Bauprojekte im Gallus

  • Frank an der Frankenallee

    Letztes Update war vom 30.03.2012. Inzwischen sind fast alle Gebäude in Bau. Nur dort, wo zur Zeit auf der Flörsheimer Straße die Baustellenzufahrt liegt, gibt es noch eine Rampe in die Baugrube (und keine Fundamente). Die Bilder sind von letzter Woche - im einzelnen:


    Blick von der Frankenalle in die Kriegkstraße. - Zu sehen ist, dass die Gebäude in der Kriegkstraße nach hinten versetzt sind. Sieht auf ersten Blick etwas merkwürdig aus:




    Blick von der Ecke Frankenallee/Flörsheimer Straße nach Osten. - Der Bodenaushub, der hier zwischenzeitlich gelagert wurde, ist verschwunden und es wird an der Bodenplatte gearbeitet:




    Blick von der Frankenallee in die Flörsheimer Straße. - Im Hintergrund ist bereits das Erdgeschoss in Bau, davor liegt die besagte Baustelleneinfahrt:




    Alle Bilder von mir.

  • Adler-Quartiere - Wohn- und Geschäftshäuser Kleyerstraße 33-45

    Das oben mehrfach erwähnte Projekt wird konkret: Im zweiten Halbjahr 2012 beginnt der Bau. Auszüge aus einer heutigen Pressemitteilung unten, neu ist unter anderem, dass es vier Bauabschnitte geben wird und die Bahn gleichzeitig das Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs um erstaunliche 40 Meter zurückbaut.


    [INDENT]Die Düsseldorfer PDI Property Development Investors GmbH hat den Bauantrag für den ersten Bauabschnitt der „Adler Quartiere“ eingereicht. Das aus der Insolvenz der Unternehmensgruppe Roland Ernst und der Philipp Holzmann AG stammende Areal liegt im Frankfurter Gallusviertel und wurde zu Beginn des Jahres 2011 von PDI erworben.


    Nach Erarbeitung eines Masterplans sowie intensiven und konstruktiven Abstimmungen mit den zuständigen Behörden der Stadt Frankfurt, wurde nun ein weiterer Meilenstein bei dem Großprojekt erreicht. Ein positiver Bauvorbescheid liegt bereits vor, die Finanzierung des Projektes ist ebenfalls gesichert.


    Auf dem zu den Adlerwerken und der Kleyerstraße angrenzenden Grundstück mit einer Gesamtgröße von ca. 18.700 m² sollen in vier Bauabschnitten insgesamt rund 50.000 m² BGF sowie eine 1-geschossige Tiefgarage entstehen. Das Gesamtkonzept sieht nach den Plänen der Architekturbüros HPP und RKW aus Düsseldorf neben ca. 430 hochwertigen Mietwohnungen mit großzügigen Terrassen und Balkonen auch eine Kindertagesstätte im Erdgeschoss vor. Der Wohnungsmix umfasst zahlreiche Wohnungstypen wie Townhouses, Roofhouses und Geschosswohnungen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 120 Mio. Euro. Energetisch wird der KfW 70 Standard erreicht. Eine Vorzertifizierung nach DGNB wird zusätzlich angestrebt.


    Der Baubeginn für den ersten Bauabschnitt ist für die zweite Jahreshälfte 2012 geplant, die Fertigstellung wird voraussichtlich im II. Quartal 2014 erfolgen. Neben 107 Mietwohnungen wird in diesem Bauabschnitt auch eine Kindertagesstätte auf ca. 900 m² Fläche integriert. Der Betreiber steht bereits fest. In der Tiefgarage werden 113 Stellplätze für Wohnungen und Kindertagestätte zur Verfügung stehen.


    [...] Die an das Gesamtareal angrenzenden Gleisanlagen der Deutschen Bahn werden derzeit um 40 m zurückgebaut und somit die Wohnqualität des Standortes nicht beeinträchtigen.[/INDENT]


    Die IZ präzisiert den Baubeginn auf Spätsommer 2012. Das es nun nur 430 Wohneinheiten statt der anfangs genannten 600 werden, liegt laut IZ-Artikel daran, dass mehr Großwohnungen gebaut werden. Die Fläche von insgesamt 50.000 m² BGF entspricht der anfänglichen Planung.



    Grafik: PDI Property Development Investors GmbH

  • Frank an der Frankenallee

    Nach vier Wochen wieder ein Update: Auf den ersten Blick keine großen Fortschritte im Einzelnen, aber in Summe ist das Projekt deutlich vorangekommen.


    Blick von der Frankenallee in die Kriegkstraße. - Nach meiner Kenntnis haben die Gebäude (mit Ausnahme des Eckhauses) ihre Endhöhe erreicht. Fehlt nur noch das "Dach":




    Blick auf die Ecke Frankenallee/Flörsheimer Straße. - Auch hier wird das Eckhaus langsam sichtbar. Die Gebäude im Innenhof haben ihre Endhöhe erreicht, das Dach ist noch nicht fertig:




    Blick entlang der Flörsheimer Straße in Richtung Frankenallee. - Der Bereich, in dem die Baustellenzufahrt liegt (dort, wo der LKW parkt), wurde noch nicht begonnen zu bebauen. Ich denke, das ist ein Logistik- und Platzproblem:



    Alle Bilder von mir.

  • Adler-Quartiere - Wohn- und Geschäftshäuser Kleyerstraße 33-45

    Der erste Bauabschnitt heißt "Louis am Park", der zweite hat den Projektnamen "Harry's Lofts & Houses" erhalten. Letzterer wird nach Plänen von RKW Architekten, Düsseldorf, realisiert. Vorgesehen ist hier reine Wohnnutzung, auf 10.000 m² Wohnfläche werden 129 Mietwohnungen entstehen. Für beide Projekte ist der Baubeginn weiterhin in der zweiten Jahreshälfte 2012 geplant, wie sich aus einer aktuellen =192&tx_ttnews[backPid]=26&cHash=0c6eb7dba4076bafd56da12db5a409a6"]Pressemitteilung der PDI-Gruppe ergibt.


    Der zweite Bauabschnitt entsteht Visualisierung und Plan aus #118 zufolge direkt an der Kleyerstraße und gleich westlich der Adlerwerke:



    Bild: RKW Architekten / PDI-Gruppe


    Edit: Inzwischen gibt es auch ein Rendering des 1. Bauabschnitts, genannt "Louis am Park". Geplant sind rund 108 Mietwohnungen, auch die KiTa entsteht hier:



    Bild: PDI-Gruppe

  • Wohnquartier Mainzer Landstraße

    Wie ich heute mitbekommen habe, strebt die OperaOne AG an, laut einer Pressemitteilung vom 21-06-2012, welche von sich selbst behauptet, "sich zunehmend zum Marktführer für A+ Lagen in Frankfurt am Main" zu entwickeln, auf einem 8.000 m² Grundstück im Gallus, a.d. Mainzer Landstraße ein "hoch attraktives Wohnquartier" zu bauen. Es wurde bereits eine Bauvoranfrage gestellt.


    Vorgesehen ist auf dem Grundstück rund 25.000 m² BGF mit 20.500 m² Wohnfläche, verteilt auf ca. 300 WE (je nach Entwurf) zu realisieren. Es soll eine Tiefgarage und bis zu 2 Nahversorger geben. Das Investitonsvolumen beläuft sich auf einen Rahm von 68 - 80 Mio €.


    Wer vielleicht weiter Informationen bzgl. Lage oder Entwürfen hat, ich bin neugierig was bei soviel Selbstbeweihräucherung in einer Pressemitteilung als Resultat folgt. Bei 25% Marge wohl ein klotziges Stück Investorenarchitektur ;)

  • Dieser IZ-Meldung zufolge soll es sich um das Ex-Holz-Fiedler-Gelände handeln. Adresse: Mainzer Landstraße 395 (Karte). Ich frage mich bloß, wo dort die "direkte Anbindung" an einen Park ist.

  • Ich frage mich bloß, wo dort die "direkte Anbindung" an einen Park ist.


    Ich glaube man meint erschreckender Weise den Gustavsburgplatz ? Ich finde zumindest nichts anderes was dort einem "park" noch näher kommen würde.


    Ich habe mir auch gerade mal die Umgebund via Google-Maps angeschaut. Wenn ich mir den Lidl gegenüber und den Penny in der Rebstöcker Straße angucke, bleibt die Frage offen, welche zwei Nahversorgen würden dort einziehen? Wahrscheinlich ein EDEKA oder Rewe-Markt, aber Markt nummer 2? Ich bin mal gespannt was die Zukunft bringt.

  • Muss wohl vom Blickwinkel abhängig sein. Laut PM ist das Bankenvietel ja auch benachbart, so dass man mit unmittelbarer Anbindung an den Park vielleicht wirklich den Europagarten meint....

  • Die FAZ-RMZ gibt in diesem Artikel einen Ausblick über die aktuellen Wohnbauprojekte im Gallus.


    Besonders interessant ist der demnach erfolgte Verkauf des großen Areals an der Lahnstraße (zuletzt ausführlich an dieser Stelle). Käufer soll formart sein, die Wohnbausparte von Hochtief Solutions. Die Rede ist von einem neuen Quartier mit mehreren hundert Miet- und Eigentumswohnungen. Vermarktungsbeginn soll noch in diesem Jahr sein.


    Bestätigt wird die Information aus #121, wonach Opera One, eine Tochter von Franconofurt, rund 300 Wohnungen auf dem früheren Areal von Holz Fiedler bauen möchte. Ein positiver Bauvorscheid liegt dem Investor bereits vor. Der aktuelle Zwischennutzer kann noch bis Ende 2012 bleiben, so dass mit einem Baubeginn im kommenden Jahr zu rechnen ist.


    Schließlich wird auch das Gelände des früheren Georg-von-Opel-Autohauses Mainzer Landstraße 330-360 angesprochen, also der Block zwischen Mainzer Landstraße, Sodener Straße, Neuenhainer Straße und Krifteler Straße (Luftbild). Seit dem Anfang des Jahres erfolgten Auszug des DB Fuhrpark-Services stehen die Gebäude leer. Der Investor Patron Capital hat nun eine Bauvoranfrage für ein Wohn- und Geschäftshaus mit Einzelhandel gestellt. Im Herbst 2010 waren die Pläne erstmals bekannt geworden, dazu oben #54. Damals war das Büro KSP Jürgen Engel Architekten mit der Planung beauftragt.

  • Richtfest "Mehrgenerationenquartier"

    Die FNP vermeldet für den gerade angebrochenen 22.08.2012 das Richtfest des Mehrgenerationenquartiers im Gallus auf dem Gelände der ehemaligen Mercedes-Benz - Niederlassung Frankfurt am Main.


    Bis zur geplanten Bezugsfertigkeit nächsten Sommer entsteht für ca. 50 Millionen Euro ein "postmodernes Ensemble aus 90 Eigentumswohnungen, 98 Seniorenwohnungen (davon 49 öffentlich gefördert) und 51 familienfreundlichen Mietwohnungen". Dem Artikel ist desweiteren zu entnehmen, dass die Eigentumswohnungen in der Kriegkstraße komplett verkauft sind, die Wohnungen in der Flörsheimer Straße zu über 85 Prozent und mit der Vermietung der Senioren- und Familienwohnungen am Tag des Richtfestes begonnen wird.

  • Hochhaus Hafenstraße 51 (Commerzbank Trading Center)

    Das Hochhaus Hafenstraße 51 wird wohl saniert. An beiden Breitseiten wurden/werden Kletterbühnen von Alimak Hek angebracht.



    Was geschehen soll ist mir bisher nicht bekannt.



    Das Gebäude hat 22 Etagen und ist 93 Meter hoch, das bedeutet in Frankfurt den 36. Tabellenplatz. Es wurde 1972 bis 1976 nach Planung der Arbeitsgemeinschaft AGI-Plan Rüping errichtet. Genutzt wurde es zunächst als Posthauptverwaltungsgebäude, heute ist es Teil des "Commerzbank Trading Centers".



    Bilder: Schmittchen

  • Adler-Quartiere (Kleyerstraße)

    An der Kleyerstraße (Infobeitrag, Karte) geht es termingerecht los. AWR rückte heute mit zwei Baggern an und räumt Gerümpel und Grünzeugs aus dem Weg:



    Dieses Grundstück will bebaut werden:



    Diese Lücke will geschlossen werden:



    Die schöne, namensgebende Nachbarin:




    Diese Infotafel ist nicht mehr ganz up-to-date:



    Bilder: epizentrum

  • Plus-Energie-Haus (Cordierstraße)

    Die ABG Frankfurt Holding beabsichtigt, für knapp 4 Mio. Euro ein sogenanntes Plus-Energie-Hause zu bauen. Das sind Häuser, die nicht nur eine neutrale Energiebilanz aufweisen, sondern Energieüberschuss produzieren können.


    Etwas ähnliches kündigte die Nassauische Heimstätte mit einem Entwurf des Architekten Manfred Hegger vor einem halben Jahr für den Riedberg an. Was ist eigentlich daraus geworden?


    Die ABG möchte im Gallus bauen, und zwar fast an seinem westlichsten Zipfel, in der Cordierstraße 2-6 mitten in der Friedrich-Ebert-Siedlung (Karte, Schrägluftbild). Es sollen 17 Wohnungen mit insgesamt 1.238 qm Wohnfläche entstehen. Bis April 2014 soll es stehen.


    Weitere Details sind mir nicht bekannt. (Quelle)

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Kartenlink repariert

  • ^ Die FAZ schreibt in ihrer heutigen Druckausgabe über das Vorhaben und zeigt ein Rendering, das mich ehrlich gesagt entsetzt. Der Entwurf stammt von der faktor 10 GmbH (Website), einem Darmstädter Architekturbüro mit mittlerweile 20 Jahren Erfahrung im Passivhausbau und damit Vorreiter dieser Teilbranche. So sieht's aus:



    Bild: faktor 10 GmbH, Darmstadt


    Im wesentlichen handelt es sich also um eine rechtwinklig zur Straße gestellte, weiß verputzte Kiste mit seitlich angebautem, verglasten Treppenhaus. Das ganze mit gelben horizontalen (wohl Markisen) und vertikalen Streifen aufgelockert. An der Südseite dominieren dunkelblaue Flecken aka Solarpanele. Gleiches gilt für eine schräg gestellte Überdachung eines mindestens 10-Autobreiten langem Carports an der Straße. Oben thront ein rotes sogenanntes "Turbolenzwindrad". Insgesamt sieht alles eher zusammengeschustert und technisch aus. Es hat nichts von der gestalteten Geschlossenheit des Plus-Energie-Projektes von Prof. Hegger - auch wenn sich dort über Schönheit streiten lässt. Selbst die FAZ bekennt - ungewöhnlich für ihre üblicherweise neutral dokumentatorischen Berichte - Farbe und schreibt, bei der architektonischen Qualität des Hauses entdecke man "durchaus noch viel Luft nach oben". Sehr treffend.


    Wie es scheint, hat die ABG bereits mit dem Bau begonnen; denn der FAZ-Bericht spricht von einem "Ortstermin am Bauplatz".

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Bild hinzugefügt

  • Naja, ganz ehrlich, war etwas anderes zu erwarten? Wenn man sieht, was die Passivhausbauweise mehrheitlich an Ungetümen hervorbringt, so dürften die Plus-Energie-Häuser nun eine neue Dimension architektonischer Miesheit einläuten. Bigott wird das Ganze ja erst, wenn man mal betrachtet, was an wertvollen Materialien, am besten noch aus Krisengebieten, in diesen solarzellengepflasterten Schachteln verbaut wird.


    Aber Hauptsache, die Bewohner können dann ruhigen Gewissens mit ihren iPads und Ultrabooks, die zur Hälfte ebenfalls aus solchen Materialien bestehen, herumdudeln, und sich ein grünes Baudezernat mit vielen tollen Häuschen in besserer Kraftwerksoptik schmücken... wobei halt, das Kraftwerk im Westhafen hat gestalterischen Anspruch. Da will ich mal niemandem Unrecht tun.

  • Das auch passiv sehr ansprechend und hochwertig gebaut werden kann, ist in den letzten Jahren doch sehr oft bewiesen worden, das lasse ich als Ausrede für mangelnden Gestaltungswillen nicht gelten.


    Dieses "Etwas" ist eigentlich nur in einem Industriegebiet am Stadtrand akzeptabel, egal ob als Energieschleuder oder -erzeuger.


    RMA : Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was irgendwelche Rohstoffe damit zu tun haben. Wenn Architekten Ihren Job nicht machen, hat das doch wirklich nichts mit Ideologien zu tun. Ich verstehe nicht recht, warum Du das Thema damit auflädst

  • RMA dürfte auf die Baukosten abzielen. Silizium & Co sind teuer. Wenn man dafür Geld übrig hat, dann sollte im Budget auch eine ordentliche Gestaltung drin sein, ansonsten kann man gleich ein reines Kraftwerk hinstellen. Da gebe ich ihm recht. Immerhin sollen Menschen sich darin und darum wohlfühlen.


    Seht Euch allein diese vier verschiedenartigen Vertikalabschnitte am südlichen Treppenhaus an: Balkonartiges im Geschossabstand, dann ein gelber planer Streifen bzw. Betonblock quer durch den Anbau, dann zwei unregelmäßig gegliederte Glasstreifen, der weiße Eckpfeiler und dann ein völlig unmotiviert oben herausschauendes Metallrohr o.ä. an der Ecke. Das alles jeweils in irgendwelchen Breiten und Höhen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Das ist ein Ingenieurbauwerk, kein Architekten-Entwurf.


    Die FNP bringt übrigens ebenfalls einen Artikel: Hier. Das kleine Foto bestätigt, dass die Bauarbeiten bereits in Gang sind.

  • Plus-Energie-Haus

    Als ich das Bild gesehen und bei Google die Lage ausgekundschaftet habe, dachte ich erst, eines der einfältigen bestehenden Gebäude in der Cordierstr. würde zum Plus-Energie-Haus umgebaut, aber dass der Entwurf ein Neubau ist...


    Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, die Gestaltung geht so gar nicht. Und die Frage, warum Passiv- oder Plus-Energie-Häuser scheinbar immer so wie plumpe Schuhkartons aussehen müssen, habe ich mir auch schon oft gestellt. Das ist sicher mehr eine Frage des Wollens, als die der Möglichkeiten, wie mahlzeit auch sagt. Einziges nettes Detail ist für mich dieses "Windrad", aber ich steh halt auf so Spielereien :)


    Lustig fand ich im FAZ-Artikel diesen Absatz:
    "Dass ihre Wäsche nach Bratwurst oder Rotkohl duften wird, müssen die künftigen Bewohner eines Plus-Energie-Hauses der Frankfurter Wohnungsgesellschaft ABG nicht befürchten. Die durchströmende Abluft, mit der die Wäsche in einem speziellen Schrank getrocknet wird, stammt nämlich nicht aus der Küche, sondern aus dem Badezimmer."
    Das macht es natürlich VIEL besser. Außer, die Toilette ist in einem separaten Zimmer :D

  • Mainzer Landstraße 293

    Ein weiteres Projekt bahnt sich ganz in der Nähe an. Die Adresse ist Mainzer Landstraße 293 (Karte). Das ist neben der Sankt-Gallus-Kirche und zwei Gebäude von der Galluswarte entfernt. Die Rückseite des Bürokomplexes steht als Nummer 20 der Kleyerstraße direkt gegenüber den ehemaligen Adlerwerken. Also eine äußerst günstig gelegene, hervorragend erreichbare Büroadresse. Die Gebäude stehen allerdings seit einiger Zeit leer, was viele Gründe haben kann.


    Ich habe ein paar aktuelle Eindrücke der Immobilie zusammengestellt. Im Sommer sieht man von der Mainzer Landstraße nicht viel von der Fassade - immerhin werden die Dimensionen erkennbar:



    Ein typisches Detail der Fassade mit den spiegelnden Glasscheiben:



    Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, wie sich an einigen Stellen Spiegelfolien vom Glas ablösen.



    Das vorgelagerte Eingangsbauwerk des "besten Angebotes der Stadt":



    Selbiges von der Seite mit der Sankt-Gallus-Kirche im Hintergrund:



    Der Querriegel des Gebäudes geht durch den dreieckigen Block bis zur Kleyerstraße. Dort befindet sich auch die Einfahrt zur Tiefgarage (links auf dem folgenden Bild):



    Bilder: epizentrum


    Eine ordentliche Architektur, die repräsentativ für ihre Zeit ist. Auf mich wirkt polierter Stein zwar immer etwas "speckig-spießig", aber das ist schließlich Geschmackssache. Wie auch immer: Hier sind solide Materialien verbaut, das Gebäude befindet sich äußerlich in einem gutem Zustand. Was will man eigentlich mehr? Ach so, Mieter.


    Das denkt sich die Eigentümerin DEKA Immobilien GmbH, Frankfurt, wohl auch; denn sie hat einen Wettbewerb zur Revitalisierung des Gebäudes ausgeschrieben. Das in Frankfurt vor allem durch das Stadthaus auf dem Dom/Römer-Areal bekannte Büro Meurer hat sich daran beteiligt und eine Projektseite seines Entwurfs veröffentlicht. Charakteristisch ist dabei ein prominenter Kubus als Ersatz für den jetzigen Eingangsbau. Ansonsten soll das Äußere mehr oder weniger unberührt bleiben. Innen gibt es Umnutzungen wie für ein Kasino, einen Fitness- und "Club-"Bereich etc.:



    Auf dem Grundrissplan sieht man die Ausbreitung und Lage des Gebäudes zwischen Mainzer und Kleyerstraße gut:



    Bilder: Meurer Architekten, Frankfurt


    Mir ist nicht bekannt, welches Büro den Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Weitere Details über die nächsten Schritte ebenfalls nicht. Also abwarten und auf ein weiteres Projekt freuen.

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Kartenlink repariert