Flora (Botanischer Garten)

  • Bei den Dacharbeiten für die Flora gibt es Verzögerungen. Anscheinend hat die Baufirma Probleme damit, die Zinkbahnen auf dem Tonnendach der Flora aufzubringen. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll das Dach allerdings dicht sein, sodass die Innenausbauarbeiten vollumfänglich beginnen können.


    Auswirkungen auf die Inbetriebnahme im nächsten Jahr sollen diese Verzögerungen jedoch nicht nach sich ziehen.


    Kölnische Rundschau

  • Die neuen Fenster im Tonnendach:daumen:
    Im Detail sind die "neuen" Klinkersteine zu erkennen:Nieder: das kann doch nicht im Sinne der Denkmalpflege hier in der Oberfläche unebene Steine zu verwenden!



    Alle Bilder von mir!

  • Ich könnte mir vorstellen, dass durch die Verwendung von Steinen mit anderer Oberflächenstruktur deutlich gemacht werden soll, dass es sich bei diesem Bauteil um eine Rekonstruktion handelt und nicht um "historische" Klinker. Ebenso werden vermutlich auch die Risse und fehlenden Teile des Zierelements aus Sandstein? in den Klinkeraussparungen darunter nicht gefüllt bzw. ergänzt, damit sichtbar bleibt, dass das Gebäude im Laufe seines Bestehens Schäden davon getragen hat. Und das ist dann natürlich im Sinne des Denkmalschutzes, weil dem Betrachter ansonsten vorgegaukelt werden würde, dass sich an dem Gebäude in den letzten hundert Jahren nichts geändert hat.
    Ich finde diese Vorgehensweise bei Sanierungen ziemlich ärgerlich, weil ich eher den Eindruck eines fertigen Gebäudes im Sinne des Ursprungsarchitekten sehen möchte und nicht ein durch Beschädigungen beeinträchtigtes Bild. Schliesslich läßt man auch nicht nach einer Reparatur eines Wasserrohrbruchs im Sanitärbereich die geflickten Rohre mit aufgestemmten Fliesen bestehen, um zu zeigen, dass dort mal ein Rohr defekt war.

  • @ Eklektizist
    Da sprichst du ein komplexes Thema an, welches hier in vielen Forumsbereichen ganze Stränge füllt. Wie soll man mit Rekonstruktionen umgehen? Muss es die möglichst originalgetreue "Anmutung" des Ursprungszustands sein oder darf die Wiederherstellung deutlich "ablesbar" sein? Da scheiden sich die Geister. Mich überraschte der Klinker auch ein wenig, kann mir allerdings momentan noch kein abschließendes Urteil bilden. Der Gesamteindruck könnte durchaus stimmig werden.


    Schaut euch mal bei "Bilderbuch Köln" z.B. das Foto Nr. 39839 an. Die Fassadenflächen waren anscheinend mit einem sehr filigranen Zierwerk versehen, kann nicht sagen, ob das Stuck oder Bemalung war. Ich wüsste jedenfalls nicht, wie man das völlig originalgetreu wieder herstellen wollte, sofern es davon keine detaillierten Fotografien gibt. Da ist der Klinker vielleicht ein Kompromiss zwischen dem Urzustand und der glatten Verputzung, die man nach dem 2.WK aufgetragen hatte.

  • Vor der jetzigen Sanierung waren die Klinker komplett überstrichen (Fugen und Steine) in gelb und die Ornamente sowie Gliederungen in grau. Die Farbschichten wurden entfernt und ich hoffe sehr, dass dies auch so bleibt und nicht alles wieder im vanilleton gestrichen wird; es ist zu erkennen, dass ursprünglich verschieden farbig gebrannte Steine für die Ornamente verwendet wurden. Ich werde hier noch Detailaufnahmen machen.
    Tilou  
    Grundsätzlich bin ich deiner Meinung aber eine Rekonstuktion sollte eher schlicht sein und diese Steine treten zu sehr in den Vordergrund

  • Gestern habe ich einige Fotos des umgebauten Bauwerks gemacht, hier drei davon. Die Hauptfassade (man sieht, dass gerade neues Dach verlegt wird):







    Von der Seite - links sieht man einen Anbau, der mich wahrscheinlich als unpassend unglücklich machen wird:



  • ^ Ja, das sieht wirklich toll aus! :) Ergänzend eine kleine Auswahl der schönen Aufnahmen, die man auf der Seite von KölnKongress findet, genauer gesagt in der Bildergalerie und einer pdf-Broschüre zum Umbau.


    Umbauzustand im Dezember 2012.



    Das gekreuzte Kuppeldach im März 2013.



    Luftbild vom 27.09.2013




    Aktuellere Aufnahme.



    Der fast fertiggestellte Festsaal (800m²).




    Der Dachsalon (220m²).



    Kleiner Rückblick: Ursprünglicher Zustand der Flora.




    © KölnKongress, mit freundlicher Verwendungserlaubnis.

  • Ich war am vergangenen Sonntag seit Ewigkeiten mal wieder in der Flora und ich muss sagen was ich als Ergebnis der Gebäudesanierung sehen konnte hat mich nur bedingt überzeugen. Gut, es wurde gerade abgerüstet, so dass man die Fassade nicht in Gänze erkennen konnte, aber die ist Ton in Ton, es gibt keine farblichen Kontraste in den Gesimsen, es wirkt nicht hochwertig.


    Außerdem wurde scheinbar die Sockel und die Treppenanlagen von der Sanierung ausgespart. Die Stufen waren nach wie vor z.T. beschädigt, es wuchs überall Gras und Unkraut zwischen den Stufen und es machte nicht den Eindruck, als würde sich das bis zur Wiedereröffnung in Juni noch ändern.


    Auch die hier gezeigten Innenbilder finde ich nicht überzeugend: alles in weiß, völlig kontrastarm. Die Decke wirkt wie eine einfache eingehängte Bürodecke.


    Ich werde es mir noch mal anschauen, wenn alles fertig ist. Im Moment erscheint es mir aufgrund von fehlenden Geldmitteln wie eine Schmalspursanierung.


    schade!

  • Am Wochenende habe ich einige Fotos von der Flora gemacht. Das Dach scheint fertig zu sein. Das Gerüst wird wahrscheinlich noch für einige Restarbeiten an der Fassade stehen bleiben.
    Ich denke der Klinker wird noch bearbeitet bzw. gesäubert. Bei näherer Betrachtung konnte man sehen, dass die Fassade noch mit grauen Putz oder Staub versehen war. Ich bin mal gespannt.


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    Seitlich der Flora mit dem neuen gläsernen Anbau.


  • Na anscheinend werden die Außentreppen jetzt auch noch angegangen, was ich in meinem Posting vor zwei Wochen noch moniert habe. Abgerüstet macht das Gebäude ja doch einen imposanten Eindruck.


    Was mir nach wie vor nicht gefällt ist das eiskalte, komplett weiße Innengestaltung. Die filigranen und ornamentierten Stahlträger hätte man doch farblich oder zumindest kontrastreich absetzen können. So braucht man ja zum Betreten eine Sonnenbrille.