Beiträge von Isek

    Die Argumente für die 2. Stammstrecke sind eng mit den städtebaulichen Gegebenheiten verbunden. Status ist, dass es einen immensen Quell- und Zielverkehr in Richtung Innenstadt bzw. den innenstadtnahen Bereich gibt. Dass das in relation mit der Größe des Ballungsraums von bald 3 Millionen Einwohnern nicht optimal ist, wissen wir. Das Problem ist somit die Aufnahme der Fahrgäste, die von vergleichsweise dezentralen Orten (vor allem Nordring!) dann weiterfahren müssen. Die U-Bahn Linien sind zu und die U9 nur ein erster Schritt, der gerade auf der U2 Nord nicht viel bringen wird. Konsequent ist für mich langfristig nur das Auflösen des Stammstreckenkonzeptes auch bei der U-Bahn. Leider Manifestiert die U9 nur das Stammstreckenkonzept und das Konzept der Megaknoten! Ich würde lieber nach Wien oder eigentlich alle anderen Städte dieser Größe schauen und von dort kopieren. Viele kleinere Knoten und ein vermaschtes Netz mit vergleichsweise homogener Nutzung.

    In diesem Fall sollte von der Politik eine klare Analyse gefordert werden, die insbesondere beleuchten soll, mit welcher Arroganz der Bauherr die o.g. Entscheidungen getroffen hat. Schlussendlich wie Mia sagt, geht es um einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden, der unsere Konkurrenzfähigkeit in Frage stellt. Sowas sollte von der Politik als Instrument der Gesellschaft nicht einfach hingenommen werden.

    Was die Bahn hier abgezogen hat, erklärt sehr viel an dem schon länger bekannten Desaster. Ist es verwunderlich, wenn ein ganzer PFA quasi kurz vor Baurecht als besonderer Impact des neuen Projektleiters auf Null zurückgesetzt wird und erklärt wird, dass es mit einer komplett neuen Trassierung viel weniger Probleme bei deutlich geringeren Kosten gibt? Dazu eben die ganzen sagen wir mal Herausforderungen, die man sich schon vor zig Jahren mit dem Wechsel des Generalplaners eingehandelt hat. Dann kam das aus meiner Sicht vollkommen überzogene Sicherheitskonzept weg von Querschlägen und Rettungsschächten hin zu einem komplett durchgehenden 3. Tunnel. Der ganze DB interne Streit am HBf dazu dort noch die U9 der LHM. Nun noch Inflation ohne Ende, fehlende Kompetenz und knappe personelle Ressourcen auf Seiten AG und AN bei hoher Personalfluktuation.

    Die Kostensteigerung sind für mir deutlich einfacher nachzuvollzieren als diese immensen Bauzeiten. Das Bauen ist ressourcenintensiv. Preissteigerungen bei Stahl, Kunststoffe, Holz, Energie (z.B. für Zementbrennen und Transport) werden sicher nicht nur im Verhältnis 1:1 sondern eher im Verhältnis 1:1,2 oder mehr an den Bauherren weitergegeben.

    Rom, Athen und Lissabon spielen nur ökonomisch in einer Klasse unter München (Athen sicher auch 2 Klassen). Daher ist München sicherlich schon ein Exot unter der Städten. Am ehesten kommt mir noch ein Vergleich mit Kopenhagen und Stockholm in den Sinn, die zumindest ähnlich wirtschaftlich stark sind und ähnlich groß sind sowie ebenfalls anscheinend ein Problem mit Hochhäusern haben.


    Wenn wir den Rahmen gobal spannen, dann wird's natürlich ziemlich auffallend mit dem Hochhausproblem Münchens.

    Grundsätzlich optimiert Büschl seine Rendite und minimiert seinen Stress/Aufwand, wenn er den Projektgegnern entgegenkommt. Am Ende hat er das Projekt primär aus Idealismus und dem Gedanken vorangetrieben, seiner Stadt etwas Gutes zu tun. Im Prinzip hängt wieder einmal alles daran, dass geschätzt 1% der Stadtgesellschaft laut schreit und 99% schweigen. Aus meiner Sicht wäre jetzt primär die Stadtregierung und das Stadtparlament gefragt eine Entscheidung vorzugeben. Wenn die sich von 1% vor sich hertreiben lassen, dann sowieso schachmatt.

    In dem Eck ist noch so unendlich viel Platz. Was gibt es aktuell? Zerfahrene Strukturen aus Kleingewerbe und einzelnen Häusern sowie eine Menge Flächen mit unfruchtbaren mit Steinen übersäten Äckern, unter denen nach 20 cm der Münchner Schotter ansteht. Hier müsste umfassend geplant werden.

    ^^

    Naja, dass sich die Staatsregierung finanziell nicht sonderlich um München kümmert, hat Tradition. Ist auch gut nachvollziebar. Jede Ausgabe kann nur 1 mal getätigt werden. Und der Freistaat hat grundsätzlich das Ziel die Angleichung der Lebensverhältnisse. Finanziell hier Oberbayern oder sogar München selbst zu unterstützen braucht es nicht. Und warum jeder Einwohner Bayerns 77 Euro für Hochkultur zahlen muss, wovon wenn überhaupt 200 oder 300 Tausend Menschen profitieren erschließt sich schon gleich gar nicht.

    Gute Nachrichten! Neben dem oben gesagten: Mir gefällt das Ding immer weniger. Diese Darstellung in der SZ sind mit Blick Richtung Westen ist verhindernswert. Vor allem, wenn es mittlerweile um 1 Mrd. Steuergeld geht.

    Cada und Mould King Technik. Unglaubliche Sets, wo Lego hinsichtlich Funktionen und Qualität nicht annähernd ran kommt. Auch die neurn bluebrixx nicht Technik Dinger werden immer besser.

    ^^

    Lego? Eine absteigende Marke. Irre teuer, Qualität sinkt. Mittlerweile gibt es sehr sehr gute Alternativen. Bei besserer Steinequalität Faktor 3-4 billiger als Lego. Aber ok, für die, die Disney wollen, wird es Lego bleiben.

    ^^

    Wobei die PGA ja trotz vorrübergehender Nicht-Planung des S-Bahn-Haltes ja noch eine einigermaßen hohe Dichte besitzt. Mit S-Bahn-Halt wäre vermutlich trotzdem anders gepant worden. Vielleicht gar nicht mehr Wohungen sondern im Nahfeld der Station Büro/Hotel/Quartierszentrum.