Leipziger Wohnungsbau

  • Die Verknappung von Rohbaukapazitäten macht nun auch vor den ersten Projekten nicht halt.


    In der Hamburger Straße Stillstand seit Wochen. Komisch ist hier, dass die Sauberkeitsschicht drin ist aber nichts passiert. Will man allen ernstes die ganze Bodenplatte von oben betonieren? Die CG sollte doch nun langsam wissen wie es geht?


    Etwas schlauer ist man in der Bremer Straße ohne Sauberkeitsschicht.
    Hier aber ebenfalls seit Wochen Stillstand. Langsam wächst es schon wieder zu.

  • Die LWB hat die nächsten beiden Projekte in der Ausscheibungsphase.


    - Landsberger Straße 106 WE + KITA Baubeginn April 2020
    - Saalefelder Straße 300WE Baubeginn Mai 2020


    Info noch hier

  • ^ Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich solche Brachen selbst in den besten und zentralsten Wohnlagen der Stadt auch 30 Jahre nach der Wende halten können - samt verschlissenen Zustand der Straße. So was findet man im selbst im viel gescholtenen Leipziger Osten kaum noch. Andererseits aus städtebaulichem Aspekt ein starker Kontrast zum durchsanierten Waldstraßenviertel und somit höchst interessant. Da kann ich nachvollziehen, wenn nicht Wenige es bedauern, dass die letzten Kriegslücken dieser Art verschwinden.

  • ^ Auch wenn es nicht Anders zu Erwarten war und der Entwurf ganz gefällig ist: ich hab' mir als ehemaliger Anwohner hier eigentlich immer gewünscht, dass man den linken Flügel saniert und aufstockt und die Garagen rechts durch einen zum Hof gerichteten Neubau ersetzt - einfach, um den sonst überall recht strikten Blockrand ein wenig aufzubrechen. Vor ein paar Jahren hätte man das eventuell noch gemacht, heute ist der Verwertungsdruck ein ganz Anderer.

  • Zitat von Birte

    Im Moment scheint die Kohle locker zu sitzen:



    Laut deal-Magazin wurde das Projekt "Strietz" in Stötteritz verkauft. Die Fertigstellung ist laut Homepage jetzt für 2022 geplant.


    Am Freitag konnte ich sehen, dass mit der Pfahlgründung für dieses Projekt begonnen wurde. Das ist schon mal ein Fortschritt, wenn man bedenkt, dass das Gelände bereits vor 5 oder 6 Jahren planiert und seitdem mit einem Bauschild versehen wurde. Der neue Entwurf wirkt gegenüber dem älteren stimmiger und kleinteiliger.



    Visualisierung Strietz





    Visualisierungen: kondorwessels.com

  • Für das schon länger geplante Projekt an der Ecke Lützow-/Blumenstraße sind nun innerhalb dieses Immobilienangebots erste Visualisierungen aufgetaucht. Geplant sind 14 WE und eine Tiefgarage.


    Ja, es ist mal wieder das Modell "Weiße Kiste mit bodentiefen Fenstern", aber das EG sieht ganz gut aus und die Grundrisse scheinen ok zu sein. Im EG entsteht neben Abstellräumen und Fahrradraum eine große rollstuhlgerechte Wohnung.

  • Noch einige aktuelle Bilder von startenden Wohnprojekten.


    In der Littstraße geht es richtig los. Verbau ist eingebracht und der erste Kran wird wohl auch bald stehen.






    In der Bernhard-Göring-Straße war letzte Woche Grundsteinlegung. Die LVZ hats wohl verpasst.
    Außerdem gibt eine Webcam.
    Die Firma Züblin legt hier auch richtig los. Man darf sich aber auch wieder wundern, das die Wände in Ortbeton hergestellt werden obwohl kein Wasser ansteht. Warum nimmt man keine Hohlwände das geht schneller und spart Bauzeit und Kosten. Die LWB will doch günstig bauen und dann sowas?


    In der August-Bebel-Straße kommt man langsam auch tiefer. Hier scheint das Grundwasser fast erreicht zu sein.


    Und in der Grassistraße ist man wohl mit Schlammabpumpen beschäftigt. Hier steht das Wasser noch wohl höher als in der August-Bebel-Straße.

  • Nach meiner Wochenendtour muss ich meinen Eintrag von letzte Woche noch einwenig erweitern.

    Noch einige aktuelle Bilder von startenden Wohnprojekten.


    Neubau Löbauer Straße 142WE
    (LVZ 08.03.2018)
    Damals wurde vom Baubeginn 1. Quartal 2019 gesprochen - nun sind wir mitte 2. Quartal.


    Neubau Striez Stötteritz 112 WE (link)
    Hier geht es an der Baubrube los.


    Neubau Wohnquartier Gerichtsweg 130 WE (link)
    Die Baugrube die nahezu nur aus Schuttbestand ist nun ausgehoben. Der erste Kran steht, der zweite folgt.

  • Und nun noch ein paar aktuelle Bilder andere Bauvorhaben welche im Bau sind.


    Etwas verwunderlich direkt an der Bahn und mit Rohbrücke vor der Nase wird ein Neubau an der Zweinaundorfer Straße 67 hochgezogen.


    Neubau Untere Eichstädter Straße 11


    Neubau Untere Eichstädter Straße 17a


    Neubau Täubchenweg 53


    Neubau Anna-Kuhnow-Straße
    Wohl eine Architektenvilla - Sichtbeton naja man muss es schön finden.


    Neubau Gabelsberger Straße 8 und wohl auch bald die Nr. 6


    Neubau Kohlgartenstraße
    Hier hat mich am Anfang schon gewundert, warum man den größten Kran auf die Ecke stellt. Nun kommt noch einer dazu. Hubleistung scheint wohl nicht zu reichen.



    Frag mich zudem wo die ganzen Arbeiter auf dieser Baustelle Frühstück machen.
    Wohl nicht ernsthaft in der kleinen Hütte?

    Im Hof ist man mit der TG im Vergleich zum Nachbar auch recht hoch geworden.


    Neubau Goldschmidtstraße 8


    Neubau Seeburgstraße 38 - sehr schick geworden


    Neubau Sternwartenstraße 35

  • ^ Danke für die Aktualisierung! Außer der Zweinaundorfer Straße 67 ist mir auch das BV in der Gabelsbergerstraße neu. Hat jemand genauere Infos?


    Zum Täubchenweg 53 - nicht immer haut eine Teilverklinkerung alles raus. Weißbraune Kiste, bei der die französischen Balkone mit langweiligen Gittern als einziges plastisches Fassadenelement herhalten müssen. Die Dimensionen des Gebäudes wirken natürlich im Vergleich zur Nachbarbebauung gewaltig, aber da zeigt sich halt die früher geringer erwartete Bevölkerungsentwicklung.

  • Allgemeine Beobachtung:
    In diversen Neubauten, z.B. Neubau auf Thiemes Hof, stehen selbst Monate nach Fertigstellung zahlreiche Wohnungen leer, im EG (wo man direkt auf die Terassen der Bewohner als Fußgänger draufgehen kann) so gut wie alles, was einsehbar ist.


    Im Kreuzer ist vor einiger Zeit auch ein Artikel zum "neuen Leerstand" erschienen, der vor allem das hochpreisige Segment >10 Euro kalt trifft, da mal Lage zu laut, mal Grundrisse komplett fehlgeplant oder die Preise einfach zu hoch.


    Das von der FDP immer wieder propagierte "bauen bis zum Umfallen" führt eben nicht zur Senkung von Mieten, sondern verteuert alles (im Mittel).
    Schließlich sind die Baukosten wie sie sind und manche Investoren schlagen noch mal was für "Details" drauf, denn es blebt fraglich, wieso manche für 9 Euro kalt pro qm bauen können und andere für 13 Euro, obwohl die Objekte teilweise Luftlinie weniger als 500m auseinander liegen.
    Wenn ich in einem Gebiet mit Bestandsmieten von 5,50 kalt nur WE mit um die 10-12 Euro kalt errichte, verteuert sich die Miete im Schnitt ganz klar und die "Bestandsnachbarn" ziehen nach. Erlebe ich selbst im eigenen Haus, die baugleiche Wohnung im Nachbarhaus, kostet seit Erscheinen des Mietspiegels 2018 mal eben 40 Euro mehr. Pro Monat, ohne Sanierungsmaßnahmen. Muss man auch erstmal erwirtschaften.

  • ^ Nö, so ganz klar ist es eben nicht, dass sich die Bestandsmieten verteuern, weil der Neubau nebenan über 10 Euro kalt kostet. Viel klarer hingegen ist, dass sich die Bestandsmieten verteuern, wenn gar nicht mehr gebaut oder saniert wird.


    Der schicke Lipsia-Turm in Grünau, der nächstes Jahr fertiggestellt sein wird, geht übrigens für 10,50 Euro kalt pro Quadratmeter weg. Lt. Insiderkreisen haben sich schon jetzt mehr Interessenten gemeldet als Wohnungen zur Verfügung stehen.



    Wer sich wie ich gefragt hat, warum beim Neubauprojekt Friedrich-Ebert-Straße 14/16 noch so lange ein Gerüst angebracht ist, die Fassade erhält tatsächlich noch ein bisschen klassizistischen Fassadenschmuck.




    Dieser ist angelehnt an das Henriette-Goldschmidt-Haus, das vor 20 Jahren an fast gleicher Stelle einer Straßenverbreiterung weichen musste. Leider versauen die Außenjalousien im Bottrop-Style der 80er-Jahre gleich wieder alles. :nono:






    Weiter hinten Richtung Waldplatz präsentiert sich die sog. Residenz am Waldplatz jetzt komplett ohne Gerüst. Das Ergebnis ist für die schmale Hauptverkehrsader okay. Die gleiche Abfolge der Balkone finde ich störend. Dennoch, für städtebaulich wichtiger halte ich den Kopfbau zum Waldplatz, für den es hier eine erste Visualisierung gab.










    Weiter vorn ist der Neubau Friedrich-Ebert-Straße 81, wo einst das sog. Märchenhaus stand bereits weit fortgeschritten






    Baustart Erich-Köhn-Straße 43 in Lindenau. Es fällt auf, wie klein das Grundstück für den doch recht großen Neubau ist. Dahinter seht ihr das Domizil Nathanaelstraße mit fertigem Rohbau.






    Die Reihenhaus-Bewohner freuen sich sicher auch schon wie Bolle, dass von 5 Stockwerken aus künftig in ihre Gärten geglotzt wird.

    Bilder: Cowboy