• Stadthafen bekommt erstmals Wasser

    Durch die jährliche Funktionsprüfung des Palmengartenwehrs bekommt das Hafenbecken des Stadthafens erstmals Wasser. Das Tor des Palmengartenwehrs wurde am 14. November kurz nach 11 Uhr wieder geschlossen und seitdem füllen sich die umliegenden Gewässer wieder mit Wasser. Nach 17 Uhr war im Hafen jedoch noch kein Wasser angekommen. Vermutlich wird man dies erst gegen 20/21 Uhr sehen. Alle Pegelstände sollen bis zum Abend des 16. November 2025 wieder erreicht sein.

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    ^ Auf Bodenlevel und bei bestem Dezemberwetter sieht das dann so aus:

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    Warum die vielen Kisten? Etwas mehr Frank Gehry hätte den Neubauten am Stadthafen gut getan:

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    Totales Malle-Feeling bald auch am Elstermühlgraben:

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    Ein paar Meter weiter schreitet die Verlängerung der A100 als Anbindung zum neuen Stadthafen voran:

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    ©555Farang

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Warum die vielen Kisten? Etwas mehr Frank Gehry hätte den Neubauten am Stadthafen gut getan

    Das frage ich mich oft. An Stellen, wo historisch orientierte Architektur angebracht ist, argumentiert mancher dagegen, denn man dürfe kreative, moderne Entwürfe nicht unterdrücken. Und dort, wo sich die zeitgenössische Architektur wirklich mal austoben könnte, kommen dann auch nur solche Zweckbauten.

    So teuer wie ein echter Gehry muss es ja nicht gleich sein, aber gerade knappe Budgets könnten doch die Kreativität reizen.

    Dem Stadthafen hätten gewagte "Signature-Buildings" echt gut getan. Immerhin die Brücken machen etwas her.

    Ich hörte übrigens, es habe viele Umplanungen gegeben. Dafür ist dann Geld da, obwohl jeder weiß, dass Umplanungen das Bauen verteuern. Details kann ich leider nicht bieten. Dass der Stadthafen doppelt so teuer wird wie geplant, liege an "der Fortschreibung, der technischen und qualitativen Detaillierung der Planung, der

    aktuellen Baupreissteigerungen", hieß es in der Verwaltungsvorlage.

    Aber ich freue mich natürlich auch, dass es mit der Wiedergewinnung der Wasserstadt Leipzig (noch) weitergeht.

  • ^ I don’t think so, auch heute im Vorbeifahren waren keine Umbauten zu sehen. Da hat sich im Zuge des Winters sicherlich der ein oder andere Zeitplan verschoben.

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    Auch die Öffnung des letzten Abschnittes des Elstermühlgrabens bis Juli 2026 wirkt vor Ort reichlich ambitioniert (Ansicht oben von der Elsterbrücke stadteinwärts und unten von der Poniatowskibrücke in Richtung Stadthafen):

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    ©555Farang

  • Pflasterarbeiten entlang des Elstermühlgrabens an der Friedrich- Ebert-Straße:

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    Einlassungen für Bäume als Teil der Ufergestaltung am neuen Stadthafen:

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    Rohbau des Service- und Gastronomiegebäudes:

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    ©555Farang

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der seit 2006 bestehende Abschnitt des Elstermühlgrabens entlang des Ranstädter Steinwegs wird ab 12. Januar bis Juli 2026 umgestaltet.

    Hierzu kann ich ein Foto vom Dienstag beisteuern. Ob das schon das Anlegen von Wasserstraßenbegleitgrün zeigt oder nur Schlamm rausgebaggert wurde, weiß ich nicht.

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  • Dekoratives Anführungszeichen

    Hierzu kann ich ein Foto vom Dienstag beisteuern. Ob das schon das Anlegen von Wasserstraßenbegleitgrün zeigt oder nur Schlamm rausgebaggert wurde, weiß ich nicht.

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    Die Arbeiten betreffen das anlegen der Uferbermen. Insgesamt muss man aber dennoch sagen, dass dieser Abschnitt der mit Abstand schwächste der Öffnungen des Elstermühlgrabens ist. Da werden auch die Uferbermen nicht helfen.

    Es bräuchte mindestens eine zweite Baumreihe auf der Hauseingang-Seite sowie eine Verdichtung der existierenden an der Straße, um den Flusslauf ordentlich zu verschatten. Dazu eine Rank-Bepflanzung der Ufermauern um das aufheizen zu verhindern. Warum dieser Ansatz nicht diskutiert wird, kann ich nicht nachvollziehen. Zumal die Jahnallee zwischen Waldplatz und Goerdelerring ohnehin einen katastrophal verbauten (inkl. Verkehrsflächen) Stadtraum darstellt. Die lichte Baumallee haut kaum positive Auswirkungen und wirkt in die Monotonie noch hinein.

    Auch mit den jetzigen Veränderungen wird der Flusslauf in diesem Bereich durch die geringe Wassertiefe und ohne jegliche Verschattung eine tote Zone für die Gewässerfauna bleiben.

    Einmal editiert, zuletzt von hedges (8. Mai 2026 um 10:16)

  • Es ist m. E. geplant, Stahlseite über dem Graben zu spannen, welche berankt werden sollen. Eine Visualisierung dazu war hier mal eingebunden.


    Die Ursünde war, sowohl die kleine Funkenburg als auch eine landschaftliche Einbindung des Wassers der unsinnigen Aufweitung der Straße zu opfern. Meines Erachtens sollte zumindest die tiefe Mauer gen Süden zugunsten eines getreppten Zugangs zum Wasser weichen. Dort können dann auch Bäume gepflanzt werden.

  • Der EMG wurde dort auf eine andere hydralische Leistungsfähigkeit bemessen. Das hätte eigentlich 10m Breite gebraucht. Der Straßenbau der Nullerjahre rang die maximal mögliche Breite ab, deshalb vermute ich, dass selbst heutzutage mit einem anderen Gesamtkonzept für den Gewässerknoten keine Einbauten dort erfolgen sollten.

    Es ist halt eine technoide-brachiale "Lösung"

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der EMG wurde dort auf eine andere hydralische Leistungsfähigkeit bemessen. Das hätte eigentlich 10m Breite gebraucht. Der Straßenbau der Nullerjahre rang die maximal mögliche Breite ab, deshalb vermute ich, dass selbst heutzutage mit einem anderen Gesamtkonzept für den Gewässerknoten keine Einbauten dort erfolgen sollten.

    Es ist halt eine technoide-brachiale "Lösung"

    Du meinst es kommt mit der kompletten Öffnung des EMG wesentlich mehr Wasser durch als bisher? Ich dachte es wird nur minimal steigen bzw. einfach eine leichte Strömung einsetzen welche bisher kaum wahrnehmbar ist.

    Eine andere Planung für den Straßenabschnitt würde heute sicher stattfinden. Selbst das schmale unzerstörte Stück Jahnallee ist eine einzige verbaute Achse. Keine Bäume für Verschattung und Geräuschminderung, geringe Gehwegbreite und fehlende Fahrradwege.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Es ist m. E. geplant, Stahlseite über dem Graben zu spannen, welche berankt werden sollen. Eine Visualisierung dazu war hier mal eingebunden.

    [...]

    Ich dachte das waren nur Gedankenspiele. Ich halte das, gelinde gesagt, für ziemlichen Murks. Letztendlich wären weitere Baumpflanzungen auch gut für die in der prallen Sonne stehenden Blöcke aus den 1950er Jahren.

    Eine Einbindung des EMG in den öffentlichen Raum findet tatsächlich kaum statt. Es ist so, als hätte man hier eine Replikation des Städtebaus aus den 1960er Jahren versucht. Jetzt schon wieder völlig veraltet.

  • Wir diskutieren hier mehrere Themen parallel. Einmal zum Thema Wasserdurchfluss. Ich meine, dass das nie fertiggestellte Angerwehr am Lautensteg bereits entfernt wurde, muss aber mal gezielt darauf achten.

    Auf dem Foto in der LVZ erkennt man gut, dass es keinen allzu großen Unterschied bei den Wasserständen gab. Die aktuellen Ufer-Einbauten lassen auch darauf schließen, dass nicht sehr viel mehr Wasser fließen wird. Generell ist Wasser in unserer Region knapp geworden, ich würde generell vermuten, dass sich das in Zukunft noch verschärft. Interessanterweise wurde das Angerwehr laut LVZ wegen "zu hoher Fließgeschwindigkeiten" und aus rechtlichen Gründen aufgegeben. Auf der Leipzig.de-Website wird allerdings noch vom Angerwehr geschrieben, mal sehen.

    Dann die Frage, wie man diesen Graben, der ja kein natürlicher Flusslauf ist, ökologisch ertüchtigt. Aktuell werden Vorgaben der EU-Gewässerrichtlinien umgesetzt und die bekannten Maßnahmen dürften diese erfüllen, auch ohne zusätzliche Bäume.

    Noch mehr Bäume am Straßenrand sind zwar auch schön, aber damit sind wir dann eher bei städtebaulichen Fragen. Da fehlt mir die Kenntnis, ob die Fläche südlich des Grabens in der Jahnallee, also vor den LWB-Riegeln, mit etwas Geld umgebaut werden könnte. Wir hatten ja schon des Öfteren den Fall, dass unterirdisch irgendwelche Leitungen etc. größere Umbauten erschweren.

    Ich vermute mal, so etwas wie die Planung vor der Feuerwache schwebt Hedges vor und in diese Richtung gingen auch meine Gedanken.

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    Quelle: https://www.leipzig.de/leben-in-leipz…issemuehlgraben

    Immerhin hieß es in der LZ, dass " im Bereich des Lautensteges ein über Treppen begehbarer Zugang zum Wasser geschaffen" würde. Die Anmutung als tiefer Trog bliebe dadurch allerdings bestehen.

    Hier noch die Visualisierungen für die aktuellen Arbeiten:

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    Quelle: https://static.leipzig.de/fileadmin/medi…_16.01.2025.pdf

    Einmal editiert, zuletzt von Ziegel (8. Mai 2026 um 14:33)