Beiträge von Isek

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    Also werden grob über den Satelliten heute 10 - eher 12 Millionen Pax p.a. abgefertigt? Zusammen mit dem T-Stiel wären das dann 22 Mio. oder sogar 25 Mio. Pax p.a. möglich, was schon alleine einen eigenen kleinen veritablen Flughafen darstellt.

    Die Generalsanierung so wie in vielen nördlichen Abschnitten seit Jahren gemacht wird und weitere große Abschnitte kommen werden, entspricht quasi dem (entsprechend 4-streifigen) Neubau nur baubetrieblich aufwändiger: Zunächst wird der Verkehr auf 3 + 1 gesetzt und der Standstreifen provisorisch erweitert - vor allem die Anschlussstellen passend provisorisch geändert. Dann kommt 0 + 4 und der komplette Abbruch und Neubau einer Richtungsfahrbahn. Da wird ALLES grundauf vom Planum weg einschl. Entwässerung neu gemacht. Dann geht der Verkehr auf 4 + 0. In dieser Konfiguration läuft der Verkehr über die gegenüber alt nicht unerheblich breitere (tippe mal auf ~ 1,5 m) Richtungsfahrbahn. Gleiches Spiel: Rückbau und kompletter Neuaufbau. Je nach Abschnitt kann diese Prozedere 2-3 Jahre dauern. Wenn dann die Brücken noch zu ersetzen sind (50 Jahre +), dann kann eine Erweiterung von 2 + 2 auf 3 + 3 trotz der genannten aufwänderigeren Genehmigungsverfahren interessant sein. Vor allem dann, wenn der Verkehr die 80 Tausend Kfz / 24 Std. überschreitet.

    Zum Thema Kritik Verkehrspolitik in Bezug auf Bahnausbau. Kein europäisches Land bis auf den Transfer über die Alpen oder den Kanaltunnel schafft es, dass die Bahn für den Güterverkehr recht viel besser aufgestellt als Deutschland. Daher vermute ich stark, dass es "in der Sache selbst liegt". Es bedürfte demnach tiefgreifende Markteingriffe, um den einzelnen LKW auf die Schiene zu bringen. Ich bezweifle, dass sich derartige Markteingriffe Europa und insb. Deutschland gegenüber dem Wettbewerbsdruck aus dem nichteuropäischen Ausland leisten kann.

    Soweit bekannt. Aber im gleichen Maß wie Hunderttausende neu nach Wien ziehen, müssen auch Arbeitsplätze geschaffen werden. Und da fehlt mir aktuell noch die Vorstellungskraft, wie Wien jedes Jahr konstant bleibend 25.000 neue Einwohner „versorgt“. Auch dort sollte zumindest ab einem bestimmten aber für die Wertschöpfung und damit das Steueraufkommen entscheidendem Niveau des Arbeitsplatzes Druck durch die KI/AI Revolution herrschen.

    Ich bin ja eher ein Rad-Freak. Aber erkennbar ist ja durchaus, dass München im Vergleich zu seiner Größe keine üppige Straßeninfrastruktur besitzt. Wenn ich aus beruflichen Gründen unweigerlich mit dem Auto Beziehungen zwischen A und B in der Größe von 20 km fahre und eigentlich regelmäßig in den Zeiten von 7:00 bis 9:00 Uhr oder 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr 1 Stunde brauche, ist das nach meiner Einschätzung durchaus wirtschaftsschädigend.

    Was die A92 angeht: Die Fahrbahn ist durch und so wie ich es vermute auch die Entwässerung bzw. diese entspricht nicht mehr den modernen Vorgaben. Gleiches gilt sicherlich auch für viele Brücken. Daher ist die Generalinstandsetzung (so wie viele andere Teile der A92) in jedem Fall erforderlich. Ob man dann 1:1 die zwei Fahrspuren je Richtung baut oder drei ist rein auf die Kosten bezogen eher untergeordnet. Vorteil von 2x3 Fahrspuren ist in jedem Fall, dass man sehr gut eine Fahrbahn außer Betrieb setzen kann und 2x2 Fahrspuren ohne extrem beengte Verhältnisse auf eine der beiden Fahrbahnen setzen kann. Aber klar: die genannten 70.000 Kfz/24 Stunden sind auch noch für 2x2 bewältigbar. Bei Unfall oder Baustelle hat 2x3 aber deutlich mehr Puffer.

    Güterverkehr auf die Schiene? Dieses Thema gibt es seit 40 Jahren. Ich sehe kaum Fortschritte. Mehr Zwang würde auch hier zu wirtschaftlichen Nachteilen führen. Und wenn es die Politik nicht schafft, die ganz klar auf der Hand liegenden Projekte wie den Brennerzulauf zu realisieren, dann brauchen wir über eine echte Systemänderung nicht träumen.

    Was meinst du mit Wohngebieten? Eine Durchbindung der A92, wenn sie heute gebaut werden würde, wäre sicherlich zu 80% im Tunnel. Und wenn die A92 in den 60er oder 70er Jahren gebaut worden wäre, dann würde sie so aussehen, wie heute die A9 oder A95 oder A96 innerhalb der Stadt . Nicht schön aber wir hätten uns alle daran gewöhnt.

    Ich wundere mich, dass das doch unter den Randbedingungen recht ähnliche Wien derart stark und konstant wächst. Grundsätzlich kann ich mir nicht vorstellen, dass z.B. die Entwicklung am Arbeitsmarkt in Wien so viel besser ist als in München.


    Grundsätzlich wird es viele Anpassungen geben müssen, wenn Deutschland in der Breite und selbst Städte wie München schrumpfen werden. Was aktuell schon auffällt: Kindergartenplätze werden immer häufiger beworben. Hier in der PGA wären 3 weitere Kindergärten vorgesehen. Dabei laufen die 3 bestehenden Kindergärten in Summe maximal bei 50% der möglichen Belegung

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    Es wäre ja durchaus interessant zu wissen, wie im Fall einer Durchbindung der A92 auf die Landshuter Allee die Verkehrsströme wären. Vor allem der Mittlere Ring Nord sollte eine kräftige Entlastung erfahren. Anteilig dann natürlich auch die A9. Dass ingesamt zumindest etwas mehr Autoverkehr entstehen würde, mag gut sein.

    Wie gesagt: Hohe Grundwasserstände sind für einen großen Anteil an Bauvorhaben Planungsgrundlage und es gibt je nach Umfang des Eingriffes vielfältige technische Möglichkeiten dem zu begegnen. Auftriebssicherung, Bauwerksabdichtung, Minimierung Eingriff in die Grundwasserströmung.. Alles Standardaufgaben für Architekten und Ingenieure die so schon an zig anderen Stellen in München gelöst wurden.

    Von einem technischen Standpunkt aus verstehe ich die eingeworfenen Argumente zum Thema Grundwasser nicht. Ich arbeite gerade an einem sehr großen Gebäude mit Bemessungswasserspiegel 0,5 m über Gelände bei angrenzendem FFH-Gebiet und daraus folgenden sehr hohen Anforderungen an den Schutz des Grundwassers. Nach der aufgeworfenen vermutlich politisch motiverten Logik dürfte eine Entwicklung in den Niederlanden und an zig Orten in Deutschland und sogar in Oberbayern unmöglich sein. Der Flughafen MUC hätte so niemals gebaut werden können.

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    Es ist ja gewissermaßen ein Paradox: Auf der einen Seite freut man sich über 4.000 neue Arbeitsplätze bei Apple, weiß jedoch, dass diese das drängenste Problem der Stadt hin zu weiter steigenden Wohnkosten verschärfen. Am Ende ist es eben doch auch von Seiten der Stadt eine Abwägung: Nimmt München am großen weltweiten Rennen um die fähigsten teuersten Firmen teil oder eben nicht.

    Die Situation erinnert mich irgendwie an die schreckliche Geschichte des S-Bahn Haltepunkts Berduxstraße. Nur dass hier wie genannt das Gebiet auch ganz ohne S-Bahn DEUTLICH besser erschlossen ist als die Mausefalle an der Berduxstraße, wo sich der Pendelbus im 20 Minuten Takt nach Pasing manifestiert hat. Stellplatzschlüssel von 0,5 wäre ein echter Fortschritt!