• Da der Elstermühlgraben nun nach mehr als 25 Jahren fertiggestellt ist starten wir mal mit einem Rundgang um den am Montag eröffneten letzten freigelegten Abschnitt zwischen Elster- und Lessingstraße.

    Beginnen wir an der Elsterbrücke:t3d4qgci.jpg

    84r6evkk.jpg

    Kurzer Blick ob das Neue Rathaus noch steht...ok,check!vi7ay8ep.jpg

    Poniatowskiplan altb8yhm46y.jpg

    Poniatowskiplan neulpgx47m8.jpg

    rnvzctev.jpg

    Das sanierte Poniatowski-Denkmal wurde leicht versetzt wieder aufgestellt. Bei der Einweihung war u.a. der Stadtpräsident von Leipzigs Partnerstadt Krakau anwesend. a8vwh77v.jpg

    8srpkh92.jpg

    Die dunkle Stele war leer - hier kommt bestimmt noch was drauf:cq6uzp83.jpg

    q3lu9cb5.jpg

    altlhifn29u.jpg

    neu6fgy4u5d.jpg

    alt8g3l6r4x.jpgQuelle: https://www.l-iz.de/politik/brennp…nn-april-522670

    neudbtjpxz5.jpg

    rxredxwr.jpg

    altqcntuhbm.jpg

    neu3hptr4vi.jpg

    mly65vpo.jpg

    zqzbiqwn.jpg

    4p47s3fb.jpg

    o9rddohc.jpg

    nzpel2dp.jpg

    hrkvgu5o.jpg

    eroplqva.jpg

    s8dnygys.jpg

    agmf5qq5.jpg

    Drehung um 180 Grad:c46cvlmu.jpg

    rjouk47a.jpg

    7szv9o68.jpg

    8wwplcf6.jpg

    Rechts Originalmauerwerk des Mühlgrabens aus dem 12. Jahrhundert:ifj4i6m4.jpg

    iprjgz4h.jpg

    j4f2hmhg.jpg

    rlmsj3qb.jpg

    phsryssu.jpg

    9xgt53c2.jpg

    jnoj88wg.jpg

    Die Wehnert-Beckmann-Villa (Elsterstraße 38) in der die bedeutende Fotopionierin Bertha Wehnert-Beckmann lebte und arbeitete:mho6dql9.jpg

    pq8tjlxi.jpg

    Das wars erstmal. Fazit: Es ist richtig toll geworden!

  • Hat jemand eine valide Quelle, an welcher Brücke der Fürst ertrunken ist? Entlang des Mühlgrabens gibt es ja überall Erinnungssteine etc. Doch war es nicht eine Brücke über die eigentliche hochwasserführende Elster? (und nicht des Grabens?)

    --> ansonsten: Irre, wie hochwertig der Stadtraum inzwischen geworden ist. Die Villa Wehnert-Beckmann ist auch prachtvoll (wie die Biografie ihrer Bewohnerin!)

    --> es zeigt, was dem Pleißemühlgraben noch für ein Potenzial innewohnt!

  • ich habe mal einige alte Karten von 1814 abfotografiert

    f6ktwi5c.jpg

    man kann erkennen, dass der Südraum von Leipzig mit vielen Flussläufen durchzogen ist (hier unten abgebildet, da Norden links). Die Pleiße befand sich damals direkt am heutigen Stadtzentrum. Die Elster unweit davon, so dass große Überschwemmungen entstehen konnten.

    Hier noch weitere Karten

    s8vdaw59.jpg


    2b5ue96w.jpg

    Die gesprengte Brücke lag wohl an der Funkenburg


    Hier noch eine Karte von 1834

    5axa5j2v.jpg


    Hier nach Bau des Elsaterftutbeckens

    3f9u7aa4.jpg

    Quer über die Frankfurter Wiesen ist noch der Verlauf der Elster zu sehen , der dann nach 1945 zugeschüttet wurde. Das ist heute das Gelände des Stadions.

    Einmal editiert, zuletzt von Tomlpz13 (18. September 2026 um 13:27) aus folgendem Grund: neue Aufnahmen

  • Dankeschön!

    Ja, im Prinzip bleiben nur zwei Brücken übrig, durch deren Sprengung Poniatiowski ertrunken ist: Die des Mühlgrabens (heute Haltestelle Leibnizstraße, der Graben war ja nördlich der Straße und knickte an der Funkenburg ab) und die Brücke über den Ochsengraben (heutiger Verlauf der Tschaikowskistraße).

  • In der Literatur spricht man immer von einer Brücke über die Elster als einzigen Weg aus der Stadt. Da die Wasserläufe im 19. und 20. Jahrhundert mehrfach verlegt wurden ist ein genauer Standort schwierig zu bestimmen.

    es gibt im Stadtgeschichtlichen Museum ein Gemälde zu diesem Thema

    bd2taclr.jpg

  • iuslvxmp.jpg

    Spaziergang am neu freigelegten Abschnitt des Elstermühlgrabens:

    fs3jvymc.jpg

    Lessingstrasse:

    ok8zzdam.jpg

    Tosende Massen in der Klamm am Ranstädter Steinweg - aufgrund des Regenwetters ist die Fließgeschwindigkeit aktuell ziemlich hoch.

    384bbz2z.jpg

    Die vielen angepflanzten Rankel- und Wasserpflanzen sollten es hier schon nächstes Jahr deutlich zugewachsener(er) aussehen lassen:

    ljaapvtc.jpg
    ©555Farang

  • Wirklich eine sehr deutliche Aufwertung des Stadtraums. Ich selbst konnte mich mittlerweile auch überzeugen. Man sieht, wie der Bezug der Bebauung zum Gewässer gefehlt hat. Wenn sich nun alles noch deutlicher begrünt, sind das herrliche öffentliche Stadtbereiche.

    Dekoratives Anführungszeichen

    --> es zeigt, was dem Pleißemühlgraben noch für ein Potenzial innewohnt!

    Genau das war mein Gedanke. Es sollte aus städtebaulichen- und klimatischen Gründen kein größeres Argument geben als diese wieder geöffneten Bereiche!


    Dekoratives Anführungszeichen

    [...]

    Hier nach Bau des Elsaterftutbeckens

    3f9u7aa4.jpg

    Quer über die Frankfurter Wiesen ist noch der Verlauf der Elster zu sehen , der dann nach 1945 zugeschüttet wurde. Das ist heute das Gelände des Stadions.

    Grandioses Luftbild, welches ich auch so noch nicht gesehen habe. Das Becken auch als Regattastrecke, wie sich an den Steganlagen erkennen lässt. Oben zeigen sich auch noch der Rest des Coburger Wassers am Cottaweg und sogar ein erstes Stadion.

    Was ich so konkret und deutlich in der Anordnung auch noch nicht gesehen habe, sind das Gesellschaftshaus des Palmengartens sowie des Kuhturms. Beides ja leider, ohne Bedeutung im Nationalsozialismus abgerissen. Diese Gegend war mit den Biergärten im Palmengarten, den Bierhallen in der MuKo sowie etlichen Kleinkunstbühnen zwischen Lindenauer Markt und Heine-Straße, wirklich gesellig.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    [...]

    384bbz2z.jpg

    Die vielen angepflanzten Rankel- und Wasserpflanzen sollten es hier schon nächstes Jahr deutlich zugewachsener(er) aussehen lassen:

    ljaapvtc.jpg
    ©555Farang

    Auch wenn die Anpflanzungen erst noch ausbilden, wird es dennoch ohne größere Verschattung des Wasserlaufs, im Sommer bei wenig Regen und Niedrigwasser mit geringer Fließgeschwindigkeit, eine Brühe mit großen Sauerstoff-Problemen. Vor allem für die Fauna dann ein Horror-Abschnitt.

    Die Stadt sollte hier noch die letzten Meter machen und endlich die Anzahl Bäume an der Jahnallee deutlich vergrößern und vor allem Baumsorten (z.B. Platane) pflanzen, welche schneller und Klima verträglicher, eine große Krone ausbilden.

  • Die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) hatte sicher viel Freude in letzter Zeit: Erst die Eröffnung des Stadthafens, dann der Zoo mit Feuerland und nun die Fertigstellung des Elstermühlgrabens. Bei letzterem lohnt ein Blick auf die Veränderungen insbesondere am Ranstädter Steinweg, dem allerersten freigelegten Abschnitt (offizielle Einweihung 2007).

    Beginnen möchte ich aber mit einer Gegenüberstellung des Abschnitts zwischen Lessingstraße und Thomasiusstraße, der 2019 als vorletzter fertiggestellt wurde und der veranschaulicht was uns künftig in Punkto Vegetation innerhalb des Kanals erwartet:

    2019mvzn32rl.jpg

    2026m57e3vea.jpg

    20199zr6vrzd.jpg

    2026xfo7j24v.jpg

    Starten wir nun am Abschnitt Ranstädter Steinweg, der die letzten Monate umgestaltet wurde (ein bißchen ärgere ich mich, dass ich mit dem Vergleich nicht bis nächstes Jahr warten konnte - erstens wird immer noch hier und da gewerkelt und zweitens hätte man dann mehr Vegetation vor Ort gehabt).

    altr5yp7sxf.jpg

    aktuellpnfnlz5u.jpg

    altioutocc4.jpg

    neuvvc7yjyp.jpg

    altdlq4nxis.jpg

    neuzzhtzanj.jpg

    alt (links das alte Angerwehrfundament, welches zurückgebaut wurde)kpvw68a4.jpg

    neud3p9twg7.jpg

    altxps3jipo.jpg

    neusibklbie.jpg

    altjmskzs8b.jpg

    neumzuwwpi3.jpg

    alt - hier nochmal das ehem. Angerwehrfundament:5ef7auvq.jpg

    und nun ohne75ebj25r.jpg

    Wie erwähnt finden immer noch Arbeiten statt:b2m44j8x.jpg

    altwktdnovs.jpg

    neuawazlkrt.jpg

    altsbjcxztt.jpg

    neulple4o7d.jpg

    altolecmlse.jpg

    neuhq8augd5.jpg

    altmitsbsfz.jpg

    neuct6la94q.jpgEigene Bilder

  • ^ Danke für die Bildreihe und Vergleiche!

    Mir war die völlig tote Gestaltung so gar nicht in Erinnerung. Und da wundern wir uns, dass das Parthe-Bett im Stadtgebiet so tot saniert wurde...

    Auf einigen Bildern zu sehen, dass auch bei den Gebäuden der LWB genügend Potential für Baumpflanzungen besteht. Hier also ein wirklicher Aufenthaltsbereich mit ökologischen und klimatischen Mehrwert entstehen könnte.

  • Wow, LEonline, diese Vergleichsserien sind immer wieder atemberaubend. Obwohl ich den Abschnitt gut kenne.

    Ich hoffe sehr, dass die Berankungen funktionieren. Es braucht dafür Kletterhilfen, die ich aus der Ferne nicht erkennen konnte. Sehr deutlich wird das am Zoo. Der Efeu hat die Betonwand Gohliser Straße immer noch nicht bezwungen, obwohl das Gondwanaland schon 2011 eingeweiht wurde. Am Kickerlingsberg- mit Rankhilfe - klappt es.

    Ebenso bin ich immer wieder baff über die positive Wirkung von Wandbildern. Warum wird dieses Gestaltungsmittel nicht häufiger eingesetzt? Zu DDR-Zeiten wusste man noch, dass man ärmliche Architektur mit Kunst am Bau aufwerten kann.

  • Es ist schön zu sehen, was es alles an positiven Veränderungen in (und um) Leipzig gibt. All den viel gewordenen Schlechtmachern (nicht verwechseln mit konstruktiv-kritischen Leuten) müssten man diese Bilder "um die Ohren hauen".

  • Und ich hatte auf bis Ende des Jahres getippt :)


    Am besten das Geld sparen und keine Projekte realisieren.

    Gleiche wird auch am viadukt vom parkbogen passieren und und und

  • ^

    Den Assis ist das doch komplett egal, ob es neue Projekte gibt oder nicht. Die waren sicherlich im Leipzig der 90er Jahre übelst zufrieden, weil die Miete nur eine Mark gekostet hat.