Mich nerven diese Buden auch. Man müßte zumindest klare zeitliche Leitlinien vorgeben, daß die Plätze auch lange genug in ihrem "eigentlichen" Zustand erkennbar sind und ihren Charakter entfalten können. Man müßte den Budenzauber auf bestimmte Zeiten im Jahr begrenzen.
Da es hier allgemein um den Breitscheidplatz geht - was soll denn mit dem Europacenter passieren, wie es jemand in einem anderen Thread erwähnt hat? Irgendjemand meinte nach dem Atlas könnte das Europacenter in den Fokus der Planungen rücken. Ich halte das ja für schwer abreißbar und für stark identitätsstiftend. Meinetwegen kann man das in zwanzig Jahren verändern, aber man kann nicht die ganze City West auf einmal umkrempeln. Deshalb wäre mir auch eine größere Verweildauer zwischen Zoofenster und Atlas lieber gewesen, da das Schimmelpfenghaus schon sehr die Identität des Platzes bestimmte.
Solche Veränderungsprozesse müssen meiner Meinung nach in humanen Bahnen verlaufen, sonst schneidet man sich selbst ins Fleisch. Solche Aspekte interessieren vielleicht manche Passanten wenig, aber man muß doch schon drauf achten, daß man den Charakter eines Platzes nicht beschädigt und zu viel Entfremdung erzeugt.



