Beiträge von Isek

    Ob das Vorhaben nicht doch etwas aus der Zeit gefallen ist? Kultur passiert doch heute immer mehr dezentral. Nicht die wenigen großen Bühnen sondern viele kleine. Jeder kann sich vorstellen, was mit 700 Millionen Euro im Bereich der Kultur der Breite gemacht werden könnte. So ist es eine Ikone die da entsteht mit Nutzen für die Spitze der bereits etablierten Kunst. Andererseits könnte man mit 700 Millionen sicher die komplette Innenstadt autofrei halten und zig Trambahnlinien bauen. Oder Tickets für 365 Euro pro Jahr subventionieren. Auch wenn münchen Ikonen fehlen, weiß ich nicht, ob ich dafür gestimmt hätte.

    Mit diesen Zahlen lassen sich nur mit Zahlenblinden Politik machen. Wir müssen bei der Mobilitätswende in anderen Größen denken. Und das wird in München nur teilweise una selbst dann nur an 150 Tagen im Jahr mit dem Radverkehr gelöst werden. Aber klar: von fahreadfreundlich ist München noch weit entfernt.

    Die Stadt sollte v.a. mal die Geothermie mitsamt Fernwärme vorantreiben oder Solaranlagen auf stätischen Gebäuden. Und sich zb nicht um die Stromerzeugung mit Windparks in der Nordsee kümmern.

    Am HKW Süd entsteht zumindest für diesen Typ die größte Geothermie Anlage Europas vermutlich auch der Welt. Problem bei Geothermie ist der mittlerweile ebenfalls wachsende Widerstand besorgter Bürger (Erdbeben) und Umweltschützer (Fracking, Eingriff ins Grundwasser). In Poing wurde eine relativ große Anlage wegen Erdbeben gestoppt. In Eichenau erst gar nicht angefangen.

    glaub ich nicht, dass die Arbeiter aus Osteuropa stark wegen Corona eingeschränkt sind. Nach meinen Kontakten konnten die ihre Sommer und Weihnachtsurlaube machen.


    Engpass in München allein ist Bauland mit willingen Projektentwickler / Realisierung. Meist ist das Bauland gar nicht da und nicht selten ist das Bauland zwar da, aber die bei Weitem höchste Umsatzrendite wird durch Warten bei laufenden Preissteigerungen erzielt.

    Abgesehen von diesem Pauschalvorwurf:

    Ich lese aus deinen Ausführungen bislang auch nur deine subjektive Meinung heraus, aber keine Fakten. Daher kann ich die vehemente Ablehnung einer schlichten Untersuchung nur bedingt nachvollziehen. Oder weißt du doch mehr und kannst Unstimmigkeiten innerhalb der bereits vorliegenden Untersuchungen benennen bzw. darlegen warum Bus, Tram, U- und S-Bahn definitiv besser als Seilbahnen oder andere potenzielle neue Systeme sind und auch bleiben werden?


    https://www.mvg.de/ueber/mvg-p…ilbahn-fuer-muenchen.html

    Ich werde mich nicht um Fakten kümmern können. Wenn ich mal 15 Minuten am Tag Zeit habe das Forum zu lesen, ist das schon eine Menge. Die Frage ist, wie diese Fakten gewonnen werden könnten. Da würde mir Google nicht helfen können. Dazu bräuchte es eben diese Studien, die aber genau aus den genannten Gründen von grundauf ihre Schwächen haben.


    Aber gut. Baut die Seilbahn. Freut euch und das reiche München wird damit sicher auch nicht mehr Probleme bekommen als bisher. Die MVG bekommt eine tolle neue Abteilung mit super tollen neuen Mitarbeitern. Ein paar Firmen aus Österreich freuen sich und vor meinem Fenster wird ja keine Seilbahn geplant.


    Was ich trotzdem nicht verstehe ist in dieser Sache das komplette Ausblenden der Optik. Wenn die Stromtrassen durchs Land geführt werden oder Funkmasten gebaut werden - Riesenproblem. Wenn eine Brücke gebaut wird - Riesenproblem. Die Oberleitung der Tram durch den Englischen Garten - Gotteslästerung! Von Hochhäusern sprechen wir gar nicht. Aber die Masten mit den Seilen einer Seilbahn sind natürlich wieder supertoll. Vieles ist halt schon von Ideologie getrieben. Leider nimmt das auch immer mehr zu.

    Ein Kosten/Nutzen Vergleich ist selbstverständlich und betrifft sämtliche Investitionen. Inwiefern das jetzt per se ein Argument gegen potenzielle neue Systeme ist, erschließt sich mir nicht.

    Gehst du davon aus, dass eine Kosten-Nutzen Analyse nur von reiner wissenschaft und objektiven Zahlen abhängt? Selbst wenn man nicht grundhaft an diesem Instrument zweifelt, sollte man zumindest die politischen und gesellschaftlichen Randbedingungen beachten. Meinst dass das Ergebnis einer Kosten-Nutzen Analyse zum Neubau eines Atomkraftwerks in Deutschland und Frankreich zumindest ähnlich ausfällt? Ich glaube, die Ergebnisse werden ziemlich diametral konträr sein. Das Beispiel ist sicher extrem gewählt, aber auch in Bezug auf Seilbahn und Münchne: Wenn man jetzt Seilbahnen in den Wahlprogrammen der Grünen und der SPD liest, dann ist das zumindest ein starker Indikator, dass auch eine Kosten-Nutzen Analyse zu einem für die Seilbahn positiven Ergebnis kommt. Was glaubst, was man alles passend hinrechnen kann.. unendliche Möglichkeiten und keiner kapierts.

    Aber du nennst im Beispiel gut die entscheidenden Punkte:

    Ja, es gibt ganz wenige Stellen in Münchnen wo die Seilbahn Zeitvorteile bringen kann. Dieser zugegeben auch geringe Vorsprung hängt davon ab, wie eine Tram oder ein Bus geführt wird (neue Trasse, separate von Autos getrennte Wege...) und ob diese Verkehrsteilnehmer nicht doch eine Bevorzugung an Ampeln bekommen.


    Für mich erscheint das ziemlich konstruiert, als ob man irgend einen Aktionismus zeigen muss. Vollkommen unnötig. Konzentriert die Ressourcen auf die bewährten Träger Bus, Tram, U- und S-Bahn und verbessert diese (neue oder bessere Linienwege, bessere Informationen, mehr Autoamtisierung, größerer Fuhrpark, konzentration auf wenige Typen an Fahrzeugen, bessere Signaltechniken, Bahnsteigtüren usw. usw.).


    Die Seilbahn hat schon auch ihre Relevanz. Dazu gibt es in einigen nextrem dicht bebauten Hanglagen von Großstädten in Südamerika gute Beispiele. Da würde ich jetzt nicht an eine Tram denken, vor allem wenn diese Großstadt noch keine Tram besitzt.

    Jedes neue System wird erstmal sehe viel aber auch dauerhaft zusätzliche Ressourcen binden. Das muss gut überlegt sein, ob das Geld der Abteilung Seilbahn der SWM mit Direktor, leitenden Ingenieuren, Verwaltung bis hin zu Werkstätten gerechtfertigt investiert ist oder ob dafür besser 30 km Trambahn auf neuen Linien betrieben werden.

    Wir haben in München mit 3 verschiedenen schienengebundenen Systemen (U-/S-Bahn und Tram) doch schon längst mehrere Systeme. Warum soll das keinen Sinn machen?

    Keine weiteren Systeme meine ich. Hatte ja den Bus, die Tram, U- und S-Bahn in meinem Posting genannt. Diese 4 Verkehrsträger eignen sich bestens für alle Anforderungen in München. Die Nachteile der Einführung eines neuen Systems überwiegen doch klar, wenn man die Effizienzverluste durch fehlende Erfahrung und den zusätzlichen kostenintensiven Wasserkopf nur als Beispiele nimmt. Hätte München so wie Hamburg keine Tram, so würde ich für deren Einführung stimmen. Hätte München eine aufregende Topographie, dann fände ich eine Seilbahn interessant. Usw.

    Für eine Stadt wie München macht es natürlich gar keinen Sinn auf 2 oder mehr Systeme oder auch mehrere Betreiber zu setzen. Bei global betrachtet systemrelevanten Großstädten ist das wieder anders. Hier mag es sein, dass man das Risiko streuen will und parallel Wissen aufbaut. Im Fall München bin ich auch strikt gegen diese Spinnereien von Magnetbahnen oder Seilbahnen. Bleibt bei Bus, Tram, U- und S-Bahn und gut isses. Damit deckt die Stadt wirklich jeden denkbaren Bedarf ab! Wenn Innovation dann in Richtung autonomes Fahren, Informationsfluss und Vernetzung stecken. Und auch an den Preis und die Wirtschaftlichkeit denken (Reduzierung Wasserkopf MVG/SWM, billigere und gleichzeitig bessere Technik). Der Preis der MObilität sollte nicht in der Breite steigen. Es reicht, wenn die Treibstoffe für Verbrennungsmotoren teurer werden. Der Rest der Preise sollte bei gleicher Wertschöpfung, gleichbleibendem Wirtschaftssystem und damit gleichen Löhnen mehr oder weniger nicht steigen.

    Sehr kompakt und ansprechend.

    In richtigen Metropolen, in denen eine Linie so viel Fahrgäste hat, wie in München das ganze Netz hat jede Linie separat so ein Depot. Oft sind die Linien auch gar miteinander verbunden oder es werden unterschiedliche nicht miteinander kompatibele Systeme gefahren.


    Jetzt müsste nur noch diese ultralockere Bebauung im Süden aufgegeben und durch ordentliche Dichte ersetzt werden.

    Friedenheimer: 18.000

    Laimer Röhre: 24.000

    Die Paul-Heyse Unterführung ist leider nicht explizit mit Zahl versehen, dürfte aber bei ca. 20.000 Fahrezugen liegen.

    Friedenheimer schätze ich höher belastet ein. Mir kam es vor, dass dort der Verkehr sehr spürbar zugenommen hat.

    Paul-Heyse solle aber schon deutlich über der "Laimer Röhre" oder Friedenheimer liegen.

    ^^

    Abwarten, abwarten. Es kann sich in die eine wie auch in die andere Richtung bewegen. Freiham war ein positives Beispiel. Darüber hinaus stellt langfristig die aktuell geplante Stadterweiterung nicht das Ende dar. Da geht es noch weiter nach Osten. Die Weichen der Politik stehen jedenfalls hinsichtlich Stadtentwicklung noch vergleichsweise gut. Die CSU wird in München nie mehr wieder Fuß fassen. Selbst auf Landesebene sehe ich eine Ära zuende gehen. Die Grünen (oder im Fall Land die FW) werden neue Restriktionen durchsetzen. In Bezug auf stadtplanerische Aspekte sind diese Einflüsse jedoch deutlich besser als jeder Einfluss, der von der CSU kommen könnte.

    ^^

    Die Strahlkraft der Isar wirkt definitiv aber nur bis maximal in das Westend oder die Maxvorstadt. Alle Werte, die du beschreibst, sind für die Menschen abseits von 2 vielleicht 3 Kilometern bis zur Isar, zur noch marginal.

    ^^

    Gehört alles in den Biergarten.


    Und ja, ich nutzte diesen 14 km langen Naherholungsstreifen. Aber ist er wirklich derart stadtprägend? Für mich ist der Rhein in Köln, die Donau in Regensburg oder der Main in Frankfurt deutlich stadtprägender. Ob nun die Isar durch München fließt oder das Pendant an anderen Naherholungsflächen geschaffen wird, ist nahezu gleich. In den o.g. Städten rennen alle Besucher an das Wasser. In München sind Besucher von der Marginalität dieses größeren Gebirgsbaches eher überrascht. Die Isar bekommen die meisten nur auf dem Weg zum Deutschen Museum oder den Gasteig mit. Von der Mainbrücke aus macht in Frankfurt wirklich jeder ein Selfie. Oder Hohenzollernbrücke in Köln. Steinerne Brücke in Regensburg usw. Berlin wird wirklich vom Wasser geprägt, macht aber mir nicht derart bekannt so ein Thema aus dem Wasser wie es München mit dieser wirklich winzigen Isar macht.

    ^^

    Insgesamt weiß ich nicht, was München an der Isar "so gefressen hat". Der Fluß ist weder an sich eine Ikone noch prägt er bis auf wenige Bereiche die Stadt. Für mich liegt die Stadt und der Raum in der Schotterebene, die auch durch einen vergleichsweise kleinen Fluss durchquert wird. Die Würm fließt genauso da durch.

    Man sollte Wachstum auf Kosten von Flächen grundsätzlich nicht negativ entgegen stehen. Es gibt schon genug Puzzelstücke, die zu dieser Verknappungspanik geführt haben, die den Brennstoff für den mittlerweile absurden Markt München liefert. Daher warne ich vor der negativen Thematisierung, wenn von den 300 Quadratkilometern im Osten Münchens 3 Quadratkilometer mit Gewerbe wie auch immer üppig bebaut werden. Diese Diskussion hier spielt prima den Fundamentalisten gegen jede Veränderung entgegen und führt zu einem nicht mehr kontrollierbaren Markt, den nur die stärksten und die von der Politik geschützten überleben werden. Ich appelliere im Kontext der Größe der Stadt und der Größe des Raumes zu Verhältnismäßigkeit. Wenn wir in München bei 5 % der Fläche Atlantas oder Melbournes angekommen sind, lass uns das wieder steuern.

    Wie gesagt: der Flächenverbrauch im Raum München ist selbst im europäischen Vergleich bezogen auf Einwohnerzahl und Wirtschaft sehr sehr moderat. Da reicht eine kurze Rechere in Google Maps Satellitenfotos. Ich halte den Flächenverbrauch für ein geringes Problem. Viel geringer als das Fehlen einer identitätsstiftenden und funktional sowie optisch ansprechenden Stadt- und Raumplanung, das langfristige Verhindern sozialer Brennpunkte, die Sicherstellung guter plus günstiger Mobilität und die Lösung der Frage zu: Wie bekommt man die Mittelschicht mit Familie in passendem Wohnraum unter?

    Was ich an der Entwicklung in diesen östlichen Vorortgemeinden sehr positiv finde: Es gibt keine Fundamentalpositionen gegen Wachstum und Bauern, die ihr Land verkaufen. Dazu kommen Verwaltungen, die anscheindend relativ zügig arbeiten und Ansiedlungen interessant halten. Es wäre gut, wenn auch Raum für Wohnungen entwickelt würde. Wobei damit die Gemeinde natürlich mehr Infrastruktur zur Verfügung stellen muss. Bei Gewerbe ist das noch ziemlich einfach.