Beiträge von Isek

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    Guter Webcam Fund!


    In der Seestadt Aspern sah es damals nochmal deutlich dramatischer aus. Ich denke, das war mindestens die doppelte, wenn nicht 3-fache Menge an Kränen. Aber so langsam kommt Freiham in Fahrt. Für mich irgendwie trotzdem nicht ganz zu erklären dieses Zögern und Zaudern.


    Was ich bei Freiham echt mag ist dieser wirklich nahe Ausblick auf die Topographie des Molasse-Rückens der Aubinger Lohe, was schon eine besondere Situation in der sonst mega-flachen Schotterebene ist.

    a) Aus Enteignung ist in München noch kein Mensch wirtschaftlich schlecht gestellt worden.

    b) Wie viele profitieren vom Gartenstadtcharakter in der Großstadt? Ob es nicht doch die Mehrheit ist, die dadurch benachteiligt wird?

    c) Es geht auch nicht um die Gartenstadt per se sondern um Bereiche, die durch Gartenstädte eingenommen werden und einen erheblichen Nachteil der Gesamtstadt bewirken.

    Was noch fehlt ist die Verdichtung "in der zweiten Reihe". Das sind extrem attraktive Lagen und bisher nur ungenügend genutzt. Gerade auch am Knie entsteht wieder mal die Situation, dass sogar unmittelbar an die U-Bahn Station angrenzend frei stehende "Einfamilienhäuser" stehen.

    Gab es jemals einen schlechteren Kandidanten aus der Union als Laschet? Das generelle Problem in Deutschland wie auch in anderen Ländern ist das Verschwinden klarer Positionen. Alles zwischen Union,, FDP, SPD und Grüne ist ein mediengetriebener und von der Angst der Reaktion von Jungwählern getriebener Einheitsbrei. Daher bedauere ich die Verluste der Parteien am linken und rechten Rand auch wenn natürlich bezogen auf die Breite der (zumindest für mich teils untragbaren) Positionen dieser Randparteien eine Regierungsbeteiligung nicht denkbar ist.


    Ganz unabhängig von den Randparteien sehe ich weder in Jamaika noch in der deutlich wahrscheinlicheren Ampel das Potential für eine rasche positive Entwicklung. Das wird nach zig verschlafenen Merkel-Jahren zumindest in Bezug auf wirtschaftliche (z.B. Wettberwerbsfähigkeit, Infrastruktur) und soziale Kennzahlen (z.B. Ungleichheit, Bildung, Immopreise) erstmal weiter bergab gehen.


    Für die städtebaulichen / immobilienbezogenen Themen traue ich noch am ehesten der FDP und SPD die Schaffung von besseren politischen Randbedingungen zu. Grüne sind mir deutlich zu restriktiv und hysterisch, die Union einfach irgendwo in der 70er oder 80er Jahren hängengeblieben.

    hä? gehört nicht die Straßenverknüpfung mit den markanten Lichtmasten, weitläufigen Grünanlagen und Bäumen zum weiteren Ensemble des Olympiaparks? Halte ich für relativ schützenswert. Da gibt es zig andere Ort, die schüssiger nachzuverdichten oder grundhaft umzugestalten wären.

    Vieles verstehe ich nicht.

    a) Der ländliche Raum ist so attraktiv wie noch nie (nein, der ländliche Raum beginnt nicht erst in Marktredwitz).

    b) Dass sich Mobilität gegenüber dem verfügbaren Einkommen so dramatisch verteuert, ist absolut offen und aus meiner Sicht sehr unwahrscheinlich.

    c) München wird hochpreisig und daher wenig attraktiv für viele Immigranten bleiben. Es gibt keinerlei Anhaltspunkt zu einem grundsätzlichen Politikwechsel.


    Eine realistische Bevölkerungsprognose liegt langfristig nicht über 1 % pro Jahr. Dazu gibt es nicht einmal aus Städten Anhaltspunkte, die nicht wie München grundauf dem Wachstum skeptisch gegenüber sind - sondern sogar eine wachsende Stadt propagieren / zum Ziel haben (Wien, Madrid, alle französischen Städte).

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    München wird es weiter in den kommenden 50 oder 100 Jahren schaffen Wachstum so weit wie möglich fern zu halten. Nicht vergessen: Das Potential möglicher qualifizierter Zuwanderer aus Ost- und Südeuropa ist erschöpft. Die demographische Situation gibt auch perspektivisch keine großen Potentiale für Zuwanderung. Weltweit existiert ein Wettlauf um die immer geringer werdende Anzahl qualifizierter Zuwanderer. Dabei werden einige Länder in Ostasien von heute Auswandererländer in Einwandererländer transformieren. China allen voran. Daher erschließt es sich mir nicht, wie innerhalb der nächsten Dekaden bei dem gegebenen Preisniveau Millionen von neuen Einwohnern kommen sollen.

    Man braucht diese zwei Ansätze nicht gegeneinander ausspielen. Amsterdam, London, Paris oder Madrid werden sowohl sowohl innen verdichtet, die Ränder gefüllt als auch an entscheidender Infrastruktur wie etwas Bahnlinien grundhaft und einem gewissen Abstand zum Zentrum erweitert. Entlastungsstadt ist vielleicht ein wenig sinnvoller Begriff für das Marketing.

    Wir brauchen keine neuen Ideen. Es gibt zig Städte mit ähnlich dynamischem Hochlohnsektor, die immer noch Wohneigentum für die, die nicht in der Hochlohnbranche arbeiten anbieten können. Hier in München denkt man gerne, alles wäre unlösbar und etwas ganz besonderes, was es nur hier gibt.

    naja als fehlplanung sehe ich den heimeranplatz als Knoten nicht.

    1. Die S-Bahn Linie war Bestand. Da gab es kaum Alternativen als dort die ubahn zu verknüpfen.

    2. Auch mit der großen kleingartenanlage ist die Nutzung deutlich höher als am scheidplatz und Innsbrucker Ring.

    3. Na hat bereits im Büro Bereich ordentlich dazu gebaut. Und es wird perspektivisch noch mehr werden.

    Ich sehe von Baugrubensohle bis maximal ein paar Kellerwänden nicht und trotzdem sind 82 % der Wohnung bei 10.000 Euro pro Quadratmeter verkauft. Lage ist jetzt maximal Durchschnitt. Art der Wohnunganlage ebenfalls. Das läuft irre aus dem Ruder und unsere Stadtoberen grinsen und werden deppert wiedergewählt.

    Passt alles nicht zur großpolitischen Lage in Deutschland. Von je her war Deutschland geprägt durch eine Abneigung zur Metropole. Heute mit der Rückentwicklung auf eine kleinteilige ländliche Struktur und der fundamentalen Ablehnung gegen Wachstum ist dieser Trend wichtiger denn je. Die Metropole hat nur Bedeutung bei der Immigration von durch Großstadt geprägte Menschen. In den meisten Ländern der Welt ist die Großstadt immer noch das Ziel und der Idealzustand.