Wohnungsmarktentwicklung München (Mieten & Kaufen)

  • Zu Schachbrett's Kommentar der passende Artikel: https://www.tz.de/muenchen/sta…nen-menschen-4791023.html


    Planungsprognose 2030 auf 1,72 mio heraufgesetzt. Also 220 000 in den nächsten fünfzehn Jahren in der Stadt oder 15 000 pro Jahr, würde einen ungefähren Bedarf von 100 000 Wohnungen bedeuten oder knapp 7000 pro Jahr. Dafür müsste aber natürlich erstmal die Zuzugsrate so weit fallen, derzeit sind das wohl eher 25 - 30 000 pro Jahr.

  • klassischer tz-Artikel ohne Informationsgehalt, dafür mit negativer Stimmungsmache. Es wird vom Schreiber des Artikels nichts hinterfragt, daher hat der Artikel auch kaum einen Mehrwert für den Leser.


    Meine Frage wäre: Worauf basiert die Aufrechnung des Planungsreferats und warum macht der Zuzug nach 2018 einen dramatischen Knick nach unten? Welche Gründe gibt es dafür?


    2014 1.500.000
    2018 1.600.000
    2028 1.700.000


    Worauf basiert die Annahme, dass es in München nur Platz für 100.000 Wohnungen gibt? Welche Bebauungsdichte wird für die Berechnung angewandt?

  • Deine Kritik stimmt zu einem guten Teil. Andererseits ist eine lineare Fortschreibung von Trends nie sinnvoll, vor allem nicht, wenn europaweit (oder zumindest deutschlandweit) die Bevölkerungszahl langfristig eher sinken wird, die Wirtschaft in aktuellen Herkunftsländern wieder anziehen und die Krisen im nahen Osten vielleicht sich irgendwann lösen lassen sollten. Auch München hat in den letzten Jahrzehnten meines Wissens nie einen zwanzigjährigen gleichbleibenden Wachstumstrend erlebt, irgendwann in den 2000ern ging die Einwohnerzahl auch mal wieder zurück.


    So eine Prognose kann extrem leicht vollkommen obsolet sein. Der einzige Sinn und Zweck des ganzen ist es, damit politische Leitlinien festzulegen. Wenn die Stadt jetzt von etwas realistischeren Zuzugszahlen ausgeht (die letzte Prognose war ja schon nach einem Jahr obsolet), kann man vielleicht hoffen dass der Druck Infrastruktur- und Wohnungsbaumaßnahmen zu beschleunigen endlich auch zunimmt.


    Mich wundert, dass Eingemeindungen seit den Siebzigern keine Rolle mehr in der politischen Diskussion spielen.

  • klar kann man die Wachstumszahlen nicht einfach linear fortschreiben, meine Frage war ja auch welche Umstände die prognostizierte Änderung der Wachstumszahlen verursachen. Ein paar mögliche Punkte hast du ja genannt, wie zB die eventuelle Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in Südeuropa und der damit einhergehend ausbleibende Zuzug.


    Ob die Bevölkerung in Deutschland langfristig zurückgeht wird sich noch zeigen, die letzten Jahre ist Deutschland wieder gewachsen. Doch auch wenn die Bevölkerung bundesweit zurückgehen sollte, heißt das nicht zwangsläufig, dass die Ballungszentren nicht trotzdem weiter wachsen.


    Wenn man also diese Zahlen als Basis nimmt, um die Leitlinien der Entwicklungspolitik festzulegen, wäre es doch interessant zu erfahren warum man von offizieller Seite erwartet, dass ab 2018 das Wachstum stark abflacht.


    Ich hoffe auch es setzt sich bald mal das Bewusstsein durch, dass München weiter wächst und entsprechende Projekte in Sachen Wohnbau und Infrastruktur längst überfällig sind. Mir kommt es nur immer so vor, als ob die Politik sich ausschließlich am Ist-Zustand orientiert und nicht an der Zukunft.

  • Der wirklich absurdeste Artikel den ich je zur Einwohnerzahl gelesen habe.


    Der Zensus hat 2013 1,34 Mio Menschen ergeben. Der ist wenigstens zu 10% Evidenz basiert. Diese TV Zahlen sind reine Druckmacherstimmungsintrumente. Garantiert von einem Chefredakteur vorgeben, der bestimmte Herren kennt. Das ist so lächerlich. Wer ernsthaft glaubt München würde in 4 Jahren 100.000 EW mehr haben, der sollte sich hinterfragen.
    1974 hatten wir schon 1,35Mio Ew. Und jetzt knapp 1,4 rum.

  • Wer ernsthaft glaubt München würde in 4 Jahren 100.000 EW mehr haben, der sollte sich hinterfragen.
    1974 hatten wir schon 1,35Mio Ew. Und jetzt knapp 1,4 rum.


    Dazwischen liegen 40 Jahre, ein bisschen zu lang für eine Bevölkerungsprognose oder? München hat in dem Zeitraum sogar wieder Einwohner verloren.


    Der TZ-Artikel ist nichts weiter als Volksverdummung. "Jetzt zerreist´s uns bald"...ich frage mich ernsthaft was die Autoren eigentlich studiert / gelernt haben, wenn man in der Lage ist, so einen Tzatziki zu schreiben. Dass natürlich ein Bild der Fußgängerzone am Samstag den Artikel ziert, verwundert da gar nicht mehr. Sollte aus irgendwelchen Gründen ein in Honk-Kong lebender Mensch diesen Artikel lesen, dann müssten wir uns alle in Grund und Boden schämen. Peinlich. Gewisserweise wird die Untätigkeit der Stadt auch noch verteidigt bzw. in keinster Weise kritisiert. Wird weiterhin nur 5-6-stöckig gebaut, dann wundert´s mich nicht warum nur noch 50.000 Neubauten in München Platz haben. Man müsste halt entsprechend den Prognosen auch handeln.

  • Etwa 900 Euro für 53,8 qm. Ist aber ein nettes Haus.


    Gibt es denn noch die Staatsbedienstetenwohnungen des Freistaats? Über die hat man meist gutes gehört (was man von den städtischen ja nicht behaupten kann).


    Unter 60 qm wär für mich inzwischen schon ein Kompromiss den wenn dann ein schönes Haus oder eine praktische Lage wettmachen könnte. Und bevor ich in eines dieser kleinen Einzimmerappartments ziehen würde ginge ich lieber aufs Land. München ist meiner Meinung nach nicht attraktiv genug um in so einem Wohnklo zu leben, das würde ich wenn dann in Manhattan akzeptieren.

  • Ja natürlich ist es das. Der Titel wäre selbst mit einem "?", dahinter noch XXL unseriös. Aber ich frage mich bei der ganzen Diskussion immer wofür es den Zensus eiglt gegeben hat, wenn in sämtlichen Artikeln diese amtlichen Zahlen aus 2011-2013 einfach nicht beachtet werden. Da haben die Zahlen wohl einigen nicht geschmeckt.


    Das was sie mit zu dem Bild der Fussgängerzone schreiben ist komplett der Sachverhalt.
    Genauso wird immer bei Hetzartikeln über die XXL explodierende U-Bahn ein Bild vom Bahnhof Theresienwiese zur Wiesnzeit incl. den "U-Bahn" Stopfern gepostet. Muss man mal genau hinsehn! Das ist die gleiche Systematik.
    Gibts den Tatbestand der Volksverblödung? Denke leider nicht. Der Artikelmarkiert für mich das erste negative "Highlight" der München Meldungen. Das ist sehr schade. Habe letztens gute Artikel der FAZ über die LMU gelesen. Aber da erwarte ich wohl von der TZ zu viel.

  • Die Einwohnerzunahme war in den letzten Jahren +/- 25.000.
    Die Einwohnerzahl war Ende 2014 zw. 1.43 Mio ( Basis Zensus ) und 1.48 Mio ( Basis Statamt ).


    Das Argument, dass nur noch Platz für 100.000 Wohnungen wär ist der eigentliche "Knaller" für mich.


    Jeder von Euch kennt die längliche Insel, die etwa 20 km lang und 3,5 km breit ist mit 1,6 Mio Einwohnern und 4 Mio Arbeitsplätzen
    auf ca. 50 km², dabei ist nur etwa 20% der Fläche mit Hochhäusern bebaut.


    Und wir in Deutschland mit unserer Technik und Organisation sollen nicht mal ein sechstel hinbekommen?


    "Jetz z´reisst´s mi aber" !

  • Manhattan? Ja aber stell Dir mal ein 90 Stockwerke Hochhaus in Schwabing vor. Furchtbar. Das ist halt nicht drinnen. Und zum Glück. Aber man sollte mal nach Barcelona schaun. 1,7Mio Ew auf 120²km. Dazu nach Norden und Süden her unbebaubar durch Berge bzw, Meer.


    Die Inkompetenz ist in M was den Städtebau angeht unfassbar.

  • ^^


    Anstatt den hier üblichen Flachbauten, wo man über acht Geschosse bereits einen Freudenschrei ausstößt, könnten doch auch 2-3 Geschosse auf sämtliche Projekte draufkommen. Zwar werden die Mietpreise dadurch wohl leider nicht sinken, aber durch das höhere Angebot wäre zumindest für etwas Entlastung bei der Wohnungssuche gesorgt. Z.B. an Bahnhöfen und gut erschlossenen Arealen würde sich eine deutliche Verdichtung positiv auswirken, auch architektonisch. Natürlich werden aber in 90 Prozent der Fälle, Bebauungsplanänderungen (bewusst) verschlafen. Warum es München zerreißen soll, bleibt im Artikel unbeantwortet. Wachstum hat vor administrativen Grenzen noch nie Halt gemacht. Bis auf das stark bewaldete südliche Umland ist Platz im Überfluss vorhanden. Eingemeindungen müssen ja nicht sein.
    Wenn man die Dinge hier etwas relativiert, dann ist die mediale Dramatik natürlich von Hetze oder Wichtigtuerei gefüllt. Der ÖPNV muss ausgebaut werden, klar, Überfüllung im Berufsverkehr erweckt den Eindruck eines Infarkts, den allein Stadt und Freistaat zu Verantworten haben (fehlende Umsetzung der Projekte und ewige Diskussionen), aber ehrlich: welcher Boom-Stadt ergeht es in der heutigen Zeit nicht so?

  • Die Stadt München schraubt anscheinend ihre Prognose für 2030 von 1,65 auf 1,72 Millionen Einwohner hoch, also etwa <= 20.000 neue Einwohner pro Jahr. Die Investitionen in den Schulbau sollen in dieser Zeit von bisher geplanten 2 Milliarden Investitionen auf 4,5 gesteigert werden.


    Folgendes soll passieren:

    • 27 neue Grundschulen
    • drei neue Mittelschulen
    • fünf Förderzentren
    • 41 Pavillonanlagen, die als Interimsunterkünfte dienen
    • 44 Schulen werden erweitert
    • 5 neue Realschulen
    • 7 neue Gymnasien
    • 4 berufliche Schulen


    Das sind gute Neuigkeiten. Die Realitäten werden langsam anerkannt.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…projekt-zukunft-1.2382200

  • Die Münchner SPD will jährlich etwa 25 Mio. € in die städt. Wohnungsbaugesellschaften stecken, damit diese insgesamt 2500 neue Wohnung errichten. Private Investoren sollen zudem künftig mehr Sozialwohnungen bauen, dafür schneller eine Genehmigung erhalten.
    (Quelle: SZ)

  • Beim Projekt COSMO Neuhausen – Nymphenburg der Terrafinanz durchstoßen gerade Familienwohnungen an der Arnulfstraße im schlichten Geschoßwohnungsbau die 7000 Euro pro Quadratmeter. Auf welchem Niveau wird dieser Wahnsinn konsolidieren?



  • Für´s Erdgeschoss wäre es mir das nicht wert. Lage und südliche Ausrichtung kosten natürlich, nur 700.000 Euro für die paar Quadratmeter?

  • Die Preise die wir zur Zeit sehen sind extrem durch die Niedrigzinspolitik der Ezb getrieben. Die meisten die ihr Geld vorher auf dem Sparbuch,Festgeld oder Tagesgeld angelegt haben kaufen sich nun Immobilien zur Geldanlage.
    7000 Euro pro qm sind schon pervers, aber auch durch die sehr vielen gutverdienenden Personen gestiegen.
    Eine Größe Verfehlung der Politik dabei ist die Streichung der Eigenheimzulage, sodas sich Leute Immobilien zum selbstbezug kaufen können.
    Ansonsten ist es grad einfach nicht der Zeitpunkt etwas zu kaufen. Es werden auch wieder Zeiten kommen in denen es stagnierende bzw. inflationsbereinigt fallende Preise gibt.

  • Naja denke das die Renditen bei Immobilien in München weniger als null sind im Augenblick. Die Kaufpreise sind da schon zu hoch.
    Es geht mehr um ne sichere Anlage denke ich mal.
    Dazu kommt die jahrelang verfehlte Wohnungspolitik der Stadt und sicherlich auch die Zinsen. Außerdem ist München der Topmarkt
    In den meisten anderen Städten ist das Niveau bei weitem nicht so.


    Ich bezweifle auch dass die Preise fallen werden, der Zuzug zu den Metropolen wird anhalten und der Wohnungsbau nicht maßgeblich besser werden, tausend Wohnungen mehr oder weniger im Jahr zu bauen - was ja ´von der Politik schon immer als großartiger Erfolg verkauft wird - ändert an der Nachfrage - Angebot Situation einfach zu wenig.


    Eine Verbesserung ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht denke ich. Man muss schon froh sein wenn die Steigerungen moderater ausfallen.

  • Wer kauft so eine Wohnung? Man müsste wohl mehr als 3000 Euro pro Monat an Miete verlangen, um wenigstens etwas Rendite abzugreifen. Ansonsten liegt es reine an der Spekulation weiterer Wertsteigerung. Aber wohin soll eine 4 Zimmerwohnung mit 100 qm an der äußeren Arnulfstraße steigen? Auf 1 Million Euro? Langsam wird's lächerlich.

  • Rendite ist für den privaten Kunden schon lange nicht mehr drin. Rechnen würde sich eine Wohnung dieser Kategorie wenn überhaupt erst nach Jahrzehnten. Es geht einzig und allein um eine sichere Anlage, zumindest sicherer als die meisten anderen Möglichkeiten.