Leipziger Wohnungsbau

  • Heute noch ein paar Bilder von Wohnungsneubauten in Leipzig.


    Die Stadtbau AG errichtet ein hochwertiges freistehendes Wohngebäude in der Schwägrichenstraße. Auf die Fassade bin ich gespannt, so richtig überzeugt bin ich durch die Visualierung noch nicht:



    Allerdings ist positiv anzumerken, dass diese Lückenschliessung rein städtebaulich ein Gewinn ist, man nimmt die alte Struktur auf, sowohl was Eingänge als auch Kubatur betrifft. Bald werden wir das Ergebnis sehen:




    Um die Ecke gibt es ja das mit Neubauten zu bebauende Karee Schwägrichenstraße/Ferdinand-Rhode-Straße/Haydnstraße/Robert-Schuhmann-Straße. Die Gebäude an der Haydnstraße sind ja bekannt:



    Noch nicht gezeigt wurde m.W. dieser Bau an der Ecke Ferdinand-Rhode-Straße/Robert-Schuhmann-Straße. also ebenfalls Teil der Brachfläche. Dürfte im letzten Jahr entstanden sein:



    Direkt gegenüber dieser Neubau:



    Und noch etwas aus Plagwitz - in der Alten Straße steht dieser Neubau, schon etwas älter, war aber mir und evtl. auch anderen aufgrund der versteckten lage bisher nicht bekannt:


  • Vielen Dank für die Fotos, DaseBLN. Das Bauschild von dem Neubau auf dem ersten Bild, das derzeit von der Leipziger Stadtbau AG realisiert wird, stand ziemlich lang in dieser Baulücke. Ich hatte schon beinahe die Hoffnung aufgegeben, dass daraus was wird, und siehe da, es scheint inzwischen fast fertig zu sein. Sehr schön, vor allem, weil der fast fertige Zustand - siehe deiner Ausführung - gegenüber der Visualisierung auf dem Bauschild doch vielversprechend aussieht. Die Stadtbau AG scheint's derzeit voll drauf zu haben. Und bei dem Anblick der schönen Altbauten..., hach, wird Zeit, dass ich mal wieder nach Leipzig komme.


    Da fällt mir noch ein, dass ein Investor einen ganz ansprechenden Wohnungsneubau in der Lücke, ich glaube, Schwägrichenstraße / Ecke Beethovenstraße plante, dort, wo derzeit noch ein graffitiverschmierter Flachbau vor sich hin gammelt. Visualisierungen dazu gab es auch schon. Weiß jemand, ob sich inzwischen da was tut?


    Die anderen Stadthäuser: Nun ja, ich will nicht in die Fäkaliensprache abgleiten. Wobei das Holzhaus auf dem letzten Bild ganz ordentlich aussieht. Es ist aber bestimmt schon 10 Jahre alt, und das Holz bedarf einer dringenden Auffrischung. Es entstand nach den Plänen des Leipziger Büros Weis & Volkmann, das dafür einen städtischen Architekturpreis gewann.


    Edit: Zum Holzhaus habe ich auf der Seite von Weis und Volkmann dieses gefunden: http://www.weisvolkmann.de/arc…r/referenzen/alte_str.htm



    Edit 09.11.08: Mit besagter Baulücke, die ich in der Schwägrichenstr/Ecke Beethovenstraße vermutete, meinte ich die in der Schwägrichenstr./Ecke Mozartstr. Im Lipsikon gibt es dazu dieses Foto. Die geplante Lückenschließung konnte ich im Netz nicht mehr finden, so dass sie sich wahrscheinlich in Wohlgefallen aufgelöst hat. Das nur als Ergänzung gedacht...

  • Hochhäuser am Johannapark


    Wie geplant werden die drei Hochhäuser im Musikviertel, an der Karl-Tauchnitz-Straße saniert. Aktuell werden in den 130 Wohnungen die Bäder saniert. Im Frühjahr oder Sommer 2009 folgt die Außenfassade. Sie sollen Wahrzeichen von Leipzig werden. Die Farben werden gold, silber und bronze sein. Echte Schmuckstücke, die Eingangsbereiche sollen edel gestaltet werden.


    Sieht zwar echt schön alles aus, auch toll wenn aus dem großen Auenwald drei Hochhäuser springen, aber unten fürs Musikviertel ist es einfach nur eine Schande. Die LWB hat, wie wir alle wissen, Null Ahnung von Städtebau.

  • Dafür siehts innen weiterhin so aus wie bei der Einweihung der Gebäude. Es waren ja mal vier Hochhäuser an dieser Stelle geplant, aber nur drei kamen. Welch ein Glück.

  • Jetzt muss ich hier mal 'ne Lanze für die 3 Hochhäuser brechen, zumindest was die Lage anbelangt. Im Gegensatz zu den drei Riegeln im Musikviertel, die von Lage und Gestalt her eine Katastrophe sind, finde ich die 3 Punkthochhäuser exzellent platziert. Allein der Plattenbau-Charme ist fatal. Wenn es der LWB nun gelingt, das Äußere so zu verändern, dass es nicht mehr nach WBS 70 aussieht, dann wäre das klasse. Ich gehe davon aus, dass hier nur ein Praktikant mit paint herumexperimentiert hat, und dies nicht der Vorstellung von "neuen Wahrzeichen" der LWB entspricht.

  • .... nur ein Praktikant mit paint herumexperimentiert hat.....


    Schön, wenn es so wäre. Andere Sanierungen von Plattenbauten öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften (nicht nur der LWB) lassen natürlich befürchten, dass es so gemeint ist, wie dargestellt.


    Fataler Weise machen so was wirklich meist die Berufsanfänger (die mit ihrer naturgemäß noch etwas verspielten Mentalität gerade von der Uni kommen sind...) und glauben, wenn sie ein bisschen mit Photoshop umgehen können, wären sie super Architekten... pardon.... Künstler, Designer.
    Was mich in diesem Fall stört: Weshalb bekommen die Hochhäuser nicht alle die gleiche, etwas weniger aufregende Farbe? Lassen sich die Fenster nicht bis zum Boden vergrößern als stehende Formate in der Art französischer Balkons? Oder macht das das verwendete Plattenbausystem nicht ohne weiteres mit?
    Und wenn man dann noch in der gleichen Art Loggien „einschneiden“ würde (unter Verlust der Wohnfläche), fände ich das Ergebnis gar nicht so schlecht.
    Ein kompletter Abriss würde mir natürlich besser gefallen....

  • ^ Was für eine Verbesserung... :glubsch: Mir wäre am liebsten, die würden so schmutzig grau-braun bleiben, dann fallen sie nämlich nicht auf.
    Naja, es sind und bleiben miese Bettenburgen, die so oder so an diesem Standort aus städtebaulicher Sicht nichts verloren haben. In Leipzig stehen genug Plattenbuden leer (auch in zentraler Lage, z.B. am Johannisplatz), da hätte man aus kurzfristiger Sicht auch drauf verzichten können. Aus langfristiger Sicht sowieso. Aber gut, dann sind wir wieder beim Thema LWB. Den alten Kaffee will ich jetz aber nich aufwärmen.

  • Wohnunganlage am Kickerlingsberg

    Seit zwei oder drei Jahren gibt es am Kickerlingsberg in Gohlis, einer der besten Wohnlagen der Stadt, diese neue Wohnanlage. Für meinen Geschmack sieht sie mal eben gründlich daneben aus. Einzig die Mauer an der Straße gefällt mir. Was mussten dahinter einst für prächtige Anwesen gesteckt haben?


    Eigenes Foto

  • Vom Plattenbau zum Terassenbau


    Die Wohnungsbaugenossenschaft KONTAKT schließt demnächst den Umbau einer Platte in Grünau zum Terassenhaus ab. Von einst 100 Wohnungen sind nur 58 übrig geblieben. Dabei wurde die Platte teilweise zurückgebaut, so das großzügige Terassen entstehen konnte. Damit wollte KONTAKT eG zeigen, dass man auf den Platten auch was vernünftiges (architektronisches) zaubern kann.


    Weiteres auf >> http://www.lvz.de/aktuell/content/82184.html



    Bild: KONTAKT Leipzig eG

  • Aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters:


    Bebauungsplan „Stadthäuser Naumburger Straße“


    Der Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Stadthäuser Naumburger Straße“ soll öffentlich ausgelegt werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung nahm in seiner Dienstberatung die entsprechende Information von Baubürgermeister Martin zur Nedden zustimmend zur Kenntnis. Der genaue Zeitpunkt der Auslegung wird rechtzeitig bekannt gegeben.


    Das rund einen halben Hektar große, in Plagwitz gelegene Plangebiet befindet sich im südöstlichen Teil des Baublocks zwischen Industriestraße, Zschocherscher Straße, Gießer- und Naumburger Straße. Ein privater Investor beabsichtigt, dort 15 Stadthäuser zu errichten und entsprechende Erschließungs- und Grünflächen anzulegen. Der Bebauungsplan soll dafür die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Ziel der Planung ist es, durch das Vorhaben die schrittweise Neuordnung und Wiedernutzbarmachung brachliegender Flächen in städtebaulich ansprechender Form zu gewährleisten und das Angebot an selbstgenutztem und familienfreundlichem Wohnraum in Plagwitz zu erweitern. Der Vorhabenträger hat in den zurückliegenden Monaten – ebenfalls auf der Grundlage eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes – den nördlich des Plangebietes gelegenen Stadthausstandort entwickelt. Zudem möchte er eine Baulücke in der Naumburger Straße mit fünf weiteren Stadthäusern schließen. Im näheren Umfeld des Vorhabens sind bereits weitere Stadthäuserprojekte realisiert worden.


    Das Bebauungskonzept sieht insgesamt vier Hausgruppen vor, die senkrecht zur Naumburger Straße in Nord-Süd-Richtung angeordnet sind. Die Häuser sollen zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss haben, das die Einrichtung von Dachterrassen ermöglicht. An der Westseite der Gebäude sind Terrassen geplant.


    PM: Stadt Leipzig

  • Updates Neubauten

    Hier ein paar Neubau-Updates vom 25.12. und 26.12.:


    Die Fassade des mittleren Gebäudes bei den "Townhouses Elsterstraße" ist fertiggestellt und präsentiert sich in einem leichten Violett:



    Um die Ecke in der Alexanderstraße stehen inzwischen die ersten zwei Geschosse, Visualisierungen Fehlanzeige:



    Kleiner Einwurf: direkt gegenüber befindet sich folgender (hoffentlich) Sanierungskandidat:



    Der altbekannte Neubau der Stadtbau AG in der Schwägrichenstraße ist enthüllt, die Fassade aber noch nicht fertiggestellt. Die seitlichen Schießscharten würde ich spontan mal ins "ungeil"-Kröpfchen legen.




    Im Innenhof:



    In der Emilienstraße im Zentrum Süd wird ein Neubau die südliche Häuserzeile ergänzen:



    In der Paul-Gruner-Straße entsteht ein Neubau in bester Prenzlauer-Berg-Manier, Visualisierungen habe ich leider nicht gefunden:



    Innenhof:



    Die Rückseite nochmal vom Shakespeareplatz aus:



    Vom Schletterplatz bietet sich ein Bild des Grauens:




    M.E. ein neuer Tiefpunkt Leipziger Stadthäuserarchitektur.


    Aber es geht noch schechter - in der Brandvorwerkstraße:



    Hier nochmal die innovative Renovierung und Neunutzung der ehemaligen Plattenbauschule an der Arndtstraße:



    Und schließlich ein Neubauprojekt in der Steinstraße:



    Bauträger ist die Casa-Gobau, mehr Infos zum Projekt hier. Der gleiche Projektentwickler hat das direkt daneben gelegene Objekt "Kunstanstalt Max Breslauer" bereits im vergangenen Jahr fertiggestellt:



    So, das wars erstmal von der Neubaufront im Süden.

  • Danke Dase


    Beim "Bau" in der Brandvorwerkstraße könnte man fast denken, dass es sich um die vom Krieg verschonten Reste eines DDR-Plattenbaus handelt. Aber ehrlich gesagt finde ich das gelbe Dingens an der Hohen Straße noch schlimmer. Das einzig Positive ist, dass es sich im ästhetischen Einklang mit dem Geröhr befindet. Dagegen ist aus der Schule richtig was geworden und die Stadthäuser an der Elsterstraße find ich auch gar nicht schlecht. Und ich kann mir auch ganz gut vorstellen, dass der Stadtbaubau ganz gut wirkt, wenn alles fertig ist.

  • bildzeitung vom 24. januar:


    am klara-park soll in 2 wochen der baubeginn für geplante luxuswohnungen à la "Gated Area" sein. Gebaut werden 3 Häuser im italienischen stil mit Wohnungen zwischen 200 und 420 qm zu einem Preis von 4500 Euro/qm. Verkaufen soll sich das ganze laut Projektmanager ganz gut, es gäbe 138 Anfragen bisher. sieht alles sehr chic aus....