten fünf Vorschläge für die vier Grundstücke auszuwählen. Lediglich bei der Meißner Straße könnte es Kontroversen geben ;-).


    Mich würde sehr interessieren, was ihr von den Konzepten haltet und wo ihr euch eine Realisierung (durch die LWB) vorstellen könnt. Nur weiß ich nicht, ob wir das noch in dem Thread diskutieren können, da es sich lediglich um einen Ideenwettbewerb handelt und eine Realisierung nicht unbedingt wahrscheinlich ist.

  • Wohnungsgenossenschaft Lipsia eG an der Zschampertaue

    Großes Interesse an den Neubau-Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft Lipsia eG. Zur Erstbesichtigung gestern kamen mehr als 500 Leute. Im Juni sollen die ersten Mieter_innen in die drei Sechs-Geschosser an der Zschampertaue einziehen. Die 48 Wohnungen (48-127 qm) im WK VIII mit Fußbodenheizung, Parkett, großen Fenstern werden für durchschnittlich 8,04 Euro pro Quadratmeter vermietet.


    2017 will die Lipsia eG in der Brackestraße einen 14-Geschosser errichten.


    LVZ-Online, 02.02.2015
    Erster mehrgeschossiger Neubau seit der Wende in Grünau gebaut
    http://www.lvz-online.de/leipz…/r-citynews-a-273348.html


    BILD, 02.02.2015
    Comeback für Plattenviertel?
    Hallo Grünau, wir sind die Neuen!
    http://www.bild.de/regional/le…ruenau-39590406.bild.html

  • Schumann's Gärten Bautafel steht


    Für die Wohn- und Ladenbebauung an der Dresdner Straße Ecke Inselstraße steht nun auch Bauschild.




    Bis jetzt hier nur einen modellartigen Entwurf gesehen, gibt's dann Ganze nun auch in Farbe und Kontrast. Sieht ganz gut aus, finde ich. Nur ein bissel zu eintönig. Aber die Bäume kaschieren es.

  • ^ Danke für die Fotos. Mit Schumann's Gärten wird städtebaulich eine ganz wichtige Ecke baulich wieder hergestellt. Der Entwurf gefällt, zwar nichts besonderes, aber doch abwechslungsreich und solide. Einzig das Blechdach des Eckgebäudes sollte vielleicht noch einmal überdacht werden. Wenn ab Frühjahr 2017 die ersten Bewohner einziehen können, sollte der Baustart unmittelbar bevorstehen. Aus der LVZ ging mal hervor, dass sich die Kosten für das Projekt auf 30 Mio Euro belaufen.

  • ^
    Ein wenig offtopic - seit wann sitzt die CG in der Haferkornstraße irgendwo im Industriegebiet neben der Kletterhalle nolimit?
    Bisher stand immer die Adresse Querstraße 25 drauf, was auch wesentlich repräsentativer ist für ein Unternehmen im hochwertigen Segment.
    Auf den Websiten steht zudem auch überall Querstraße.


    Zum Entwurf:
    Das Blechdach geht mE gar nicht, das gab es in den 90ern oft genug... sollte doch auch mit ansprechenderen Baustoffen nötig sein. Die große Zahl an Balkonen zu einer Straße mit 2-3 durchgängigen Straßenbahnlinien (4, 4E, 7, 12) finde ich auch schwierig. Da ich selbst mal einen Balkon direkt an einer Hauptstraße mit nur einer Bahnlinie hatte weiß ich, dass man den Balkon null zum Entspannen nutzen kann.

  • Ein Zeichen, dass früher doch nicht alles besser war. Aber du hast natürlich insofern Recht, dass man hier offenbar (angesichts des Geplanten m.E. fragwürdige) Assoziationen wecken möchte. Die gezeigten Beispiele waren bei ihrer Anbringung aber auch schon falsch.

  • ^ Das ist doch wurscht! Klar, es gibt Leute, die lieben das Apostroph, und einige, die hassen es, weil es nicht passt, falsch ist, grammatikalisch nicht korrekt ist. Hatte ich neulich auch eine Anmerkung, wieso ich auf einem Plakat das furchtbare Apostroph verwendet habe. Aber das Ziel ist ja, dass man sich an "Robert/Clara Schumann" erinnert und nicht an die "Schumanns", wobei man hier sicher zuerst auf "Schumann" trifft. Entweder "Schumanns Gärten" oder "Schumann's Gärten", vom Aussehen ist das letztere besser. ;) Man kann und sollte es auch als Kunstwort sehen, um es nicht zu verfremden.