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Das ist genau die Enstellung, die nach 1950 fast alle europäischen Innenstädte hingerichtet hat und uns heute Milliarden kostet, die Folgen der autogerechten Stadt rückzubauen.
Der vermeintliche Vorteil der entstehenden, autoverkehrslosen Platzfläche wird mit antiurbanen Tunnelmündern bezahlt, die jede Aufenthaltsqualität zunichte machen und Nievau des Gesamtquartiers nach unten ziehen.
Nun ja. Sehen wir das mal positiv und holen uns das Positive von Camondos Vorschlag - ohne Tunnel. Wie schnell darf man denn am Zoobogen fahren? Jedenfalls sollten sowieso die Innenstädte zwar automäßig befahrbar sein, aber weitestgehend domestiziert und für den Fahrradverkehr tauglich gemacht werden. So kann man auch ein gutes Stück Gemütlichkeit schaffen. Der Autoverkehr ist ja nicht nur schlecht. In Maßen stellt er auch Urbanität dar. Eine autofreie Nordseite des Breitscheidplatzes wäre wohl auch etwas dörflich-langweilig. Die Kantstraße würde sich dafür aber gut anbieten. Sie könnte an der Joachimsthaler enden. Dafür müßten die Gebäude an diesem letzten Abschnitt aber auch anders konzipiert sein (Fußgängerzone).
Es ist wirklich fürwahr schade, daß wir am Alex dieses Monster namens Gruner-Tunnel haben. Man muß sich nur mal vorstellen, wie angenehm und natürlich diese Gegend auf einmal wieder wäre, wenn es dort eine normale Straßenführung gäbe und entsprechend dicht stehende Gebäude auf den Straßenseiten. Da mangelt es wirklich an Mut. Ich spreche das vielleicht noch im Alex-Thread an.
Inwieweit läßt sich denn das Wasserklops-Loch dicht machen oder verkleinern? Ist das praktikabel? Solch eine Maßnahme wäre möglicherweise ein Weg für den Breitscheidplatz. Ich würde ja die kleinen Eiermann-Bauten weghauen, wieder Bänke am Rand aufstellen und die Budapester Straße an der Stelle domestizieren.









