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    Bitte unterlasse doch deine Anspielungen von wegen "bemäkeln" und "zu faul"!

    Ich habe mir in meinem obigen Beitrag einige Mühe gemacht und mit meinen Verlinkungen das Internet bemüht um meine Sichtweise zu verdeutlichen.

    Ich habe dir zu meiner Erklärung eine PN geschickt und hoffe wir diskutieren hier im Forum nur noch anhand von Fakten und Meinungen und nicht mehr mit persönlichen Angriffen und herablassenden Seitenhieben.

    Gruß, Jockel

    Bitte nur zitieren wenn es Sinn macht. Danke
    Bato

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ...Aber mal ehrlich, sonderlich schön war die Info-Box nicht. Die Info-Box sah aus wie ein überdimensionierter Wohncontainer für Bauarbeiter. Ich wünsche mir, daß der Leipziger-Platz endlich fertig wird. Dazu bedarf es keines Provisoriums in der Platzmitte.

    Ich fand die InfoBox als eine der innovativsten Architekturen überhaupt und eines der sehr wenigen Beispiele für dekonstruktivistische Architektur, neben dem Anbau des Jüdischen Museums, in Berlin. Und sie war sehrwohl schön!

    http://www.alexcoulombe.com/architecture/portfolio/infobox.htm

    https://www.competitionline.com/upload/images/…dc0882ecd_1.jpg

    Ansonsten, wie kommst Du darauf, dass die Platzmitte ein Provisorium sein soll? Das ist sie keineswegs, sondern bewusst gestaltete Stadtlandschaft, aus einem Wettbewerb des Senats als Sieger hervorgegangen. Ich mag solche Äusserungen nicht weil sie die gestalterische Arbeit anderer, disqualifiziert.
    http://www.landschaftsarchitektur-heute.de/themen/berline…arks/details/69

    Einmal editiert, zuletzt von Camondo (6. Mai 2015 um 08:41)

  • Echter Berliner
    Muss man denn jetzt Dankbar sein, dass das Haus Huth nicht abgerissen wurde? Es ist in dieses und das Esplanade sind in der Ecke schon genug an Kontrast und Verrücktheit. Außerdem scheint sie in das südwestl. Grundstück reingeragt zu haben oder ihm zumindest sehr nahe gekommen wäre. Was war daran innovativ oder dekonstruktiv? Ist doch nur ne Rote Kiste auf Beinen, die im Wege stünde. Mit dem Jüd. Museum oder dem Centre Pompidou könnte sie wohl kaum mithalten. Und wo steht, dass man hier oder wo anders in der Stadt Dekonstuktivismus braucht oder will? Immer diese verzweifelte Effekthascherei. Hat Berlin das nötig? Such dir doch ein passendes Disneyland.

    Die Magnetbahn wäre cooler gewesen :D. Die hätte man dann bis zum Reichstag weiterführen müssen. Schön touristisch, wie im Vergnügungspark.

    War nicht mal die Rede davon, dass das Grundstück einen luxemburgischen Eigentümer hat? Spielt letztendlich keine Rolle, aber...

    Zum Thema Platzgestaltung bleibe ich bei meiner Meinung. Die Pflasterung müsste nicht nach hist. Vorbild erfolgen, sondern ruhig kreativ mit irgendwelchen kreativeren oder geometrischen Mustern, wie hier in Madrid bzw. hier oder hier in Lissabon. Die Bäume und Lampen könnte man dann in das Muster integrieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Ben (6. Mai 2015 um 08:54)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ansonsten, wie kommst Du darauf, dass die Platzmitte ein Provisorium sein soll? Das ist sie keineswegs, sondern bewusst gestaltete Stadtlandschaft, aus einem Wettbewerb des Senats als Sieger hervorgegangen. Ich mag solche Äusserungen nicht weil sie die gestalterische Arbeit anderer, disqualifiziert.

    Mensch Camondo! Nicht die Platzgestaltung habe ich als Provisorium bezeichnet, sondern die Info-Box! Würde die Info-Box dort stehen, wäre Sie das Provisorium. Ich habe nicht die Gestaltung des Platzes als Provisorium bezeichnet. Ich habe gesagt, dass sich bei Existenz der Info-Box ein Provisorium in der Platzmitte befinden würde. Und dieses Provisorium wäre die Info-Box (NICHT die Platzgestaltung)

    Auf die von dir interpretierte Weise würde mein Beitrag überhaupt keinen Sinn machen. Der von mir geschriebene Satz steht in Zusammenhang zur Info-Box, NICHT in Zshg. zur Platzgestaltung. Und ich finde, dass ich es auch sauber formuliert habe. Diese überflüssigen Diskussionen um Kaisers Bart gehen mir mächtig auf die Nerven.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ...Nicht die Platzgestaltung habe ich als Provisorium bezeichnet, sondern die Info-Box! Würde die Info-Box dort stehen, wäre Sie das Provisorium. Ich habe nicht die Gestaltung des Platzes als Provisorium bezeichnet….Und ich finde, dass ich es auch sauber formuliert habe.

    Sorry aber du hast nicht sauber formuliert. Du sprichst von einem Provisorium in der Mitte des Platzes. Die InfoBox war aber in der südwestlichsten Ecke plaziert. Weil das für mich keinen Sinn machte dachte ich du meinst die Platzgestaltung im Inneren. Immer schön cool bleiben hier.:cool:

  • Ich kann die Kritik an der Platzgestaltung auch nicht nachvollziehen.
    Es gibt kaum Unterschiede zur historischen Gestaltung.

    Es fehlen der Zaun und die Torhäuser und die Vegetation ist noch kleiner und verzichtet auf Buschwerk.

    Die Gesamtwirkung ist bei genauer Betrachtung gleich.


    Einige Forumsteilnehmer, speziell die Verfechter historischer Ansichten, vergessen das Fotos immer eine idealisierte Sicht zeigen. So ein abgesperrter Platz ist sicher nicht so toll, gerade wenn man entlang der Achse schaut und der Zaun dann als dichte Mauer wirkt. Heutige Nutzungen sind oft auch gar nicht mehr kompatibel mit der alten Gestaltung.

    Daher liebe ich Filme wie "Berlin-Sympfonie einer Grossstadt", die holen einen auf den Teppich, da man erkennt wie Berlin wirklich aussah, an einigen Ecken vielfältiger aber nicht unbedingt schöner.

  • Living in a box

    Dekoratives Anführungszeichen

    Echter Berliner
    Muss man denn jetzt Dankbar sein, dass das Haus Huth nicht abgerissen wurde?

    Ja.

    Aus heutiger Sicht wäre die Box ein Pluspunkt. Gerade weil der Platz so langweilig ist. Aber auch mit schönen Fassaden wäre es ein angenehmer Kontrast. Du hast recht, daß Berlin kein Kuriositätenkabinett sein soll.

    Genau deshalb befürworte ich eine solche Infobox nicht auf dem Pariser oder Alexanderplatz.

    Auch der Potsdamer Platz hat seine Gadgets: Mauerteile, Urampel.

    Immer locker bleiben. Ich will so eine Infobox nicht vor der Alten Nationalgalerie. Obwohl. Sähe bestimmt kultig aus. :)

    Die Box ist nun mal ein hoch symbolischer Ort. Sie verkörperte die Aufbruchstimmung der 90er Jahre. Ich fände sie cool, und der Hinweis auf Disney und Kuriositäteninflation sticht nur, wenn solche Ansätze überhand nähmen. Das sehe ich aber nicht, zudem ist die Box nicht irgendein spinnerter Künstlergag, sondern reales Bauwerk der 90er.

    Die ganz Diskussion wird ohnehin nur deshalb geführt, weil der Platz mißlungen ist. Hätte man von Beginn an auf mehr historisierende Elemente wie am Pariser Platz gesetzt und die Torbauten rekonstruiert, würde heute niemand nach der Infobox rufen.

    Ironischerweise wäre sie gerade bei einem solch gelungenen Platzszenario ein schöner Kontrast. :)

    Es lebe die Infobox. Und das Inforadio.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Aus heutiger Sicht wäre die Box ein Pluspunkt.

    Wir leben heute in einer Zeit, in der das Stadtschloss (als Humboldtforum) rekonstruiert wird.

    Vielleicht kommt in 40 oder 50 Jahren die Rekonstruktion der Info-Box? ;) (nicht ernst gemeint, aber ich kann mir diesen Aufhänger einfach nicht verkneifen)

  • Import aus Schloß-Thread:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Dies auch an diejenigen, die am liebsten die Rote Box am Leipziper Platz Platz gerne wieder hätten: Man sollte für solch temporäre Bauten nicht zuviel nostalgische Gefühle hegen. So toll und wichtig sie auch zeitweise sind (die Rote Box bot zu einer Zeit Infos als das Internet noch deutlich weniger verbreitet war), dauerhaft funktioniert so etwas nicht, da das "einmalige Erlebnis" eben nicht wiederholbar ist.

    Ich bin nun auch kein Box-Fanatiker und probe den Box-Aufstand, aber du verkennst doch den Sinn der Infobox, wie unsereins sich das vorstellt. Natürlich ist der alte Sinn der Box Makulatur. Es geht eben nur noch um den Symbolwert, das Einmalige. Die Box wäre eine Feier des Aufbruchs, der Freude über den Wiedergewinn von Stadt. Eine Reminiszenz an vergangene Tage, auch ein Stück Wehmut und Andenken an das alte Berlin nach der Wende.

    Und in der Box gibt es natürlich keinen Internetanschluß. :) Da gibt es ein Restaurant, eine Ausstellung über die alte Baustelle Potsdamer und Leipziger Platz, über die einzelnen Phasen des Wiedergewinns. Leider gibt es da am Leipziger Platz leider nicht so viel zu freuen.

    Kurzum: Man könnte solch einer Box durchaus neues Leben und neuen Sinn einhauchen. Und sie sähe tatsächlich kultig aus, wie ich mir noch mal versicherte, als ich auf einen Link hier klickte.

    Die Box macht jedenfalls mehr her als die Humboldtbox und würde auch weniger etwas Wertvolles verdecken und stören. Es ist ja auch nur ein Gedankenspiel. Wie so oft war man sich damals nicht bewußt, was die Box für ein Kultgegenstand sein könnte und würde, ähnlich wie bei der Berliner Mauer. Heute ist man klüger.

    Die Box wäre also logischerweise nicht zur Baustelleninfo da, sondern für Amüsemong und Historie. Die Berliner könnten sich ein Stück weit dort selbst feiern. Wäre bestimmt eine coole Location. Die Anrainer wären bestimmt stolz drauf. Den Checkpoint Charlie bracht man ja heute auch nicht mehr, außer als Symbolort.

  • Ein paar Bilder vom Leipziger Platz, den ich recht gelungen finde. Es wäre doch sehr schade, wenn Berlin diese so andere Ecke nicht hätte. Wann endlich kommt dort der Schlussstein in der Nordwestecke? Irgendwann sollte man den Platz einmal ohne Baustelle betrachten können. Schließlich ist es nicht der Kölner Dom.

  • Mir ist schon vor ner Weile aufgefallen, dass die Stellen, wo die Lampen in der Rasenfläche waren mit Erde bedeckt wurden (man sieht es auf dem zweiten Bild). Ich habe jetzt nicht nachgebuddelt, aber wurden die vielleicht entfernt?

  • @ RR: Danke für die geradezu liebevollen Bilder! :daumen:

    Mir gefällt der Leipziger Platz - so wie er ist - durchaus gut und ich wundere mich immer wieder über die Kritik an ihm.
    Natürlich kann ich mir als Anhänger des historisierenden Bauens auch eine ganz andere Gestaltung vorstellen. ;)
    Aber unter der Vorgabe, das Achteck modern zu gelstalten, ist etwas Respektables entstanden.
    Unter den modernen Plätzen ist er sicherlich einer der gelungensten.

  • ^ Ich schließe mich deiner Verwunderung und deinen positiven Eindrücken zum Leipziger Platz an. Eine historisierende Bebauung hätte meines Erachtens jedoch nicht zum Leipziger Platz gepasst, da diese in zu starkem Kontrast zur sehr modernen Bebauung des in Sichtweite befindlichen Potsdamer Platzes und des Daimler-Areals gestanden hätte. Historisierende Architektur gibt es doch auch an anderen Ecken in Berlin, wo sie auch wesentlich besser in das Gesamtgefüge passt.

  • Das verstehe ich nicht - der Kontrast zwischen dem achteckigen Platz mit historisierender, vielleicht gar fassadenrekonstruierter Randbebauung vor den Hochhäusern am Potsdamer Platz hätte ebensogut auch einen reizvollen Kontrast abgeben können, wie ihn die Verfechter der modernen Architektur im historischen Umfeld doch auch nicht müde werden zu propagieren.

  • ^ Da gibt es nicht viel zu verstehen oder nicht zu verstehen... letztendlich ist das eine Geschmacksfrage; tut mir Leid, falls das als Darstellung einer objektiv feststellbaren Tatsache rübergekommen ist. ^^ Dass eine historisierende Bebauung durchaus auch hätte gut aussehen können, will ich nicht abstreiten; ich halte dennoch eine moderne Bebauung für die bessere Wahl.

    Übrigens, meinst du mit "Randbebauung" hier konkret eine Bebauung bis an die Leipziger Straße? Das wäre mM nach keine gute Idee, da dadurch der Charakter dieses in Berlin so einzigartigen Platzes (der dann keiner mehr wäre) zerstört würde.

  • Wenn er mit Randbebauung eine Bebauung bis zur Straßen gemeint hätte, wäre da wohl kaum Fassaden zu rekonstruieren, weil dort nie etwas stand.

  • Ich bin hier auch Deiner Meinung. Das Areal PDP/LPL. ist vorwiegend modern bebaut. Da macht es durchaus mehr Sinn neue Bauten in dieser Stillinie fortzuführen.

    Allerdings hätten einzelne klassische Bauwerke sehrwohl umzingelt von neuen und modernen Varianten ihren Reiz. Siehe NYC Downtown. Dort sieht man vielerorts neben den ganzen Wolkenkratzern und großen Büroblöcken das ein oder andere klassische Bauwerk. Das Naturkundemuseum oder die NY public library z.B. Das wirkt dann exrtem hochwertig, wie ein Meilenstein inmitten des ganzen Trubels. Geht sehr gut zusammen.

    Mfg.

  • ^ Das kommt immer auf den konkreten Fall an; in London gibt es dafür wiederum so einige Negativbeispiele, die Assoziationen mit dystopischen Cyberpunk-Visionen wecken. Ich stimme dir jedoch zu, dass sich die eine oder andere historische Fassade hier durchaus nicht schlecht gemacht hätte; die moderne Bebauung in der Umgebung ist auch nicht massiv oder dicht genug, um die hypothetische(n) Rekonstruktion(en) zu erdrücken.

  • Natürlich ist sie das nicht. Wenn die public library in NYC schon nicht erdrückt wird, dann wird bzw würde in Berlin, egal wo ,sowie kein theoretischer historischer Neubau oder Reko erdrückt werden.